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Coronavirus / Covid-19 (2 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Krass, find ich super asozial, dass man seinen Erholungsurlaub dafür opfern muss...
Bei mir klingelt derzeit unentwegt das Telefon mit Fragen der Mandanten zur Krise und zum echten "Überleben" und da ist es immer wieder schön, wenn man solche solidarischen "Schulterschlüsse" zwischen Unternehmer und Arbeitnehmer mitbekommt.... ABER mein Urlaub ... mimimi :nein: In 90% der mir vorliegenden Fälle würde ich eher den AN als "unsozial" bezeichnen.
 
Eben noch eine Kollegin von der Post getroffen. Für Pakete muss jetzt nicht mehr unterschrieben werden. Ein Schichtsystem wurde eingeführt damit nicht mehr so viele Kollegen auf einmal im Stützpunkt sind. Desinfektionsmittel wurden jetzt auch endlich gestellt. Immerhin etwas :dhoch:
 
Bei uns im Betrieb in unserem Bereich gab es jetzt auch den ersten positiv getesteten Fall. Der ist natürlich noch mit den ganzen Symptomen arbeiten gekommen, logisch. :wand: Jetzt sind wir mal alle für die nächsten 5 Tage auf Hausarrest gestellt. Danach wird situativ entschieden wie verfahren wird. Mal gucken wann ich wieder arbeiten gehe. :?
Versteh das nicht falsch aber ist doch das beste was dir passieren kann. Wenn dein Laden wegen Corona Infektion zu macht bzw du zu Hause in Quarantäne bleiben musst bekommst volles Gehalt weiter. Nichts Kurzarbeit oder sowas.
 
Das ist ja das Problem... wieviele da draussen tragen den Virus in sich, und wissen es nicht. Wollen es auch teilweise aus Angst oder anderen Gründen nicht wissen... Und leben erstmal "normal" weiter.

Eben auf SpOn noch einen Artikel gelesen, dass simuliert die Dunkelziffer zwischen 5 und 10 vermutet wird. Das wird noch lustig...
Viele wollen es aber auch wissen und werden nicht getestet.
 
Nee, da gibt es erstmal gar nichts. Mal sehen, wie es mit den versprochenen Krediten aussieht, aber im Prinzip stehst Du ganz alleine da. Für mich ist das kein Problem, ich (und meine MA) sind da ziemlich safe, aber andere, insbesondere Solo-Warrior, stehen vor dem Nichts.

So sieht’s wohl leider aus, gehöre zu diesen. Und macht mir bald mehr Sorgen wie Corona blöd gesagt. Klar Gesundheit geht vor aber kann „lustig“ werden...
 
Bei mir klingelt derzeit unentwegt das Telefon mit Fragen der Mandanten zur Krise und zum echten "Überleben" und da ist es immer wieder schön, wenn man solche solidarischen "Schulterschlüsse" zwischen Unternehmer und Arbeitnehmer mitbekommt.... ABER mein Urlaub ... mimimi :nein: In 90% der mir vorliegenden Fälle würde ich eher den AN als "unsozial" bezeichnen.
Ich verstehe das natürlich vollkommen, dass Unternehmer Angst um die Existenz ihrer Firmen haben.
Ich sehe da auch eher den Staat in der Pflicht, den Unternehmen, die durch staatlich angeordnete Schließungen (direkt oder indirekt) betroffen sind, zu helfen.
und das imo auch nicht über Kredite (die natürlich besser sind als nichts), sondern über echte Hilfen, die das Unternehmen nicht zurückzahlen muss.

Aber solange das so ist, sehe ich das so, dass der Arbeitnehmer als schwächstes Glied dieser Kette am meisten Schutz verdient. und da gehört imo neben der Hauptsache Existenzsicherung auch dazu, dass Dinge wie der Erholungsurlaub auch weiterhin dafür - Erholung des AN - eingesetzt werden und nicht um den AG zu entlasten.

