Nachdem es schon eine Weile auf Halde liegt, habe ich gestern mit Fort Solis begonnen.
Die vielen negativen Stimmen zu dem Spiel haben mir etwas die Lust genommen, aber auch gut darauf vorbereitet.
Denn Fort Solis ist langsam. Die Figur schlendert nur durch die Szenarien und es gibt keine Möglichkeit schneller zu gehen. Quasi die Mutter der "Walking Simulatoren". Auch ansonsten ist das Spiel sehr unspektakulär und gesetzt.
Im Gegenzug wirkt das ganze Szenario sehr glaubwürdig und das Spiel baut seine ganz eigene urtümliche Spannung auf.
Man ist in der Zukunft auf dem Mars als Techniker unterwegs und erforscht einen Notfall an einer älteren Station. Sämtliche Mitarbeiter sind verschwunden und schnell wird klar, dass etwas passiert ist.
Die Station ist stimmig und glaubwürdig gestaltet.
Grafisch ist Fort Solis auf Triple-A Niveau und die englischen Sprecher bringen die Story und Figuren gut rüber, auch wenn die Hauptfigur teilweise erstaunlich gelassen bleibt.
Laut PS5 bin ich knapp bei der Hälfte angelangt und kann mir nicht vorstellen, dass Fort Solis noch extrem abfällt.
Mit seiner Langsamkeit, seiner "Schwere" und dem dosiert einsetzenden Soundtrack versprüht das Spiel für mich stimmungstechnisch leichte Blade Runner 2049 Vibes.