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MULTI Alan Wake 2

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Hab jetzt auch das True Ending gesehen. Signifikant besser als das Original und fühlt sich auch an wie ein Ende und nicht wie ein Stopschild, aber was für ein Witz, dass man dafür ein 30h Spiel zwei mal durchspielen muss.
 
Hm, ich fand das Hauptspiel hatte schon viele nicht so geile Momente. Würdest sagen der dlc lohnt sich, wenn man das AW2 mehr ok als super fand?
Die DLC fühlen sich anders an als das Hauptspiel.

Night Springs hat mir sehr gut gefallen. Schön skurril mit Humor.
Lake House, hat mir leider nicht sehr gut gefallen. Andere schwören drauf.

Ob sich das lohnt, kannst nur Du entscheiden. Letztlich geht beides halt nah ans Hauptspiel.
 
Was hat dich an Lake House gestört die Nähe zu Control ?
Weiß nicht. Fing schon bei der stundenlangen Suche nach dem ersten Passwort an - was ich dann gegoogelt habe, so wie die restlichen Passwörter dann von vorn herein.

Ne, ich kann mich mit dieser Art des Storytellings nicht anfreunden und bis auf einen coolen Raum waren mir die Kulissen auch zu einfallslos. Wirkte auf mich alles irgendwie uninspiriert.
 
Ich habe das Spiel vor ein paar Tagen durchgespielt.

Für mich geht es ein wenig in die Richtung von Silent Hill 2. Ich mag viele Aspekte des Spiels, aber das Gameplay hat mich richtig genervt – und sogar weit mehr als bei Silent Hill 2. Und dann ist es auch noch 20 Stunden lang... Anfang der 90er hat man teilweise umgerechnet 80 € für ein Spiel bezahlt, das nur ein paar Stunden gedauert hat (natürlich waren die Spiele damals anders konzipiert). Mit Inflation wären das heute wohl über 100 €. Es wird oft beklagt, dass die Produktion von Spielen immer teurer wird, aber gleichzeitig hat man das Gefühl, dass sie unnötig in die Länge gezogen werden. Hier muss ich allerdings Alan Wake 2 zugutehalten: Es ist von Anfang bis Ende spannend strukturiert.

Die Atmosphäre ist schlichtweg herausragend. Das Spiel ist visuell so stilsicher und kompetent umgesetzt, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe. Besonders die ersten zwei Stunden haben mir extrem gut gefallen. Sie hatten eine richtige Akte X-Stimmung, und ich war regelrecht begeistert. Die kreativen Ideen im Spiel – die ich aus Spoilergründen nicht nennen werde – heben Alan Wake 2 auf eine besondere Stufe. Vor allem, wenn man bedenkt, wie gut das Spiel teilweise aussieht. Es wirkt wie ein optisches AAA-Spiel, kombiniert mit kreativen Einflüssen eines Indie-Spiels. Die Musik ist, wie schon beim Vorgänger, exzellent. Der neue weibliche Hauptcharakter ist sympathisch und überzeugend dargestellt. Auch die englische Synchronisation ist hervorragend, und die Geschichte ist besonders für Sci-Fi-Fans interessant.

Doch das Kampfsystem hat mich noch mehr genervt als im ersten Teil. Das Ausweichen funktionierte oft nicht richtig, und man wurde einfach getroffen. Die Kämpfe fühlten sich an manchen Stellen deplatziert an, besonders in engen Umgebungen mit wenig Platz. Generell raubten die Kämpfe die Motivation, weil man viel lieber die Geschichte und andere Aspekte des Spiels genießen wollte. Die Grafik ist insgesamt gut, allerdings hatte ich Bugs, wie ich sie auf einer Konsole seit Jahren nicht mehr gesehen habe. An manchen Stellen fing das Spiel plötzlich an zu "flimmern" oder zu "scheinen". Ich kann diesen Effekt schwer beschreiben, aber es sah wie typische Fehler von PC Spielen aus.