Beispiel: Bei uns im Unternehmen wurde klar kommuniziert, dass nicht darauf gepocht wird, dass jeder seine 40 Wochenstunden von zu Hause machen muss, wenn Kinder im Spiel sind. jeder soll das machen, was ihm möglich ist und unser GF vertraut darauf, dass das auch so passiert.
Wir haben des Weiteren ne Reihe studentischer Mitarbeiter, die mangels Laptop nicht von zu Hause arbeiten können. Wenn die nicht ins Büro fahren wollen oder das Büro auf Anordnung komplett geschlossen wird (momentan darf und soll jeder Home Office machen, aber wer lieber im Büro sein will, darf auch das), dann erhalten die Studenten trotzdem ihr Geld für alle in diesem Monat eingetragenen Stunden. Und ab April wird hier auch eine Lösung gesucht, dass unsere Studenten - die ja von dem Geld abhängig sind - nicht mit leeren Händen dastehen.

DAS verstehe ich unter Solidarität. Den Schwächsten in der Kette zu schützen, die sowieso durch Einschnitte im täglichen Leben Mehrbelastung haben.
Und wie gesagt: Am anderen ende der Kette sehe ich den Staat in der Pflicht, schnell und unbürokratisch echte Hilfe anzubieten für AG, die durch die Situation am Rande des Ruins stehen und nicht nur Kredite, die mittelfristig nur bedingt Linderung verschaffen.
JETZT ist die Zeit für den Staat zu zeigen, was das "sozial" in Sozialer Marktwirtschaft wirklich bedeutet. Einmalige Vorkommnisse bedürfen einmaliger Maßnahmen.
 
Bei mir klingelt derzeit unentwegt das Telefon mit Fragen der Mandanten zur Krise und zum echten "Überleben" und da ist es immer wieder schön, wenn man solche solidarischen "Schulterschlüsse" zwischen Unternehmer und Arbeitnehmer mitbekommt.... ABER mein Urlaub ... mimimi :nein: In 90% der mir vorliegenden Fälle würde ich eher den AN als "unsozial" bezeichnen.

Seh ich genauso. Klar ist wegfallender Urlaub scheisse, aber in so einer Situation kann man IMO auch mal das große Ganze sehen. Meine Schwester arbeitet in einem großen, sehr gut laufendem Unternehmen... und die schieben gerade massiv Panik weil einfach alles steht. Natürlich werden da jetzt die Leute in den Urlaub geschickt... unter anderem damit sie später noch einen Job haben.
 
Das ist schön, wenn der Arbeitgeber das machen kann, aber so groß und so liquide sind ja auch längst nicht alle.
Hier wird meistens von Arbeitgebern gesprochen als wenn das alles unantastbare Geldgrößen sind.
Gibt es sicherlich auch, der Großteil der Arbeitgeber ist aber eben nicht BMW, Siemens, Bosch und die Telekom.
Und der 15-Mann Betrieb kann meist seine Leute nicht ins Home Office schicken und mal eben die Löhne trotz Umsatzeinbruch nahe 0 dann einfach fortlaufend bezahlen. Der Realität muß man sich ja dann auch stellen.
Bei mir klingelt gerade auch pausenlos das Telefon (ich arbeite ja nur B2B) und die Leute wollen alle Stundungen haben. Spediteure, Transportunternehmen, Busunternehmen, Personenbeförderung usw usw.
Da kommt auch noch einiges auf uns alle und auf die Wirtschaft zu.
 
Letztendlich ist es doch auch kein Wunder, dass unser Gesundheitssystem an's Limit gerät. Es funktioniert halt einfach nicht, wenn jeder, der aktuell Erkältungssymptome hat, gleich panisch zum Arzt rennt um sich testen zu lassen.

Was mir darüber hinaus eigentlich am meisten Sorgen macht, ist die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit. Beispiel Polizei: Wenn sich aktuell ein Polizist infiziert, werden gleich 20 weitere vorsorglich in Quarantäne geschickt. Wie soll das auf Dauer funktionieren? Dann hat man zwar irgendwann einen Großteil isoliert, hilft nur nix wenn gleichzeitig die öffentliche Ordnung zusammenbricht. Die einzige Lösung besteht imho darin, ein gewisses Ansteckungsrisiko schlicht in Kauf zu nehmen.
 
