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Der Politikthread

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Ich hab mir das Buch nach deiner Empfehlung eben geholt und gerade den Prolog beendet.
Fängt interessant an, nur tut sich mein Namensgedächtnis bei russischen Namen bislang recht schwer.
Erschreckend, inwieweit das System Putin auch vor seinem Angriffskrieg prinzipiell bekannt war.
 
Ich hab mir das Buch nach deiner Empfehlung eben geholt und gerade den Prolog beendet.
Fängt interessant an, nur tut sich mein Namensgedächtnis bei russischen Namen bislang recht schwer.
Erschreckend, inwieweit das System Putin auch vor seinem Angriffskrieg prinzipiell bekannt war.

Ich lese es digital, da hilft es mir im Zweifelsfall, dass man ne Suchfunktion hat und Namen nochmal googeln kann. Is für mich auch deswegen sinnvoll, weil wiki oft dazu auch gleich ein Gesicht ausspuckt, was mir wiederum beim Merken hilft. Anderseits schreibt die Autorin eigentlich auch immer wieder die Funktion der Person nochmal dazu, wenn sie später auftaucht. Aber klar, es sind schon viele russische Namen und sie heißen zu 80% Wladimir :D

Im Prolog hat mich die Tatsache die Augenbrauen weit hochziehen lassen, welchen Einfluss Russland auf die britische Justiz hatte.
 
Ich hab jetzt Putins Petersburger Zeit als stellvertretender Bürgermeister hinter mir und das allein ist ja schon ein undurchdingbarer Sumpf aus Mafia-Verstrickungen, Korruption, persönlicher Bereicherungen, KGB-Seilschaften und allgemeiner Willkür. Wenn Russland nicht mit seiner blossen Existenz zu der Zeit zu kämpfen gehabt hätte, wäre das alles vielleicht nicht im Dunkeln geblieben. Was nun folgt, ist der rasante, kometenhafte Aufstieg zum höchsten Amt, von langer Hand von KGB-Generälen eingefädelt, für die er die ganze Zeit über loyal Geld eingetrieben hat.
 
Edit: Diese Krise trifft Menschen sehr ungleich.

Letztens noch mit einem Kumpel etwas trinken gewesen, er ist seit zehn Jahren Hartz 4 Empfänger, u.a. wegen Bluthochdruck. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass er wirklich immer arbeitsunfähig war, aber letztendlich geht es mich nichts an.

Ihm geht es aber jetzt wohl besser, und er sprach auch von einer möglichen Rückkehr ins Arbeitsleben.

Etwas sprachlos war ich dann nur, als er sagte er müsse minimum 2300 Brutto verdienen, da es sich sonst für ihn nicht lohnen würde. Er bekommt den Regelsatz, dazu für zwei Kids Geld vom Staat. Er hat seinen Sohn alle zwei Wochen, dann unternehmen sie auch etwas zusammen, aber er gibt selbst zu, das meiste davon bleibt für ihn übrig.

Jetzt hat er also locker 650€ monatlich für sich. Miete und Heizung werden gezahlt. Das zum Thema wie hart die Krise die Menschen unterschiedlich trifft. Ihm scheint es nämlich finanziell wenig schlecht zu gehen.

Andere gehen 40 Stunden die Woche malochen, und haben weniger.

Das Beispiel zeigt nur, dass der Staat es nicht allen Recht machen kann. Dafür gibt es einfach zu viele Variablen.

Und 2023 soll das Bürgergeld deutlich steigen. Einige werden davon wenig profitieren, andere mehr. Dasselbe bei der Steuerentlastung. Es heißt immer im Durchschnitt hat man etwa 200€ mehr im Jahr Netto. Da stelle ich mir schon die Frage, was sollen die 200€ aufgeteilt auf zwölf Monate denn wirklich bringen?
 
Die frieren zumindest diesen winter nicht. :p Deswegen ja lindners vorstoß sparanreize für harz4 zu machen, die können voll durchheizen.
 
Den ersten Teil des Buches hab ich durch. Die russische Politik der letzten 30 Jahre ist so eine unterhaltsame, groteske und blutige Sitcom. Kann man sich nicht ausdenken, was da an Gier und Intrigen abgelaufen ist. Jelzin und seine Familie sind da auch nicht besser gewesen, haben die staatliche Industriewerte verscherbelt, haben das Land in den 90ern von einer Wirtschaftskrise in die nächste geführt und am Ende - und das wusste ich bisher nicht - haben sie Putin aus reinem Eigennutz an die Macht geholt, weil sie Angst davor hatten, dass ihnen ihre Korruptionsskandale um die Ohren fliegen und sie sich von ihm Schutz erhofft hatten.

Ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt. Bisher wirkt Putin auf mich wie eine KGB-Marionette. Wir sehen ihn heute als mächtigen Alleinherrscher.
 
Danach noch "Foundations of Geopolitics", der Standardlektüre des RU millitärs lesen, und du bist sicherlich top infomiert :)

Das Werk wurde auf staatlicher russischer Ebene umfangreich rezipiert und wird als Lehrbuch an der Militärakademie des Generalstabes der Streitkräfte der Russischen Föderation und anderen Militärakademien verwendet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Grundlagen_der_Geopolitik
https://en.wikipedia.org/wiki/Foundations_of_Geopolitics

Das Buch könnte Einfluss auf die Außenpolitik von Wladimir Putin gehabt haben, die schließlich zur russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 führte.

Die Ukraine sollte von Russland annektiert werden, weil „die Ukraine als Staat keine geopolitische Bedeutung, keine besondere kulturelle Bedeutung oder universelle Bedeutung, keine geografische Einzigartigkeit, keine ethnische Exklusivität hat, ihre bestimmten territorialen Ambitionen eine enorme Gefahr für ganz Eurasien darstellen und ohne Lösung des ukrainischen Problems, es im Allgemeinen sinnlos ist, über kontinentale Politik zu sprechen“. Die Ukraine darf nicht unabhängig bleiben, es sei denn, sie ist ein Cordon sanitaire, was unzulässig wäre

Aber gut das RU, Kaliningrad an deutschland wieder zurück gibt wage ich dann auch zu bezweifeln.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist nur zu billig, weil der Mieter beim Vermieter angestellt ist. Anstatt ihm ein anständiges Gehalt zu zahlen, kriegt er verbilligtes Wohnen, der Vermieter kann weiterhin alle Kosten ansetzen und spart noch ordentlich Lohnsteuer und Sozialabgaben. Wäre ein nettes Steuersparmodell….aber Details, dann käme ja kein cooler Videoclip zustande.
 
Meine erste eigene Bude.
297 warm inklusive Müll, Kabel TV und Hausmeister.
Wohnung war mega nice mit schöner Küche.
Vermietet von meiner damaligen Chefin :D
 
Es ist nur zu billig, weil der Mieter beim Vermieter angestellt ist. Anstatt ihm ein anständiges Gehalt zu zahlen, kriegt er verbilligtes Wohnen, der Vermieter kann weiterhin alle Kosten ansetzen und spart noch ordentlich Lohnsteuer und Sozialabgaben. Wäre ein nettes Steuersparmodell….aber Details, dann käme ja kein cooler Videoclip zustande.

Ach komm Cale... irgendwann ist dann auch mal gut.
Im ganzen Beitrag geht nicht ein einziges mal hervor, dass der Angestellte zu Ortsunüblichen Tarif angestellt ist und deswegen ausgehandelt günstiger dort wohnt. Das "Problem" des Finanzamts mit diesem Vermieter ist, dass einfach alle Mieter*Innen dort "günstig" zu Miete wohnen und dass kann doch echt nicht angehen.

Edit: Was heißt hier überhaupt "bekommt verbilligtes Wohnen" + "nettes Sparmodell"?
Vielleicht einfach nur ein Vermieter mit fairen mietpreisen, weil es ihm nicht darum geht macximalen Gewinn aus seinen Immobilien zu schlagen?

Aber ja... Der Typ wollte wohl einfach nur ganz dreist das Finanzamt prellen.


Edit die 2te: Der Hausmeister selbst sagt, bei dem vom Finanzamt vorgeschlagenen Mietspreis von 1.230~ Euro (bei 20~ Eu/m³) müsste er die hälfte seines Lohns für die Miete verpulvern. Durchschnittlicher Nettoverdienst als Hausmeister in München liegt bei ca. 2.600 Euro ... jo kommt hin. Der Typ wird anscheinend sogar ganz Ortsüblich im guten Durchschnitt von diesem Vermieter und Arbeitgeber bezahlt. Wohnt halt obendrauf einfach noch zusätzlich günstig.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Das "Problem" des Finanzamts mit diesem Vermieter ist, dass einfach alle Mieter*Innen dort "günstig" zu Miete wohnen und dass kann doch echt nicht angehen.
Nein, das ist schlichtweg falsch! An fremde Dritte kannst Du gerne günstig vermieten, aber bei einem Abhängigkeitsverhältnis oder familiären Verbindungen machst Du das schlichtweg nicht aus purer Nettigkeit, sondern weil Du Geld sparen willst. Es gibt diese Regelungen nicht umsonst im deutschen Steuerrecht.

Der Typ hat ja angeblich hunderte Wohnungen in München. Warum wurden die im ganzen Artikel nicht weiter erwähnt? Verlangt es da auch so niedrige Miete oder nur bei seinem Angestellten, wo es ihm was bringt? Fragen über Fragen.
 
