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Bioshock Infinite - Das Ende - Es wird diskutiert werden (Spoiler inside)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Frystil schrieb:
Hab den Schluss nochmal gespielt. Kurz vor dem Ertränken sagen die versch. Liz, dass es Enden muss, hier und innen anderen Universen. Das muss heißen, es ist die zentrale Stelle aller Universen (wie das geht, wenn alle Universen für sich selbst stehen, ist eine andere Frage, da die Universen ja nicht durch diesen Entscheidungspunkt exisitieren). Bleibt Natürlichkeit Post-Credit-Szene. Kam die so in dem Spiel vorher mal vor? Denn wenn es eine Schlaufe ist, warum ist genau der Punkt, wo er wohl nach einem Rausch (?) aufwacht und Nach Anna-fragend ins Zimmer stolpert, der Beginn dieser Schlaufe? Andererseits, wenn Booker tot ist, wie kann es nur eine Erinnerung von Booker sein.

Also zu der Post-Credit-Szene lässt sich wenig eindeutiges sagen. Dafür ist es zu offen. Es soll absichtlich Freiraum für eigene Interpretationen lassen.
Ob das Universum (wo es endet bzw. beginnt) eine Art Ursprung oder Hauptuniversum ist, lässt sich auch nicht wirklich eindeutig behaupten. Ich sehe es eher so....
Also alle Universen sind sich irgendwo mehr oder weniger gleich. Das ist die Konstante.
Der Unterschied aller Universen lässt sich eventuell eben auf diesen Moment zurückführen. Denn dort entstehen die entscheidenden Variablen. Also "Taufe", "Nicht-Taufe" oder "Tod". Also im Spiel selbst werden diese drei Variablen verdeutlicht. Das es natürlich noch mehr geben kann lässt sich nicht ausschließen. Allerdings sind diese erstmal die eigentlich wichtigen.

Die Post Credit Szene bricht dieses Schema.... oder vielleicht auch nicht.... ;)
Das werden wir vielleicht nie erfahren.
 
Nun, von der Chinareise zurück. Es war interessant, aber auch ziemlich anstrengend.

Doch nun zurück zum Thread, der ja offensichtlich flott weiter gegangen ist.

Was mich noch (immer) beschäftigt:

Wie viele "Lizs" bietet das Spiel bevor es in die Schlusssequenzen übergeht?
Es gibt ja Liz in verschiedener Kleidung; einmal in mädchenhaft, in züchtiger Sommerbekleidung zu Beginn; später in diesem betont femininen blauen Kleid mit hübschem Dekolleté. Da sich Liz zwischendurch die Haare abschnitt, liegt die Vermutung nahe, es handele sich um die gleiche Person; doch stimmt das wirklich, wenn man an das Auftreten der Multi-Lizs am Ende denkt?

Anna ... Liz.

Verblüffend sind auch die vielen Anspielungen auf den Fotos in verschiedenen Räumen (im Comstock-House) usw.. Auch die farbigen Glasfenster, die auf die "Historie" durch verschiedene Familienbilder verschiedenen Alters mit Comstock und den Seinen verweisen. Da ist auch (mehrfach) eine Person zu sehen, die Liz sehr ähnlich sieht.
Es gibt auch Personen, die Booker bzw. Comstock sein dürften; so dass eine Art "Legende" sichtbar wird.

Leider wird dadurch aber Liz` Rolle nicht unbedingt klarer (imho).
Ungeschickt ist auch, dass man keine Savegames machen konnte um später nochmals genauer nachsehen zu können.
Die paar Screenshots, die ich machte, sind zwar im privaten Steam niedergelegt; aber trotzdem nicht stringent genug, um irgendeine unwiderlegbare Aussage treffen zu können.

Was mich gerade immer noch am meisten verwirrt, sind diese Szenen mit den Taufen, die mit dem Ertrinken bzw. Beinahe-Ertrinken der Hauptperson enden.
Außerdem gibt es da im weit fortgeschrittenen Spiel eine Szene wo Booker leibhaftig den Comstock, der vor einem Taufbecken steht, an diesen herantritt und diesen von hinten brutal ertränkt.
(Vorsicht Spoiler)
Vom Ende der Geschichte aus betrachtet, ist dies ja ein völlig irrealer, schizophrener, äh "Selbstmord", oder was?

