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Euer Werdegang

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Meiner ist kurz :lol:

Vom Gymnasium runter (war noch nie der Lernbär) und ab auf die Realschule, da viel blau gemacht und mit ner mittleren mittleren Reife :ugly: abgeschlossen.
Kein Bock auf FOS gehabt.
Bei Ford beworben und ne Elektronikerlehre gemacht.
Danach alles vom Band bis zum Anlagen- und Kolonnenführer durch und seit 3 Jahren in der IT.
nächstes Jahr machen wir zu und dann überleg ich mir erstmal in Ruhe was ich danach mache :)

@Nimble das muss man erstmal durchhalten und nicht den "Glauben" verlieren. :dhoch:

Meiner theoretisch auch:D
Von Realschule wg. "Faulheit" runter
Hauptschulabschluss
Berufsfachschule Elektrotechnik & Fachabi
Vor geplantem Wirtschaftsinformatikstudium (FH) im Praktikum bei einer PC Kette hängengeblieben
Nach 2 Jahren mit eigener Firma selbständig gemacht
Nach 25 Jahren Selbständigkeit mit 50 nach Mauritius in den "Ruhestand" ausgewandert:D

Die Langfassung sind dann gut 500+ Buchseiten...:ugly:
 
Zuletzt bearbeitet:
-Normal 10 Klasse
-Lehre auf dem Bau
-Umschulung auf Sicherheit
-Manager on Duty im Ritz Carlton Berlin
-aktuell arbeite ich für ein Unternehmen was Kunden betreut also für eine Bank und gleichzeitig für SalesForce und bin mehr als zufrieden. Arbeit macht Mega Spaß fliege halt immer von Berlin nach München oder andersrum und Gehalt ist mehr als nur Mega gut.
 
2004: Abi (2,7)
2004-2012: Studium Wirtschaftsingenieur (16 Semester :-D )
2012-2014: Trainee im Mittelstand
2014-2015: Market Development Manager

Firmenwechsel
2016-2018: Sales Manager China
2018-2022: Head of Global Business Bahn
2022-2024: Head of Sales & Marketing BeNeLux

Firmenwechsel
ab 01.12 Head of Specialty Business EMEA
 
2004: Abi (2,7)
2004-2012: Studium Wirtschaftsingenieur (16 Semester :-D )
2012-2014: Trainee im Mittelstand
2014-2015: Market Development Manager

Firmenwechsel
2016-2018: Sales Manager China
2018-2022: Head of Global Business Bahn
2022-2024: Head of Sales & Marketing BeNeLux

Firmenwechsel
ab 01.12 Head of Specialty Business EMEA

Wat? Von 2004 - 2012 studiert? Ich falle hier echt vom Glauben ab. Meine Eltern hätten mich öffentlich am Marktplatz hingerichtet und zur Schau gestellt.

Danach hätte ich Bundeskanzler werden können.. :ugly:
 
Abi mit 2,3 gemacht… war lernfaul und das duale Studium in der Tasche hat nicht gerade zu mehr Anstrengung geführt.
Danach drei Jahre duales Studium, auch hier war mein Ziel 2,5 zu schaffen und mehr hab ich nicht gemacht… Abschluss als Bachelor of Arts BWL dann mit 2,5 gemacht. Danach unterschiedliche Stellen beim Arbeitgeber gehabt, sowohl interne als auch im Vertrieb… 2019 dann nach 9 Jahren in die 2. Führungseben aufgerückt, nebenbei weiter studiert und dann 2021 meinen Master of Science mit 1,4 abgeschlossen. Da hatte ich richtig Bock und hab mich auch entsprechend reingehängt. 2023 hab ich zu meinem Führungsbereich dann noch die Schwesterabteilung mit übernommen und seitdem bin ich da… unterbezahlt, mit einem Arsch voll Arbeit, zu wenig Anerkennung aber einem einigermaßen erträglichen Arbeitsleben bei dem ich weiss dass mich so schnell nichts aus der Bahn wirft und mir so schnell niemand gefährlich werden kann.
 
