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Aktien & andere Anlagen

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Mal sehen. Interessant werden noch die weltweiten Pensionsfonds. Die verwalten Billionen von Euro/USD/Yen bisher hauptsächlich über Anleihen. Da die aber so gut wie keine Rendite mehr bringen, könnten sie in den nächsten Jahren gezwungen sein zukünftig mehr auf Aktien und ETFs zu gehen. Falls das passieren sollte, wäre der aktuelle Marktstand vermutlich nur ein Vorgeschmack :D.

Pensionsfonds haben noch ein ganz anderes Problem. Stichwort CLO. Die sind massiv in verbriefte, effektiv unbesicherte Unternehmensanleihen investiert. Wenn die Pleitewelle demnächst losgeht, kann das lustig werden. Dann haben wir eine Finanzkrise 2.0, nur mit Unternehmens- statt mit Hypothekenanleihen. Dazu gab es vor kurzem einen sehr interessanten Leitartikel in der Wirtschaftswoche.

Bezüglich Pensionsfonds und Aktien bin ich mir nicht so sicher. Gerade Pensionsfonds haben doch ziemlich strenge regulatorische Anforderungen hinsichtlich der Risikoanforderungen bei Investments. Dürfen die überhaupt in Aktien investieren?
 
Afaik nur sehr begrenzt bisher. Aber es wäre ja nicht überraschend, wenn die Politik das künftig lockert, wäre ja nicht das erste Mal. Falls diese Fonds künftig eine Nullrendite haben, müssen sie zwangsläufig etwas tun, oder die Fonds sind tot.
 
Zahltag für die Leute, die gestern abgesahnt haben.

Denke auch, dass es sich hierbei lediglich um Gewinnmitnahmen handelt. Wenn ich einen Tip abgeben müsste, wann es zu einer stärkeren Korrektur kommt, würde ich den Juli anvisieren. Die Chancen stehen nicht so schlecht, dass im Zuge der Veröffentlichung der Q2-Zahlen viele auf den Boden der Realität zurückgeholt werden.
 
Denke auch, dass es sich hierbei lediglich um Gewinnmitnahmen handelt. Wenn ich einen Tip abgeben müsste, wann es zu einer stärkeren Korrektur kommt, würde ich den Juli anvisieren. Die Chancen stehen nicht so schlecht, dass im Zuge der Veröffentlichung der Q2-Zahlen viele auf den Boden der Realität zurückgeholt werden.

Der Meinung bin ich auch und wenn man logisch denkt kann man davon ausgehen. ABER die Zeiten sind andere und der Markt total krank. Ich kann das nicht ganz ausschließen, dass nach Veröffentlichung der Q2 Zahlen noch eine Party starten könnte. Vielleicht sind die Zahlen nicht "heftig Scheisse" sondern eher "richtig Scheisse". Gibt Grund das da alles wieder abgeht.
 
Der Meinung bin ich auch und wenn man logisch denkt kann man davon ausgehen. ABER die Zeiten sind andere und der Markt total krank. Ich kann das nicht ganz ausschließen, dass nach Veröffentlichung der Q2 Zahlen noch eine Party starten könnte. Vielleicht sind die Zahlen nicht "heftig Scheisse" sondern eher "richtig Scheisse". Gibt Grund das da alles wieder abgeht.

Ja, darüber habe ich auch schon nachgedacht und ausschließen kann man leider nicht, dass es genauso kommt. Mein Kopf sagt halt, irgendwann müssen sich die Aktien einfach wieder ihrem inneren/fairen Werten zumindest mehr oder weniger deutlich annähern. Ob es bereits im Juli soweit sein wird, who knows. Aber definitiv eine abgefahrene Zeit aktuell. Da heißt es extrem vorsichtig zu agieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hm, an Annäherung zum "realen" Wert glaube ich nicht, so lange so viel Geld im Umlauf ist. Das macht den Markt gerade, bzw. schon die letzten Jahre, so irre und wenig planbar. Und jetzt wo die EZB nochmal 600 Milliarden an Anleihen kaufen will fließt ja nur weiter Geld in den Markt, dass letztlich irgendwo hin muss. Ein klein bißchen Ahnung hab ich ja von Wirtschaftlichem, aber aktuell kann ich die Börse betreffend irgendwie keinerlei Richtung für mich persönlich vorhersagen. Daher halte ich auch lieber die Füße still. Bin eher mal gespannt, wie die Auswirkungen der Präsidentschaftswahlen in Amerika auf die Börse sein werden.
 
