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Der Politikthread (1 Betrachter)

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War ja klar, dass hier wieder die Extrembeispiele kommen. Ja, es gibt Menschen, die sich keine leisten können. Die absolute Mehrheit könnte es aber ohne Probleme und tut es nicht. Und das ist das einzige, was zählt. Und die Einstiegshürde ist heutzutage niedriger als je zuvor. Jeder, der sich 10 Minuten mal damit auseinander setzt, kann breit gestreut investieren, ohne sein Geld in ein einzelnes riskantes Aktienunternehmen zu stecken. Aber das ist auch wieder typisch deutsch. Wie damals mit der Telekom. "Telekom Aktie steigt? Ich bin all in!" Und sich dann wundern, dass das Risiko extrem hoch und das Geld weg ist...

Da muss ich zustimmen. Hab ETFs seit etwa 2014 am laufen und seither eine etwa 30% Steigerung verzeichnen können. Muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Die Einstiegshürde war sehr niedrig. Ein Kumpel hat mir einen Abend lang mal alles erklärt und dann war das Flatex Konto auch schon innerhalb weniger Minuten angelegt. Die Einstiegshürde sind ein kurzer Wissenstransfer und ein paar wenige tausend Euro, die man gerade übrig hat.
 
Ein informierter Kumpel, der einen es über einen Abend erklärt klingt auch deutlich pausibler als 10 Minuten.

Ich kann nur für mich sprechen, ich wüsste erstmal nicht, wo ich ansetzen sollte.
Ich hab auch in jungen Jahren schlechte Erfahrungen mit Fonds der deutschen Vermögensberatung gemacht.
 
Eine Mischung aus beidem ist immer die Wahrheit.
Auf einer Seite muss man sixh bewusst sein das heute 1,5 Millionen Kinder auf Hartz4 angewiesen sind und dieZahlen immer höher werden, das gibt einen schon den Hinweis darauf wie es bei den Eltern finanziell aussieht.
Ausserdem sind immer mehr Menschen auf mehrere Teilzeitjobs angewiesen und haben eben deswegen nicht mal schnell ein paar tausend Euro locker.
Auf der anderen Seite gibt es genung Menschen wie auch in meiner Familie wo das Geld durchaus vorhanden ist aber das gute alte Sparen viel zu tief in den Köpfen verwurzelt ist.
 
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Ein informierter Kumpel, der einen es über einen Abend erklärt klingt auch deutlich pausibler als 10 Minuten.

Ich kann nur für mich sprechen, ich wüsste erstmal nicht, wo ich ansetzen sollte.
Ich hab auch in jungen Jahren schlechte Erfahrungen mit Fonds der deutschen Vermögensberatung gemacht.

Solche Seiten wie Finanztip sind schon mal ein guter Einstieg. Oder Finanzfluss oder diverse andere Finanzblogger. Da wird man dann auch schnell feststellen, dass gemanagte Fonds oftmals nur teuer sind und keine Rendite bringen. Das ist dann der Müll, den einem die Sparkasse mit ihren Deka Fonds andrehen will. Aber wenn man sich das einmal durchgelesen hat, ist der Einstieg absolut nicht schwer. Heutzutage kann man bereits ab 25 Euro mit Sparplänen einsteigen und Teilstücke von Aktien/ETFs erwerben. War früher nicht möglich. Man kann mittlerweile kostenlos Sparpläne ausführen lassen und Order für einen Euro oder weniger aufgeben. War früher nicht möglich. Man kann Depots kostenlos von einer Bank zur nächsten übertragen lassen. War früher nicht möglich. Man hat Anspruch auf einen Steuerreport der Bank. War früher keine Pflicht. Und es gibt mittlerweile so viele Informationsseiten und Finanzblogger im Netz, dass auch die Informationsmöglichkeiten besser sind als je zuvor. Insofern würde ich sagen, dass die Einstiegshürde - wenn man sich erstmal überwunden hat - mittlerweile sehr niedrig ist.
 
Ein informierter Kumpel, der einen es über einen Abend erklärt klingt auch deutlich pausibler als 10 Minuten.