Hab meins lieber wieder gelöscht vor den abschicken. :D
Ich fände auch deine Geschichte lesenswert. Stell dir mal vor wie das Leben ohne Möbel wäre :nein:
Wenn die Werdegänge hier eins zeigen, dass wir am Ende alle dasselbe Hobby haben und man nicht zwischen arm und reich unterscheidet oder? Ich liebe @Nimble seine Filmrezensionen z.b und hab mir da die ein oder andere Perle angeschaut, die ich zuvor so nicht auf dem Schirm hatte.

mein Werdegang ist jetzt auch nichts besonderes:

2010 - Fachabi mit 3,9 (und ner 5 in Wirtschaft)
2010 - 6 Monate als Animateur auf Mallorca (früher sehr introvertiert gewesen)
2011-2015 Paketdienst bei GLS
2015-2017 Lehre als Kaufmann im gross und Außenhandel
2017-2018 im Lehrbetrieb 3 Monate weiter gearbeitet
2018-heute- Einkaufsleiter (und quasi Mädchen für Alles) bei einem örtlichen Familienunternehmen in der Baubranche

Hab relativ spät angefangen und war dann halt am Ende zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Bin aber jetzt auch zu faul da jetzt großartige Veränderungen im Leben haben zu wollen, arbeiten muss man überall, denke aber gerne an die Zeit bei GLS zurück, wo man draußen auf der Straße einfach sein eigener Chef war und die Zeit immer davon lief.. im Büro ist es manchmal echt andersrum, gerade in der aktuellen Bauflaute…
 
Schöne Idee

- 2007 Abi abgeschlossen
- 2007-2016 Bachelor und Philosopie, Musikwissenschaft, Master in Philosophie. Lehrtätigkeit an der Uni, etc
- 2016-2017 Promotion. Habe ich aber nicht weiter gemacht. Das hatte für mich keine Perspektive
- 2017-2019 Beginn als Scrum Master in einen IT-Maschinenbaubetrieb.
- 2019 bis heute QA-Test, Projektmanagement und dann wieder Scrum Master in einem Unternehmen, welches Software für Banken macht.

Also alles relativ unspektakulär. Habe nie Vollzeit gearbeitet. Werde ich in diesem Leben auch nicht mehr. Dafür sind mir soziale Beziehungen und Zeit für mich viel wichtiger.

Geld ist ok. Kann man gut von Leben. Aber reich werde ich nicht damit.
 
Bin ich der einzige Hauptschüler hier . Schule Faul aber intelligent abgeschlossen.
Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel und da bin ich nun seit 18 Jahren.
Hätte mal echt Bock auf was anderes. Aber hab ja nie was anderes gesehen. Unternehmen ist super (jetz wieder mit dem neuen Chef) von daher ist der Wechsel nicht so easy. Alle die gegangen sind klopfen nach kurzer Zeit wieder an oder lassen irgendwie raushören dass es wohl keine gute Idee war zu gehen, meist wegen Arbeitsüberlastung, Kollegen etc.
 
Nein, du bist nicht der einzige Hauptschüler hier.
1988 Ferienjob in ner Softwarebude,
Danach immer direkt nach der Schule dahin. Als die Schule rum war direkt als Programmierer da angefangen und mit Unterbrechungen immer noch da.

Unterbrechung war ca 2000 oder so - da bin ich ein paar Jahre lang in die Pornobranche und hab da Websites und die ganze Vertriebssoftware und Kreditkartenabrechnungssysteme und Bezahlen mit SMS und so zeug drumrum gebaut und danach dann ein paar Jahre technischer Leiter einer Softwarebude und als überhalb unserer abteilung alle reich dadurch wurden und den Betrieb einfach zugemacht und nach Thailand gezogen sind, nochmal 10 Jahre selbstständig und dann 2017 oder 18 rum, wieder zurück zur damaligen Firma mit der alles anfing als ganz normaler Backend-Entwickler für eine Cloudsoftware, bis heute und wahrscheinlich bis ich tot umfalle (während der Arbeit, weil nur so will ich es - und ich wäre nicht der erste dem das in diesem Betrieb passiert wäre :))
 
In den Anfang 2000ern eine Lehre als Elektroniker angefangen, die ich dann wieder abgebrochen habe. Danach ein paar Jahre in einem Büro durch Vitamin B gearbeitet, wo ich nicht wusste, was ich mit meinem Leben anfangen sollte.

