Ich denke insgesamt, dass er einiges an Fußballsachverstand mitbringt. Zuletzt war ich ihm gegenüber daher nicht komplett abgeneigt. Wichtig ist ja erstmal zu wissen, dass Wahler, Veh und Dutt zufällig vom gleichen Anwalt beraten werden. Ein Schelm wer da böses denkt.
Vor allem zögerte unser Schönwetter-Präsident Wahler die Entscheidung so lange hinaus, da man ja die Position absolut stark besetzen wollte. Wer kommt nun stattdessen daher? Ein gescheiterter Trainer in Leverkusen und Bremen. Dazu hat er kaum Erfahrungen als Sportdirektor. In seiner einzigen Station als Sportdirektor ist er nach wenigen Monaten geflüchtet und niemand hat wirklich gesehen, was er letztlich dort betrieben hat.
Dazu die Person Dutt an sich. Wenn ich ihn immer reden höre, dann ballt sich schon meine Faust. Er redet viel, aber immer um den heißen Brei herum. Der passt demnach perfekt zu unserem Schönwetter-Präsidenten. In unserer Situation brauchen wir einen erfahrenen Mann mit der nötigen Autorität. So wie es schon auf dem Trainerposten umgesetzt wurde. Nun haben wir jemanden, der sich nicht mal gegen seine eigenen Kinder durchsetzen kann.
Das aller größte Problem ist, dass Wahler keine Ahnung von Fußball hat. Das merkt man immer und immer wieder in seinem Interviews. Er hat jetzt über die Feiertage bei Bild ein Interview gegeben. Da kann man sich nur an den Kopf fassen, wie so jemand einen Fußballverein leiten kann. Er mag von der Organisation sicherlich sehr viele gute Aspekte mitbringen, aber es nützt rein gar nichts, wenn er keine fußballerischen Kenntnisse besitzt. Egal wie schlecht der VfB spielt, für ihn sieht das immer hervorragend aus. Zu Beginn dachte ich, dass er das zum Schutz nur öffentlich ausgibt. Mittlerweile weiß man, dass er das wirklich so sieht.
Und jetzt rechnet man zusammen, wenn so jemand einen Sportdirektor einstellen muss. So wie er sich damals von Bobic einlullen hat lassen, so wird auch Dutt ihm ebenso seine tolle Sicht des Fußballs vorgeschwärmt haben.
Was mich nicht komplett umhaut ist die Tatsache, dass Dutt nun wenigstens Ahnung vom Fußball hat. Ich hoffe, dass er sich in der Position soweit durchsetzen kann, um gute Ergebnisse abzuliefern.
Wenn ich aber schon das Zitat aus den Stuttgarter Nachrichten lese, dann kann ich nur mit den Augen rollen:
"Er legte in den Verhandlungen überzeugend dar, dass er die Arbeit beim VfB Stuttgart als Lebensaufgabe betrachte.
Spekulationen darüber, ob er irgendwann nicht doch wieder als Trainer arbeiten wolle, widerlegte er. Er habe sich sehr gründlich hinterfragt. Und es sei ihm zu hundert Prozent klar, dass mit der Entscheidung für den VfB seine Laufbahn als Trainer beendet ist."