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Bundesliga 2010/2011 - der Diskussionsthread

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hab ich ja nich behauptet.....wie kommt ihr denn darauf :lol:
hier steht bayern is ein verliererteam.....so....dann werf ich nen blick auf die cl tabelle....4 spiele....12 punkte...okay
dfb pokal klarer favorit
meisterschaft, puuhhh....wird wohl nix mehr aber abwarten

wie gesagt, wtf?
 
Was verstehst du an "überspitzte Reaktion" nicht? Aber du sagst es ja selbst: Meisterschaft wird schwer, DFB-Pokal könnte man holen. Zur CL sagst du nichts, aber das ist verständlich :D Tut mir leid, ich habe heute meinen provokanten Tag. Für die Bayern ist das nunmal nicht genug. Aber das haben sie selbst zu verantworten.
 
Bexter schrieb:
Ey, ich mache hier eine echte Identitätskrise durch ;)
Als geborener Ruhrpottler kommt für mich eh nur ein Verein aus der Heimat in Frage. Dortmund setzt da im Moment genau das um, was einfach ein Traum für jeden Fan ist.

Mir geht es nicht darum, dass Schalke derzeit so tief unten steht, da hält man zu seinem Verein, sondern die Art und Weise, was Magath macht und was langsam zu weit geht. Vermutlich hatte man auch zu lange die blau-weiße Fanbrille auf und hat die Sache schön geredet, aber die Art und Weise, wie er unsere Tradition verkauft wird mir mehr und mehr bewusst und macht mir den Verein immer unsympathischer. Zudem wenn man sieht, dass wir kaum noch deutsche Spieler haben und die, die jung sind und Talent haben - und uns letztes Jahr zum zweiten Platz geführt haben - von Magath eher noch schlecht geredet werden. Hinzu kommt, dass mir nur noch wenige Spieler von uns sympathisch sind und die Identifikation sinkt und sinkt. Ich habe letzte Woche ein Interview mit Kuranyi gelesen, wo er erstmalig klar sagte: Ich hänge sehr an Schalke, ich wäre auch für weniger Geld geblieben, aber man hat nicht wirklich mit mir geredet und mir nicht das Gefühl gegeben, dass man mich halten wollte.
Kuranyi war mir immer sausympathisch. Der war kein Söldner, hat sich mit dem Verein identifiziert und mit dem Verein gelitten. Ebenso Marcello Bordon, den Magath vergrault hat, weil er ihm gesagt hat, dass er nicht mehr wirklich auf ihn setzen wird.

Und auch ein Manuel Neuer, einer der wenigen Lichtblicke auf Schalke, wird nächste Saison nicht mehr bei uns spielen. Raul klammere ich da auch mal aus. Der zeigt Willen und Einsatz und dem scheint unsere Tradition etwas zu bedeuten, aber ich vermute, dass auch er sich das nicht mehr länger antun wird. Dann ist das nur noch ein Haufen Söldner (mal von Benny Höwedes abgesehen), die einen Trainer haben, der vollkommen stur und lernimmun ist und alles zerstört, woran man als Fan glaubt.

:staun:
Gut, dass man momentan mal nach Dortmund schielt ist normal.
Ich denke das tun momentan viele, es stimmt halt momentan auch wirklich alles.
Die Einstellung, die Spielweise etc.
Das wird halt zur Zeit auch alles in den Himmel gelobt, ist ja auch schön, wird aber auch so nicht bleiben.
Aber wie man ernsthaft eine Identitätskrise haben kann...und vorallem zum verhassten Nachbarn ist mir absolut unverständlich.
Beim Fußballverein ist das doch wie bei einer guten Ehe...in guten wie in schlechten Zeiten, ansonsten hängt man jedes Jahr sein Fähnchen in den Wind nach Tabellenstand.
Nein, nur durch diese Berg- und Talfahrt ist das ganze doch so schön.
Ich geniesse die Dortmunder momentan richtig, ich kann gar nicht genug davon kriegen...aber auch weil ich ja vorher die Jahre unter Röber und Doll teilweise katastrophalen Fußball erlebt habe.
Nach dem totalen Crash als Bert van Marwijk alles richten sollte und wir von heute auf morgen auf einmal so abgestürzt sind ins Tal der Depressionen weil wir alles mit Rang und Namen verkaufen mussten.
Klar sehnt man sich dann zurück in die goldenen 90ger, natürlich wünscht man sich dann wieder eine hungrige, eine erfolgreiche Mannschaft, mit den ganzen Identifikationsfiguren die man hatte und nicht eine Einheit von Söldnern die nun halt im Namen der Borussia ein bisschen rumkickt.
Aber selbst in schweren Zeiten ist man doch da, feuert seinen Verein an mit seinem ganzen Herzblut und tut seinen kleinen Teil dazu dass es besser wird und dreht sich nicht einfach um und denkt "alles scheisse", schau ich halt wer es momentan schöner und/oder erfolgreicher macht.
Ausser den Bayern haben wir ja nun alle schön die Höhen und Tiefen hier erlebt.
Ob Schalker, Dortmunder, Stuttgarter, Bremer ... da ist das doch seit Jahren ein auf- und ab, aber das macht die ganze Sache doch auch so toll, das dringt doch dann ans Herz durch.
Zu jubeln, sich zu ärgern, über den Titel freuen, um die internationalen Plätze oder den Abstieg bangen, wichtige Spiele gewinnen und verlieren, heiss und kalt.
Wenn man ganz unten war freut man sich übers oben doch viel mehr als wenn es ein Dauerzustand und somit Normalität ist...eben weil es dann etwas ganz besonderes ist.

