Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

NEWS amazon.de menschenunwürdige Arbeitsbedingungen?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

An der Diskussion verstehe ich immer folgende dinge nicht.

- Der Verbraucher ist schuld, er will billig, billig, billig
- Wenn wir den Chinesen höhere Löhne zahlen, wir alles massiv teurer

Was macht der Verbraucher denn, wenn er keine Lasagne für 1,99 € kaufen kann oder keinen Samsung LCD für 499,00 € in 46" ?

Er kauft den nächst teureren oder lässt es erst mal bleiben denke ich. Kauft nicht so oft einen neuen Fernseher und kommt damit bestens klar. Kann mich nicht erinnern so viele Röhrenfernseher gekauft zu haben wir aktuell LCd´s / LED´s

Bei der Lasagne das gleiche. Finde viel mehr das die Industrie überall auf die Preisbremse drückt und immer noch billiger als die Mitbewerber sein möchte um die Kunden zu locken Ausnahme ist Apple.

Und hier fängt das zweite Problem an, warum müssen die Produkte massiv teurer werden ?
Kann eine Firma wie Apple nicht auch auf ein paar Prozent Marge verzichten ?
Die machen Milliarden Gewinne und werden von den Anlegern noch abgestraft, weil die sich noch mehr erhofft hatten. :ugly:

Mich würde mal interessieren, ob wir die gleichen Probleme auch hätte, wenn es keine Börse und keine Spekulanten geben würde.

Kenne mich hier nicht aus und es ist nur eine Vermutung aber welche Argumente gibt es, das der Verbraucher Schuld ist ?

Lebensmittel sind in Frankreich viel teurer und werden trotzdem gekauft. Kann mir nicht vorstellen, das die Leute hungern. Und so ein Scheiß wie eine Fertig Lasagne braucht doch kein Mensch.
 
Samstrike 68 schrieb:
An der Diskussion verstehe ich immer folgende dinge nicht.

- Der Verbraucher ist schuld, er will billig, billig, billig
- Wenn wir den Chinesen höhere Löhne zahlen, wir alles massiv teurer

Was macht der Verbraucher denn, wenn er keine Lasagne für 1,99 € kaufen kann oder keinen Samsung LCD für 499,00 € in 46" ?

Er kauft den nächst teureren oder lässt es erst mal bleiben denke ich. Kauft nicht so oft einen neuen Fernseher und kommt damit bestens klar. Kann mich nicht erinnern so viele Röhrenfernseher gekauft zu haben wir aktuell LCd´s / LED´s

Bei der Lasagne das gleiche. Finde viel mehr das die Industrie überall auf die Preisbremse drückt und immer noch billiger als die Mitbewerber sein möchte um die Kunden zu locken Ausnahme ist Apple.

Und hier fängt das zweite Problem an, warum müssen die Produkte massiv teurer werden ?
Kann eine Firma wie Apple nicht auch auf ein paar Prozent Marge verzichten ?
Die machen Milliarden Gewinne und werden von den Anlegern noch abgestraft, weil die sich noch mehr erhofft hatten. :ugly:

Mich würde mal interessieren, ob wir die gleichen Probleme auch hätte, wenn es keine Börse und keine Spekulanten geben würde.

Kenne mich hier nicht aus und es ist nur eine Vermutung aber welche Argumente gibt es, das der Verbraucher Schuld ist ?

Lebensmittel sind in Frankreich viel teurer und werden trotzdem gekauft. Kann mir nicht vorstellen, das die Leute hungern. Und so ein Scheiß wie eine Fertig Lasagne braucht doch kein Mensch.

Ja, vielleicht etwas weniger, aber wenn der Laden XY nicht mehr Aktionär X, sondern dem Eigentümer Y gehört, möchte der ja immer noch möglichst viel Geld für seine Arbeit/Idee/Kapitaleinsatz sehen.
 
Samstrike 68 schrieb:
Kann eine Firma wie Apple nicht auch auf ein paar Prozent Marge verzichten ?