Bin mal gespannt was die verehrten Mitforisten aus dieser Diskussionsecke dazu meinen.
:kaffee:
 
VORSICHT GRAVIERENDE SPOILER :lol:

Wie viele "Lizs" bietet das Spiel bevor es in die Schlusssequenzen übergeht?

Ich nehme an du fragst dich ob es noch einen anderen Grund geben könnte, dass am Ende so viele Liz bei der Taufe stehen?

Also Liz könnte sich im Laufe des Spiels nur dort verändern, wo sie von Booker getrennt wird.

Sie läuft einmal von Booker weg weil sie ihn so grausam findet. Ich glaube dort macht sie aber keinen Sprung in ein anderes Universum.

Später wird sie nochmal von Songbird geschnappt. Wenn ich richtig liege sollte folgend Liz das "Control device" operiert bekommen.

Natürlich gäbe es bei diesen Beispielen hier die Annahme, dass Liz nicht mehr die Liz ist die wir kannten. Aber die Geschichte läuft weiter, so scheint dies also keinen Einfluss zu haben.

Ich bin leider schon weitestgehend Raus aus der Handlung. :(

Beitrag 78 hat mir geholfen wieder etwas reinzufinden, leider nicht all zu detailreich
http://i.imgur.com/MaHNjLo.jpg

Vom Ende der Geschichte aus betrachtet, ist dies ja ein völlig irrealer, schizophrener, äh "Selbstmord", oder was?

Als erstes dachte ich mir bei der Szene, wie können wir als Booker so brutal sein!
Aber ich finde diese Szene passt einfach haargenau zum Kontext.

Es ist nicht nur der Versuch der "Schreckensherrschafft" Comstocks ein Ende zu setzen.
Vielmehr ist es eine Anspielung auf das Ende. Booker/Comstock wird so oder so anscheinend immer ertränkt. Jenes soll die Lösung sein. Das Ende des Multiversums.
Wie die Credidsszene zeigt wohl doch nicht.
Nur mal so am Rande: Hätte Liz Booker am Strand nicht geholfen wär er vielleicht auch ertrunken, aber dafür habe ich keine Beweise.

Im Bezug auf den Selbstmord:
Es läuft in der ganzen Geschichte bis zum Ende darauf hinaus sich selbst zu töten, sodass jene Geschichte nie hätte statt finden können.

Das entgültige Ziel, die Taufe verhindern, hat wie hier, offensichtlich gezeigt, zwangsläufig ein Selbstmord zur Folge. Ich selbst zweifele daran, dass Booker wirklich wusste, dass er sich mit seinem Ziel selbst umbringen will.

Wenn man es ganz genau nimmt, ist die Aktion "Comstock töten" kein selbstmord obwohl es so scheint. Wir sind nur körperlich gesehen der Booker, der Comstock gleicht. Aber wir sind nicht die selbe Person, was man als verschiedene "Seelen" bezeichnen könnte. Kurzgesagt zwei Definitionen von Selbstmord.
Wie oben erwähnt finde ich die erstere besser zum Kontext passend.
 
Die Grafik
http://i.imgur.com/MaHNjLo.jpg
ist auf jeden Fall sehr hilfreich zum besseren Verständnis der
BioShock Infinite Timeline.

Chapeau an den Verfasser.

Bei all dem bleibt immer noch vieles so rätselhaft, dass man immer wieder ins Grübeln geraten kann. :?

"Tear" ist aus dem Englischen übersetzt ja entweder "Träne" oder "Riss".

Irgendwie passt dies zum melancholischen Nachklang der Geschichte.

Dass es mit DeWitt bergab geht ist das Eine, dass die gealterte Liz in den Angriff Columbias auf New York verwickelt ist, das Andere. Es scheint als wäre dies ihr "Waterloo".

Aber irgendwie gibt es tausend Universen und doch wiederum keines, wenn mit Bookers Ableben die Welt erlischt.
Doch die Nach-Credit-Szene stellt alles wieder in Frage.
 
Mich wundert am Ende, dass die Menge von Elizabeths verschieden angezogen ist!

Vorraussetzung für das Dasein der ganzen Lizes ist die erfolgreiche Wiederkehr dessen Kräfte, um ein Riss in die Vergangenheit (Bookers Taufe) zu öffnen.

Wieso haben wir zum Beispiel eine Liz dort stehen, welche zuvor anscheinend die Führerin der Vox Populi mit einem Messer nieder stieß!? Der Syphron war in dieser Zeit noch nicht zerstört. Folgend stellt sich die Frage, warum genau diese Liz zur Taufe hatte kommen können!

