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Der Politikthread

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Uff ... keine Zeit den Quatsch von Cyber auseinander zunehmen.



Nur mal soviel: Es geht ja nicht darum den Arbeitnehmer am anderem Ende der Welt vorzuschreiben welche Art von Arbeit er annehmen muss (du räumst das argumentativ immer von unten auf), sondern dem Arbeitgeber und den Konzernen Vorschriften und Regelungen für faire bezahlung und faire Arbeitsbedingungen aufzuzwingen und andernfalls hart zu sanktionieren (wenn es sich dabei schon um ein milliardenschweres westliches Unternehmen handelt).

Okay...Quatsch ... - da bist du ja und v.a. St.Mingo Experte drin...:ugly:

Dein Vorschlag ist doch pure Träumerei! Das ist in der Realität doch überhaupt nicht umsetzbar!
 
So kann man das Thema natürlich auch komplett entpolitisieren.
Konsumkritik schön und gut (auf mich trifft z.B. kein einziges deiner aufgeführten Beispiele zu), aber mit dieser Argumentation liefert man doch nur den Persilschein zur politischen Untätigkeit. Das individuelle Kaufverhalten einer einzelnen Person ist die kleinste Stellschraube in einer riesigen, knarzenden Maschine, aber anstatt große Hebel umzulegen soll es die kleine Stellschraube sein, die es schafft ein historisch gewachsenes, Machtpositionen festigendes System zu reformieren? Viel Glück damit.
Man kann als Einzelperson versuchen, sich aus bestimmten Abläufen des Systems herauszuziehen, man kann vielleicht sogar einen auf Öff Öff machen (wer kennt ihn noch?) und ein Aussteigerleben führen. Dann hat man aber genau das gemacht: man steigt (vermeintlich) aus einem System aus, das dein Ausstieg aber nicht mal im Geringsten tangiert. Dadurch wird der Kapitalismus nicht besiegt, dadurch wird der Kapitalismus nicht mal im Ansatz irgendwie berührt, im Gegenteil: selbst Aussteigerleben werden am Ende doch noch der kapitalistischen Verwertungslogik unterworfen, einen Öff Öff kennt man ja nur deshalb, weil sein Lebensentwurf fürs Fernsehen konsumierbar gemacht wurde und dann als ulkiger Gegenentwurf herhalten durfte, den man in keinem Fall fürs eigene Leben anstrebt.

Es kann jeder gerne glauben, dass das Kernproblem der klaffenden Kluft zwischen arm und reich das individuelle Konsumverhalten ist und wir es nur schaffen müssen, Milliarden von Menschen ins Gewissen zu reden ihren Konsum zu überdenken. Dann kann man ja mal überlegen, wie realistisch dies ist.

Und da gehe ich noch nicht mal darauf ein, dass du für den "Realwert" offensichtlich ausbeuterische Produktionsverhältnisse ausklammerst; denn 100€ für Sportschuhe wäre nicht wirklich ein unsittlicher Preis, wenn man in der gesamten Produktionskette gerechte Löhne, klimafreundliche Produktion/Transport und menschliche Arbeitsbedingungen voraussetzt.

Ich glaube, du hast meinen Beitrag falsch verstanden. Keine Ahnung, wie du darauf kommst, dass ich das Thema entpolitisieren möchte. Natürlich sind Bundes- bzw. Europaregierung in der Verantwortung, für gerechte Steuerzahlungen von Einzelpersonen und auch Unternehmen zu sorgen, geeignete soziale Verhältnisse zu schaffen, für gerechte Lohnzahlungen zu sorgen...
Natürlich ist das Konsumverhalten AUCH ein Teil für die Situation mit den Reichen. Daher finde ich es hier im Forum von einigen Personen durchaus heuchlerisch nach dem Staat zu rufen, aber fleißig den Konsum von überteuerten Produkten zu propagandieren. Die Millardengewinne von z.B. Apple oder VW zeigen das doch ganz deutlich. Ist wie mit den E-Autos, nur weil man eins fährt, lebt man nicht nachhaltig, kann das aber nach außen schön verkaufen. Das trägt aber nur einen geringen Teil bei.
Dein stumpfes Kapitalismus-Bashing ist aber unangebracht, weil es aktuell keine andere geeignete Gesellschaftsform gibt. Sozialismus ist gescheitert und ich will diesen Scheiß auch nie wieder haben. Hast du ein Konzept für eine bessere Gesellschaftsform? Das meine ich auch nicht als Angriff, sondern mich interessieren die Ideen, wenn du sie denn hast. Soziale Marktwirtschaft kann man durchaus wieder erreichen, wenn der Wille da ist.
 