Gerade kam eine Newsmeldung rein, nach der die Mittelstands- und Wirtschaftsunion eine deutliche Anpassung des Insolvenzrechts aufgrund der Coronakrise fordert. Konkret wird z.B. gefordert, die Überschuldung als Insolvengrund abzuschaffen.

Was ich mich nun frage, ist folgendes: Aktuell sehen wir z.B. in den USA, dass die FED massiv Unternehmensanleihen aufkauft und das auch von Unternehmen, welche kein Investment-Grade-Ranking mehr haben. Ich denke es ist nur eine Frage der Zeit, bis die EZB diesbezüglich nachzieht. Gleichzeitig wird gefordert, dass das Insolvenzrecht gelockert wird. In Summe führt das doch zu folgender Situation:

1. Unternehmen, die eigentlich pleite sind, müssen keine Insolvenz mehr anmelden.
2. Zombie-Firmen werden von Staat und Zentralbanken am Leben erhalten.

Ich frage mich, was derartige Maßnahmen mittelfristig für Auswirkungen auf das Vertrauen der Anleger haben. Im Grunde werden die regulatorischen Kräfte des "Marktes" damit doch komplett außer Kraft gesetzt, wenn Unternehmen, welche eigentlich überhaupt nicht mehr lebensfähig sind, nicht mehr vom Markt verschwinden. Gleichzeitig hat der Aktienkurs eines Unternehmens überhaupt keine Aussage mehr über dessen tatsächlichen Wert. Ich persönlich würde auf so einem "Markt" nicht mehr handeln wollen, da das imho nur noch Glücksspiel ist. Ich fürchte, dass die Zentralbanken und Regierungen hier gerade massiv über das Ziel hinausschießen und das Vertrauen in die Märkte nachhaltig erschüttern.

Aktuell lassen sich alle noch von der Geldflut der Zentralbanken berauschen und Unternehmen werden im großen Stil gerettet. Aber was passiert, wenn einem Großteil der Anleger irgendwann dämmert, dass die Unternehmensbewertungen in keinster Weise mehr der Realität entsprechen und sie im großen Stil aussteigen? Wollen die FED und die EZB dann weiterretten? Und wo soll das viele Geld dann hin, wenn das Vertrauen in die Aktienmärkte futsch ist? Inflation?

Wie seht Ihr das?
 
Buy & Hold. Breit gestreut. Fertig.
Ich lese auch viel und man macht sich schon so seine Gedanken. Mich ärgert vor allem, dass ich im März nicht ordentlich nachgekauft habe. Aber nun, ich lasse einfach meine Sparpläne weiter laufen und schaue ob sich nochmal eine Gelegenheit zum Nachkauf auftut. Ansonsten versuche ich mich wegen dem ganzen Kram nicht verrückt zu machen.
 
Die aktuelle Rettung der Märkte muss ja leider sein, sonst wären viele Millionen arbeitslos. Aber ich beneide die nachfolgenden Generationen nicht wirklich. Aktuell häuft sich der Schuldenberg ja schneller als das Fass Löcher im Boden hat.
Das mit der 0,60 Cent-Aktie, die dann auf 6$ ging - sehr nice. Aber wer investiert schon bei klarem Verstand in ein insolventes Unternehmen. Schon beim Invest musst ja davon ausgehen, die Kohle nicht mehr zu bekommen.
 
Gerade kam eine Newsmeldung rein, nach der die Mittelstands- und Wirtschaftsunion eine deutliche Anpassung des Insolvenzrechts aufgrund der Coronakrise fordert. Konkret wird z.B. gefordert, die Überschuldung als Insolvengrund abzuschaffen.

Was ich mich nun frage, ist folgendes: Aktuell sehen wir z.B. in den USA, dass die FED massiv Unternehmensanleihen aufkauft und das auch von Unternehmen, welche kein Investment-Grade-Ranking mehr haben. Ich denke es ist nur eine Frage der Zeit, bis die EZB diesbezüglich nachzieht. Gleichzeitig wird gefordert, dass das Insolvenzrecht gelockert wird. In Summe führt das doch zu folgender Situation:

1. Unternehmen, die eigentlich pleite sind, müssen keine Insolvenz mehr anmelden.
2. Zombie-Firmen werden von Staat und Zentralbanken am Leben erhalten.

