flexx schrieb:
Er spricht doch deutlich von "neuen" Spielen. Also Spiele, die von Grund auf ein neues Franchise bedienen. Sozusagen ein neues Buch öffnen. Die eine neue Reihe starten. Nicht der x-te Ableger einer bekannten Serie. Und ich kann ihn da völlig verstehen. Man findet solche Spiele zwar auch in der kommenden Generation zum Launch, ihre Anzahl ist aber äusserst mager gesät. Und leider – und das ist in Bezug auf Qualität nun überhaupt nicht negativ gemeint – sind die meisten auch noch Indie Games mit beschränktem Budget. Ich hätte mir da weit mehr erwartet und dann werden die angesprochenen "neuen" Spiele – mit Beispiel DC – auch noch verschoben.
Ganz ehrlich? Wer hat das in der aktuellen, "Corporate"-Landschaft der Spieleindustrie anders erwartet?
Neue IPs sind riskant, Spieleentwicklung teuer, insbesondere zu Beginn einer Gen, bei der die Produktivität weitaus geringer sein wird als in ein paar Jahren.
Da war es sowas von absehbar, dass die großen Cash Cows weitergeführt werden, bei denen man sicher sein kann, dass sie sich in Massen verkaufen...
Die Verschiebung innovativer, neuer Ideen hin zu kleinen Indie-Projekten wird sich noch verschärfen. Wenn es AAA-Produktionen mit neuen Namen gibt, werden auch die eher keine radikal neuen Ideen liefern, sondern eher vorsichtige inkrementelle Innovation abliefern. Z.B. im Hinblick auf ein The Order 1886, von dem ich mir auch nicht mehr (aber auch nicht weniger) als einen 3rd-Person Shooter in tollem Setting und umwerfender Optik mit ein paar kleinen, neuen Kniffen erwarte.
Ich hoffe halt, dass Sony sich ihren Mut bewahren, zumindest ab und zu mal große/größere Spiele mit wirklich innovativen Ansätzen zu veröffentlichen.
Mich juckt die Situation hinsichtlich "ausruhen auf risikoarmen Spielekonzepten" eher weniger, da ich auch mit der aktuellen Spielelandschaft hochzufrieden bin.