Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Atomkatastrophen weltweit - immer mal wieder!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Roboter in den Reaktoren
Ferngesteuerte Roboter messen in den havarierten Reaktoren 6000fach höhere Radioaktivität als im Normalbetrieb
http://www.sueddeutsche.de/wissen/japan-atomanlage-fukushima-roboter-in-den-reaktoren-1.1086740

wow ... 5 wochen nach dem erdbeben sind schon die ersten roboter im explodierten akw. da hat es sich ja mal richtig für japan ausgezahlt, dass sie die nation mit den weitest entwickelten robotorn sind. hätten die nicht jahrzehnte lang an tanzenden robots und robot-hunden geforscht, dann wären wohl in 2 jahren noch keine robotor für diesen einsatz bereit.

die tanzenden roboter sind echt geil und so nützlich:
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=cZzLAsHiGHU[/vid]

auch nicht schlecht:
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=EzjkBwZtxp4&feature=related[/vid]
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=Q3C5sc8b3xM&feature=related[/vid]
 
lüsterneLINDA schrieb:
hätten die nicht jahrzehnte lang an tanzenden robots und robot-hunden geforscht, dann wären wohl in 2 jahren noch keine robotor für diesen einsatz bereit.

Die Hightech-Roboter werden von der Firma iRobot aus Bedford im US-Bundesstaat Massachusetts hergestellt
http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,757732,00.html

aber ich denke du darfst das nicht über keinen Kamm scheren.. die tanzenden Roboter sollen Menschen nachahmen und nicht in Katastrophengebieten eingesetzt werden
 
klar, als hätte ich das nicht gewusst. dachte mein beitrag sei sarkastisch genug um auf die unsinnigkeit dieser tanzenden robotor hinzuweisen.

die verschwenden zeit und geld in tanzende roboter und bekommen es nicht gebacken ne maschine zeitnah in ein abgefackeltes akw zu schicken um da mal messungen durchführen zu lassen.
 
Würde im havarierten AKW Fukushima ein Sarkophag helfen wie in Tschernobyl?
von Werner Eckert 19. April 2011 15:42 Uhr

Ein Sarkophag ist Schönsprech: klingt nach verziertem Steinsarg und ewiger Ruhe. Die Wahrheit – zumindest in Tschernobyl – ist: ein Teil der 190 Tonnen Kernbrennstoff dürften noch in der Ruine liegen. Zum großen Teil zwar zu einer Art Lava geschmolzen und nun erstarrt. Aber manches ist auch in Wasser gelöst oder liegt als Staub in den zerstörten Gebäuden. Zudem besteht die theoretische Gefahr, dass in der Masse aus spaltbarem Material wieder eine Kettenreaktion beginnt. Die Situation ist bis heute nicht wirklich klar und nach wie vor sind viele Teile nicht begehbar. Der Sarkophag dort wurde unter schwierigsten Bedingungen und großer Gefahr für die Arbeiter zusammengezimmert. Wegen der hohen Strahlung ging Geschwindigkeit vor Sorgfalt. Auf die alten Fundamente wurden Wände und Platten aufgesetzt. Zum großen Teil ferngesteuert und mehr schlecht als recht abgedichtet. Das ist keine Lösung für die Ewigkeit. Diese Hülle war von Anfang an nur als Übergang gedacht und für höchstens 20 Jahre ausgelegt. Nun wird sie aber wohl 30 Jahre halten müssen. Die Gefahr: bricht sie zusammen, dann wird viel von dem radioaktiven Staub in den Kraftwerksruinen erneut aufgewirbelt und verteilt. Greenpeace rechnet mit 50 Kg radioaktiven Stoffen. 1)

Alle Versuche, die Konstruktion zu stabilisieren waren Flickwerk und nicht erfolgreich. Ein neuer, zusätzlicher Sarkophag oben drüber soll seit Jahren gebaut werden. Bei einer so genannten Geberkonferenz hat die internationale Staatengemeinschaft gerade erneut mehr als eine halbe Milliarde Euro an Hilfen für die Ukraine zugesagt. Geplant ist eine Konstruktion aus Stahl. 20.000 Tonnen schwer, 250 Meter breit gespannt und 125 Meter hoch soll ein Tunnelbogen sein, der – wegen der Strahlung – ein Stück entfernt von der Ruine gebaut und dann auf Schienen über die Trümmer gefahren werden soll. Geschätzte Kosten: 1,5-2 Milliarden Euro. Das soll dann für 50-100 Jahre halten. Es ist also längst noch keine endgültige Lösung. Niemand wagt sich bislang daran, die strahlenden Reste zu bergen und zu „entsorgen“ – wohin auch?

Fazit: Ein Atomunfall ist eine gefährliche und teure Dauerlast, auch wenn wir jahrelang nicht dran denken, das Problem bleibt.

Längst wird auch in Fukushima über eine solche Abdeckung nachgedacht. Die aktuellen Planungen (blogeintrag von gestern) sehen erst mal vor, eine Folie über das gesamte Areal zu ziehen. Die soll ebenfalls Staub aufhalten. Darunter würden die Kühlarbeiten weiter gehen. Es ist ausgesprochen fraglich, ob die so erfolgreich sein werden, dass man in absehbarer Zeit an die Brennelemente ran kann. Eher unwahrscheinlich. Die Strahlenwerte sind – wie wir jetzt scheibchenweise erfahren – doch sehr hoch. In den Reaktorgebäuden haben ferngesteuerte Roboter um 50 Millisievert je Stunde gemessen. 2) Das Wasser in den Kanälen darunter strahlt sogar mit 1 Sievert/Stunde.