Okay...Quatsch ... - da bist du ja und v.a. St.Mingo Experte drin...:ugly:

Dein Vorschlag ist doch pure Träumerei! Das ist in der Realität doch überhaupt nicht umsetzbar!


So wie die Kinderarbeit und Sklaverei abzuschaffen. Zum glück haben wir es nie versucht.
Weil die Welt ist halt so... und daran etwas zu ändern ist einfach nicht machbar.
- Sprach der Mann aus dem 18. Jahrhundert
 
So wie die Kinderarbeit und Sklaverei abzuschaffen. Zum glück haben wir es nie versucht.
Weil die Welt ist halt so... und daran etwas zu ändern ist einfach nicht machbar.
- Sprach der Mann aus dem 18. Jahrhundert

Super Vergleich - NICHT!
Hat zwar nichts mit dem was ich geschrieben habe zu tun - aber wenn einem sonst nicht mehr einfällt...
 
Du bist halt ein "Träumer" ;) Ich übrigens auch - ich kann jedoch die Realität auch wahrnehmen und bewältigen :p
Ich hab wirklich keinen blassen Schimmer, wie du aus meinem Beitrag zu diesem Urteil kommst. Weil ich habe genau das Gegenteil gesagt: dass es ein Wunschtraum ist auf einer Konsumebene dem zu begegnen, was der Kapitalismus mit seinen Zwängen, Aufforderungen, Verheißungen etc. als systemischen Rahmen anbietet, innerhalb dessen sich das vollzieht, was uns als Gesellschaft formt.

Alles, wirklich alles, was du in deinem Beitrag schreibst hat nichts mit dem zu tun, was ich geschrieben habe.
 
Dein stumpfes Kapitalismus-Bashing ist aber unangebracht, weil es aktuell keine andere geeignete Gesellschaftsform gibt. Sozialismus ist gescheitert und ich will diesen Scheiß auch nie wieder haben. Hast du ein Konzept für eine bessere Gesellschaftsform? Das meine ich auch nicht als Angriff, sondern mich interessieren die Ideen, wenn du sie denn hast. Soziale Marktwirtschaft kann man durchaus wieder erreichen, wenn der Wille da ist.


Wieso das immer an einem Systemwechsel fest machen.
Wir haben alle Hebel und Stellschrauben die es dafür braucht, man muss halt einfach nur die Hebel auf mehr Sozial und Gerecht umlegen (in unserer Sozialen-Marktwirtschaft).


Diese "Geht nicht Mentalität" ist einfach ermüdend und die billigste aller billigen Ausreden.

Edit: Bei der Kapitalismus Kritik geht es den meisten auch gar nicht darum den Kapitalismus zu überwinden / zu ersetzen, sondern einfach die Fehler des Systems aufzuzeigen um entsprechende Hebel umzusetzen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich hab wirklich keinen blassen Schimmer, wie du aus meinem Beitrag zu diesem Urteil kommst. Weil ich habe genau das Gegenteil gesagt: dass es ein Wunschtraum ist auf einer Konsumebene dem zu begegnen, was der Kapitalismus mit seinen Zwängen, Aufforderungen, Verheißungen etc. als systemischer Rahmen bietet.

