Vielen Dank an alle erstmal für die Glückwünsche.
Dickes Sorry an
@Nimble, dem ich in Runde 2 oder
3 am Ende der Geraden aufgefahren bin und ihn somit weit geschickt hat. Ich konnte Deinen Bremspunkt nicht einschätzen und ich bremse an der Stelle deutlich später. Aber das geht klar auf meine Kappe. Ich hätte mich hinter
@SB Harald halten müssen, dessen Bremspunkt ich deutlich besser einschätzen kann, dann hätte dieser Zusammenstoß vermieden werden können. Also nochmal sorry.
Ansonsten hat mir das Rennen viel Spaß gemacht, aber es war auch anstrengend. Ich bin von Anfang an short-shiftend unterwegs gewesen und bin mal prinzipiell ohne Strategie ins Rennen. Trotz treibstoffsparender Fahrweise hab ich mich von P6 nach vorn arbeiten können. Besonders Spaß hat dabei der hier schon erwähnte Vierkampf mit
@SB Harald,
@kellewap und
@daddlefield gemacht. Nachdem sich
@daddlefield nach der Hafenschikane von uns verabschiedete, konnte ich mich kurz dann irgendwann in der Zufahrt auf die Start-Ziel-Geraden innen neben
@kellewap setzen und den dabei aufgenommenen Schwung hab ich dann genutzt, um gleich noch an
@SB Harald vorbeizugehen. Ich war auch überrascht, dass der Beetle schneller als der Peugoet unterwegs war.
Dann galt es, die Lücke auf
@DC-Gamer zuzufahren. Das hat auch Stück für Stück geklappt und so war ich Ende der 9. Runde direkt an seinem Heck und ging dann auch vorbei. Er ist danach in die Box und ich hatte noch Sprit für 3 weitere Runden im Tank. So langsam war es an der Zeit, sich eine Strategie zu überlegen. Das war gar nicht so leicht, da die Geraden ob er fortgeschrittenen Stunde und damit verlangsamten Denkprozessen irgendwie zu kurz für ausgiebige Rechenoperationen waren. Aber irgendwann schnallte ich, dass ich mein Rennen ja in Stints zu 12 bzw. 13 Runden aufteilen kann und dann gut ins Ziel komme. Also Ende der 12. Runde in die Box und auf 65 Liter getankt, damit ich die kommenden 13 Runden etwas aggressiver angehen kann, wenn es nötig sein sollte. So konnte
@tomt2002 seinen 6-Sekunden-Rückstand vor seinem Stop auf ca. 3 Sekunden nach dem Stop verkürzen, was zum einen an den frischen Reifen und zum anderen an weniger Spritmitnahme lag. Dieser Abstand schwankte dann immer zwischen 3 und 4 Sekunden und mir wurde klar, dass wir wohl so ziemlich die gleiche Pace haben, weshalb es umso wichtiger war, sauber zu fahren. Habe ich den ersten Stint noch auf Mischbereifung (vorn weich, hinten superweich) abgespult, war ich in den folgenden Stints auf weich unterwegs. Das ist dann doch deutlich spürbarer geworden, weil immer ab Runde 12 die Leistung stark einbrach.
Als
@tomt2002 zum zweiten Stop reinkam, hatte ich noch 6 Runden meines Stints vor mir und da war mir klar, dass er einmal mehr als ich stoppen müsste. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch in Führung, aber 6 Runden frische Reifen und wieder weniger getankt, haben für
@tomt2002 gereicht, um nach meinem zweiten Stopp vor mir zu sein. Nun hatte ich die deutlich frischeren Reifen, sodass ich die Lücke von 2,5 Sekunden schnell zufahren konnte. Aber ranfahren ist eines, vorbeifahren was anderes. Da er aber noch 2 Stops vor sich hatte und ich nur noch einen, hab ich mich damit abgefunden, hinter ihm zu bleiben. Meinen dritten Stint hab ich dann sogar auf 14 Runden ausgedehnt, sodass ich im letzten nur noch 11 Runden abreißen musste. Ich hab noch versucht, die Bestzeit zu fahren, aber selbst wenn ich 2 Zehntel Vorsprung nach dem 2. Sektor hatte, so hab ich im letzten Sektor dann doch immer 3 Zehntel verloren. Da hat
@tomt2002 den letzten Sektor aber mal sauber hinbekommen. Glückwunsch zu besten Runde an dieser Stelle und zu einem sauberen Rennen.
Am Ende waren es ein bisserl mehr als 10 Sekunden und auf 50 Runden heruntergebrochen, war ich im Schnitt 2 Zehntel schneller auf eine Runde. Wenn man bedenkt, dass
@tomt2002 wohl 5 bis 6 Sekunden näher dran gewesen wäre, wenn wir beide von vorn gestartet wären, reduziert den Unterschied auf weniger als eine Zehntel pro Runde. Da war während des Rennens nicht eine Sekunden zum Abschalten. Bis zum Schluss musste ich konzentriert bleiben und entsprechend platt war ich hinterher auch. Aber es hat mir sehr viel Spaß gemacht.
Es freut mich, dass alle Spaß hatten und ich kann mir auch gut vorstellen, dass wir in Saison 5 längere Rennen fahren, aber dann sollten wir mal mindestens 90 Minuten anpeilen. Ich stimme mit
@SB Harald überein, dass man sich von diesem Rennen nicht blenden lassen darf, was das Thema Strategie angeht. Es ist extrem schwierig in GT Sport ein Renn-Aufsatz hinzubekommen, der mehrere Strategien gleichberechtigt ermöglicht. Mit 60-Minuten-Rennen ist das in meinen Augen nicht zu erreichen. Es muss eine Renndauer sein, die es im Test maximal erlaubt, Näherungswerte zu ermitteln. Je kürzer die Renndauer, umso sicherer die Aussagekraft bezüglich Strategie. Das sich ein 60-Minuten-Rennen aber in 2 30-Minuten-Hälften aufteilen lässt, teile ich nicht. Es kann sein, dass ich auf 30 Minuten mit 2 Stops langsamer bin, als mit einem Stop, aber auf 60 Minuten mit 3 Stops schneller als mit 2. Aber der Überraschungseffekt sollte wirklich nicht überschätzt werden.
Ich glaub
@DC-Gamer hatte es vorgeschlagen, dass wir die Hälfte der Events auf 60 Minuten ansetzen und den Rest auf 30/30. Das wäre in meinen Augen der sinnvollste Kompromiss.
Viele Grüße
Buschi