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Atomkatastrophen weltweit - immer mal wieder!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

camahan schrieb:
Crewmitglieder hätten binnen einer Stunde eine Monatsdosis Strahlung abbekommen. Krankheitssymptome seien aber noch nicht gemeldet worden.
Das stimmt daran nicht.
Quelle: tagesschau.de
Das hab ich auch gelesen - aber Monatsdosis Strahlung in der normalen Umwelt (also äußerst gering) - ist das jetzt viel oder nicht?

Wenn das super viel ist - wo kommt es her?

Oder ist es gar noch um ein vieles höher und die mittlerweile 3 Reaktoren setzen schon seit 2 Tagen ziemlich viel Radioaktivität frei (hies ja immer, das da nix raus kommt).

Man sieht einfach das die Informationspolitik da hinten und vorne nicht stimmen kann. Wenn morgen der Wind gen Tokio dreht, wird man evtl. zum ersten mal erfahren was da abbach ist und wie dicht das containment wirklich war.

Wobei ich an der Stelle der Regierung dort auch nicht wüsste, gehen wir mal davon aus, das große Mengen Radioaktivität freigesetzt wurden, ob ich das in der Situation meinem Volk erzählen würde - dann wäre da ja Massenpanik ohne Ende angesagt.
 
Ich unterstelle jetzt einfach mal, dass momentan in Japan keiner genau weiss, was genau abgeht, und wo wieviel Strahlung freigesetzt wurde. Und wenn sie es wissen werden, wird man genau abschätzen, was man als PR-Meldung raushaut.
 
mushaaleste schrieb:
Wenn das super viel ist - wo kommt es her?

Es wurden doch größere Mengen radioaktiver Wasserdampf abgelassen, welcher auf's offene Meer hinausgeweht wurde, wo er in den nächsten Tagen und Wochen in Wohlgefallen zerfallen soll.

Und die Amerikaner fahren jetzt in diese Wolke hinein.


So habe ich's verstanden.
 
Evin schrieb:
mushaaleste schrieb:
Wenn das super viel ist - wo kommt es her?

Es wurden doch größere Mengen radioaktiver Wasserdampf abgelassen, welcher auf's offene Meer hinausgeweht wurde, wo er in den nächsten Tagen und Wochen in Wohlgefallen zerfallen soll.

Und die Amerikaner fahren jetzt in diese Wolke hinein.


So habe ich's verstanden.

Sie sind bereits hineingefahren und haben ihren Einsatz erstmal abgebrochen.
So hab ich das verstanden.
 
"Wir sind vorsichtig optimistisch"

Deutsche Reaktorexperten sind trotz der beunruhigenden Nachrichten von Reaktor 2 optimistisch, dass die befürchtete nukleare Katastrophe in Japan nicht eintritt. Vor allem der Faktor Zeit spielt dabei eine entscheidende Rolle. "Entscheidend sind die ersten 20, 30 Stunden nach der Schnellabschaltung", sagte Antonio Hurtado, Professur für Kernenergietechnik von der TU Dresden, und die seien inzwischen verstrichen. Wenn ein Reaktor abgeschaltet werde, würden anfangs sieben bis acht Prozent seiner Leistung als Nachzerfallswärme weiter produziert. Diese Menge gehe dann jedoch schnell zurück.

Die Meiler des Atomkraftwerks Fukushima waren am Freitag unmittelbar nach dem schweren Erdbeben heruntergefahren worden "Die kritischste Phase ist mittlerweile überwunden, wir sind daher vorsichtig optimistisch", sagte der Reaktorexperte. "Nach den uns vorliegenden Informationen beherrschen die Betreiber die Situation inzwischen besser."


Der Münchner Strahlenschützer Herwig Paretzke hält die befürchtete Verstrahlung großer Regionen inzwischen sogar für unwahrscheinlich. "Selbst wenn es jetzt noch zu einer großen Explosion und Freisetzung von Nukliden kommen sollte, wären die Folgen nicht so schlimm wie damals in Tschernobyl", sagte der Forscher vom Helmholzzentrum München. "Die Kernreaktion wurde ja schon vor Tagen gestoppt, und die dabei entstehenden besonders gefährlichen Nuklide haben kurze Halbwertzeiten und sind kaum noch vorhanden." Inzwischen würden in den Meilern, nach allem was man wisse, keine gefährlichen Nuklide mehr produziert.

