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Der Politikthread (2 Betrachter)

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Man sollte nicht vergessen dass Putin mit seines gleichen umgeben ist. Er alleine wäre niemals dort wo er ist wenn er nicht von Leuten umgeben wäre die genauso denken wie er. So würde sich keine autokratie/Diktatur halten geschweige denn bilden.

Das gilt aber für alle Autokraten und Diktatoren. Das gilt so lange, bis es nicht mehr gilt. Das geht dann oftmals sehr unerwartet und schnell, weil es in solchen Systemen nur unter der Oberfläche brodeln kann, bis es irgendwann ausbricht und sich nicht lange ankündigt. Ich erwarte es aber auch nicht. Ich glaube vor einer Zeit nach einem Sturz Putins hätte ich vermutlich sogar noch mehr Sorgen als jetzt.
 
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Liest Du auch, was ich schreibe? Ich halte Putin doch nicht für das unschuldige Muttersöhnchen.
Ich verschiebe nur einen Teil der Verantwortung in Richtung Westen, weil sich gerade die Amerkaner davon defintiv nicht freisprechen können. Das hat der diffenzierte Verlauf der letzten 30 Jahre nach meiner Wahrnehmung gezeigt.

Ne, wie Leo schon sagt, das ist einfach was ganz anderes.

Du kannst dem Westen ne Mitschuld geben dafür, dass es zwischen Westen und Russland nicht gut läuft.

Aber das Elend, das wir jetzt beobachten müssen, der Krieg in der Ukraine, der Einmarsch russischer Soldaten ist einfach ne ganz andere Baustelle und separat zu betrachten. Das geht komplett eigenverantwortlich auf die Kappe Russlands (Putins).
 
Meiner Meinung nach werden wir Russland Zugeständnisse machen müssen. Anders wird sich das ganze Vorerst nicht beenden lassen.
Und warum? Weil Russland in dem Punkt leider gewonnen hat. Die Ukraine wird das Bauernopfer dabei sein, die man am Ende opfern wird und leider wohl auch opfern muss.
Klingt jetzt ziemlich hart, aber warum sehe ich das so!?

Weil der Westen es leider die letzten Jahre verbaselt hat geschlossen gegen Russland vorzugehen. Dass Putin die Ukraine in der Form nun angreift, ist leider keine große Überraschung, wenn man das die letzten Jahre verfolgt hat.
Genau so wird Russland jetzt auch ohne Zugeständnisse den Krieg nicht beenden, bis sie die Ukraine haben.

Was ist also die Alternative? Die Sanktionen sind Putin erstmal egal. Der zieht es durch.
Würde man jetzt direkt in den Konflikt eingreifen, dann haben wir den dritten Weltkrieg. Die Weltwirtschaft sackt auch gerade immer mehr ab und ab - das wird auch nicht besser, so lange der Krieg und die Drohungen anhalten.

Am Ende wird man Russland Zugeständnisse machen, weil sie JETZT in der besseren Position sind.
Plan muss sein, die Grenzen zu stärken, das Land weiter durch Sanktionen zu isolieren und zu beobachten, wie aus der Ukraine vermutlich ein zweites Afghanistan wird.

Das mag alles hart klingen, ist aber in meinen Augen vermutlich leider die einzige Lösung. Ich glaube die Zeit würde hier eher gegen Russland spielen - leider wird man das aussitzen müssen.
 
Sehr interessante Doku wieder mal bei ARTE:

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Am 31. Dezember 1999 verkündete der damalige Präsident Russlands, Boris Jelzin, seinen Rücktritt. Sein Nachfolger laut Verfassung: Ministerpräsident Wladimir Putin. Filmemacher Vitaly Mansky begleitete dessen Aufstieg mit der Kamera – und zeigt lange unveröffentlichtes Material. Ein spektakulärer Einblick ins Zentrum der Macht, der an Aktualität nichts verloren hat.