Seh ich genauso. Klar ist wegfallender Urlaub scheisse, aber in so einer Situation kann man IMO auch mal das große Ganze sehen. Meine Schwester arbeitet in einem großen, sehr gut laufendem Unternehmen... und die schieben gerade massiv Panik weil einfach alles steht. Natürlich werden da jetzt die Leute in den Urlaub geschickt... unter anderem damit sie später noch einen Job haben.
Aber: was ändert das denn an den finanziellen Mitteln des AG? Urlaub bedeutet ja exakt die selben Zahlungen wie sonst.
Der AG hat doch keinerlei Vorteile außer später, wenn die Krise überstanden ist, rechnerisch mehr Arbeitszeit der betroffenen AN.
eine momentane Liquiditätskrise verbessert man so auch nicht.
 
Das ist schön, wenn der Arbeitgeber das machen kann, aber so groß und so liquide sind ja auch längst nicht alle.
Hier wird meistens von Arbeitgebern gesprochen als wenn das alles unantastbare Geldgrößen sind.
Gibt es sicherlich auch, der Großteil der Arbeitgeber ist aber eben nicht BMW, Siemens, Bosch und die Telekom.
Und der 15-Mann Betrieb kann meist seine Leute nicht ins Home Office schicken und mal eben die Löhne trotz Umsatzeinbruch nahe 0 dann einfach fortlaufend bezahlen. Der Realität muß man sich ja dann auch stellen.
Bei mir klingelt gerade auch pausenlos das Telefon (ich arbeite ja nur B2B) und die Leute wollen alle Stundungen haben. Spediteure, Transportunternehmen, Busunternehmen, Personenbeförderung usw usw.
Da kommt auch noch einiges auf uns alle und auf die Wirtschaft zu.
Ja, da müssen unbedingt parallel Konzepte zur möglichst unbürokratischen und zeitnahe Lösung dieser Probleme erarbeitet werden sonst haben wir hier ganz schnell einen Ausnahmezustand der anderen Art, und welchen Gestalten das dann in die Karten spielt kann man sich ja vorstellen.
 
Die einzige Lösung besteht imho darin, ein gewisses Ansteckungsrisiko schlicht in Kauf zu nehmen.

Wenn man nicht Gewalten wie China oder die technischen Mittel wie Korea hat, wirds wohl darauf hinauslaufen bzw. ist der Plan aktuell ja gar nicht das Virus aufzuhalten. Der Zug ist abgefahren, mit Corona werden wir leben müssen, bis eine Durchimpfung/Immunisierung vorhanden ist. Geht aktuell ja nur darum die Kurve flach zu halten, damit kein Kollaps des Gesundheitssystems wie in Italien eintritt und sich die Infektionen strecken.
 
Das ist schön, wenn der Arbeitgeber das machen kann, aber so groß und so liquide sind ja auch längst nicht alle.
Hier wird meistens von Arbeitgebern gesprochen als wenn das alles unantastbare Geldgrößen sind.
Gibt es sicherlich auch, der Großteil der Arbeitgeber ist aber eben nicht BMW, Siemens, Bosch und die Telekom.
Und der 15-Mann Betrieb kann meist seine Leute nicht ins Home Office schicken und mal eben die Löhne trotz Umsatzeinbruch nahe 0 dann einfach fortlaufend bezahlen. Der Realität muß man sich ja dann auch stellen.
Bei mir klingelt gerade auch pausenlos das Telefon (ich arbeite ja nur B2B) und die Leute wollen alle Stundungen haben. Spediteure, Transportunternehmen, Busunternehmen, Personenbeförderung usw usw.
Da kommt auch noch einiges auf uns alle und auf die Wirtschaft zu.
Da geb ich dir recht. Und für diese AG muss jetzt der Staat mit Hilfen, die über simple Kredite rausgehen, aktiv werden. Und zwar JETZT. nicht in 2 Monaten oder später...
Auch das kann nicht auf den Schultern des AN ausgetragen werden.

EDIT: Und im konkreten Fall bei @Bautinho gehts ja um ein Möbelhaus. Da sollte man Rückstellungen und Liquidität erwarten können, um nicht direkt aus der Bahn geworfen zu werden...
 
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