SpOn
 
Wenn es am Ende nicht doch noch zu einem Super-GAU in einem der Reaktoren kommt, könnte sich die ganze Sache am Ende noch als "Super-GAU" für die Atomkraftgegner im Rest der Welt herausstellen.

Ich meine, das wären nach "Three Mile Island" dann noch drei Reaktoren, bei denen es trotz partieller oder sogar vollständiger Kernschmelze nicht zum Super-GAU gekommen ist.

Und das obwohl die betroffenen japanischen Kraftwerke nach unseren Standards veraltet sind und von einem Erdbeben der Stärke 9,0 mit anschließendem Tsunami getroffen wurden.

Denn wenn sogar eine Kernschmelze bei richtigem Reaktordesign und richtiger Reaktion nicht zu einem Super-GAU (starke Reaktorhülle, Auffangbecken) führt, können die Ereignisse in Japan kaum als Argument für die Unsicherheit von Kernkraft herangezogen werden, zumindest nicht in Gebieten, in denen es derartige Erdbeben schlicht und einfach nicht gibt.
 
JW quake update:

Edano: Core meltdowns likely at all 3 reactors in Fukushima

There is a strong likelihood that all three reactors at the troubled No. 1 Fukushima nuclear power plant have had core meltdowns, Chief Cabinet Secretary Yukio Edano said Monday evening.
...Cooling systems at all three reactors failed in the wake of Friday's Great East Japan Earthquake and nuclear fuel rods in the reactor cores were exposed above the water level.
At the same time, Edano said, "While the earthquake itself may have lasted but an instant, the response thereafter was conducted under a certain level of control and, at the present time, the situation is moving in a direction of stability. We believe that even foreseeing the worst-case outcome it will not turn out like Chernobyl."
The explosion in 1986 at the nuclear power plant in the former Soviet Union is considered the worst-ever nuclear accident.

* * *
Chief Cabinet Secretary Yukio Edano at a news conference on Monday (Photo by The Asahi Shimbun)
 
Tja, Super Gau oder nicht - im Bericht zu dem Flugzeugträger steht noch das am Sonntag ein Helikopter 100 km von der Küste entfernt angeblich Cäsium und Jod Partikel in einer Wolke gemessen hat.

Lt. "Experten" kann das Cäsium aber nur während einer Kernschmelze entstehen und muss aus dem Reaktorinneren kommen.

Also doch offen and "pumping"

Hier mal ein Bild von der Anlage von oben, nach der 2. Explosion. Der Reaktorblock 3 sieht da (auch wenn es nicht so gut erkennbar ist) doch deutlich mitgenommener aus als der Reaktor 1.

Facebook Eintrag - Reaktor von oben
 
Osa-chan schrieb:
Denn wenn sogar eine Kernschmelze bei richtigem Reaktordesign und richtiger Reaktion nicht zu einem Super-GAU (starke Reaktorhülle, Auffangbecken) führt, können die Ereignisse in Japan kaum als Argument für die Unsicherheit von Kernkraft herangezogen werden, zumindest nicht in Gebieten, in denen es derartige Erdbeben schlicht und einfach nicht gibt.

Ich hab mir nur mal auf Wikipedia durchgelesen, was die Gründe für bisherige Kernschmelzen war und man kann sagen, dass man dazu weder Erdbeben noch Tsunamis braucht.

Dazu reichen einzelne Kurzschlüsse oder simples, manschliches Versagen aus.

Und ich glaube auch nicht, dass selbst bei positivem Ausgang es zu einem Rückschlag für die Atomkraftgegner kommt. Dazu sitzen die Ängste der Menschen, begründet oder unbegründet einfach zu tief als dass sie sich von Fakten, welcher Couleur auch immer, entscheidend beeinflussen lassen.
 
@Osa So rum kann man es sich auch zurechtbiegen :ugly:

Übrigens: Ca. ein Drittel der deutschen AKW sind dummerweise vom gleichen Typ wie dieses "nach unseren Standards veraltet[e]" japanische Kraftwerk.