Am letzten Tag des Jahrtausends, am 31. Dezember 1999, verkündet Präsident Boris Jelzin dem russischen Volk seinen Rücktritt. Sein Nachfolger entsprechend der Verfassung: der damals noch weitgehend unbekannte Ministerpräsident Wladimir Wladimirowitsch Putin. Filmemacher Vitaly Mansky arbeitete zu dem Zeitpunkt für einen staatlichen Fernsehsender und hatte uneingeschränkten Zugang zu Jelzin, Putin und den inneren Zirkeln der russischen Führung. Zusätzlich zu den Bildern, die sein Kameramann gedreht hat, hat Mansky selbst viele Szenen mit einer eigenen tragbaren Kamera begleitet. So zum Beispiel, als Jelzin im Kreise seiner Familie die Ergebnisse der Wahlen am 26. März 2000 verfolgt, die Putin mit 53 Prozent als Präsidenten der Russischen Föderation bestätigen. Mansky drehte die Vorbereitungen von Putins Team zur ersten TV-Ansprache sowie Vieraugengespräche im Kreml, in denen Putin dem Filmemacher Einblick in sein Verständnis von Macht und Führung gewährte. Die Beobachtungen dieser politischen Wendezeit verwebt der Regisseur mit Aufnahmen aus seinem eigenen Familien-Umfeld. Mittlerweile lebt Mansky im lettischen Riga im Exil und liefert mit dem Dokumentarfilm „Putins Zeugen“ einmalige und intime Einsichten in die Geschehnisse rund um Putins Machtübernahme, die niemand so bislang gesehen hat. Er begleitet gleichzeitig die entscheidende Phase des Übergangs zwischen dem Zerfall der Sowjetunion und der Jahrtausendwende. Die Protagonisten des Films: Boris Jelzin, Michael Gorbatschow und Wladimir Putin sowie damals einflussreiche politische Weggefährten und die russische Nation, die – wie der Filmemacher selbst – Zeuge ihres eigenen Schicksals wurde.

Dokumentarfilm von Vitaly Mansky (CH 2018, 95 Min)
 
Glaube nicht, dass das ein zweites Afghanistan wird. Das sind junge Demokraten, die ihr Land verteidigen und keine Radikalen, die eh nix anderes gelernt haben als Krieg zu führen. Die verlassen ihr Land und werden aus dem Ausland weitermachen.
 
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Meiner Meinung nach werden wir Russland Zugeständnisse machen müssen. Anders wird sich das ganze Vorerst nicht beenden lassen.
Und warum? Weil Russland in dem Punkt leider gewonnen hat. Die Ukraine wird das Bauernopfer dabei sein, die man am Ende opfern wird und leider wohl auch opfern muss.
Klingt jetzt ziemlich hart, aber warum sehe ich das so!?

Weil der Westen es leider die letzten Jahre verbaselt hat geschlossen gegen Russland vorzugehen. Dass Putin die Ukraine in der Form nun angreift, ist leider keine große Überraschung, wenn man das die letzten Jahre verfolgt hat.
Genau so wird Russland jetzt auch ohne Zugeständnisse den Krieg nicht beenden, bis sie die Ukraine haben.

Was ist also die Alternative? Die Sanktionen sind Putin erstmal egal. Der zieht es durch.
Würde man jetzt direkt in den Konflikt eingreifen, dann haben wir den dritten Weltkrieg. Die Weltwirtschaft sackt auch gerade immer mehr ab und ab - das wird auch nicht besser, so lange der Krieg und die Drohungen anhalten.

Am Ende wird man Russland Zugeständnisse machen, weil sie JETZT in der besseren Position sind.
Plan muss sein, die Grenzen zu stärken, das Land weiter durch Sanktionen zu isolieren und zu beobachten, wie aus der Ukraine vermutlich ein zweites Afghanistan wird.

Das mag alles hart klingen, ist aber in meinen Augen vermutlich leider die einzige Lösung. Ich glaube die Zeit würde hier eher gegen Russland spielen - leider wird man das aussitzen müssen.


Wo und was hat Russland denn gewonnen? Die haben gar nichts gewonnen. Den Krieg bekommen sie momentan nicht hin, während die Ukraine massive militärische Hilfen vom Western bekommt, sprich denen wird das Equipment erstmal nicht ausgehen.

Gleichzeitig stürzt die russische Wirtschaft gerade ins Bodenlose.

Das ganze ist ein vollkommenes Desaster für Russland.
 
Wo und was hat Russland denn gewonnen? Die haben gar nichts gewonnen. Den Krieg bekommen sie momentan nicht hin, während die Ukraine massive militärische Hilfen vom Western bekommt, sprich denen wird das Equipment erstmal nicht ausgehen.