Hat einer von euch eine Erklärung?
Ich bin der Meinung das viele Liz die selbe Kleidung anhaben müssten, weil die Kleidung indirekt für die Zeit steht aus der sie kommen.

Booker scheint sich am Ende nicht gegen seine Ertränkung zu wehren!
Liz 1: Er ist Comstock
Liz 2: Nein er ist Booker
Booker: Nein ich bin beides. . . . . .

Daraufhin lässt er sich ertränken.
Was in der Realität, nur mit starken Widerwillen funktionieren würde. Schonmal versucht nicht mehr zu atmen? Irrgendwann greift das tiefe Nervensystem ein und stoppt einen vor dieser Untat! Er wäre nicht in der Lage sich so ruhig selbst zu töten bzw. sich töten zu lassen. Aber das beiseite, es scheint wohl im Spiel so zu funktionieren.

Man könnte ja eine Liste erstellen mit Thesen, die nicht zu klären sind :D
Vielleicht bringt das den Denkenden ruhe. Mir zumindest :P
 
teoman002 schrieb:
Mich wundert am Ende, dass die Menge von Elizabeths verschieden angezogen ist!

Vorraussetzung für das Dasein der ganzen Lizes ist die erfolgreiche Wiederkehr dessen Kräfte, um ein Riss in die Vergangenheit (Bookers Taufe) zu öffnen.

Wieso haben wir zum Beispiel eine Liz dort stehen, welche zuvor anscheinend die Führerin der Vox Populi mit einem Messer nieder stieß!? Der Syphron war in dieser Zeit noch nicht zerstört. Folgend stellt sich die Frage, warum genau diese Liz zur Taufe hatte kommen können!

Hat einer von euch eine Erklärung?
Ich bin der Meinung das viele Liz die selbe Kleidung anhaben müssten, weil die Kleidung indirekt für die Zeit steht aus der sie kommen.
...

Du meinst wohl Folgendes:

db_2013-04-06_00039_11.jpg
 
Leider ist diese spannende Ecke im Sande verlaufen.

Die zentrale Figur "Elizabeth" hat einen entscheidenden Anteil, weshalb die Faszination des Games so anhaltend ist:

Vielleicht noch einmal eine spannende Anregung zu Elizabeth:

http://www.gamestar.de/videos/action,9/bioshock-infinite,69521.html
 
Vorsicht Spoiler!


Sobald man beginnt nachzuforschen, offenbaren sich mehr und mehr die Bezüge zwischen Bioshock Infinite und den vorangegangenem Games, die in der Unterwasserstadt Rapture handelten.

Als Songbird stirbt, also Liz's Beschützer aus der Wolkenstadt Columbia tödlich verletzt ist und diesen markerschütternden Todesschrei ausstößt, versinkt er in der Unterwasserstadt Rapture.
Soulbird hat Augen, die aussehen wie solche, die sich Big Daddys Tauchermaske befanden - und er hat einen Taucherschlauch, der in den Schnabel führt!

Und zum Vergleich:
Little Sister Eleonor und Elizabeth alias Anna.
[i.imgur.com]

BIOSHOCK INFINITE: ENDING -EASTER EGG [HD]
[www.youtube.com]

Booker DeWitt ist Täter und Opfer zugleich.
Liz ist Lichtblick und Todesengel zugleich.
Songbird ist bedingungsloser Beschützer und Bote des Untergangs zugleich.
Die Luteces ermöglichen Reisen in Paralleluniversen, eines fast so trostlos wie das andere.
Ein Teufelskreis, dem kaum zu entfliehen ist, nur vielleicht doch, über eine der vielen "Türen" vielleicht, mit einer geringen Chance. auf Erlösung.

Alles sehr rätselhaft!
 
Vorsicht Spoiler. Wie schon vorher.

Die Sache beschäftigt mich noch immer bzw. hat mich noch immer nicht ganz losgelassen.

