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Der Politikthread (2 Betrachter)

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Aber es "betrifft" mich. Ich muss es SEHR (zu) oft lesen und auch in Podcasts/Radiosendungen etc. wird es oft praktiziert und jedes mal nervt es weil es sich einfach scheiße anhört!

Ich weiß, es ist unglücklich formuliert und du meinst es wahrscheinlich nicht so, aber wie verdammt widerwärtig ich das finde, zu sagen, nur weil du gegenderte Sprache hören musst, betrifft es dich, während Leute wegen diesem Thema massiv diskriminiert, als Schädlinge bezeichnet, verletzt und getötet werden.

Ich sitze hier während ich bei dem bestehenden (besonders rechten) Ruck in eine bestimmte, menschenfeindliche Richtung wirklich eine scheiß Angst um sehr, sehr nahestehende Transpersonen habe, was die nächsten Jahre so bringt, wenn das weiter geht.
Meine Fresse, kümmert euch doch um eure scheiß Probleme als so dermaßen lächerlich einzuscheißen wenn jemand "Freund:innen" sagt.

Und GENAU SOWAS zeigt, das man es gar nicht offen genug in die breite Masse bringen kann, damit auch der letzte Hinterwäldler (nicht du) merkt, das die Erde sich weiter dreht, wir nicht mehr mit Keulen aufeinander losgehen und der Mensch schon seit Jahrhunderten Entwicklungen durchgemacht hat, das auch eine inklusive Sprache wichtig und richtig ist.
 
Meine Fresse, kümmert euch doch um eure scheiß Probleme als so dermaßen lächerlich einzuscheißen wenn jemand "Freund:innen" sagt.

Ich kanns auch nicht mehr anders begreifen außer das Personen die sich ernsthaft darüber aufregen, keine wirklichen Probleme im leben haben. Das kann es einfach echt nicht sein.

ES bLEibT alLes WiE es IsT.
 
Ah, die Bauern hier in meiner Hood haben den AfD-Werbemann vom Kreisverband vom Platz geschmissen. Er ist empört.
Ich muss sagen, das was ich bisher so wahr genommen habe von den bauerndemos, da scheint ne sehr breite Distanzierung von (generell) politischen, und vor allem radikalen Akteuren und Rattenfängern statt zu finden. Muss man stand jetzt auch mal positiv festhalten auch wenn ich die Prämisse dieses Happenings nicht vollumfänglich unterstütze.
 
aber wie verdammt widerwärtig ich das finde, zu sagen, nur weil du gegenderte Sprache hören musst, betrifft es dich
Natürlich betrifft es einen, wenn man es hören muß. Und selbstverständlich kann man das ablehnen und das ist auch nicht widerwärtig. Nicht zu Gendern und Diskriminieren ist schon ein Unterschied!

Du kannst Dich natürlich immer dahin stellen und sagen "dann hör halt nicht hin", aber daß kann man ja zu Allem sagen. Wenn eine deutliche Mehrheit das Gendern ablehnt, ist es auch gerechtfertigt, wenn es zumindest im allgemein (zwangsweise) finanzierten öffentlichem Rundfunk nicht gemacht wird.
 
Welche Beweise hätten sie gerne?
q.e.d. bedeutet, dass du den Beweis für meine These prompt selbst geliefert hast: du steigst direkt in eine Genderdebatte ein, obwohl die dich doch so zu nerven scheint. Unnötig.
Ich persönlich hab kein Problem damit, wenn Leute meine gendern zu müssen.
Ich auch nicht, also andersrum. Wenn Leute keine gendergerechte Sprache verwenden wollen dann sollen sie das doch einfach nicht tun. Fertig aus.
Im Übrigen ist das auch die Haltung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Den Redaktionen steht es selbst frei zu entscheiden, ob und wie sie 'gendern' möchten. Diese Praxis unterstützt im Übrigen auch der Deutsche Journalisten-Verband (sic!), der ein politisches Verbot des Genderns in (öffentlich-rechtlichen) Medien ablehnt.
 
Ich weiß, es ist unglücklich formuliert und du meinst es wahrscheinlich nicht so, aber wie verdammt widerwärtig ich das finde, zu sagen, nur weil du gegenderte Sprache hören musst, betrifft es dich, während Leute wegen diesem Thema massiv diskriminiert, als Schädlinge bezeichnet, verletzt und getötet werden.

Ich sitze hier während ich bei dem bestehenden (besonders rechten) Ruck in eine bestimmte, menschenfeindliche Richtung wirklich eine scheiß Angst um sehr, sehr nahestehende Transpersonen habe, was die nächsten Jahre so bringt, wenn das weiter geht.
Meine Fresse, kümmert euch doch um eure scheiß Probleme als so dermaßen lächerlich einzuscheißen wenn jemand "Freund:innen" sagt.