Alles, wirklich alles, was du in deinem Beitrag schreibst hat nichts mit dem zu tun, was ich geschrieben habe.

Das tut mir dann wirklich leid für dich das du es nicht verstehst...
 
Wieso das immer an einem Systemwechsel fest machen.
Wir haben alle Hebel und Stellschrauben die es dafür braucht, man muss halt einfach nur die Hebel auf mehr Sozial und Gerecht umlegen (in unserer Sozialen-Marktwirtschaft).


Diese "Geht nicht Mentalität" ist einfach ermüdend und die billigste aller billigen Ausreden.

Ermüdend sind die ganzen Weltverbesserungstheorien ohne irgendwelche in der Realität umsetzbaren Lösungen!
 
Nein, Teil des Jobs. Wer das nicht erkennt ... naja.

Wenn Du nicht erkennst, daß Bundestagsabgeordnete für ihren Job auch angemessen ausgestattet sein müssen, dann kann ich Dir auch nicht weiterhelfen. Wobei man ja ggf. auch wissen könnte, daß die Bahn komplett im Staatsbesitz ist, das Ticket kostet den Steuerzahler also faktisch ... nichts. Und jetzt? Btw., meine AN kriegen von mir auch ihr Jobticket, wie viele Andere auch.

Sie dürfen das Bahnticket seit 2012 auch unbegrenzt zu Privatzwecken ohne Einschränkungen nutzen. Das ist das ansich nicht mehr "Teil des Jobs". Sowas passiert dann z.B:

"Der designierte Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbrück, nutzte für seine Nebenverdienste als Redner auch die ihm als Bundestagsabgeordneten zustehende Bahn-Netzkarte erster Klasse. Steinbrücks Sprecher Michael Donnermeyer bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung. Donnermeyer erklärte weiter, Steinbrück habe seinen Auftraggebern keine Reisekosten in Rechnung gestellt, wenn er mit der Bahn zu den Vortragsorten gefahren sei."
 
Naja, wenn ich von meinem AG das Bahn- oder Jobticket gestellt bekomme, dann darf ich das auch unbegrenzt privat nutzen....

Genauso wie ich meinen Dienstwagen (inkl. Tankkarte, also Benzin für mich kostenlos) unbegrenzt privat nutzen darf. Auch wenn wir übernächste Woche mit der Karre nach Kärnten in Urlaub fahren, zahl ich da keinen cent Benzin. (ist aber natürlich ein geldwerter Vorteil, daher kostet mich das Auto so um die 400 € pro Monat, was ich weniger an Netto hab; aber ich hab auch keine Ahnung, ob MdBs diese Dinge als geldwerter Vorteil irgendwie doch steurlich geltend machen müssen)

Das ist doch alles wie bei jedem AN, wenn man solche Dinge vom AG gestellt bekommt...
 
Wieso das immer an einem Systemwechsel fest machen.
Wir haben alle Hebel und Stellschrauben die es dafür braucht, man muss halt einfach nur die Hebel auf mehr Sozial und Gerecht umlegen (in unserer Sozialen-Marktwirtschaft).


Diese "Geht nicht Mentalität" ist einfach ermüdend und die billigste aller billigen Ausreden.

Edit: Bei der Kapitalismus Kritik geht es den meisten auch gar nicht darum den Kapitalismus zu überwinden / zu ersetzen, sondern einfach die Fehler des Systems aufzuzeigen um entsprechende Hebel umzusetzen.

:?
Keine Ahnung, ob du falsch zitiert hast, aber genau das habe ich doch geschrieben. Wo habe ich denn was von "geht nicht" geschrieben. Mingo ist derjenige, der hier mit seinem immer gleichen Antigesellschaftsphrasen um die Ecke kommt. Wenn es jemanden so sehr belastet und man geniale Ideen hat, um die Gesellschaft zu verändern, warum geht man nicht in die Politik!?
Ich finde es einfach nur noch langweilig, wie einige hier aus ihrer Blase heraus nur ihre Sicht der Dinge krampfhaft verteidigen und die Meinung anderer als Unsinn abtun. Das betrifft beide Seiten der Meinungsparteien.
Nochmal, ich bin auch für gerechte soziale Bedingungen!
 