Im Jahr 2008 ging meine erste große Beziehung baden (hab herausgefunden, dass sie jemand anderen hatte), meine geliebte Großmutter ist überraschend verstorben, meine Eltern gingen ohne Eigenverschulden komplett Pleite und alles was sie aufgebaut haben in den Bach runter. Ich musste den Zivildienst machen und hatte dadurch keinen Cent mehr in der Tasche. Ich hatte scheinbar starke Depressionen, die sich körperlich durch Hautausschlag, Haarausfall, Hämorrhoiden etc. geäußert haben.

Das erzähle ich, weil es Dinge sind, die im Leben dazu gehören. Danach sind mir noch ganz andere tragische Dinge passiert, aber ich habe eine Haltung zu solchen Sachen entwickelt, für dich ich sehr dankbar bin. Ich schätze vieles im Leben und versuche es so gut genießen wie es geht - aber auch viel zu geben. Klingt sehr kitschig, ist es vielleicht auch, aber es ist wie es ist. Ich fühle mich gefestigt wie ein Fels in der Brandung .. oder so ähnlich.

Durch den Zivildienst ergab sich aber auch eine völlig neue Welt für mich.

- Zivildienst
- danach Ehrenamtlich weiter gearbeitet und nebenbei einem Fahrtendienst für Menschen mit Behinderung gearbeitet
-dann war ich Praktikant in diesen Bereich
-2010 wurde ich übernommen und hab eine zweijährige Ausbildung zum Behindertenpädogen gemacht
-2013 wurde ich Stellvertretung in einer Einrichtung bis 2018
-ab 2018 bis jetzt Leitung

Angebote zur Bereichsleitung gab es auch, die ich aber abgelehnt habe. Durch mein damals neues Umfeld hab ich gelernt, dass es geil ist zu Lernen. In der Zeit auch meinen Führerschein gemacht, Ausbildung zum Fitnesstrainer, zig Fortbildungen gemacht, Angefangen zum Studieren, anerkannte Ausbildung für Leitungen erst vorletztes Jahr absolviert (war ein Dankeschön von meiner Arbeit für mich) und einiges mehr.

Keep going.
 
In den Anfang 2000ern eine Lehre als Elektroniker angefangen, die ich dann wieder abgebrochen habe. Danach ein paar Jahre in einem Büro durch Vitamin B gearbeitet, wo ich nicht wusste, was ich mit meinem Leben anfangen sollte.

Im Jahr 2008 ging meine erste große Beziehung baden (hab herausgefunden, dass sie jemand anderen hatte), meine geliebte Großmutter ist überraschend verstorben, meine Eltern gingen ohne Eigenverschulden komplett Pleite und alles was sie aufgebaut haben in den Bach runter. Ich musste den Zivildienst machen und hatte dadurch keinen Cent mehr in der Tasche. Ich hatte scheinbar starke Depressionen, die sich körperlich durch Hautausschlag, Haarausfall, Hämorrhoiden etc. geäußert haben.

Das erzähle ich, weil es Dinge sind, die im Leben dazu gehören. Danach sind mir noch ganz andere tragische Dinge passiert, aber ich habe eine Haltung zu solchen Sachen entwickelt, für dich ich sehr dankbar bin. Ich schätze vieles im Leben und versuche es so gut genießen wie es geht - aber auch viel zu geben. Klingt sehr kitschig, ist es vielleicht auch, aber es ist wie es ist. Ich fühle mich gefestigt wie ein Fels in der Brandung .. oder so ähnlich.

Durch den Zivildienst ergab sich aber auch eine völlig neue Welt für mich.

- Zivildienst
- danach Ehrenamtlich weiter gearbeitet und nebenbei einem Fahrtendienst für Menschen mit Behinderung gearbeitet
-dann war ich Praktikant in diesen Bereich
-2010 wurde ich übernommen und hab eine zweijährige Ausbildung zum Behindertenpädogen gemacht
-2013 wurde ich Stellvertretung in einer Einrichtung bis 2018
-ab 2018 bis jetzt Leitung

Angebote zur Bereichsleitung gab es auch, die ich aber abgelehnt habe. Durch mein damals neues Umfeld hab ich gelernt, dass es geil ist zu Lernen. In der Zeit auch meinen Führerschein gemacht, Ausbildung zum Fitnesstrainer, zig Fortbildungen gemacht, Angefangen zum Studieren, anerkannte Ausbildung für Leitungen erst vorletztes Jahr absolviert (war ein Dankeschön von meiner Arbeit für mich) und einiges mehr.

