Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Atomkatastrophen weltweit - immer mal wieder!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Dann wird das ganze wieder heiß, die Kernmasse schmilzt (wodurch die Kernspaltung verschnellert wird) und frisst sich immer weiter in den Boden (der ja sehr nah am Meer ist).
Daneben steigt natürlich auch die Radioaktivität in der Nähe des Reaktors an.

Ob es dann auch wieder Wasserstoffexplosionen geben kann, weiß ich nicht.

Explodieren wie eine Atombombe kann das Material jedenfalls nicht, dadurch ist AKW-Brennmaterial zu wenig angereichert, daher ist ne NUklearexplosion in nem AKW afaik physikalisch ausgeschlossen.
 
Wasserstoffexplosionen wohl eher nicht, ist ja nichts mehr intakt, worin sich das Gas sammeln könnte.

Ich denke aber nicht, dasß es zu größeren Reaktionen kommen wird. Das werden die Experten hoffentlich unterbinden, die Meßwerte sollten sie ordentlich aufgeschreckt haben. Leider haben die Regierungsstellen dort die Neigung, einfach ein Tuch drüber zu legen und dann ist es aus dem Sichtfeld und damit erledigt. Und die Japaner sind nicht das Volk, daß gegen sowas protestiert. Jedenfalls bis jetzt nicht, hoffentlich ändert sich das mal.
 
Cale schrieb:
Die beurteilen das Risiko einfach gar nicht und akzeptieren einfach alles, was ihnen von oben vorgesetzt wird. Super Idee für Meinungslose :kaffee:

Ui, die tägliche Dosis Rassismus? :ulgy:


Mal im Ernst... natürlich beurteilen die Japaner die Sache ziemlich rational. Haben schon alle vergessen, WARUM das dämliche Atomkraftwerk zerstört wurde?

Hey, die Leute wurden vor Kurzem von einem Tsunami überrollt, der so ca. 20 000 Todesopfer gefordert hat. Und wie viele Leute sind bisher durch die "Atomkatastrophe von Fukushima" gestorben? Also tatsächlich an der Strahlung? So ca. 0?

Ja, natürlich geht es ja um Langzeitfolgen, aber selbst bei Tschernobyl hat eine internationale Expertenkommission (Vereinte Nationen) festgestellt, dass die Zahl der Todesopfer durch diesen Unfall (im Vergleich zum Tsunami) "nur" ca. 4000 betrug.

Ja, und natürlich sind auch diese Zahlen umstritten, aber selbst wenn man die Zahl für Tschernobyl wesentlich höher ansetzt, kommt man so schnell nicht an die Tsunami-Opferzahlen heran.

Und dort wurden tausende Männer fast ohne Schutz zum "Aufräumen" geschickt, was eine große Zahl der Todesopfer erklärt. In Fukushima wurde völlig anders reagiert, die Gebiete in der Umgebung wurden viel schneller evakuiert, Vorsorgemaßnahmen wurden getroffen, Schutzausrüstung verwendet.

Ich traue mich zu wetten, dass die Folgen von Fukushima wesentlich geringer sein werden, als die von Tschernobyl. Und das wiederum bedeutet, dass die Folgen eine ganze Potenz niedriger sein werden, als die Folgen des Tsunamis selbst.

Natürlich hat da jeder rational denkende Mensch (ob Japaner oder nicht) wesentlich mehr Sorgen vor einem neuen Tsunami, als davor dass wieder ein AKW hochgeht.

Zumal das bei Fukushima ja nochmal extremes Pech war, immerhin war der Kasten ja so ziemlich das veraltetste Gerät das sie dort hatten und hätte in Kürze abgeschaltet werden sollen. Und dann wird das Ding auch noch volle Kanne von einem so gewaltigen Tsunami getroffen.
 
Rassismus? Ich will hier nicht den ganzen Tread nochmal von vorne aufrollen und alle Versäumnisse, Fehler und Unfähigkeiten nochmal aufzählen, daß würde einfach zu lange dauern. In jedem anderen Land außer Japan wären die Regierungen und der gesamte Tepco-Vorstand im Meer versenkt worden. Beurteile es wie Du willst, aber rational ist das für mich nicht.
 
Naja, das halte ich auch für übertrieben. KA ob allzuviele Länder anders reagiert hätten.

Genau so gut kannste sagen: Wenn Europa ne Bankenkrise wie die in Afrika getroffen hätte, hätten wir aber nen Volksaufstand geprobt.


