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Hm, irgendwie kann ich die Euphorie nicht nachvollziehen. Und das, obwohl ich die Serie liebe, finde ich die letzte Staffel furchtbar zäh und langweilig. Bei den letzten Folgen bin ich sogar stets eingeschlafen.
Abgesehen von zwei drei Momenten habe ich mich da echt durchgequält. Bei jeder anderen Serie hätte ich abgebrochen, aber dafür liebe ich das Breaking Bad / Better Call Saul Universum viel zu sehr.
Trotzdem bleibt am Ende bei mir ein fader Beigeschmack. Ich hätte die letzte Staffel nicht gebraucht, ähnlich wie den El Camino Film.
In der Episode 6x12 auch richtig starke Szenen dabei:
Kims Treffen bei Saul und danach Jesse. Bei Saul ist noch alles bunt. Beim Treffen mit Jessy ist die Seite von Sauls Welt durch die Reklame weiterhin bunt. Der Regen auf der anderen Seite nur trisst und grau. Kims Gang in den Regen symbolisiert sozusagen ihren Weg in das monotone Leben in Florida und die Abkehr vom Leben mit Jimmy/Saul.
Und gleichzeitig die Staffelübergabe von Kim zu Jesse. Beide sind sich sehr ähnlich und haben eine leicht kriminelle Ader, die aber erst durch Walter bzw. Saul richtig hervorgebracht wird bis zum Ende. Aber beide können sich noch einigermaßen besinnen. Im Gegensatz zu ihren Partnern, die es bis zum Ende treiben und endgültig verlieren.
Als Saul enttarnt wird und der Notruf rausgeht, wirkt ebenfalls wie der Anruf von Walter Jr. bei der Polizei als Walter enttarnt wurde. Beide müssen plötzlich flüchten.
Nach dem Telefonat zwischen Kim und Saul kommt sofort nach dem Auflegen ihre Arbeitskollegin rein und sagt, dass jetzt das "Singen" für ihren Kollegen ansteht. Dann ihre Ankunft in Albuquerque und sie "singt" (umgangssprachlich jemand auffliegen lassen).
Zu Kims Bus-Szene muss man ja nichts weiter sagen. Großes Kino.
Puh, okay. Guter Einstieg, schwacher Abgang. So könnte man mein Fazit der letzten Staffel wohl beschreiben.
Den ersten Teil der Staffel, bis Folge 8, fand ich wirklich hervorragend.
Lalo war ein schöner Antigonist, sehr vielseitig, unvorhersehbar und charismatisch. Auch wenn der Showdown mit Gus etwas schwach ausfiel - zum einen wussten wir, dass Gus überleben wird, zum anderen machte Lalo den Fehler aller Filmbösewichte - zu viel reden, nur um dann getötet zu werden. Aber es war spannend und Howards tragischer Tod am Ende ein echter Höhepunkt.
Die Folgen danach hätten sie sich sparen können. Zu viel Fluff.
Ja, bedeutungsschwere Bilder, detailgenaue Charakterstudien... der eine steht auf sowas, der andere schläft dabei ein. Es gehört zur Serie und macht sie in den richtigen Mengen auch gut, aber hier hat man es für meinen Geschmack übertrieben. Das hätte sich alles in einer Folge abhandeln lassen. Irgendwann stört der Schwarz-Weiß-Look nur noch und was interessiert mich, welche Heists Gene noch plant und wie Kim gefühlte Ewigkeiten Bus fährt.
Das Finale hat mich wieder etwas milder gestimmt. Auch wenn..
..es wohl die langweiligste Möglichkeit war. So die große Überraschung hat gefehlt. Zwischendurch auch etwas unglaubwürdig, dass er alle bequatschen konnte, aber immerhin hat er am Schluss bekommen, was er verdient.
Schön fand ich, dass mit Chuck, Heisenberg und Mike nochmal ein paar prägnante Charaktere auftreten durfen. Das hat die Serie ganz gut abgerundet.
