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Boxen - der Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Trotzdem muss man sagen dass Abraham im Verlauf des Kampfes wenig Chancen hatten wirklich zu punkten, Dirrell war viel zu schnell und hatte auch die besseren Treffer. Abraham musste einmal sogar zu Boden gehen, auch wenn es kein wirklicher Niederschlag nach Maß war.

Abraham war schon ab Runde 6 dazu gezwungen auf den Knockout zu gehen. Boxerisch war Dirrell klar überlegen. Muss man einfach so deutlich sagen.

Jetzt kommt mit Froch ein Gegner der technisch auch sehr gut ist und gegen Dirrell besser aussah als heute Abraham. Froch ist auch um einiges größer, die Reichweitenvorteile sind also auch dort gegeben.

Und das schlimme ist, Abraham darf den Fight nicht verlieren, will er in der Vorrunde nicht ausscheiden. Und dann war der Schritt ins Mittelgewicht doch eine Blamage.

Wird jetzt echt knifflig, er muss auf jeden Fall an seiner Technik feilen. Immer nur auf den Knockout zu vertrauen reicht bei diesen Gegnern nicht aus.
 
er darf die erste hälfte des kampfes nicht immer so "verpennen". irgendwann musste das ja mal nach hinten los gehn.

ps: in 35 beginnt die vorberichterstattung zur formel 1. jetzt noch hinlegen lohnt sich nicht:ugly:
 
Promoter Wilfried Sauerland legte derweil Protest beim Weltverband WBC ein und forderte, den Kampf mit "No contest" (kein Wettbewerb) zu werten. Begründung: Abrahams Niederschlag in der zehnten Runde sei nicht berücksichtigt und Dirrell nicht angezählt worden; außerdem hätten die Tiefschläge des Amerikaners zu keinem Punktabzug geführt. Obendrein habe sich Dirrell keiner Dopingkontrolle unterzogen.
http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,686045,00.html

Ist auch korrekt. Abseits der Tatsache das Direll zwar der bessere Boxer an dem Abend war, wurde Abraham aber auch klar benachteiligt. Trotzdem kann der Sauerlandstall mit der Leistung von Arthur nicht zufrieden sein. Der hätte den Fight mal locker mit 10:3 Runden verloren nach Punkten. Das ist schon leicht blamabel.

Aber unfassbar wie schnell der Direll ist.

Gab es nicht noch einen Fight die Nacht aus dem Turnier?

Eigentlich müsste es einen Rückkampf geben, dafür sollte man gar das Turnier unterbrechen. :grins: Ansonsten dauert das einfach viel zu lange.
 
Zimtzicke schrieb:
Also, IMO wurde Abraham zu recht disqualifiziert.

Ich persönlich würde ihn sogar noch sperren. Wahrscheinlich jedenfalls.

Nö. Der Ringrichter stand viel zu weit vom Geschehen weg, Dirrell wurde dadurch nicht angezählt, und ein Boxer kann sich in dem Moment nicht zurückhalten. Auch Klitschko setzte vorletzten Samstag noch mal an als der Gegner auf den Knien war. Das sind Sekundenentscheidungen, dazu die extreme Anspannung unter der ein Boxer steht, das ganze Adrenalin.

Den ganzen Kampf lang war Abraham zwar der schlechtere, aber er wurde auch benachteiligt. Die Tiefschläge von Dirrell wurden nie ermahnt, Dirrell wurde nach seinem Niederschlag nicht angezählt, und mal ehrlich... das ganze Drama am Ende war doch eine Farce! Der war niemals KO, der hat nur gespielt weil er massiv Panik vor einem Knockout hatte. Abraham hatte auf jeden Fall noch die Chance, und solch ein Puncher wie Abraham kann dich dann jederzeit umhauen.

Wäre man nicht innerhalb eines Turniers gäbe es den sofortigen Rückkampf in sechs Monaten. So kommt es wohl leider nicht dazu.
 
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=8sALmPUH_rk[/vid]

Am Schluss sieht man, wie Direll am Boden sitz, die Deckung nicht nach oben. Man sieht auch, dass Abraham erst mit einer guten Verzögerung schlägt, sein Arm war vorher noch oben am eigenen Körper.

Ist ne Disqualifikation und wenn man es böse ausdrücken will auch grob unsportlich. Auch ein Boxer sollte sich so im Griff haben, dass man einen wehrlosen Gegner nicht nochmals schlägt.
 
Das ist ja leicht gesagt, wenn man das von der Wohnzimmercouch aus beobachtet.

Für Abraham war der K.O. greifbar nahe und während des Kampfes steht einem das Adrenalin bis zum Anschlag, schätze ich. Würde ihm jedenfalls abkaufen, dass er im Kontext dieser Situation nicht rechtzeitig zurückstecken konnte (er disqualifiziert sich ja nicht freiwillig).

Evtl. hat es auch mit einer Szene paar Runden vorher zu tun, wo Abraham Tiefschlag monierte, seitlich zum Gegner stand und aufgehört hatte zu boxen, während Dirrell just in diesem Moment einen überfallartigen Angriff startete, was ich auch nicht unbedingt sportlich fand.

Bin jetzt nicht regelkundig genug, um zu beurteilen, ob die Tiefschläge Dirrells zu Recht ignoriert wurden. Falls nein, ist das Urteil nicht fair. Falls ja, geht das wohl in Ordnung.
 
Das ändert aber zwei Dinge nich:

a) fast alle Boxer schlagen nicht mehr nach, wenn der Gegner am Boden liegt / sitzt (ist unsportlich und verstösst gegen die Regeln).

b) man kann eine falsche Entscheidung des Ringrichters nicht eigenmächtig mit einer anderen Tat "rechtfertigen".

Er hat es verbockt, zumal er in dieser Phase vielleicht wirklich noch eine Chance durch K.O. gehabt hätte.
 
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