Kann sicherlich, aber wieso sollten sie? Der Zweck eines UNternehmens ist (idR und u.A.) Gewinn zu erwirtschaften. Und zwar so viel wie möglich. Und das ist auch vollkommen legitim, denke ich. Genauso könnte man fragen, ob ein Arbeitnehmer nicht mit etwas weniger Lohn nach Hause gehen könnte :D

Lebensmittel sind in Frankreich viel teurer und werden trotzdem gekauft. Kann mir nicht vorstellen, das die Leute hungern. Und so ein Scheiß wie eine Fertig Lasagne braucht doch kein Mensch.

Mentalitätsfrage, denke ich. Die Franzosen sind es gewohnt, für gutes Essen auch gute Preise zu bezahlen - wir hier nicht. Dafür haben die Franzosen andere Sachen, die auf keinen Fall im Preis steigen dürfen, bzw. für die sie auf keinen Fall mehr zahlen würden. Das dürfte überall solche Beispiele geben.
 
Möglichst viel Gewinn ist klar und auch Verständlich aber egal zu welchen Bedingungen ist nicht immer so gewesen.

Thema Börse, der Unternehmer allein benötigt nicht so viel Gewinn, selbst bei wenig Gewinn am Ende des Jahres, hätte man immer noch den Chef und die Mitarbeiter glücklich gemacht.

Aber Aktionäre kann man damit natürlich nicht befriedigen.

Und der Kunde hat auch IMO auch wenig Einfluss auf den Gewinn eines Unternehmens. Der einzelne jedenfalls und einen Gesamtboykott wird es nie geben.

Wo ist jetzt der Kunde schuld ?
 
Samstrike 68 schrieb:
Möglichst viel Gewinn ist klar und auch Verständlich aber egal zu welchen Bedingungen ist nicht immer so gewesen.

Thema Börse, der Unternehmer allein benötigt nicht so viel Gewinn, selbst bei wenig Gewinn am Ende des Jahres, hätte man immer noch den Chef und die Mitarbeiter glücklich gemacht.

Aber Aktionäre kann man damit natürlich nicht befriedigen.

Und der Kunde hat auch IMO auch wenig Einfluss auf den Gewinn eines Unternehmens. Der einzelne jedenfalls und einen Gesamtboykott wird es nie geben.

Wo ist jetzt der Kunde schuld ?

In einer Welt, in der jeder zufrieden ist, wenn er bekommt, was er "benötigt": ja, ansonsten: nein :ugly: Aber zum Thema 'Kunde ist Schuld bla bla', hast du schon Recht. Hatten wir hier schon mal im Ansatz.
 
Der Börse und den Aktionären die Schuld zu geben, ist ein wenig kurz gedacht. Auch früher schon gab es einen Rockefeller und einen Vanderbilt, die als Unternehmer unermeßlich reich wurden - ohne Aktionäre. Und Rücksicht war damals schon Fehlanzeige. Der Mythos des verantwortlichen Unternehmers war leider oft genug genau das - ein Mythos.

Und ja, der Kunde ist auch schuld. Die Unternehmen stellen ja nur Angebote auf, annehmen muß es jeder Einzelne selber. Und wenn er das tut, trägt er auch dafür die moralische Verantwortung. Wenn auch nicht allein.
 
Das ist auch mein Hauptanliegen.

Wenn ich schon den Satz höre, "da ist der Verbraucher selbst Schuld, was erwartet er für 1,99 € für eine Lasagne"
Natürlich nicht Sternekoch Qualität aber das was drauf steht, sollte auch drin sein. Kann der Hersteller zu so einem geringen Preis nicht produzieren, dann muss man es lassen. Ich kaufe solch Convenience Food auch nicht, trotzdem kann man verlangen, das zu bieten was man beschreibt.

@Cale, das Angebot sollte dann aber auch halten was es verspricht. Das mit der Börse und den Aktionären war auch mehr als Frage denn als Beschwerde anzusehen.
 
Samstrike 68 schrieb:
Wenn ich schon den Satz höre, "da ist der Verbraucher selbst Schuld, was erwartet er für 1,99 € für eine Lasagne"
Natürlich nicht Sternekoch Qualität aber das was drauf steht, sollte auch drin sein. Kann der Hersteller zu so einem geringen Preis nicht produzieren, dann muss man es lassen. Ich kaufe solch Convenience Food auch nicht, trotzdem kann man verlangen, das zu bieten was man beschreibt.