Puh, okay. Guter Einstieg, schwacher Abgang. So könnte man mein Fazit der letzten Staffel wohl beschreiben.
Den ersten Teil der Staffel, bis Folge 8, fand ich wirklich hervorragend.
Lalo war ein schöner Antigonist, sehr vielseitig, unvorhersehbar und charismatisch. Auch wenn der Showdown mit Gus etwas schwach ausfiel - zum einen wussten wir, dass Gus überleben wird, zum anderen machte Lalo den Fehler aller Filmbösewichte - zu viel reden, nur um dann getötet zu werden. Aber es war spannend und Howards tragischer Tod am Ende ein echter Höhepunkt.
Die Folgen danach hätten sie sich sparen können. Zu viel Fluff.
Ja, bedeutungsschwere Bilder, detailgenaue Charakterstudien... der eine steht auf sowas, der andere schläft dabei ein. Es gehört zur Serie und macht sie in den richtigen Mengen auch gut, aber hier hat man es für meinen Geschmack übertrieben. Das hätte sich alles in einer Folge abhandeln lassen. Irgendwann stört der Schwarz-Weiß-Look nur noch und was interessiert mich, welche Heists Gene noch plant und wie Kim gefühlte Ewigkeiten Bus fährt.
Das Finale hat mich wieder etwas milder gestimmt. Auch wenn..
..es wohl die langweiligste Möglichkeit war. So die große Überraschung hat gefehlt. Zwischendurch auch etwas unglaubwürdig, dass er alle bequatschen konnte, aber immerhin hat er am Schluss bekommen, was er verdient.
Schön fand ich, dass mit Chuck, Heisenberg und Mike nochmal ein paar prägnante Charaktere auftreten durfen. Das hat die Serie ganz gut abgerundet.
Endlich bin ich nicht mehr alleine mit meiner Meinung.
Du hast es nahezu perfekt auf den Punkt gebracht. Es war auch die einzige Staffel, bei der ich tatsächlich zwei drei mal eingeschlafen bin.
Und zu den Gastauftritten von Walter, Jessie und co:
Das war doch einfach nur purer Fanservice. Zur Handlung hat es wirklich null beigetragen und es hätte nichts gefehlt wenn die paar Szenen nicht dabei gewesen wären.
Auch die Dialoge mit der Zeitmaschine. Was sie bereuen. Und dann diese Antworten. Echt jetzt? Dass sie dabei nicht an andere Taten denken war jetzt auch keine Überraschung. Eine große Überraschung blieb aus.
Alles in allem bin ich vom Finale enttäuscht. Fast jedes einzelne Staffelfinale anderer Serien die ich in letzter Zeit gesehen habe, haben mich mehr abgeholt als hier das Serienfinale. Ich habe stets das Gefühl gehabt, dass ihnen auf den letzten Metern die Luft ausgegangen ist.
Ich konnte mich heute erst dazu durchringen die letzte Folge zu gucken. Wollte irgendwie nicht, dass es endet und hab's nicht übers Herz gebracht.
Für mich waren die letzte Staffel und auch das Finale einfach nur Perfektion. Ich muss erstmal sacken lassen, hab auf jeden Fall aber einen fetten Kloß im Hals nach allem was in dieser Staffel passiert ist. Die letzte Begegnung zwischen Jimmie und Kim war einfach herzzerreissend und der perfekte Gegenklang zu dem Action-Ende aus BB.
Better Call Saul ist für mich das beste Prequel, das es jemals gab. Die Serie hat Breaking Bad und seine Charaktere in so vielen Dimensionen besser gemacht, angereichert, ausgefüllt. Saul ist von einer albernen Witzfigur zu einem tragischen Anti-Helden geworden. Gus und Mike haben so viel tolle Backstory bekommen. Ich werde Breaking Bad nie wieder mit den gleichen Augen sehen können. Das ist wirklich Kunst auf höchstem Niveau, vor der ich nur den Hut ziehen kann.
Spaß beiseite: Freue mich schon auf S07 ("Breaking out Saul").