"Bioshock Infinite Soundtrack - 28 Will The Circle Be Unbroken II - HD Bioshock"
http://www.youtube.com/watch?v=FczOQ7Nmsd8

"Will The Circle Be Unbroken? Songtext:
There are loved ones in the glory whose dear forms you often miss
When you close your earthly story will you join them in their bliss

Will the circle be unbroken by and by by and by
In a better home awaiting in the sky Lord in the sky

In the joyous days of childhood oft' they told of wond'rous love
Pointed to the dying Saviour now they dwell with him above

Will the circle be unbroken by and by by and by
In a better home awaiting in the sky Lord in the sky

You can picture happy gath'rings round the fireside long ago
And you think of tearful partings when they left you here below

Will the circle be unbroken by and by by and by
In a better home awaiting in the sky Lord in the sky"

http://www.golyr.de/pentangle/songtext-will-the-circle-be-unbroken-643331.html

Es ist die Leitmelodie von BioShock Infinite.

Tatsächlich erzählt uns BioShock Infinite, beginnend auf einer nostalgischen Ebene, eine zunehmend dramatische Geschichte von Schuld und Sühne.
Durchaus in einem Ausmaß, das auch Dostojewski angestanden hätte, wenn er die Mittel der modernen Dramaturgie der Verwirklichung in einem Computerszenario zur Verfügung gehabt hätte.
[de.wikipedia.org]

Es ist, in beiden Fällen, eine Erzählung des Sich-Stellens.

Dabei ist in B. Infinite die Sache zunächst aussichtslos.
Der Teufelskreis kann nicht durchbrochen werden, es gibt keine Aussicht auf Sühne, und keine Erwartung eines besseren "Heims" im Himmel ...

Zunächst ist man als Gamer ja instinktiv auf der Seite Booker DeWitts. Bei mir war es nicht besonders schwer mich zu vereinnahmen, da ich schon früher ein Fan des legendären Dashiell Hammett (Der Malteser Falke) gewesen bin, der durch seine realistischen Darstellungen hervorsticht. Sein "Sam Spade" ist genau wie "Booker" ein Pinkerton-Detektiv. Bei dieser Agentur hatte Hammett tatsächlich Erfahrung gesammelt.

Ken Levine überhöht nun die Zeit der letzten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer phänomenalen Scifi Geschichte.
Columbia, die Stadt in den Wolken mit hübscher Fassade, beseelt vom amerikanischen Pioniergeist und konservativer Ordnung - dennoch: "Du beißt in den Apfel - und schmeckst den Wurm".

Selbstverständlich hatte ich auch lange keinerlei Skrupel möglichst viele Polizisten mit einer Art Drehhaken anzuschneiden; schließlich verfolgten mich diese und es war Notwehr. Es waren halt sture Gegner wie vergleichsweise in BioShock 1+2. Selbst als Liz dazukam und die Waffen perfekter wurden, ließ das Gemetzel nicht nach.
Das Ziel vor Augen, Liz abzuliefern um eine alte Schuld zu begleichen, war ein Antrieb, den ich nur selten hinterfragte.

Um es abzukürzen: Man gerät immer tiefer ins Schlamassel, hat immer mehr Blut an den Händen; derweil spielt der Gegenspieler Comstock den Heiligen in einer Welt voll Bigotterie und Rassismus. Eine Welt, die man doch nur allzu gern sabotieren will.

Nun ist aber kein Entkommen aus dieser Endlosschleife in Sicht. Selbst dann nicht, als es Booker gelingt über die von Liz erzeugten "Risse" in Paralleluniversen vorzudringen um dort gewisse "Abänderungen" der Vergangenheit bzw. Zukunft vornehmen zu wollen.

Man ist wie ein Gefangener im CAGE (Käfig) - und kein Behüter wie der VOGEL Songbird. Konstanten und Variable. Die Münze fällt immer wieder - und zeigt stets wieder Kopf.
Booker bildet sich ein, den Teufelskreis durchbrechen zu können indem er Comstock tötet.
Doch das ist ein langer Weg bis dahin.

Und am Ende geht alles doch ganz anders aus.
Elizabeth führt die ganze Zeit durch die Geschichte - und steht diese auch bis zum Ende durch. Doch auch dieses Ende ist nicht so sicher wie es scheint.
 
Hab mir jetzt mal das lange Gameone-Nachspiel angesehen/angehört, das hat für mich schon ein paar Dinge geklärt. Aber trotzdem noch ne abgefahrene Story...

http://www.gameone.de/blog/2013/4/nachspiel-bioshock-infinite
 
Habs jetzt auch durch und ne Frage.

In der TV Werbung sah man doch sie Elizabeth erhängt werden sollte?!, hab ich die Szene gespielt als ich voll war oder gabs die garnicht :ugly:
 
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