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Der Politikthread (2 Betrachter)

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Klar haben wir ein Ausgabenproblem. Es wird Unmengen Kohle für Schwachsinn ausgegeben. Allein die aufgeblähte und ineffiziente Bürokratie. Und über nen ordentlichen Teil der Sozialausgaben kann man auch trefflich streiten. Gegen die Schuldenbremse bin ich auch, aber nicht weil ich es für sinnlos halte, mit dem Einnahmen auszukommen, sondern weil gewisse Investitionen nicht warten können - und vor allem weil kein internationaler Partner spart. Am Ende wird niemand die europäischen Schulden zurückbezahlen, und wenn der harte Cut kommt sollten wir besser welche sein, die das Konto mit überzogen haben als nur die Idioten, die den Schnitt mit tragen müssen, ohne je was davon gesehen zu haben...

Besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können. Neue Schulden aufzunehmen nur um noch mehr Geld in den vollkommen aufgeblähten Staatsapparat und die überbordenden Sozialausgaben zu pumpen ist genauso idiotisch wie überhaupt keine neuen Schulden zu machen um bspw. sinnvolle Infrastrukturprojekte damit zu finanzieren.
 
Das Bürgergeld, die Rente und den Steuerfreibetrag einfach immer prozentual gleich erhöhen.
Die Rente und der Freibetrag wurden wesentlich geringer erhöht.
Sozial gerecht ist anders.
 
Wenn man prozentual gleich erhöht werden die Armen aber immer weniger mehr haben, das ist dir schon klar? Auch arme Rentner, eigentlich wären da Pauschalen besser.
 
Wenn man absolut immer gleich erhöht, hat irgendwann der "Arme" inflationsbereinigt fast genauso viel wie der Besserverdiener.
Das ist dir schon klar?
 
Nein?

wenn einer 1500 euro bekkmmt und der andere 1000€, beide bekommen jedes Jahr 100€ mehr. Wann haben sie dann das selbe Geld?

edit: und wo ist das Problem wenn sie sich annähern?
 
Zuletzt bearbeitet:
Also für dich, Gerri.
Person a) 500€/Monat
Person b) 1000€/Monat

1 Laib Brot kostet 500€.
Jedes Jahr, verdoppelt sich der Brotpreis. Jedes Jahr bekommen a) und b) 100% mehr.
Jedes Jahr kann sich a) also 1 Laib Brot/Monat holen, b) 2.

Jetzt absolut:
a) und b) bekommen beide im ersten Jahr 500€ mehr. a) weiterhin 1 Brot, b) 1,5 Brote.
Das Jahr darauf bekommen beide 1000€ mehr, a) weiterhin 1 Brot, b) 1,25 Brote. Trend wird klar?
 
Das Problem liegt darin, dass beide irgendwann gegen 1 Brot konvergieren, und sich dann b) sagt, "warum arbeiten, wenn ich mit Bürgergeld auch 1 Brot bekomme?"
Dann rechne mal ein Arbeitsleben mit realen Zahlen. Alle bekommen absolut das selbe mehr. Wie sieht das nach 45 Jahren dann aus? Dem gegenüber machste das dann prozentual.
 
Bei WELT Online gibts gerade eine sehr schöne Meinung zum Thema Bürgergeld. Leider hinter einer Paywall, aber hier ein Auszug:

Vor allem aber senkt die Ausgestaltung der Leistung den Anreiz, einen Job anzunehmen: 1,8 Millionen Stellen sind laut Deutscher Industrie- und Handelskammer DIHK derzeit unbesetzt. Kein Wunder: Ein Brandenburger Fleischermeister etwa musste sich bei seiner verzweifelten Suche nach Personal von vier Arbeitssuchenden sagen lassen, sie bekämen Bürgergeld. Gern würden sie zu ihm arbeiten kommen, sogar für 40 Stunden in der Woche – bloß nicht als Angestellte, sondern „schwarz“.