Keep going.


Schöner Bericht auch schön wie du dich öffnest das fällt leider immer noch zu vielen Leuten sehr schwer. Obwohl heutzutage fast alle in irgendeiner Form mentale Probleme haben. Der eine mehr der andere weniger.
 
Schöner Bericht auch schön wie du dich öffnest das fällt leider immer noch zu vielen Leuten sehr schwer. Obwohl heutzutage fast alle in irgendeiner Form mentale Probleme haben. Der eine mehr der andere weniger.

Danke für die Blumen.

Erfahrungsgemäß hat (hatte oder haben wird)fast jeder Probleme im Leben, die einen fertig machen bzw. fertig gemacht haben. Ich war zwar nie wirklich in Therapie, aber ich kenne so viele großartige Menschen, die eine machen oder gemacht haben. Das ist nichts neues. Jeder hat seine Leichen im Keller.

Selbstreflexion und Empathie gehört zu meinen Stärken und das hilft enorm bei der Persönlichkeitsentwicklung. Deswegen habe ich auch u.a. ein Buch darüber geschrieben, welches ich vielleicht veröffentlichen werde.

Hier hat man schon Tragisches gelesen (dafür mein aufrichtiges Mitleid), aber es bringt nichts in Selbstmitleid zu versinken. Und wenn gerade junge Menschen das so früh wie möglich mitbekommen und begreifen (u.a. durch Geschichten), so ist weitaus mehr Menschen geholfen.

But it aint about how hard you hit. It's about how hard you can get hit and keep moving forward. How much you can take and keep moving forward. That's how winning is done! - Rocky
 
-2008 Abi gemacht an einer Gesamtschule
-2008 - 2011 Ausbildung zum Großhandelskaufmann in einem Bau-Großhandel in Berlin
-2011 dann auch übernommen von dem Betrieb (läppische 1.500 brutto Monatgsgehalt, dazu Arbeitsweg von 85 km einfache Strecke)
-nach gut einem Jahr gekündigt und im Herbst 2012 Studium begonnen
-gleichzeitig nen Minijob als Pauschi in einem Kaufland angefangen
-war zwar alle sechs Semester immatrikuliert, aber Studium verlief im Sande und ich habe währenddessen im Kaufland ein paar mehr Stunden gearbeitet
-2018 einen Teilzeit-Vertrag bekommen und bis heute arbeite ich in dem Kaufland

Könnte mehr erreichen, aber irgendwie passt es auch für mich, keine Ahnung. Kunden sind manchmal nervig und es ist mitunter auch ganz schön stressig. Aber irgendwie macht es auch Spaß, ich fühl mich geschätzt zu werden für meine Arbeit und mit den Kollegen und Kolleginnen verstehe ich mich auch super.
 
Schön gemischt hier, starke Geschichten, danke dafür.

Bin schon älter.

Kurzer Exkurs zum Einstieg, als ich 5 war traf ich auf die Liebe meines Lebens: Pong als Automat, das war 1975 und ich versenkte mein ganzes Taschengeld in der Kiste. Seitdem bin ich videogame nerd, das begleitet mich mein ganzes Leben und beeinflusste es entsprechend.

Mit 14 bekam ich meinen ersten Computer, der c64 und entdeckte das Programmieren.

1988 Realschulabschluss, ziemlich durchschnittlich. Hab mich in der Schule immer gelangweilt und nebenbei auf dem Papier lieber Vektorkoordinaten für meine games gerechnet.

Kein Lehrplatz gefunden und ein Jahr durch Kontakt in einer sehr großen Fonds Gesellschaft als Aushilfe gejobbt. Dort beim Aufbau einer neuen revisions Archiv lösung geholfen bzw. ersonnen.

1989 dann eine Ausbildung zum bürokaufmann in einer 100 Mann Firma angefangen. Bin dort in der Berufschule durchgestartet und hab die Ausbildung verkürzt mit 1 abgeschlossen.