Nicht umsonst wird in sovielen Stadien "you'll never walk alone" geschmettert und immer gibts 1m Gänsehaut, denn das spiegelt ja genau das alles wider.

When you walk through a storm
Hold your head up high
And don't be afraid of the dark.
At the end of the storm
There's a golden sky
And the sweet, silver song of a lark.

Walk on, through the wind,
Walk on, through the rain,
Though your dreams be tossed and blown.
Walk on, walk on with hope in your heart,
And you'll never walk alone,
You'll never walk alone

Walk on, walk on with hope in your heart,
And you'll never walk alone,
You'll never walk alone
 
Naja, objektiv betrachtet. ist die Freude über Dortmund bei Bexter nur eine andere Umschreibung für "Schalke enttäuscht mich als Fan" Dagegen kann man nichts sagen, es stimmt ja. Als Schalker würde ich mich in Grund und Boden schämen. Weil Schalker, im Normalfall, zusammen mit den Dortmundern die Fresse immer als erstes Aufreißen.

Trotzdem wird sich das bei Bexter nach dem nächsten Schalker Sieg wieder ändern.
 
Dow Jones schrieb:
Naja, objektiv betrachtet. ist die Freude über Dortmund bei Bexter nur eine andere Umschreibung für "Schalke enttäuscht mich als Fan" Dagegen kann man nichts sagen, es stimmt ja. Als Schalker würde ich mich in Grund und Boden schämen. Weil Schalker, im Normalfall, zusammen mit den Dortmundern die Fresse immer als erstes Aufreißen.

Trotzdem wird sich das bei Bexter nach dem nächsten Schalker Sieg wieder ändern.

Feinste Pauschalisierungen und Stammtischreden.
Und das vom gelernten Philosophen :)
 
Dow Jones schrieb:
Naja, objektiv betrachtet. ist die Freude über Dortmund bei Bexter nur eine andere Umschreibung für "Schalke enttäuscht mich als Fan" Dagegen kann man nichts sagen, es stimmt ja. Als Schalker würde ich mich in Grund und Boden schämen. Weil Schalker, im Normalfall, zusammen mit den Dortmundern die Fresse immer als erstes Aufreißen.

Trotzdem wird sich das bei Bexter nach dem nächsten Schalker Sieg wieder ändern.

also erst next year :gerri:
 
Es ist im Moment einfach ne Scheißsituation. Natürlich kann und will man nicht einfach so sagen: So, tschüß Schalke, hallo Dortmund.

Das geht ja auch gar nicht so einfach. Allerdings muss man sich ja immer fragen, warum man Fan ist und wenn der Verein mehr und mehr in eine Richtung steuert, die fern ab von den Idealen und Traditionen ist, dann muss man sein Fansein hinterfragen.

Ich habe in den 90er Jahren auch den Abstieg mit den Schalkern mitgemacht und habe nie darüber nachgedacht, den Verein zu wechseln - im Gegenteil, es hat mich dem Verein noch näher gebracht.

Aber was bei uns derzeit abgeht, ist einfach nur noch bitter und mir fehlt mehr und mehr die Identifikation mit dem Verein und den Spielern. Schalke ist für mich derzeit wie eine gescheiterte Beziehung: Man steckt Herzblut und viel viel Liebe rein, aber plötzlich ändert sich die Person, die man immer geliebt hat und trotz viel viel Geduld, wird man immer wieder aufs neue enttäuscht und plötzlich merkt man, dass dies gar nicht mehr die Person ist, in die man sich mal verliebt hat und die man liebte. Natürlich mag man auf bessere Zeiten hoffen, aber ist sehr sehr schwer.
 
Oh man, Bexter. Das hört sich nach Erfolgsfan an, auch wenn ich weiß das ja anscheinend nicht bist.

Vorstände kommen, Vorstände gehen
Spieler kommen, Spieler gehen
Die Liebe bleibt für immer!
 
Wenn man sich Fan nennt muss man mit dem Verein durch gute und durch schlechte Zeiten gehen, Als Gladbach Fan gehe ich auch fast nur durch schlechte Zeiten, aber deswegen wechsel ich doch nicht den Verein, dann guck ich mir halt Spiele von anderen Vereinen an und freue mich mit denen wenn die guten Fussball spielen und die mir Symphatisch sind, aber Fan bleibe ich immer von Gladbach
 
ihr deutet das als so seltsame schicksalshafte, ewige Entscheidung

ich weiß ja, dass das einfach dazugehört, damit man sich ne Identität schafft, die Stadien füllt und seine Vor- und Hassbilder findet

aber man wird ja Fan, weil man etwas toll findet. Und wenn das dann (vllt. sogar ALLES) weg ist (Stimmung, Fankurve, Stadionbier, guter Fußball, Spieler, Trainer, Trikotwart, Vorstand, Greenkeeper...), soll man ewig Gutfinder des abstrakten Gebildes "Verein" bleiben?

Nönö....dem kann ich genau so wenig folgen wie den Leuten, die an Gott glauben...sozusagen.
 
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