Ein Offenbacher Berufsberater bestätigt aus eigener Erfahrung, dass es solche Fälle gebe. Wer nicht auf den Kopf gefallen sei, könne das System ausnutzen. Die Gefahr ist groß, dass gerade junge Leute, die mit wenig zufrieden sind – oder sich nebenher in der Schattenwirtschaft tummeln –, sich im Bürgergeld einrichten und die Verantwortung für ihr Leben dauerhaft und irreversibel an einen Staat abgeben, der vermeintlich alles für sie regelt.

Das ist eine fatale Gemengelage, die das Potenzial hat, den ohnehin schwer angeschlagenen sozialen Frieden in der Gesellschaft weiter zu schwächen – und im Nachgang auch die Wirtschaftskraft des Landes. Denn da, wo Sozialleistungen ausgezahlt werden, muss das dafür notwendige Geld zuerst mal erwirtschaftet werden. Dafür sorgen die sogenannten Steuernettozahler, die also insgesamt mehr Steuern und Abgaben zahlen als sie an staatlichen Leistungen bekommen, und über deren genaue Zahl Faktenchecker lieber den Mantel des Schweigens breiten.

Quelle: https://www.welt.de/wirtschaft/plus...ende-sprechen-dafuer-es-zu-ueberarbeiten.html

Diese Entwicklung ist nicht zuletzt gesellschaftlich brandgefährlich.
 
Ich habe gar kein Problem damit, ein Steuernettozahler zu sein. Wenn ich denn das Gefühl hätte, dass die Steuern sinnvoll verwendet werden und Sozialleistungen nur denen zugute kommen, die sie benötigen. Und auch nur in einer Höhe, die fair ist und im Verhältnis zur arbeitenden Bevölkerung steht. Letzteres ist ganz klar nicht der Fall.
 
Ich habe gar kein Problem damit, ein Steuernettozahler zu sein. Wenn ich denn das Gefühl hätte, dass die Steuern sinnvoll verwendet werden und Sozialleistungen nur denen zu Gute kommen, die sie benötigen. Und auch nur in einer Höhe, die fair ist und im Verhältnis zur arbeitenden Bevölkerung steht. Letzteres ist ganz klar nicht der Fall.

Genau meine Meinung!

Abgesehen von den Sozialleistungen stört mich am meisten, das unsere Steuern immer raus gehauen werden um anderen Ländern zu helfen, dabei haben wir doch nun wirklich genug eigene Probleme. Kommt mir jetzt nicht wieder mit Weitblick, wenn es bei mir brennt, lösch ich erstmal bei mir, danach mache ich mir dann Gedanken um die anderen Feuer.
 
Auf Dauer klappt das eh nicht, die Finanzierung wird mit dem demografischen Wandel langfristig kaum machbar sein.
Auf der anderen Seite müssen Arbeitgeber aber Anreize schaffen und die Menschen zu fairen Löhnen einstellen. Ich kenne Leute im Freundeskreis, Fachkräfte im Handwerk, die arbeiten zum Mindestlohn, obwohl seit 20 -30 Jahren im Unternehmen angestellt.
 
Ich sehe halt auch im eigenen Umfeld, wie unfassbar leicht sich einige Ämter scheinbar täuschen und ausnutzen lassen und gewisse Menschen dadurch auf eine Art und Weise leben, das man sich nur an den Kopf fasst und im Strahl kotzen möchte.
 
Inwiefern ist das ein „Kampfbegriff“?

Oh je.
Weil bei dem Begriff, der aus der weit weit Linken Ecke kommt, suggeriert wird, es wird den "reichen Menschen" hier irgendein Vorteil verschafft.
Gemeint ist hier die geringere Mineralölsteuer auf Dieselkraftstoff. Und bei aller Liebe - Der aller größte Teil des Preises für Sprit sind Steuern. Auch beim Diesel.
Mach diesen noch teurer (zusätzlich zur steigenden CO2 Steuer), dann kannst du ja mal die Auswirkungen am Markt sehen.
Der Begriff ist populistischer Bullshit.
 
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