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Coronavirus / Covid-19

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich will ja auch hoffen das es sich so bewahrheitet. Das sich dinge wie Lockdowns ausschließlich auf die Pandemie beziehen und man nicht aus der gesellschaftlichen Akzeptanz versucht auszureizen inwieweit sich Rechte noch einschränken lassen.

Sorgen machen mir, abseits von der Wirksamkeit, eigentlich in erster Linie nur zwei sachen:

1. Die schon erwähnte gesellschaftliche Akzeptanz. Was muss passieren damit eine Gesellschaft Lockdowns akzeptiert oder sogar fordert? Wie kann sowas gesteuert und ausgenutzt werden? Lassen sich über so etwas politische Aufruhe lenken etc. . Ich meine, woher kommt die Akzeptanz und der Wille zu einem Lockdown? Aus wissenschaftlicher Unterfütterung kann es ja nicht kommen, da müssen also andere Mechanismen in der Gesellschaft greifen.

2. Der Diskurs wenn die Akzeptanz kippt. Man merkt es hier aber auch medial, Großteils heißt es "wenn der 2. lockdown kommt, was macht das mit der Wirtschaft?" Nicht die Menschenrechte, nicht die Gesellschaft, nicht die Gesundheit, die Wirtschaft ist erst mal die große Frage. Ich find das super weird und gruselig. :ugly:

Findest du? Ich mein, ich persönlich wäre emotional deutlich mehr gestresst wenn ich meinen Job verliere oder Gefahr laufe meinen Job zu verlieren als durch die Angst vor einer Ansteckung mit Corona. Mag bei anderen anders sein, gerade wenn sie zur Risikogruppe gehören. Das soll jetzt nicht das eine gegen das andere ausspielen, aber ich finde eher den Gedanken dem einen alles andere unterzuordnen gruselig (egal in welche Richtung). Und was das mit Gesellschaft und Gesundheit macht steht dann ja auch in direktem Zusammenhang.
 
Jupp, Joberlust wäre bei mir tatsächlich auch höher als ein Infekt. Traurig, aber Infekt kann so oder so ausgehen. Wirtschaft am Boden beliebt dann erstmal.
 
Schon auch traurig irgendwie, wenn es für den Menschen mehr psychischen Stress bedeutet, den Job zu verlieren, als an einer potentiell tödlichen Krankheit zu erkanken.

Wenn wir Zahlen hätten wie bei der spanischen Grippe (und die damalige medizinische Versorgung) würde es vermutlich anders aussehen, aber ich lebe lieber mit Dingen, die man (halbwegs) beeinflussen kann, als mir Sorgen über Dinge zu machen, die ich eh nicht beeinflussen kann. Ich schütze mich bestmöglich vor einer Ansteckung, aber passieren kann es trotzdem, und wenn es beim Einkaufen ist. Außerdem gehöre ich - abgesehen davon dass ich männlich bin - in keinem Bereich zur Risikogruppe. Also ja, ich hätte mit Jobverlust eher ein Problem. Was das mit jemandem macht, der in einem Land lebt, wo man ohne sein Einkommen hungert mag man sich dann auch lieber nicht vorstellen.
 
Wird sich ja zeigen, das wird dir hier keiner beantworten können. :D


Gibt es den schon (möglichst einsehbare) Studien die aufzeigen was den nun jetzt genau gegen das exponentielle Wachstum der Ansteckungen mit Covid-19 helfen könnten? Zudem: Gibt es einfache Publikationen/Artikel die sich mit deiner eingebrachten Studie befasst haben (zum nachlesen)? Weil ich konnte die Kopie jetzt nicht ohne irgendeiner nachweißlichen Profession vom Autor autorisieren lassen.