Ich kann nur für mich sprechen, ich wüsste erstmal nicht, wo ich ansetzen sollte.
Ich hab auch in jungen Jahren schlechte Erfahrungen mit Fonds der deutschen Vermögensberatung gemacht.
Für mich klang das eher nach Ironie von @Trayal.
Gerade letzte Satz.
 
Die Einstiegshürden sind heute sicher geringer. Es bleiben jedoch Risiken. Man muss also im Zweifelsfall auf jeden Fall Zeit haben, was bei einer geplanten Altersvorsorge schon suboptimal sein kann.

Ich hatte damals als VWL Aktienfonds gehabt, statt klassischerweise einen Bausparvertrag. August 1994 die Lehre begonnen, und dann rechnet mal 7 Jahre in die Zukunft... der 11. September war für mich ein finanzielles Desaster.

Klar, ich hätte einfach alles weiter laufen lassen sollen. Aber mein Vertrauen in diese Anlageform war erstmal weg. Und wenn so ein Ereignis die Börsen kurz vor meinem 65. Geburtstag erschüttert, dann ist wieder viel Geld weg.

Und auch wenn die Börsen aktuell ziemlich autark von allem laufen, so ist das kein Garant, dass es immer so sein wird. Konjunkturflauten weltweit, die sich anbahnen, politische Brandherde überall, Idioten, die die Welt ins Chaos stürzen wollen, selbst der Corona-Virus hat noch das Potential, der Weltwirtschaft gehörig zu schaden...

Ich steuere jetzt auf meine letzten 20 Arbeitsjahre zu und überlege gerade selbst, ob ich in Fonds investieren soll (Nachhaltigkeits-Fonds gehen gerade steil), oder doch in Immobilien. Aber es wird sich nie ändern, dass hohe Renditen auch mit Risiken verbunden sind.
 
War mir nicht sicher, bins immer noch nicht :D

Für mich klang das eher nach Ironie von @Trayal.
Gerade letzte Satz.

Nope, keine Ironie. Das ist sehr schnell erklärt und das Risiko bei einem ETF ist verhältnismäßig recht gering. Bevor ich mein Geld auf der Bank liegen lasse lieber in einen MSCI World ETF. Das wesentlich bessere Sparbuch.

Muss keine große Summe sein, um damit zu beginnen. 5k Euro übrig? Rein damit. Natürlich ist das aber nur eine Option für Leute welche sich grundsätzlich etwas ansparen können. Für Leute die sich von Monatsanfang zu Monatsanfang hängeln ist das klarerweise nichts.
 
Die Einstiegshürden sind heute sicher geringer. Es bleiben jedoch Risiken. Man muss also im Zweifelsfall auf jeden Fall Zeit haben, was bei einer geplanten Altersvorsorge schon suboptimal sein kann.

Ich hatte damals als VWL Aktienfonds gehabt, statt klassischerweise einen Bausparvertrag. August 1994 die Lehre begonnen, und dann rechnet mal 7 Jahre in die Zukunft... der 11. September war für mich ein finanzielles Desaster.

Klar, ich hätte einfach alles weiter laufen lassen sollen. Aber mein Vertrauen in diese Anlageform war erstmal weg. Und wenn so ein Ereignis die Börsen kurz vor meinem 65. Geburtstag erschüttert, dann ist wieder viel Geld weg.

Und auch wenn die Börsen aktuell ziemlich autark von allem laufen, so ist das kein Garant, dass es immer so sein wird. Konjunkturflauten weltweit, die sich anbahnen, politische Brandherde überall, Idioten, die die Welt ins Chaos stürzen wollen, selbst der Corona-Virus hat noch das Potential, der Weltwirtschaft gehörig zu schaden...

Ich steuere jetzt auf meine letzten 20 Arbeitsjahre zu und überlege gerade selbst, ob ich in Fonds investieren soll (Nachhaltigkeits-Fonds gehen gerade steil), oder doch in Immobilien. Aber es wird sich nie ändern, dass hohe Renditen auch mit Risiken verbunden sind.

