Natürlich stecken da auch Marketinggedanken dahinter. Man sollte nur trotzdem nicht vergessen, dass Sony positives Marketing ganz sicher lieber gewesen wäre als die Situation jetzt. Man sieht auch, wie kurzfristig die Entscheidung gefallen wurde. Leicht macht man es sich als Konzern da ganz sicher nicht.
Kudos, dass man ein eindeutiges, politisches Zeichen setzt.
Die Rassisten in den USA stehen natürlich jetzt vor einem Dilemma. Können keine PS5 und keine XBOX kaufen, denn beide Konzerne stehen für die Rechte der PoC ein...
Ich finde es ein wenig seltsam, Sony (oder anderen Unternehmen) bei solchen Moves ausschließlich marketingstrategische Gründe vorzuwerfen.
Klar, es wird auch ein Grund sein, dass das Thema beherrschend ist und insb. in den USA ein Großteil der Zielgruppe momentan einfach andere Sorgen hat als eine poplige Konsole.
Aber: Auch in Unternehmen arbeiten Menschen, die Überzeugungen haben und für Dinge eintreten. Vom kleinen Hansel bis zum CEO. Und bei solchen Themen wie blacklivesmatter ist es nur logisch, dass man hier starke Überzeugungen hat und wenn man die Gelegenheit hat, durch diese persönlichen Überzeugungen auch das Unternehmen entsprechend Stellung zu beziehen, dann ist das imo legitim.
Aber auch ganz davon ab gibts imo noch einen gewichtigen Grund für die Verschiebung: Federführend für das Event ist Sony USA. Und ich gehe schwer davon aus, dass viele Sony-Mitarbeiter momentan entweder an den Protesten teilhaben, davon betroffen sind (weil z.B. die Straßen aussehen wie ein Kriegsgebiet) oder schlichtweg zur marginalisierten Gruppe gehören und einfach selbst gerade Besseres zu tun haben als eine Konsole einer Welt zu präsentieren, die momentan auf wirklich wichtige Dinge schaut und auf Verbesserungen hofft.
Ich kann es zu Null komma Null % nachvollziehen, dass kein Verständnis für die Verschiebung da ist.
An alle, die sich darüber aufregen: Überdenkt mal eure eigenen Prioritäten im Kopf und bewegt euch mal gedanklich aus eurem priviligierten Leben raus. Dann versteht ihr vllt besser, wieso es absolut richtig ist, in diesen Tagen keine neue Konsole vorzustellen.
Und zum Argument "Games sind Eskapismus". Ja, das sind sie. Und deswegen hindert niemand jemanden daran, seine zu Hause stehende Konsole anzuwerfen und zu zocken. Man kann sogar ganz normal neue Spiele kaufen!
Aber der Reveal der PS5 hat mit diesem Eskapismus wenig zu tun, sondern ist Business.