Wir erinnern uns: in Fukushima lagert sehr viel mehr atomarer Brennstoff als in Tschernobyl. Und wahrscheinlich sind die Brennstäbe auch mindestens zum Teil geschmolzen und nicht mehr einfach zu entnehmen. Große Mengen stark strahlenden Wassers machen klar: es gibt Lecks und Undichtigkeiten. Die Abklingbecken sind ohnehin nicht stark gesichert. Strahlende Materialien sind überall auf dem Gelände. Früher oder später stellt sich auch hier die Frage wie es weiter gehen soll. Der Betreiber Tepco selbst sprach schon von „zuschütten“ – also einer Deckschicht aus Erde und vielleicht Beton obendrüber. Wolfgang Renneberg vom Büro für Atomsicherheit hält es für möglich, dass kleinere Hüllen über den Reaktorblöcken ausreichen. Denn im Gegensatz zu Tschernobyl dürfte das meiste Material noch in den Containments sein. Wann der richtige Zeitpunkt dafür ist, bleibt unklar. Bei der teilweisen Kernschmelze im amerikanischen Three-Mile-Island-Kraftwerk hat es 5 Jahre gedauert, bis man in den Reaktorüberhaupt nur hineinschauen konnte.


http://blog.tagesschau.de/2011/04/1...hima-ein-sarkophag-helfen-wie-in-tschernobyl/
 
Insgesamt sollen wohl 70.000 Tonnen radioaktives Wasser entsorgt werden (laut NOZ). :shock:

Zur Veranschaulichung:
ibc-1000-400.gif

Ein 1000l Gitterbox-Würfel mit einer Kantenlänge von 41 Gitterboxen (68.921 Stück).

Und falls das hier stimmt, kann das etas länger dauern:

http://german.china.org.cn/international/2011-04/20/content_22403763.htm

Dabei handelt es sich um 25.000 Tonnen hochradioaktiven Abwassers im Turbinenraum des Reaktors 2.
TEPCO zufolge werde rund eine Tonne davon innerhalb von vier Wochen verlagert.

Schöpfen die das mit Sakeschalen ab? :?
Kernkraft schafft Arbeitsplätze - über Generationen! :grins:
 
Japan erhöht Strahlengrenzwert für Kinder

Es ist eine umstrittene Maßnahme der Verantwortlichen in Tokio: Für Kinder in Japan gilt jetzt der gleiche Strahlengrenzwert wie für deutsche AKW-Mitarbeiter. Das Erziehungsministerium hat nach SPIEGEL-Informationen den Wert für die maximale Dosis erhöht. Experten reagieren bestürzt.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,758410,00.html

so kann man natürlich auch elegant probleme lösen und es ist soooo einfach.:vogel:

jetzt werden wahrscheinlich 50 leute mehr gegen atomkraft in tokio demonstrieren.
 
So hats die EU doch auch gemacht...
Was? Die Strahlungswerte in Nahrungsmittel können ansteigen? Ach, setzen wir den Grenzwert für Fisch mal einfach aufs 4fache (afair).

Aber für Kinder den Grenzwert von deutschen AKW-Arbeitern zu nehmen, das ist schon... sehr sehr fragwürdig...
 
echt, wurden bei uns die grenzwerte bei fisch hochgesetzt? hab ich nicht mitbekommen. :oops:
letztendlich sind da alle regierungungen gleich, wenn bei uns sowas passiert wäre, was auch gut möglich ist, hätte der konzern und die regierung genauso gehandelt. da braucht man sich nichts vormachen.
deshalb ist es ja nötig ein für alle mal von dieser technik wegzukommen.

aber was sollen die japaner auch machen? die strahlung können sie nicht unter den tisch kehren und kinder können sie auch nicht verbieten. dann müssen halt beide koexistieren, ist halt dumm gelaufen.:kaffee:
 
Es wurden einige Grenzwerte raufgesetzt ...

snooky schrieb:
Kurzer Bericht über die Anhebung der Grenzwerte für radioaktive Belastung von Lebensmitteln in Europa ...
http://foodwatch.de/presse/pressearchiv/2011/atom_katastrophe_in_japan/index_ger.html

Für Lebensmittel und Lebensmittelimporte gelten für Cäsium 134 und 137 üblicherweise Höchstwerte von 370 Becquerel/Kilogramm für Säuglingsnahrung und Milchprodukte sowie von 600 Becquerel/Kilogramm für andere Nahrungsmittel (EU-Verordnung 733/2008). Mit der Eilverordnung 297/2011, in Kraft getreten am 27. März 2011, hat die Europäische Kommission diese Grenzen für Produkte aus den betroffenen japanischen Regionen deutlich heraufgesetzt: auf 400 Becquerel/Kilogramm für Säuglingsnahrung, auf 1000 Becquerel/Kilogramm für Milchprodukte und auf 1250 Becquerel/Kilogramm für andere Nahrungsmittel. Bestimmte Produkte wie Fischöl oder Gewürze dürfen diesen Wert sogar um das Zehnfache übersteigen, also bis zu 12.500 Becquerel/Kilogramm belastet sein – ein 20-faches des bisherigen Limits.
 
Das ist doch quasi ein schon ewig festgelegter Prozess. Die Grenzwerte sind in normalen Zeiten extremst niedrig angesetzt, um einfach eine sehr hohe Qualität über Dauer zu gewährleisten. Wenn nun irgendwo etwas passiert wie in Fukushima, werden die Werte hochgesetzt auf immer noch geringe Werte. Und da die Werte zu "guten Zeiten" eben so extremst niedrig sind, kann man gut mit "das X-fache" schockieren.
 
Zurück
Oben