Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Bitcoins, Altcoins und ICOs #hodln

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich hab gerade mal nach einem Urteil des EuGH geguckt, in dem es um Bitcoins ging. Wenn es das gleiche Urteil ist, das du meinst, ging es da nur um die Umsatzsteuer, die beim Kauf oder Verkauf anfällt oder eben auch nicht. Das hat aber meines Erachtens rein gar nichts mit der Besteuerung von Gewinnen zu tun. Aktuell ist es meines Wissens zumindest so, dass Gewinne aus Coins genauso besteuert werden, wie z.B. die Gewinne aus Devisengeschäften, dem Verkauf von Immobilien oder auch Gold. Aber das ist alles nur Halbwissen, ich hab mir das auch erst in den letzten Wochen angelesen, weil ich beim Thema Steuern auf Nummer sicher gehen will. Ich bin zum Glück ITler und kein Steuerfachmann. :D

Ja, das meine. Es regelt, dass Bitcoin Geld ist und somit nicht unter die Umsatzsteuer fällt. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist es dennoch das Urteil, von dem alle die Sache mit dem privaten Veräußerungsgeschäft ableiten.

Daher mal zum Verständnis:

Ich kaufe für 400€ ETH

Ich tausche das gesamte ETH auf Binance gehen PAY.

PAY steigt im Wert - nach 365 Tagen auf 1.100 Euro umgerechnet (es liegt ja nur als PAY auf Binance oder in einem Wallet)

Nach 400 Tagen wandle ich PAY wieder in ETH um und zahle mir die nunmehr 1.400€ aus.


Muss ich jetzt Steuern auf die 700€ Wertsteigerung von PAY in Jahr 1 zahlen? Dabei liegt das ja auf Binance und der Euro-Wert ist nur theoretisch.
Oder ist einzig das, was an FIAT Geld auf mein Bankkonto ein- und ausgeht entscheidend?
 
Oder ist einzig das, was an FIAT Geld auf mein Bankkonto ein- und ausgeht entscheidend?
Nein, jeder Verkauf oder Tausch, egal, ob in FIAT-Geld oder andere Coins ist steuerlich relevant.

Du kaufst ETH für 400€. Nun dauert es ja unter Umständen bis ETH bei Binance angekommen ist. Wenn der Wert von ETH beim Tausch in PAY bereits auf 410€ gestiegen ist, sind bereits die 10€ meines Erachtens steuerpflichtig, wenn man schon über dem Freibetrag liegt. Tauscht du nach 400 Tagen wieder PAY zu ETH zurück, ist der Gewinn (abgzl. der 10€, die bereits beim Tausch von ETH zu PAY angefallen sind) komplett steuerfrei, weil die Haltedauer über 1 Jahr liegt. Die Wertsteigerung von PAY innerhalb des ersten Jahres ist egal. Steuern fallen immer nur dann an, wenn es einen Verkauf, bzw. Tausch gibt. Nur wenn du die PAY innerhalb eines Jahres wieder zu ETH tauscht, müsstest du Steuern zahlen. Und dann übrigens auch auf die gesamten 700€. Der Freibetrag gilt anders als bei der Kapitalertragsteuer nur, wenn du weniger als 600€ Gewinn erzielst. Sobald du 600€ erzielst, ist der gesamte Betrag zu versteuern.

Die Frage ist natürlich immer, wie man das in der Steuererklärung dokumentieren soll und wie es das Finanzamt kontrollieren kann. Ich bin mittlerweile dazu übergegangen, alle Transaktionen so zu dokumentieren, dass ich den Wert von ETH oder BTC zum Zeitpunkt des Tauschs mit aufschreibe.

Aber wie bereits geschrieben: Das ist alles Halbwissen. So habe ich es aber auf diversen Seiten gelesen, die sich auch explizit auf die Besteuerung von Bitcoin und Co. beziehen.
 
Aber ich verstehe nicht, wie man das dem Finanzamt melden soll.

Ganz reales Beispiel von mir: Ich habe am 07.12 0,028 BTC für 376,75€ gekauft.

Am 12.12 habe ich 0,0159 BTC gegen 22,06 OMG getauscht. Wie ist das steuerlich zu erfassen?

Muss ich mir den Euro-Wert BTC zum Kaufzeitpunkt anschauen und das angeben? Daran schließt sich direkt die Frage an: Welche Plattform nutze ich, um den Wert zu ermitteln? Die weichen ja teilweise massiv voneinander ab. Was ist mit Gebühren von Binance? Mining-Kosten? Darf ich das abziehen?
 
Interessiert hier bestimmt keinen, aber für mich sind bestimmt 90% der letzten Kurssteigerungen (also vor den aktuellen Verlusten) auf die Internetaffinen zurück zuführen, die die Geschichte um Hodl kennen und die einmalige Gelegenheit nicht verpassen wollen. Bin gespannt was passiert, wenn alle Internetaffinen abgeschöpft wurden ....
 
Aber ich verstehe nicht, wie man das dem Finanzamt melden soll.
Einfach ein Jahr warten und keine Gedanken um die Steuern machen. :D Ne, ich bin da ganz bei dir. Einfach wird das nicht, wenn man's wasserdicht machen will. Ich dokumentiere einfach den Kurs von Coingecko zum Zeitpunkt des Kaufs/Verkaufs. Mehr kann man nicht machen.

Bei deinem Beispiel würde ich einfach dokumentieren, wie viel 1 BTC zum Zeitpunkt des Tauschs gegen OMG wert war, als Plattform nutze ich coingecko. Daraus lässt sich ja einfach der Gewinn errechnen. Gebühren von Binance ziehst du vom Gewinn ab, das ist wie bei Aktien auch. Die Gebühren der Netzwerke musst du selbst tragen, also z.B. die Gebühren, die anfallen, wenn du BTC von deiner Wallet zu Binance transferierst.
 
Ich weiss ich bin so schwach :fp: Aber ich hab da ein wenig Geld reingebuttert welches ich auf keine Fälle verlieren darf :ugly: Und diesen Teil würd ich gerne auf sicheres Terrain bewegen :grins:

Den rest würd ich sicher Hodln! :cool:
 
Ist jetzt nicht so das ich Insolvenz anmelden muss wenns weg wäre aber halt auch nicht so dass es mich kalt lassen würde :D.

--Edit---

Eigentlich siehts bei meinen Kryptos gar nicht soooooooo beschissen aus. Wenn da der Ripple nicht wäre...
 
Naja, gut, das ist ja wohl bei jedem so.
Geld bekommen bekommt man emotional viel leichter verarbeitet als sich davon zu verabschieden. :)
Aber bei dem ganzen Hype und auch bei den ganzen Erträgen, die man ja wirklich erwirtschaften kann, darf man den Kopf halt auch nicht in den Wolken haben.
 
Zurück
Oben