Vor nicht allzu langer Zeit hat Treyarch offiziell bekannt gegeben, dass ihr neuestes Werk, Call of Duty: Black Ops, nur in einer angepassten Fassung in Deutschland veröffentlicht werden darf, und man deshalb gezwungen war, diverse Zensuren vor zunehmen, um eine Altersfreigabe für deutsche Gefilden zu bekommen, was für eine Veröffentlichung notwendig ist. Aber was genau hat man denn entfernen müssen?
Die Option, Gegnern mit gezielten Treffern Gliedmaßen zu entfernen, wurde gestrichen und auch der rote Lebenssaft musste reduziert werden. Ein gescriptetes Ereignis, welches man hierzulande nicht zu Gesicht bekommen wird, ist die Folterung eines Kriegsgefangenen. In dieser Szene wird der Spieler selbst zum Täter und dabei lässt einem das Spiel keine andere Wahl, als selbst Hand an zu legen. Details sparen wir uns an dieser Stelle.
Ein zweites Scriptereignis ist eine Sequenz, in der man einen vietnamesischen Gegner ins Wasser zieht und ihm mit mehreren Messerstichen auf brutale Weise das Leben aushaucht. Ein weiterer Moment, bei dem die Schere angelegt wurde, ist eine Szene, in welcher der Protagonist mit einem präzisen Treffer einem Gegner in den Kopf schießt und hierbei nicht an Blut, Knochen und sämtlichen ´Inhalten´ gespart wurde. Die letzte Szene ist eine Bootsfahrt, bei der im Hintergrund ein Lied von Mick Jagger zu hören ist. Diesen Song hat man entfernt und somit fällt die Fahrt musiklos aus. Warum dieser Schnitt aber wirklich notwendig war, ist noch unklar - vielleicht fand man eine musikalische Untermalung unpassend.
Wer auf dies nicht verzichten kann oder will, muss wohl oder übel bei Import-Händler seines Vertrauens vorbei schauen.