Ja, natürlich. Der niedrige Preis darf nie die Entschuldigung für kriminelles Handeln sein, das ist ja wohl klar. Es muß alles legal und innerhalb der Vorschriften korrekt sein. Das Dumme ist ja nur, daß der Verbraucher immer erwartet, daß er nicht nur was Legales (korrekterweise) erhält, sondern auch noch etwas "Gutes".

Und das ist eben der Fehler. Für 1,49 € und weniger bekommt man zwar eine Fertiglasagne, aber halt nur aus den billisgsten möglichen Zutaten. Das muß dem Verbraucher klar sein. Und daß bei solchen minimalen Margen die Neigung zu schummeln deutlich größer ist, als bei höherpreisigen und hochwertigeren Produkten, sollte ihm auch klar sein. Auch wenn er dabei keine Schuld trägt, nicht falsch verstehen.
 
Wer sich für 1,49 ne Lasagne kauft, erwartet einfach nur, dass er sich damit den Bauch vollschlägt und sicherlich nichts Gutes.
 
Ich würde zumindest nicht gegen wetten, dass einige genervte Leiharbeiter solchen Leuten gerne mal defekte Geräte zuschicken, einfach nur um sie zu verscheißern! :D
 
Der Verbraucher ist schuld, weil es so schön einfach ist.
Als Verbraucher sollst du dich über alles erstmal informieren und die genaue Herstellung kennen. Wo und wie man sich wirklich informieren kann, tja Fehlanzeige. Wer soll sich denn da wirklich auskennen, schließlich kommen ja viele NoName / Eigenmarken doch vom gleichen Band wie Markenprodukte.

Vielleicht sollte man alle Produkte mal testen und nicht nur in der Kategorie "Lasagne für 1,49€".
 
Seit ich bei der Petition mitgemacht habe, kriege ich regelmässig emails über den Stand der Dinge. Die von heute:

Mike,

morgen sind 2 Wochen seit der Ausstrahlung der ARD-Dokumentation vergangen. Derzeit haben - gemeinsam mit Ihnen - über 36.000 Menschen die Petition an Amazon unterschrieben. Es wird Zeit, dass wir die Unterschriften übergeben.

Und genau das tun wir.

Diesen Donnerstag, den 28. Februar um 11 Uhr, versammeln wir uns vor dem Amazon-Logistikzentrum in Bad Hersfeld, Amazonstraße 1, und übergeben alle 36.558 Unterschriften.

Sind Sie in der Nähe? Dann kommen Sie gerne.

Welche Neuigkeiten gibt es noch? Gestern hat der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück die Petition mit einem Video offiziell unterstützt. Das Video können Sie sich hier anschauen.

Wie verhält sich Amazon? In einem SPIEGEL-Interview lenkt Amazon-Chef Kleber ein und betont: „Wir haben aber den Anspruch, die Saisonkräfte genauso zu behandeln und zu bezahlen wie unsere Stammbelegschaft."

Unser Ziel bei ver.di ist es, diesen Anspruch zur Realität zu machen.



Vielen Dank und vielleicht sehen wir uns morgen?!

Heiner Reimann

ver.di – Bezirk Frankfurt am Main und Region


Also, ich finde schon, dass sich das sehen lassen kann. Weil das ja immer belächelt wird, Internetpetition und so. Denke, das nervt amazon schon ziemlich. :grins:
 
Schaden wird es sicher nichts, bringen aber auch nicht. Ein nett lächelnder PR-Mensch wird das Paket annehmen, betroffen versichern, daß man die Mißstände beheben wird und den Stapel dann zu den Akten geben.

Ich denke, Amazon nerven eher die Berichte und Untersuchungen über ihr Steuervermeidungskonzept. Wenn die EU sich mal daran macht, ihr Double-Irish-Dutch-Sandwich aufzulösen, dann geht es nicht um ein paar verärgerte Kunden, die vielleicht ein, zwei Wochen woanders kaufen, bevor sie zurükkommen - dann geht es um Milliarden €. Da kann eine Petition nicht wirklich mithalten.
 
Zurück
Oben