Ich bin leider auch wieder Solo.
Insgesamt ist das voll schade. Ich mochte die Frau echt, und dass sie Schluss mit mir gemacht hat, für mich aus heiterem Himmel, ist schon schmerzhaft. Ich habe es echt nicht kommen sehen.
Wir waren jetzt auch noch nicht sooo~ lange zusammen, aber imo haben wir uns richtig gut verstanden. Wir haben sehr viel zusammen unternommen, sehr viel Quality-Time gehabt. Es war unkompliziert und absolut stressfrei. Sie kam auch super mit meinem Hund klar, zockte selber auch mit, war zudem auch sehr eigenständig und absolut pflegeleicht. Klar, es war nicht alles perfekt, aber das war jetzt, für mich, kein größeres Problem. Niemand ist perfekt.
Rückwirkend muss ich es leider so sehen: Sie war arbeitslos, als ich sie kennen gelernt hatte, d.h. sie hatte genug Zeit für sich, ihre Hobbies, ihre sozialen Kontakte und eben auch die Beziehung. Ich weiß nicht, ob sie schon viele längerfristige Beziehungen hatte, aber solange sie kein Zeitproblem hatte, musste sie auch nicht priorisieren oder sich einschränken.
Ich denke, ihre Probleme begannen, als sie wusste, dass sie zum Tag X wieder einen festen Job antreten würde. Und mit dem Zeitproblem folgte ein Priorisieurngsproblem.
Sie beklagte schlussendlich zum Beispiel, dass wir nicht genug gemeinsame Interessen hätten. Sie ein schlechtes Gewissen habe, wenn sie ihren Hobbies nachgehe und mich also nicht trifft und man sich, nach der Anfangszeit, auch gar nicht so viel zu erzählen habe. Das sind alles Sachverhalte, die wir noch nie vorher problematisiert hatten.
Nunja, bitter ist für mich zum einen a) dass es für mich alles lösbare Probleme sind, wenn man sich denn zusammen hinsetzt und einen Plan macht und b) sie mein Angebot leider auch nie angenommen hat, frühzeitig und nicht kurz vor den ersten Trennungsgefühlen über Probleme zu sprechen, so dass man das proaktiv und nicht reaktionär angehen muss. Ich hab doch ein offenes Ohr für die Bedürfnisse des anderen! Ich konnte ihr irgendwie nicht vermitteln, dass das mit mir geht. Sie ist sicher auch der Überzeugung, dass man entweder zueinander passt, oder eben nicht. Da sind wir vielleicht grundverschieden.
Ich bin mir sicher, dass wir es geschafft hätten, die richtige Balance zu finden: Ich mit meinem Anspruch sie 1-2 Mal sie Woche zu sehen (Ansonsten muss ich ja keine Beziehung führen) und für sie, dass sie viel Zeit bekommt, um sich an ihren Job zu gewöhnen und ihren Interessen nachzugehen.
Leider wollte sie sich, aus meiner Sicht, auf keinerlei Kompromiss einlassen und sich auch nicht weiter auf die Beziehung, die wohl eher störend, als erfüllend zu diesem Zeitpunkt wirkte, einlassen. Es ist auch schwierig für den Partner, wenn er das Memo nicht erhält. Sie sagte zwar vor einer Woche, dass sie nervös wäre, weil sie nicht weiß, wie sich das entwickelt, wenn man einen Job integrieren muss. Aber ich hatte das eigentlich ganz locker genommen und ihr auch versichert, dass ich ihr alle Zeit der Welt gönne, um sich da reinzufuchsen. Sie solle sich doch einfach melden, wenn sie sich die Zeit nehmen kann, ich wollte sie absichtlich nicht auf etwas festlegen.
Geholfen hat es leider nicht. Aus meiner Sicht gab es aber auch gar keine Zeit, dass wirklich ein Problem hätte entstehen können. Am Montag war ihr erster Tag, am Donnerstag hat sie sich von mir getrennt! Gesehen hatte ich sie am Dienstag. Das Wochenende vorher, waren wir verabredet. Das hatte sie abgesagt, und den Dienstag selbst vorgeschlagen.
Ich hab ihr noch angboten die Sache einfach ruhiger angehen zu können, so dass sie sich da keinen unnötigen Druck aufbauen muss, aber darauf kam dann keine Reaktion mehr. Ich denke auch nicht, dass eine kommt. Jedenfalls, habe ich alles unternommen, um die Sache noch konstruktiv zu lösen: Vorschläge gemacht, welche gemeinsamen Hobbies man noch ausprobieren kann, beschrieben, was mir an der Kommunikation schwierig fällt (zum Beispiel, dass sie mich aus einigen ihrer Lebensbereiche ausschließt, aber auch keine neuen ausprobieren möchte) etc etc. An meiner Bereitschaft scheiterte es mit Sicherheit nicht.
Vielleicht war ich emotional auch wesentlich mehr commited, als sie es jemals gewesen ist, jedenfalls fiel es ihr ja augenscheinlich relativ leicht, in einem Zeitrahmen von 2 Wochen sich davon zu lösen und die Sache für sich abzuhaken. Das wundert mich. Wenn es so gut und, aus meiner Perspektive gesehen, auch innig von statten geht, kann man da alle Gefühle da in zwei Wochen abtöten? Ich wundere mich schon, ob sie noch darüber nachdenkt, oder es verdrängt hat und mit ihren Gedanken schon wieder komplett auf die Zukunft ausgerichtet ist? Vielleicht hat sie ja auch einfach einen kennengelernt, der noch besser zu ihr passte, weswegen sie mich nur noch als lästig empfand? Ich werde es nicht erfahren.
Ich steh jetz ein wenig im Regen, weil ich auch weiß, dass der Großteil der Frauen da draußen nicht wirklich zu meinen Bedürfnissen passt. Und wieder von vorne anfangen, daten, kennenlernen, Alltag aufbauen....es ist anstrengend. Ich glaube, ich bin da momentan, durch meine schlechten Erfahrungen, auch aus dem letzten Jahr, wo eine langjährige Beziehung kaputt gegangen ist, einfach ausgebrannt.