Während der Ausbildung aber gemerkt das mir das alles zu langweilig war und mich zum Fachabitur Informatik angemeldet, konnte das abi in nur einem Jahr verkürzt durch die Berufsausbildung machen. Nebenher weiter jeden Tag 3 Stunden in der Firma gejobbt. Dann ins Studium allgemeine Informatik an der FH eingestiegen.

Ca. 1997 sprach mich mein Chef an ob ich nicht für das Jahr 2000 (Millenium bug) eine neue it designen könnte. Hab ich gemacht und wir haben anschließend das noch kaufmännisch mit Firmenangeboten angereichert. Er hat es dann vom Vorstand absegnen lassen, paar Millionen bekommen und mich gefragt ob ich weiter studieren oder mein Konzept umsetzen will.

Studium fand ich damals langweilig, speziell der Informatik Teil konnte mir nix beibringen. Also Studium "pausiert" und die beste Zeit meines Lebens gehabt. In einem kleinen Team eine komplett neue IT für das 100 Mitarbeiter Haus gebaut. Da war alles dabei, inklusive neues Rechenzentrum, Netzwerk Kabel verlegen, programmieren etc. Hab diverse Software Kurse bekommen unter anderem Oracle Datenbank Administrator (Schweine teuer).

Als das Projekt fertig war, war ich hungrig auf mehr. Ich hatte immer noch Kontakt zu dem it Leiter bei der Fonds Gesellschaft und bin nur mal zur Orientierung Gehalt und Möglichkeiten zu ihm und mit einem Jobangebot wieder raus.

Bin dann 2000 zur Fonds Gesellschaft als Oracle Datenbank Administrator mit einer Verdopplung meines Gehalts.

Ich war dann 10 Jahre in dem Konzern. Dabei von DBA zum data developer, data designer und Datenbank Architekt sowie lead Software Developer durchgewechselt. Hab mehre Datawarehouse lösungen entworfen und gebaut.

2003 mein Haus gebaut, 2005 Trennung von meiner Freundin mit der ich das Haus gebaut hatte. Hab dann in selben Jahr meine heutige Frau kennen gelernt. 2008 hatte ich Burnout, schlimme Zeit aber dank meiner Frau durchgehalten. 2010 kam dann unsere erste Tochter zur Welt und

2011 wechselte ich zur Konkurrenz. Dort als Enterprise Datenbank Architekt und später Leitung des Datenbank Bereichs. 2013 kam unsere zweite Tochter zur Welt.

2019 kam dann meine "zweite Geburt" als ich über Umwege einen Intelligenz Test gemacht habe und meine höchstbegabung festgestellt wurde. Im nachhinein macht dann ganz viel Sinn, vor allem aber das ich mich oft sehr unverstanden und alleine fühle.

2020 wurde mir dadurch klar warum ich meine job wieder als furchtbar langweilig betrachtete (passiert ca. alle 2-3 Jahre) und nicht glücklich war. Paar Gespräche später bin ich dann in die it security gewechselt, Führungskarriere an den Nagel gehängt und mache dort ein großes Sicherheits Projekt. Sitze jetzt in einer Gruppe mit sehr vielen sehr schlauen Köpfen und fühle mich dadurch sehr wohl. Sitze im Security operations center, also dort wo die bösen Hacker abgewehrt werden.

2022 dann leider an long COVID erkrankt, bislang leider unverändert nicht genesen. Allerdings bin ich wohl so gut in dem was ich tue, das ich nach eigenem Tempo aus dem home office arbeiten kann.

Fun fact: Nachdem meine beiden Töchter auch hochbegabte sind, hat sich meine Frau nun auch (heimlich) testen lassen und ist auch hochbegabt. Erklärt irgendwie warum sie es mit mir aushält.
 