Ich frage mich, was derartige Maßnahmen mittelfristig für Auswirkungen auf das Vertrauen der Anleger haben. Im Grunde werden die regulatorischen Kräfte des "Marktes" damit doch komplett außer Kraft gesetzt, wenn Unternehmen, welche eigentlich überhaupt nicht mehr lebensfähig sind, nicht mehr vom Markt verschwinden. Gleichzeitig hat der Aktienkurs eines Unternehmens überhaupt keine Aussage mehr über dessen tatsächlichen Wert. Ich persönlich würde auf so einem "Markt" nicht mehr handeln wollen, da das imho nur noch Glücksspiel ist. Ich fürchte, dass die Zentralbanken und Regierungen hier gerade massiv über das Ziel hinausschießen und das Vertrauen in die Märkte nachhaltig erschüttern.

Aktuell lassen sich alle noch von der Geldflut der Zentralbanken berauschen und Unternehmen werden im großen Stil gerettet. Aber was passiert, wenn einem Großteil der Anleger irgendwann dämmert, dass die Unternehmensbewertungen in keinster Weise mehr der Realität entsprechen und sie im großen Stil aussteigen? Wollen die FED und die EZB dann weiterretten? Und wo soll das viele Geld dann hin, wenn das Vertrauen in die Aktienmärkte futsch ist? Inflation?

Wie seht Ihr das?

Der Meinung bin ich ja mittlerweile auch schon gekommen, dass man kaum mehr Insolvenz anmelden kann, da man immer frisches Geld zugeschoben bekommt. Ich weiß nicht mehr was ich dazu sagen soll. Ich bin da ein viel zu logisch denkender Mensch, der auch danach handelt. Mittlerweile ist alles abnormal und total weit von der Realität, das ich diese ganze Situation nicht einschätzen kann.

Vielleicht sollte man den Amerikaner sagen, dass was die Regierung und FED gerade machen ein wenig kommunistisch ist. :gerri:
 
Die aktuelle Rettung der Märkte muss ja leider sein, sonst wären viele Millionen arbeitslos.

Aber um welchen Preis? Letztendlich erodiert das Vertrauen in einen funktionierenden Markt dadurch ja mittelfristig. Mir ist schon klar, dass das aktuell eine schwierige Situation ist, vor allem deshalb, weil es sich bei Corona um einen exogenen Schock für die Wirtschaft handelt. Insofern ist es nachvollziehbar, dass die EZB die Mitgliedsstaaten mit dem Kauf von Staatsanleihen unterstützt. Beim Kauf von Unternhemensanleihen ist imho hier aber eine Grenze überschritten, da das direkt an den Grundfesten der Marktwirtschaft rüttelt. Der Kommunismus-Vergleich von Archiworld ist an der Stelle leider garnicht so weit hergeholt. So böse es klingt, aber von Zeit zu Zeit ist eine Marktbereinignung garnicht schlecht, insbesondere nach einer derart langen Boom-Phase wie den letzten 10 Jahren. Die schwachen (Unternehmen) sterben, die starken überleben. Dadurch werden auch wieder Ressourcen für Newcomer frei, welche ansonsten von den vielen Zombies geblockt werden würden.
 
"In der Regel wird der Kapitalismus für Probleme verantwortlich gemacht, die aus dem politischen Versuch resultieren, ihn abzuschaffen."
– Ludwig von Mises

Passt eigentlich sehr gut. Wirtschaft und Märkte sind derzeit hoch politisch und den Gesetzen des Marktes entzogen. Aber wenns schief läuft ist der Kapitalismus wieder Schuld :D.
 
Passt eigentlich sehr gut. Wirtschaft und Märkte sind derzeit hoch politisch und den Gesetzen des Marktes entzogen. Aber wenns schief läuft ist der Kapitalismus wieder Schuld :D.

Passt eigentlich sehr gut. Wenn man davon absieht, dass die Weltwirtschaft jetzt tot wäre (so richtig zu 100%), wenn die Politik nicht in den Kapitalismus eingegriffen hätte. Jede einzelne Airline der Welt: tot, Renault tot, Dominoeffekte, jede einzelne Kneipe tot, weitere Dominoeffekte...
 
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