@Glod Wtf :lol:
 
mushaaleste schrieb:
Lt. "Experten" kann das Cäsium aber nur während einer Kernschmelze entstehen und muss aus dem Reaktorinneren kommen.

Habe ich nicht so verstanden.

Sind beides Zerfallprodukte, und aus dem Reaktor kann Druck abgelassen werden.
 
Osa-chan schrieb:
Wenn es am Ende nicht doch noch zu einem Super-GAU in einem der Reaktoren kommt, könnte sich die ganze Sache am Ende noch als "Super-GAU" für die Atomkraftgegner im Rest der Welt herausstellen.

Ich meine, das wären nach "Three Mile Island" dann noch drei Reaktoren, bei denen es trotz partieller oder sogar vollständiger Kernschmelze nicht zum Super-GAU gekommen ist.

Und das obwohl die betroffenen japanischen Kraftwerke nach unseren Standards veraltet sind und von einem Erdbeben der Stärke 9,0 mit anschließendem Tsunami getroffen wurden.

Denn wenn sogar eine Kernschmelze bei richtigem Reaktordesign und richtiger Reaktion nicht zu einem Super-GAU (starke Reaktorhülle, Auffangbecken) führt, können die Ereignisse in Japan kaum als Argument für die Unsicherheit von Kernkraft herangezogen werden, zumindest nicht in Gebieten, in denen es derartige Erdbeben schlicht und einfach nicht gibt.

naja, schon eine recht abenteuerliche argumentation. :ugly:

demnach hätte ja schon nach '79 in den usa alle zweifel an der unsicherheit der akws verschwinden müssen, aber gerade in dieser zeit sind doch erst die richtig großen proteste entschanden.
 
lüsterneLINDA schrieb:
was ist daran reißerisch? niemand hat sie gezwungen die dinger im erdbeben- und tsunamiegebiet zu bauen.

und wer akws baut weiß auch, dass es ein restrisiko gibt. aber jeder denkt ja von sich "ich bekomm schon kein krebs, sowas passiert nur den anderen".

Vor allem sind Technologien vorhanden, die auch ohne Atomstrom eine autarke Energiewirtschaft ermöglichen. Solarstrom, Windenergie, Wärmepumpen, Gezeitenkraftwerke, Laufwasserkraftwerke, etc.

Natürlich muss man dafür zunächst mehr Geld in die Hand nehmen, dafür gibt es so etwas wie Nachhaltigkeit und kein Restrisiko, welches bei AKWs keine Regierung, keine Firma und keine Versicherung verantworten kann. Sagt schon alles wenn Japaner jetzt sagen, es wäre besser gewesen sie hätten die Flutwelle nicht überlebt.
 
14.03.2011 16:09 Uhr
Merkel: Setzen Laufzeitverlängerung für drei Monate aus

Die Bundesregierung setzt die beschlossene Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken in Deutschland für drei Monate aus. Dies gab Kanzlerin Merkel als Reaktion auf die Katastrophe in Japan bekannt.
Ok bis dahin sind nochmal 5 Wahlen vorbei.
Passt doch :dhoch:
 
Osa-chan schrieb:
Denn wenn sogar eine Kernschmelze bei richtigem Reaktordesign und richtiger Reaktion nicht zu einem Super-GAU (starke Reaktorhülle, Auffangbecken) führt, können die Ereignisse in Japan kaum als Argument für die Unsicherheit von Kernkraft herangezogen werden, zumindest nicht in Gebieten, in denen es derartige Erdbeben schlicht und einfach nicht gibt.

Tja, nur dass Atomenergie nicht nur das Risiko eines Super-GAU birgt, sondern es absolut unverständliche Debilität ist, wie man sich auf eine Energiequelle verlassen kann, für deren problematische Endprodukte man keine andere Lösung findet, als dass man sie in Fässern unter der Erde verscharrt. Die bloße Idee dahinter ist einfach nur pervers. :staun:
 
Besteht denn für Deutschland finanziell und geografisch die Möglichkeit den kompletten Stromverbrauch mit natürlichen Energien zu stemmen?

Ich hielt das immer für anteilig möglich, aber zu 100%
 
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