Edit die 2te: Der Hausmeister selbst sagt, bei dem vom Finanzamt vorgeschlagenen Mietspreis von 1.230~ Euro (bei 20~ Eu/m³) müsste er die hälfte seines Lohns die Miete verpulvern. Durchschnittliche Nettoverdienst als Hausmeister in München ca. 2.600 Euro ... jo kommt hin.
Er könnte ihm ja auch ein entsprechendes Gehalt zahlen und eine ortsübliche Miete nehmen und schon hätte das FA kein Problem mehr. Auf das höhere Gehalt kommen natürlich Steuern und Sozialabgaben drauf, die er sich so easy sparen kann. Seit wann freust Du Dich eigentlich so, wenn Unternehmer Steuern hinterziehen?

Btw. und seit wann wollen mir Laien eigentlich immer meinen Job erklären? :ugly:
 
Zuletzt bearbeitet:
Er könnte ihm ja auch ein entsprechendes Gehalt zahlen und eine ortsübliche Miete nehmen und schon hätte das FA kein Problem mehr. Auf das höhere Gehalt kommen natürlich Steuern und Sozialabgaben drauf, die es sich so easy sparen kann. Seit wann freust Du Dich eigentlich so, wenn Unternehmer Steuern hinterziehen?

Btw. und seit wann wollen mir Laien eigentlich immer meinen Job erklären? :ugly:

Er bekommt doch den Ortsüblichen durchschnitts Gehalt?
(der in München bei 2600 Eu Netto liegt ... wenn er behauptet bei 1230 Euro Miete würde er dann die hälfte seinen Gehalts für Miete zahlen.)

Seine Mieten sind halt einfach nur Niedriger (nicht nur für seinen Angestellten, sondern auch generell).
 
Seine Mieten sind halt einfach nur Niedriger (nicht nur für seinen Angestellten, sondern auch generell).

Ist egal (selbst wenn es so sein sollte). Durch seine niedrige Miete bietet er seinem AN ein zusätzliches Gehalt in Form niedriger Miete ohne Sozialabgaben zu zahlen. Punkt. Und die will das FA jetzt haben. Ganz normal und schon immer so gewesen.
 
Das ist aber ein anderer Fall. Wenn Du keine Gewinnerzielungsabsicht nachweisen kannst, kannst Du logischerweise auch keine Kosten in voller Höhe geltend machen. Auch das ist nichts Neues, hat aber mit dem Extra3 Fall nichts zu tun.
 
Ist egal (selbst wenn es so sein sollte). Durch seine niedrige Miete bietet er seinem AN ein zusätzliches Gehalt in Form niedriger Miete ohne Sozialabgaben zu zahlen. Punkt. Und die will das FA jetzt haben. Ganz normal und schon immer so gewesen.

Der Vermieter erlaubt sich in München seine Objekte zu 11-12 Eu/m³ zu vermieten, lässt seinen Angestellten sogar für 8,80 Eu/m³ wohnen.
Wäre die Bemessungsgrenze für den Geldwerten Vorteil (darf nicht 1/3 der Ortüblichen Miete unterschreiten) nicht die absolut pervertierten und zunehmend auf maximalen Gewinn zuspitzende Mietpreis(Explosion) in den Städten (der Liegt in München aktuell bei 20+ Eu/m³), sondern dass was ein fairer Vermieter wie er zur Miete verlangt, läge hier ja auch kein Problem vor.

Muss er halt wegen dieser pervertierten Mietpreise seinen Angestellten zu 14+ Eu/m³ wohnen lassen (dem er eh schon zum durchschnittlichen Ortüblichen Tarif entlohnt) ... während all seine anderen Mieter (wenigstens noch) zu 11-12 Eu/m³ bei ihm zu miete wohnen dürfen.

Klingelt bei dir nichts?

Edit: Wäre dann für ihn ja vielleicht sogar ganz schlau mehr Angestellte an seine Objekte zubinden. Hat er am ende sogar noch was von. Und den Mietspiegel treibt man mit diesem Vorgehen sogar auch noch ganz praktisch in die Höhe. Win-Win. Nothing Wrong here.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
a) Quelle und
b) da klingelt gar nichts. Wenn es seine Miete aus idealistischen Gründen niedrig halten will, dann kann er es ja gerne tun. Aber dann kann es es nicht so in seiner Steuererklärung ansetzen. Er macht da ja auch alle Kosten geltend, auch das Gehalt von seinem Hausmeister. Wenn er das aus seiner Hosentasche zahlen möchte, nur zu, aber nicht im Rahmen eines Gewerbes.
 
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