Das Spiel enthält viele Rätsel. Ich bin weder besonders gut noch besonders schlecht darin, aber Alan Wake 2 hat es geschafft, dass ich teilweise über eine Stunde ziellos umhergeirrt bin, weil ich ein bestimmtes Item nicht finden konnte. Oft wurde es erst sichtbar, wenn man direkt daneben stand und es ansah – in sehr dunklen Bereichen. Manche Levels waren so chaotisch gestaltet, dass ich mich trotz Karte ständig verlaufen habe. Die Mechanik, Orte per Knopfdruck zu verändern (mehr will ich nicht spoilern), oder Fälle wie in einem FBI-Film an einer Wand mit Fotos und Notizen zu bearbeiten, war anfangs interessant. Doch durch das ständige Wechseln ins Menü und das monotone Abarbeiten wurde es schnell nervig. Das Kampfsystem und die Rätsel waren für mich wirklich frustrierend.

Die Geschichte ist solide. Ich denke, ich habe sie größtenteils verstanden, obwohl sie an einigen Stellen sehr komplex und verworren erzählt wird. Das mag man mögen, muss man aber nicht.

Wie ich schon am Anfang geschrieben habe – und ich möchte es nochmal betonen: Alan Wake 2 ist ein gefühltes Meisterwerk. Es hat unglaubliche Stärken, die richtig Spaß machen. Das Spiel vereint so viele Einflüsse aus verschiedenen Bereichen (ja, David Lynch, ich schaue dich an), und die Entwickler hatten offensichtlich großen Spaß bei der Entwicklung. Trotzdem gehört es zu den Spielen, die ich lieber als Serie gesehen hätte. Obwohl es nicht vollständig mein Spiel ist, kann ich die Begeisterung vieler Leute nachvollziehen. Für mich ist es einfach zur Hälfte nicht mein Ding. Alan Wake 1 fand ich damals auch nur "gut". Vielleicht in manchen Bereichen sehr gut, aber nie das Meisterwerk, als das es viele sehen.

Abgesehen von den nervigen Rätseln und Kämpfen ist es ein deutliches Upgrade zu Alan Wake 1. Wenn ich eine Bewertung abgeben müsste, würde ich dem Spiel 6 bis 7 von 10 Punkten geben. Wäre das Gameplay auf dem Niveau des audiovisuellen Erlebnisses, wäre es eher eine 9 oder sogar 10.
 
Welches Spiel hat den Anfang der 90er 80€...gekostet? da gabs doch den € noch gar nicht? Und spiele haben da afair so 40-50 DM gekostet. Es mag ein paar Import-Raritäten gegeben haben für 80, aber die Regel war das nicht.
 
Welches Spiel hat den Anfang der 90er 80€...gekostet? da gabs doch den € noch gar nicht? Und spiele haben da afair so 40-50 DM gekostet. Es mag ein paar Import-Raritäten gegeben haben für 80, aber die Regel war das nicht.

Ganz konkrete Beispiele, auch weil ich das Preispickerl noch habe, WWF Rumble Snes für 1200 Schilling (87€). Street Fighter 2 für den Preis müsste da auch noch herumliegen. Ich glaube bei euch Deutschen waren Spiele etwas billiger.
 
Also im Gegensatz zu Control muss ich ja eines sagen: Ich habe mich nie in Alan Wake 2 verirrt. Die Kombination aus Karte und Markierungen hat eigentlich immer funktioniert. Beim Kampfsystem, naja, ich fand es halt etwas schade, dass es auf einmal ein Resident Evil Klon war. Alan Wake war eher Shooter, aber das hat der Story und Atmo keinen Abbruch getan. Hätte mich jetzt auch nicht gestört. Zumal das Dropsystem ja adaptiv war, sprich, hatte man Munition, war nirgends was zu finden, war man leer, haben Gegner Muni und Batterien zu Hauf gedropt, was das Ressourcenmanagement ja ad absurdum geführt hat.
 

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