2004 Matura (für die Deutschen: "Abitur") mit "ausgezeichnetem Erfolg" (= Notenschnitt unter 1.5)

2004/2005
Bundesheer (für die Deutschen: "Bundeswehr")

2005 bis 2012
Studium der Rechtswissenschaften ("Jus", für die Deutschen: "Jura")

Da das Studium ein zentraler Baustein meines Werdegangs war, ein paar Gedanken dazu. Dieses Studium wollte ich schon während der Schulzeit immer machen. Der Berufswunsch Jurist war bei mir konsistent immer gleich, was m.E. schon extrem viel wert ist, wenn man sich nicht unsicher ist, was man einmal beruflich machen will. Nachdem auch festgestellt worden ist, dass das sprachlogische Denken genau der Intelligenzbereich ist, der bei mir deutlich überdurchschnittlich stark ausgeprägt ist, war ein Studium bei dem Sprachlogik extrem wichtig ist, wohl auch aus dieser Perspektive eine sehr gute Wahl.

Nun zur Studiendauer: Ich hab 14 Semester studiert und mit 26 das Studium abgeschlossen. Die sogenannte Mindeststudiendauer war 8 Semester, also deutlich weniger. Nun ist es aber so, dass nur eine minimale Anzahl von Leuten das Studium wirklich innerhalb dieser 8 Semester abschließt. Zum Zeitpunkt zu dem ich abgeschlossen hab, war die durchschnittliche Studiendauer ca. 14 Semester, also ziemlich genau so lang, wie ich gebraucht hab. Hätte ich schneller abschließen können? Absolut. In manchen Semestern hab ich kaum Prüfungen gemacht, sondern nur gezockt: Halo, Elder Scrolls Oblivion und einige andere große Titel der Jahre 2005 bis 2012. Ich bin tatsächlich dieser eine Typ der während der Strafrechtsvorlesung im Hörsaal Phoenix Wright: Ace Attorney gezockt hat. :lol:

Bereue ich, nicht schneller studiert zu haben, obwohl ich es locker gekonnt hätte? Kein Stück. Mir tun eher die Leute leid, die von 18 bis 22 in Mindestzeit studiert haben und dann die 5 Jahre Ausbildungszeit zum Rechtsanwalt bis 27 runterreißen um dann mit 27 oder 28 Rechtsanwalt zu sein. Die verschwenden m.E. Jahre die richtig cool sein können großteils im Büro. Klar erhöhen diese Leute damit die Chance auf ein insgesamt höheres Lebenseinkommen, aber ich bin halt zum Glück auch durch einen finanziell guten familiären Hintergrund abgesichert, deswegen war mir das halt nie wichtig, so schnell wie möglich so viel wie möglich zu verdienen. Dass das eine privilegierte Position ist, ist mir bewusst.

Damals mit 26 hab ich mir gedacht, dass ich zu lange gebraucht hab, jetzt mehr als 10 Jahre später lache ich über meine damalige Einstellung.

2012 bis 2016:

Ich hab dann ein paar Jahre als Assistent auf der Uni (in Lehre und Forschung) gearbeitet nach meinem Abschluss (wieder wenig Geld, aber viel Freizeit) und bin dann 2015/2016 mit einem Fulbright Stipendium an eine sehr gute law school in die USA gegangen und hab dort einen LL.M. ("Master of Laws") gemacht (und hab in meiner Freizeit Halo 5 gezockt, wenn ich nicht grad New York City erkundet hab).

2016: Anwaltsprüfung in New York, einfach weil ich die Chance dazu hatte.
2017: Zulassung als Attorney in New York State, USA

Ich wollte mir die Chance offen halten, vielleicht bei einer großen law firm in New York City als Anwalt zu arbeiten.

2017 bis 2020:

Bin dann im Prinzip wieder auf meinen alten Posten zurück als Assistent auf der Uni, hab in den Jahren auf der Uni noch nebenher zwei weitere Qualifikationen gemacht.

2018: Anwaltsprüfung im UK und dadurch Zulassung zum Solicitor im UK
2019: Eignungsprüfung zum Rechtsanwalt in Österreich bestanden

2020 bis 2022:

Ich war weiterhin auf meinem mittelmäßig bezahlten Assistentenposten auf der Uni, hatte aber mehrere Probleme: Meine Frau und ich wollten ein Kind und deswegen wollte ich mehr verdienen, abgesehen davon war ich inzwischen schwer unterfordert und das hat mir auch nicht gut getan, auch weil ich das Gefühl gehabt habe, dass ich irgendwie schon mein Potenzial verschwende in diesem Job. Obwohl mir die Lehre (also die Abhaltung von Kursen und Seminaren in denen ich Studierende unterrichtet hab) immer sehr gut gefallen hat.

