So, bin jetzt durch.
Unterm Strich ist Arkham City ein perfekt ausgeführtes Spiel, das mich dann doch bis zum Ende bei der Stange gehalten hat. Die Grafik mit das beste, was es bis dato gibt. Der Soundtrack zurückhaltend, aber immer passend. Die Synchro gehört zum besten der letzten Jahre, und ich habe die deutsche Version gespielt! Die Staccato-Kämpfe sind wie schon im Vorgänger der Hammer. Aber wenn man seine Gegner aus dem Hinterhalt einen nach dem anderen ausschaltet, spielt das Spiel seine Stärken erst richtig aus. Ist schon cool, als übermächtiger Batman gegen verängstigte, aufgescheuchte Hühner vorzugehen.
Trotzdem ist Arkham City für mich nicht das geniale Meisterwerk, wie es Asylum war. Bei der Transformation des Spielkonzepts in die offene Welt sind einige Stärken aus dem Vorgänger verloren gegangen. Mir fehlt ein wenig die beklemmende Atmosphäre, die Arkham Asylum in seinen engen Gängen perfekt ausgespielt hat. Auch der brilliante Joker fehlt, der im ersten Teil mit einem seine Spielchen gespielt hat, einen ständig verarscht hat. An die Stelle dieser Elemente ist wenig neues getreten. Die weite Oberwelt bietet einem eine ganz neue Bewegungsfreiheit, aber die Fasizination des Gleitens hat sich bei mir sehr schnell abgenutzt. Sonst gibt es ein paar neue Gegenstände, aber es fehlt irgendwie etwas Frisches. Auch das ständige Einführen neuer Bösewichte und Figuren aus dem Batman-Universum nutzt sich zu schnell ab. Weniger wäre hier mehr gewesen.
Ich will Arkham City jetzt nicht unnötig schlecht reden, wie gesagt handelt es sich um ein perfekt ausgeführtes Action-Adventure. Es macht Spaß, aber für die Fortsetzung eines der besten Spiele der Generation bin ich doch etwas ernüchtert. Vielleicht hätte ich mit einer wirklich neuen Rocksteady-Idee mit Batman mehr Spaß gehabt. Als nächstes wünsche ich mir, dass Rocksteady eine neue Richtung einschlägt.
Meine Wertung: 8/10