Und GENAU SOWAS zeigt, das man es gar nicht offen genug in die breite Masse bringen kann, damit auch der letzte Hinterwäldler (nicht du) merkt, das die Erde sich weiter dreht, wir nicht mehr mit Keulen aufeinander losgehen und der Mensch schon seit Jahrhunderten Entwicklungen durchgemacht hat, das auch eine inklusive Sprache wichtig und richtig ist.

Deshalb habe ich "betrifft" in Anführungszeichen geschrieben...
 
Wenn eine deutliche Mehrheit das Gendern ablehnt, ist es auch gerechtfertigt, wenn es zumindest im allgemein (zwangsweise) finanzierten öffentlichem Rundfunk nicht gemacht wird.
Also wenn wir hier schon die Demokratie ins Rennen schicken wollen dann wäre es gerechtfertigt, dass das mediale Angebot die Wünsche der Bevölkerung entsprechend abbildet: also dass es durchaus mediale Angebote gibt, in denen gendergerechte Sprache verwendet wird, und demgegenüber mehr mediale Angebote, die das nicht tun.
Demokratie ist ja eben keine Mehrheitsdiktatur.
 
Die größte Schwäche der Neurechten ist doch die maßlose Selbstüberschätzung, sich für die Mehrheit zu halten. Meine Prognose: Die Grünen werden beim nächsten Mal die Regierungsmehrheit stellen. Denn sie profitieren am meisten von der starken Polarisierung der Rechten und befördern das auch teilweise. Im Gegensatz zu den Rechten haben die Grünen zumindest Konzepte für einen Wandel. Während die Bauern-und-Mistgabel-Fraktion wohl ernsthaft glaubt, man könne teils über Jahrzehnte selbst geschaffene Probleme einfach abwählen.
 
Natürlich betrifft es einen, wenn man es hören muß. Und selbstverständlich kann man das ablehnen und das ist auch nicht widerwärtig. Nicht zu Gendern und Diskriminieren ist schon ein Unterschied!

Du kannst Dich natürlich immer dahin stellen und sagen "dann hör halt nicht hin", aber daß kann man ja zu Allem sagen. Wenn eine deutliche Mehrheit das Gendern ablehnt, ist es auch gerechtfertigt, wenn es zumindest im allgemein (zwangsweise) finanzierten öffentlichem Rundfunk nicht gemacht wird.

Eine Studie zu so einem emotional aufgeladenen Thema, die vor allem negativ behaftet ist, ist eine Studie über die Meinung der Mehrheit über eine DEUTLICH kleinere Gruppe.
Natürlich wird da eine Mehrheit raus kommen, wenn ein unverhältnismäßig großer Teil der großen Mehrheit, die es nicht betrifft und ohne sich tiefer damit zu befassen die von der Mehrheit geformte Meinung präsentiert bekommt. Zumal da auch nicht unwichtig ist, wer befragt wurde, über welchen Zeitraum etc.
Die Mehrheit liest auch Bild... also was soll denn da für eine Meinung raus kommen, wenn man mit dem Thema vorher nichts zutun hatte und auch nicht unbedingt Zeit nimmt sich damit zu befassen?

Da brauch ich keine Studie für und wie lächerlich sind Umfragen, die als Ausgang nur beweisen "Guck doch, das will wirklich keiner".

Letzten Endes tut es niemanden weh und für Transmenschen macht es einen riesigen Unterschied als Teil der Gesellschaft angesehen zu werden. Das Wording macht auch einen riesigen Unterschied. Anstatt "Wie finden Sie gendern?" kann man auch das Hauptthema in den Fokus rücken und sagen "Möchten Sie, das Transpersonen als normaler Teil des menschlichen Zusammenlebens angesehen werden?" (ich weiß, das die Frage nicht schön gestellt ist, ich krieg sie aber gerade auch nicht schön hin)
Da wird die Mehrheit durchaus "ja" sagen weil der "normale Mensch" jetzt auch nicht unbedingt Bock hat, das man andere Menschen diskriminiert. Beim Wording fängt aber auch vieles an... da fängt auch Ausgrenzung an. Und da gibts schon genug sozial-psychologische Studien von und genügend Beispiele von wie die Dynamik dort funktioniert.

EDIT:
Deshalb habe ich "betrifft" in Anführungszeichen geschrieben...

Ich weiß.
Für mich ist die Art der Formulierung auch schon durchaus wichtig und wie man etwas in Worte fasst. Ich hab teils recht starke Anti-Gender-Leute in meinem Umfeld und die kriegen das nicht mal mit das ich sowas wie "Mitarbeitende" oder "befreundete Personen" etc sage und das ist sogar sehr auffällig da ich teils mich noch dran gewöhnen muss das so zu formulieren und vor solchen Worten ab und zu mal stoppe.
 
Letzten Endes tut es niemanden weh
Mir tut es weh, in den Ohren und den Augen. Und jetzt? Nochmal, ich diskriminiere niemand, wenn ich nicht gendere. Wenn ich mir anhören muß, daß ich mich nicht so anstellen soll, kann ich das auch gleich so zurückspielen.
Hab ich schon verstanden, man kann ja trotzdem rational bleiben.
Was ist daran irrational?
 
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