Wenn ich die Argumentation richtig verstehe ist der Unterschied, dass es sich bei der Polizei um eine staatliche Institution handelt. Und zwar nicht nur um irgendeine, sondern um den Arm der Exekutive, der das Gewaltmonopol des Staates ausübt.
Das ist bei anderen Gruppen nicht der Fall und ein großes und gewichtiges Differenzierungsmerkmal.
Wenn ich also "die linken Zecken" oder "die Ausländer" verallgemeinere, dann ist das unzulässig, da es sich um eine heterogene Ansammlung an Menschen mit ihren eigenen Motiven, Vorgeschichten etc handeln und dabei ungebunden vorgehen. Das geht so nicht.
Wenn ich "die Polizei" verallgemeinere, dann meine ich damit den Staatsapparat, der als Einheit handelt, der weisungsgebunden ist und der von Unzulänglichkeiten des System direkt gespeist wird.
Und wenn die womöglich einzeln handelnden Cops, die gegen Regeln verstoßen, nicht von ihren "guten" Kollegen zurückgehalten, bloßgestellt und gemeldet werden, wenn stattdessen eine gegenseitige Deckung stattfindet, die bis in die höchsten Ebenen geht, dann ist dieser Staatsapparat als Ganzen krank.
Polizist ist kein "normaler" Beruf wie Bäcker oder Programmierer. Denn nur als Polizist gebe ich mich weisungsgebunden und strafbewehrt in den Dienst der Exekutive und bekomme damit einhergehend Rechte, die weit über die eines Bürgers hinausgehen. Schon alleine damit ziehen imo Vergleiche von Polizisten mit so ziemlich allen anderen Gruppen nur bedingt.