Zuletzt nochmal zum von dir eingebrachten Thema "keinerlei Evidenz dafür das ein lockdown eine effektive Maßnahme ist".
Wenn ich jetzt als Laie auf den Wikipedia Artikel zu diesem Thema gehe, finde ich aus der Fachwelt unterschiedliche Aussagen dazu.
Unteranderem dies: https://de.wikipedia.org/wiki/Massenquarantäne#Bewertung_der_Maßnahme
Im September 2020 erschien ein Übersichtsartikel zur Wirksamkeit von Massenquarantänen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie in der Cochrane Library. Die Autoren werteten insgesamt 51 Studien aus. Sie halten die Beleglage für unsicher. Das liege daran, dass die Ergebnisse der meisten Studien stark von den Ausgangsannahmen der verwendeten mathematischen Modelle beeinflusst werden. Insgesamt zeigten die Studien übereinstimmend, dass die Quarantänemaßnahmen wirkten. Es sei aber unsicher, wie stark die Wirkung sei. Die Autoren schließen daraus, Quarantänemaßnahmen müssten frühzeitig ergriffen und mit anderen Maßnahmen kombiniert werden. Außerdem müsse die Wirkung und Notwendigkeit der Maßnahmen regelmäßig kontrolliert werden.


Ich frag mich halt wie du zu deiner felsenfesten Annahme kommst es gäbe keinerlei Evidenz zwischen Lockdown und Covid-19.
Meiner laienhaften Einsicht zum Thema liegt doch das Problem aktuell eher, dass man nicht klar sagen/unterscheiden kann welche der vielen Maßnahmen sich wie und überhaupt auf das Geschehen und Rückgang der Zahlen ausgewirkt haben und nicht, dass das alles quatsch gewesen sei.

Edit: oder geht es eher um den Kosten/Nutzen Teil der Studie, und ein Lockdown auf vielen Bereichen eher Schadet als Nutzt? Wie gesagt, kann das von dir eingebrachte Paper nicht lesen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ganz ehrlich und ich habe keinen Grund Euch hier was vorzumachen, ich habe bis jetzt nicht eine einzige Sekunde Sorge/Angst gehabt, an Covid 19 zu erkranken, warum auch?

Ich tue alles in meiner Macht stehende, so gesund wie möglich zu sein, sei es meine gesunde Ernährung, nehme Nahrungsergänzungsmittel wie Vitalstoffe, Vitamine und Mineralien, regelmäßiger Sport, Bewegung an der frischen Luft (10.000 Schritte pro Tag, mindestens vier Tage die Woche), ausreichend Schlaf und verzichte auf alles was mich Schwächen könnte.
War seid fast einen Jahrzehnt nicht einen Tag krank, nicht mal verschnupft, oder Halsweh, da kommt man gar nicht auf den Gedanken.

Vielleicht ist das auch ein Grund warum ich besonders kritisch auf den Umgang mit den Eindämmungsmaßnahmen schaue und ja vor einem Job Verlust, habe ich um Welten mehr Angst, aber noch mehr davor das alles kollabiert und ich meine angesparten Taler verliere (den da spare ich schon seid 20 Jahren dran).
 
Ganz ehrlich und ich habe keinen Grund Euch hier was vorzumachen, ich habe bis jetzt nicht eine einzige Sekunde Sorge/Angst gehabt, an Covid 19 zu erkranken, warum auch?
Man sorgt sich ja in der Regel nicht nur um sich selbst (es sei denn man ist krasser Egoist), sondern auch um andere.
Und damit meine ich nicht Mal unbedingt die direkten Angehörigen, sondern einfach um Mitmenschen.

Als Gesellschaft sollte es uns darum gehen auch die Schwächsten unter uns zu schützen, so gut und weit es eben geht.

Mein Leben ist durch die Pandemie und die Maßnahmen zu ihrer Einschränkung nicht in einem einzigen Punkt besser geworden. Mir geht alles gehörig auf die Nerven, ich leide sogar unter der Situation.

Und trotzdem sehe ich den Nutzen in den Bemühungen und bin solidarisch in meinem Verhalten.
 
Gibt es den schon (möglichst einsehbare) Studien die aufzeigen was den nun jetzt genau gegen das exponentielle Wachstum der Ansteckungen mit Covid-19 helfen könnten? Zudem: Gibt es einfache Publikationen/Artikel die sich mit deiner eingebrachten Studie befasst haben (zum nachlesen)? Weil ich konnte die Kopie jetzt nicht ohne irgendeiner nachweißlichen Profession vom Autor autorisieren lassen.