Apple = die 2 Steves
Google = Larry & Sergey
MS = Bill & Paul
Amazon = Jeff
Ebay= Pierre

und noch einige mehr....
Naja, wenn ich mir mal die Top Ten der Forbes-Liste ansehe, dann hat da nur Nr. 10 die Firma von seinem Vater geerbt. Die Anderen haben sich das selbst erschaffen. Okay, die waren keine Tellerwäscher und eine Reihe von den haben auch studieren können, aber die sind heute auch keine Millionäre sondern Multi-Milliardäre. Also ... gehen tut das schon noch.

Ich sage nicht, dass viele nicht ein florierendes Unternehmen aufgebaut haben, aus dem Nichts ist kaum einer gestartet (wie cale ja erwähnt).
Ein Bezos, der ja immer gerne mit dem Start in der Garage kokettiert hat alleine von seinen Eltern 300.000 Startkapital bekommen.
Klar, im Vergleich zu seinem heutigen Reichtum "nichts", aber das sind auch nur öffentlich bekannte Zahlen.
Sicherlich gehört dazu am Ende dann auch Fleiß und Glück.
 
So wie bei jedem AN, bei dem der Arbeitgeber die Kosten trägt?

Naja, wenn ich von meinem AG das Bahn- oder Jobticket gestellt bekomme, dann darf ich das auch unbegrenzt privat nutzen....
Genauso wie ich meinen Dienstwagen (inkl. Tankkarte, also Benzin für mich kostenlos) unbegrenzt privat nutzen darf. Auch wenn wir übernächste Woche mit der Karre nach Kärnten in Urlaub fahren, zahl ich da keinen cent Benzin. (ist aber natürlich ein geldwerter Vorteil, daher kostet mich das Auto so um die 400 € pro Monat, was ich weniger an Netto hab; aber ich hab auch keine Ahnung, ob MdBs diese Dinge als geldwerter Vorteil irgendwie doch steurlich geltend machen müssen)
Das ist doch alles wie bei jedem AN, wenn man solche Dinge vom AG gestellt bekommt...

Mein Vater darf sein Firmenauto nicht privat nutzen.
 
Mingo ist derjenige, der hier mit seinem immer gleichen Antigesellschaftsphrasen um die Ecke kommt.
"Antigesellschaftsphrasen", "Kapitalismus-Bashing", "Weltverbesserungsphantasien"...
Was lest ihr bitte für Beiträge? Oder besser gesagt: was fantasiert ihr denn bitte in Beiträge hinein?
Ich habe in erster Linie einfach beschrieben. Dass die Schere zwischen arm und reich auseinandergeht ist einfach eine Tatsache. Dass Kapitalismus quasi notwendigerweise dazu führt, dass Vermögen angehäuft wird (weil kapitalistische Verwertungslogik auf die Wertsteigerung eines Produktes abzielt), ist einfach nur eine Feststellung.
Dass Mehrwert in kapitalistischer Produktion durch Ausbeutung von Mensch und/oder Natur gewonnen wird, ist zunächst mal überhaupt nicht wertend.
Ich finde es aber gut, dass es Mingos und Cyrons Standpunkt gibt. Der Versuch etwas zu verbessern ist immer gut. Ich bin zwar nicht ihrer Meinung und glaube auch nicht, dass das realistisch ist, aber diskutieren sollte man drüber.
Danke dafür.
 
Was aber eher die Ausnahme ist... Ich kenne niemand mit Dienstwagen, der nicht auch inkl. Tankkarte zur privaten Nutzung zur Verfügung gestellt wird.

Rein aus Versicherungsgründen kenne ich keinen der das (einfach so) darf.
Bei Bahn-Karten was anderes.
 
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