Ach ne, das war ja bei uns..... ;)

Niemand weiß wie ein Volk sich verhalten würde und das die westlichen Ländern nicht mehr all zu sehr auf Aufstände setzen hat man ja in den letzten 2 Jahren gesehen.
 
Cale schrieb:
Rassismus? Ich will hier nicht den ganzen Tread nochmal von vorne aufrollen und alle Versäumnisse, Fehler und Unfähigkeiten nochmal aufzählen, daß würde einfach zu lange dauern. In jedem anderen Land außer Japan wären die Regierungen und der gesamte Tepco-Vorstand im Meer versenkt worden. Beurteile es wie Du willst, aber rational ist das für mich nicht.

Osa-chan hat es doch auf den Punkt gebracht. Angesichts des verheerenden Tsunami ist ein regional erhöhtes Krebsrisiko nun wirklich nicht das Hauptproblem, das die Menschen beschäftigt. Verständlich, auch wenn das deutsche Medien natürlich anders sehen.
 
In wenigen Jahren wird in Japan nichts mehr an den Tsunami erinnern. Aber die Spätfolgen der Atomkatastrophe werden bleiben. Und wie stark die sein werden, kann momentan noch niemand abschätzen.

Die Japaner haben sich mit Fukushima in der "heissen" Phase nicht mit Ruhm bekleckert. Und jetzt ist das rational?
 
Zimtzicke schrieb:
Was denn? Japan ist eine mächtige Industrienation. Ich glaube kaum, dass du in 10 Jahren noch viele Spuren der Katastrophe sehen wirst.

Wie viele Existenzen wurden in kürzester Zeit ruiniert? Wie viele Menschen haben ihre Angehörigen verloren? Diese Wunden werden nie verheilen.

Als wenn irgendwelche Sach-, Industrie- oder Umweltschäden das Thema wären, das die Menschen in Japan am meisten beschäftigt. Und da sind wir wieder bei dem Atomunglück, das in der persönlichen Betroffenheit vieler Menschen nun einmal nicht mehr als eine Fußnote des Tsunami ist.
 
ihre existenzen haben sie ja nur verloren, weil sie das risiko vor nem tsunami rational bewertet haben. scnr :oops:

gerade bei risiken ist die scheinbar rationale entscheidung nicht immer die beste.
 
Gott bewahre, die sind doch alle verstrahlt.


Naja ok, die Hälfte darf kommen, aber nur wenn sie so eine Toilette mit beheizbarem Sitz mitbringen.
 
Als ich in Hiroshima war, wurde uns erzählt, dass viele große Firmen geheime Listen mit Familiennamen haben, die von der Katastrophe besonders betroffen waren, heisst durch Missbildung, Krebs etc. Wer sich also dort bewirbt, hat keine Chance auf nen Job. Und das nach so vielen Jahren!
 
ASH schrieb:
http://www.tagesschau.de/ausland/weltspiegel424.html

Leben im Sperrgebiet um Fukushima
Zwischen Alltag und Todesangst

Rein will keiner in das Umland von Fukushima, raus aber auch nicht. In der verstrahlten Zone um die Ruine des Atomkraftwerks leben Menschen, die ihre Heimat nicht aufgeben wollen. Der Alltag geht weiter - die Angst vor den Folgen der Verstrahlung aber bleibt.
Wundert einen nicht in Prypjat sind nach einem Jahr auch die ersten Menschen zurückgekehrt,trotz Sperrzone.
 
Japan investiert Tsunami-Hilfen in den WalfangJapan investiert Tsunami-Hilfen in den Walfang

Umgerechnet 22 Millionen Euro aus den Mitteln für den Wiederaufbau nach der Tsunami-Katasrophe in Japan sollen in die Sicherung von Walfangschiffen gegen Angriffe von Umweltschützern fließen. Dies diene der vom Tsunami zerstörten Region im Nordosten des Landes, wo viele Dörfer vom Walfang lebten, erklärte die japanische Fischereibehörde. Umweltschützer kritisierten diese Investition aus dem Nachtragshaushalt als Missbrauch des Geldes. Japan darf in dieser Wintersaison 900 Wale töten, angeblich für wissenschaftliche Zwecke. Nach Angaben von Kritikern ist aber der Verkauf des Fleisches der wahre Grund für die Jagd.

http://nachrichten.rp-online.de/politik/japan-investiert-tsunami-hilfen-in-den-walfang-1.2633533


karma is a biatch
 
Zurück
Oben