Als dann 2020 eine Ausschreibung war für ein Auswahlverfahren für Beamte der Europäischen Union hab ich mich halt beworben und mir vorgenommen, mich auf jede Runde des Verfahrens sehr gut vorzubereiten. Genau das hab ich auch gemacht und war schlussendlich erfolgreich. Allerdings hat das Auswahlverfahren wegen der Pandemie von 2020 bis 2022 gedauert, mit insgesamt drei Runden (Intelligenztest, Fachtest, Assessment Center - dieses Assessment Center beinhaltete nochmal z.B. Präsentationen vor einer Auswahlkommission, einen zweistündigen schriftlichen Test etc.).

2022 hab ich einen Job als Jurist im Wirtschaftsministerium (unbefristet, Vertragsbediensteter) in Wien bekommen. Da hatte ich mich beworben, weil mein befristeter Vertrag an der Uni dem Ende zuging und ich einen Job gebraucht hatte. Dort war ich allerdings nicht lange, weil dann eben mehr oder weniger genau zeitgleich die Ergebnisse vom EU-Auswahlverfahren da waren und ich es geschafft hatte, auf die Liste der erfolgreichen BewerberInnen zu kommen.

Dezember 2022 bis heute:

Beamter der Europäischen Union (Jurist bei der Europäischen Kommission). Könnte beruflich kaum glücklicher sein: Interessantes Gebiet, fachlich spannend, super Team, kompetitives Gehalt, gute Work/Life Balance, bombensicherer Job ("Beamter auf Lebenszeit") und großartige Möglichkeiten mich weiter zu entwickeln (ich darf mich in jede andere Generaldirektion bewerben, das wird sogar gefördert, oder sogar zum diplomatischen Dienst etc.). Meine Frau und ich überlegen uns z.B. ob wir in ein paar Jahren versuchen sollen, zur diplomatischen Delegation in Bangkok zu kommen, weil wir Thailand sehr cool finden und vielleicht gerne noch ein paar Jahre im Nicht-EU-Ausland leben würden. Ein lieber Kollege von mir arbeitet momentan in der EU Delegation in Kiew, Ukraine (dorthin darf ich mich aber nicht bewerben, sagt meine Frau. :ugly:) Damit will ich nur sagen, dass es ein Aspekt von meinem Job ist, den ich echt toll finde, dass ich halt weiß, dass ich nicht fast 30 Jahre bis zur Pension (für die Deutschen: "Rente") genau die selbe inhaltliche Arbeit machen muss, wenn ich das nicht will, sondern eben sehr wohl zu ganz anderen Gebieten wechseln kann. Alleine zu wissen, dass man diese Option hat, ist m.E. extrem viel wert.

Was lernen wir daraus? Ich persönlich würde sagen, dass wenn man was lernt bzw. studiert das einem wirklich liegt und das einen wirklich interessiert, dann kann es zwar sein, dass man nach dem Studium noch nicht genau weiß was genau man beruflich eigentlich machen will, aber wenn man zumindest ab und zu bereit ist phasenweise hart zu arbeiten, kann man am Ende durchaus wo ankommen, wo man sehr glücklich ist.

Ich hab ja auch bis Mitte/Ende 30 nichts gehabt, was man als "Karriere" bezeichnen könnte, weil ich quasi für 10 Jahre nach dem Abschluss mehr oder weniger auf der selben Stelle / Stufe gearbeitet hab. Aber ich hab mich halt nebenher immer weiter qualifiziert (vermutlich auch weil ich in dem Job an der Uni unterfordert war) und bin schlussendlich wo gelandet, wo ich das Gefühl habe, dass meine Fähigkeiten wirklich notwendig sind und genutzt werden.

Daher: Solange man ein/e Lehre/Ausbildung/Studium macht, die/das einen wirklich interessiert und man auch bereit ist, zu arbeiten und sich weiter zu entwickeln, ist m.E. die Chance ziemlich gut, dass man mittelfristig beruflich ziemlich gut dasteht.
 
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