Zuletzt nochmal zum von dir eingebrachten Thema "keinerlei Evidenz dafür das ein lockdown eine effektive Maßnahme ist".
Wenn ich jetzt als Laie auf den Wikipedia Artikel zu diesem Thema gehe, finde ich aus der Fachwelt unterschiedliche Aussagen dazu.
Unteranderem dies: https://de.wikipedia.org/wiki/Massenquarantäne#Bewertung_der_Maßnahme



Ich frag mich halt wie du zu deiner felsenfesten Annahme kommst es gäbe keinerlei Evidenz zwischen Lockdown und Covid-19.
Meiner laienhaften Einsicht zum Thema liegt doch das Problem aktuell eher, dass man nicht klar sagen/unterscheiden kann welche der vielen Maßnahmen sich wie und überhaupt auf das Geschehen und Rückgang der Zahlen ausgewirkt haben und nicht, dass das alles quatsch gewesen sei.

Edit: oder geht es eher um den Kosten/Nutzen Teil der Studie, und ein Lockdown auf vielen Bereichen eher Schadet als Nutzt? Wie gesagt, kann das von dir eingebrachte Paper nicht lesen.
Tja, das ist halt das Problem mit Wikipedia. Deine Studie dreht sich um Quarantäne und nicht um Lockdowns. Die Studie belegt unter gewissen Umständen die Wirksamkeit von Quarantäne Maßnahmen. Ansonsten sagt sie aber leider genau das Gegenteil von dem was du sagen willst :ugly:

Although more comprehensive and strict prevention and control measures are more effective in containing the COVID‐19 outbreak, at some point the incremental effect of adding another restrictive measure is only minimal and must be weighed up against the unintended negative effects that accompany it, such as the social and economic consequences on communities that have been subject to extended periods of physical distancing, and other prevention and control measures, that might lead to an increase in the burden on health overall. In order to maintain the best possible balance of measures, decision makers must constantly monitor the outbreak situation and the impact of the measures implemented.
 
Darum gehts nämlich, selbst wenn man selbst keine Angst davor hat oder es einem egal ist oder nicht dran glaubt whatever - wenn man nur ein Fünkchen Respekt gegenüber seinen Mitmenschen hat trägt man die Maske über Mund und Nase und geht nicht Feiern und hält Abstand.

Und auch Master Dan kann selbst wenn er nichts merkt selbst mal ne Woche ansteckend sein.

Edit: Auf Mingos Beitrag bezogen.
 
Man sorgt sich ja in der Regel nicht nur um sich selbst (es sei denn man ist krasser Egoist), sondern auch um andere.
Und damit meine ich nicht Mal unbedingt die direkten Angehörigen, sondern einfach um Mitmenschen.

Als Gesellschaft sollte es uns darum gehen auch die Schwächsten unter uns zu schützen, so gut und weit es eben geht.

Mein Leben ist durch die Pandemie und die Maßnahmen zu ihrer Einschränkung nicht in einem einzigen Punkt besser geworden. Mir geht alles gehörig auf die Nerven, ich leide sogar unter der Situation.

Und trotzdem sehe ich den Nutzen in den Bemühungen und bin solidarisch in meinem Verhalten.

Was ein wichtiger Punkt ist wenn man bedenkt das diese Gruppen auch am meisten unter Lockdowns leiden. Daher ja der Ansatz alles verfügbare zu unternehmen und konsequent durchzusetzen und zu verfolgen weil die Gruppe sonst so oder so die Arschkarte gezogen hat.

Edit: Also lieber wenige konsequente regeln die u.U. auch bestraft werden bei nicht einhalten als den Vorschlaghammer raus zu holen.
 
Okay Lockdown ist jetzt offiziell vom Tisch... also was machen wir jetzt, wenn die Zahlen weiterhin steigen?
Wie wäre es mit einfach damit weiterleben? Bleibt einem ja nix anderes übrig oder sollen wir das komplette Leben die nächsten Monate runter fahren?

Maske zum Schutz, Abstand halten. So lange die Leute das nicht mal machen muss man auch gar nicht erst über noch härtere Maßnahmen nachdenken.
 
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