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Aktien & andere Anlagen

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Mal abwarten. Im Gegensatz zu Europa waren die USA in der Vergangenheit relativ erfolgreich darin, ihre staatlichen Eingriffe früher oder später auch wieder abzubauen. Solange die Inflation sich ähnlich wie nach 2008 auf Vermögenswerte beschränkt, kann ich damit sogar ganz gut leben. Meiner Meinung nach macht es auch keinen Sinn, sich darüber groß aufzuregen oder drüber nachzudenken. Das gleiche Problem besteht seit über einem Jahrzehnt. Und ob oder wann es kollabiert weiß auch niemand. Man kann es eh nicht ändern, sondern nur das Beste für einen selbst draus machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mal abwarten. Im Gegensatz zu Europa waren die USA in der Vergangenheit relativ erfolgreich darin, ihre staatlichen Eingriffe früher oder später auch wieder abzubauen. Solange die Inflation sich ähnlich wie nach 2008 auf Vermögenswerte beschränkt, kann ich damit sogar ganz gut leben. Meiner Meinung nach macht auch keinen Sinn, sich darüber groß aufzuregen oder drüber nachzudenken. Das gleiche Problem besteht seit über einem Jahrzehnt. Und ob oder wann es kollabiert weiß auch niemand. Man kann es eh nicht ändern, sondern nur das Beste für einen selbst draus machen.

Ich kann das leider nicht so ganz einfach sehen, bin da leider der viel zu vorsichtigere Mensch.

Um bei dem Beispiel Hertz zu bleiben, ich kann leider nicht sagen, ob die Aktien morgen genau den Wert 0 (was normal wäre) oder vielleicht sogar 10 Dollar wert sind. Wer kann das denn heute noch sagen? Dann gilt das für alles andere auch. Dann müsste man schlecht wirtschaftende Unternehmen einsteigen, da man dann hofft, das die Notenbanken (ich sprech nur über die FED, Hier ist es "noch" nicht soweit) diese Unternehmen dann mit geld zuschüttet. Also sind für mich die Notenbanken die, die alles entscheiden.
Dann sag ich nur noch "ByeBye" freier Markt. Ich werde jetzt profesioneller Lotto Spieler. Denn da gibt es nur eine bestimmte Anzahl kästchen zum ankreuzen.
 
Hertz is reine Zockerei. Hertz ist von alldem zwar das lustigste, aber auch das gewöhnlichste Beispiel. Diese Zocker und uninformierten Börsenteilnehmer hat es immer gegeben. Siehe Dotcom, siehe Wasserstoff, siehe Cannabis. Man kann Glück haben und hunderte Prozent machen oder man kann alles verlieren. Letzte Woche haben die Leute in den USA ja sogar ne chinesische Aktie gekauft, nur weil sie Fang hieß.

Solche Fälle sind aber für den Markt harmlos und nur eine Begleiterscheinung. Das größere Problem sind die oben angesprochenen Veränderungen der gesamten Rahmenbedingungen des Marktes. Aber wenn man als Anleger in Firmen oder ETFs investiert, die über lange Zeit seit jeher gut wirtschaftende Unternehmen beinhalten, dann kann man das alles relativ entspannt betrachten. Jedenfalls wenn man nicht daran glaubt, dass die Welt irgendwann untergeht. Man sollte da auch bei seiner Strategie bleiben. Ich frage mich immer - wenn der Markt oder die Fed oder was auch immer nicht so läuft wie ich denke, kann ich dann gut schlafen, wenn ich das Wertpapier in meinem Depot lasse? Wenn die Antwort ja ist, alles gut. Wenn sie nein ist hätte ich es nie kaufen sollen.
 
Deswegen habe ich keine Einzel-Aktien. Man steckt nicht in solchen Unternehmen drin, nicht mal annähernd und wenn man was mitbekommt, ist es schon zu spät. Ist was für Zocker.

Man muss aber sagen dass Wirecard spätestens seit dem KPMG Bericht kein Investment mehr war. Das war ein reines Spekulationsvehikel und wo Rauch ist, da ist meistens auch Feuer.

Da haben die Sparkassen und Volksbanken als Großanleger ja auch voll in die Scheiße gegriffen. Glaube ein Fonds der Volksbanken hatte zeitweise über 10% der Anlegergelder in Wirecard gesteckt :D.
 
Naja, vor einigen Wochen gab es in der Wirtschaftswoche einen großen Bericht zu Wirecard wo auch nochmal auf die Unklarheiten bezüglich des Treuhandkontos hingewiesen wurde. Auch gab es vor einigen Tagen die Meldung, dass der Treuhänder, der für die Konten zuständig gewesen sein soll, aus unbekannten Gründen nicht auffindbar war. Also wenn man eins und eins zusammenzählt, war schon mehr als deutlich, dass da irgendwas mehr als seltsam ist.

Der Gedanke eines Einstiegs kam mir vorhin auch mal kurz. Aber ich sehe das eigentliche Problem für Wirecard vor allem im Reputationsschaden. Solche Unternehmen leben auch vom Vertrauen, welches die Kunden in sie haben. Und dieses Vertrauen dürfte auf absehbare Zeit erstmal am Boden sein, was sich in Zukunft auch in den Geschäftszahlen wiederspiegeln wird.

Wenn überhaupt, dann als kurzfristiges Investment. Langfristig wäre ich da aktuell mehr als vorsichtig.
 
Viele haben heute sicherlich auch gelernt, dass ein Stop Loss im Ernstfall nichts wert ist. Handel wurde ja direkt wegen der starken Volatilität ausgesetzt und einige Zeit später hauts dir die Aktien dann mit -60% aus dem Depot, egal wo der Stop oberhalb der -60% vorher gesetzt wurde.
 
Das ist wirklich sowas von unfassbar. So richtig greifen kann ich das noch nicht. 1,9 Milliarden in die Bücher gezaubert......und jahrelang bei Wirtschaftsprüfern und Co durchgebracht.
 
Das ist wirklich sowas von unfassbar. So richtig greifen kann ich das noch nicht. 1,9 Milliarden in die Bücher gezaubert......und jahrelang bei Wirtschaftsprüfern und Co durchgebracht.

Das komische ist ja, dass Braun selbst vor Monaten noch privat eine Million Euro zu 85 Euro in die Aktie gesteckt hat. Glaube fast, die wussten im Konzern in Deutschland wirklich nichts und sind einfach wie Amateure verarscht worden.
 
Oder Teil der Betrugsmasche. Wenn Aufsichtsratsmitglieder und Co in das Unternehmen investieren suggeriert einem das ja schon, dass das Unternehmen wohl gut da steht. So ging es mir zumindest mit Aurelius :fp:
 
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