Gleichzeitig stürzt die russische Wirtschaft gerade ins Bodenlose.

Das ganze ist ein vollkommenes Desaster für Russland.

Und denkst du, dass das Putin juckt? Der wird nicht aufgeben, bis er die Ukraine hat. Ohne Sieg in der Ukraine wird er "daheim" über kurz oder lang etliche Probleme bekommen.
Keine Frage, dass das ganze so oder so ein Desaster für Russland ist - die Frage ist nur, was die Antwort darauf sein wird.
 
Und denkst du, dass das Putin juckt? Der wird nicht aufgeben, bis er die Ukraine hat. Ohne Sieg in der Ukraine wird er "daheim" über kurz oder lang etliche Probleme bekommen.
Keine Frage, dass das ganze so oder so ein Desaster für Russland ist - die Frage ist nur, was die Antwort darauf sein wird.

Das war nicht der Punkt. Meine Frage war wo und was Russland gewonnen hat.
 
WENN sie die Ukraine einnehmen und entmilitarisieren, dann wäre das etwas, was Putin in seinem Narrativ als Erfolg verbuchen kann.

Sorry, kapiere ich nicht.

Es ging mir um den fettmarkierten Satz:

Meiner Meinung nach werden wir Russland Zugeständnisse machen müssen. Anders wird sich das ganze Vorerst nicht beenden lassen.
Und warum? Weil Russland in dem Punkt leider gewonnen hat. Die Ukraine wird das Bauernopfer dabei sein, die man am Ende opfern wird und leider wohl auch opfern muss.
Klingt jetzt ziemlich hart, aber warum sehe ich das so!?


Deine Argumentation beruht u.a. darauf, dass Russland "in dem Punkt leider gewonnen hat." Keine Ahnung, welcher Punkt das ist, das ist ja meine Frage. Vergangenheitsform, schon passiert. In irgend einem Punkt soll Russland also bereits gewonnen haben. Nur in welchem?
 
Sorry, kapiere ich nicht.

Es ging mir um den fettmarkierten Satz:




Deine Argumentation beruht u.a. darauf, dass Russland "in dem Punkt leider gewonnen hat." Keine Ahnung, welcher Punkt das ist, das ist ja meine Frage. Vergangenheitsform, schon passiert. In irgend einem Punkt soll Russland also bereits gewonnen haben. Nur in welchem?


Ok, dann falsch ausgedrückt. Was ich damit ausdrücken wollte: Dass der Westen für die aktuelle Lage nicht vorbereitet war und die letzten Jahre zu viel zugelassen hat. Das hat Russland ausgenutzt und bringt sie aktuell in einen gewissen Vorteil, dass man hier etwas machtlos ist - ohne jetzt einen globalen Krieg zu riskieren. Das meinte ich damit.
 
Glaube nicht, dass das ein zweites Afghanistan wird. Das sind junge Demokraten, die ihr Land verteidigen und keine Radikalen, die eh nix anderes gelernt haben als Krieg zu führen. Die verlassen ihr Land und werden aus dem Ausland weitermachen.

Das mag für größere Teile der Bevölkerung zutreffen, jedoch sollte man sich nicht der Illusion hingeben, dass es in der Ukraine keine rechtsextremen Nationalisten gäbe. Die sind ja in den vergangenen 10 Jahren immer wieder in großer Stückzahl aufgetreten und haben auch offen ihre Sympathien mit Nazis und dem Dritten Reich zur Schau gestellt.

Sie sind nach wie vor auch sehr aktiv, was natürlich indirekt auch Putins Argumenten der De-Nazifizierung leider in die Hände spielt. Siehe z.B. https://apnews.com/article/europe-russia-ukraine-army-world-war-ii-b02c64cf0b3f7cb81c7ddfa12af68217 oder auch früher hier https://www.daserste.de/information.../weltspiegel-dierechten-vom-09032014-100.html
 
Zuletzt bearbeitet:
Weil ich immer wieder lese: für Russland ist das alles ein Desaster usw.

Natürlich verläuft der Krieg wohl nicht so, wie sich das Putin gewünscht hat aber wenn ich mir die Landgewinne so ansehe, dann hat Russland leider schon einiges besetzt. Die Ukraine ist irre groß, auf der Karte sehen die besetzten Gebiete dann immer sehr klein aus, sind sie aber nicht.
 
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