In etwas zu investieren, das gerade "steil geht" ist btw ein ziemlich sicherer Weg, Geld zu verlieren :D. Die guten Ratgeber beginnen auf jeden Fall damit, dass man sich selbst grundlegende Fragen stellen sollte. Wann braucht man das Geld, wie kann man psychisch mit nem Kursverluste umgehen usw. Die Sache ist doch die - wenn man sich immer nur überlegt, was in Zukunft alles schieflaufen könnte, dann kann man auch gleich aufgeben. Und man sollte sich vor Augen halten, dass man, wenn man lange im Markt ist, ein Markt auch 50% und mehr einbrechen kann und man immer noch mehr hat als zu dem Zeitpunkt, als man angefangen hat zu investieren.
 
Gibt es hier einen ETF Fred vergleichbar mit dem Bitcoin Fred?

Ich bin nämlich daran interessiert in so etwas mein Geld anzulegen, weiß aber nicht wo ich mich informieren kann (oder Mal was nachfragen kann).

Den typischen Bank Verkäufern trau ich nicht über den Weg.
 
Gibt es hier einen ETF Fred vergleichbar mit dem Bitcoin Fred?

Ich bin nämlich daran interessiert in so etwas mein Geld anzulegen, weiß aber nicht wo ich mich informieren kann (oder Mal was nachfragen kann).

Den typischen Bank Verkäufern trau ich nicht über den Weg.

Im Aktien-Thread hatten wir das Thema in der Vergangenheit manchmal. Bei Interesse kann ich aber gern ein paar Tipps und Info Links per PM senden.
 
Im Aktien-Thread hatten wir das Thema in der Vergangenheit manchmal. Bei Interesse kann ich aber gern ein paar Tipps und Info Links per PM senden.
Vielen Dank für das Angebot. Ich werde gerne darauf zurück kommen. Ich möchte mich aber zuerst ein bisschen selbst informieren, damit ich da nicht von null anfange. Vielleicht habe ich dann ja schon ein paar Fragen, bei denen du mir helfen könntest.
 
Ich mach mich nicht lustig, aber die Einstiegshürde ist doch deutlich höher, als du darlegst.
Nicht wirklich.
Etf Sparplan ab 50 Euro.
Von den meisten wird zum Einstieg ja der MSCI World empfohlen.
Geht über die meisten Banken ganz einfach.
Ich selber habe eh ein Extrakonto bei der ING.
Ein Paar Podcast gehört von Deffner&Tschäpitz und von Finanztip und los ging es.
Mittlerweile auch Aktien.
 
Vielen Dank für das Angebot. Ich werde gerne darauf zurück kommen. Ich möchte mich aber zuerst ein bisschen selbst informieren, damit ich da nicht von null anfange. Vielleicht habe ich dann ja schon ein paar Fragen, bei denen du mir helfen könntest.

Dann würde ich tatsächlich Finanztip empfehlen. Die haben eine sehr gute Grundlage und geben nicht nur Tipps zum Investieren sondern zu allem, was einem so im täglichen Leben begegnet wie Versicherungen, Verträge usw.

Auf der Seite von Wachstumswerte.net bzw. Aktienfinder.net gab es vor einiger Zeit auch das Projekt "Starterdepot", das auch weiterhin gepflegt wird. Die konzentrieren sich zwar auf Einzelaktien und erfordern eine doch recht hohe Sparquote, aber wer sich mal damit beschäftigen will, wie man gute Unternehmen findet und auch mit Einzelaktien breit streut, für den ist das meiner Ansicht nach sehr lohnenswert.
 
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War ja klar, dass hier wieder die Extrembeispiele kommen. Ja, es gibt Menschen, die sich keine leisten können.

Das ist beim besten Willen kein Extrembeispiel. Bei weitem nicht. Ich vermute eher stark das du da in deiner Blase festhängst und keinen realistischen Blick da raus hast. Unsere Beratungsstelle ist voll mit solchen "Extrembeispielen". Und in den meisten Fällen sind die Menschen ziemlich ohne großes eigenes Verschulden in diesen Situationen. Und nein, ich komm nicht aus der Pampa. Meine Beratungsstelle ist in einer 40.000 Einwohner-Stadt im Speckgürtel von Nürnberg.
Und wir haben nicht mal den Fokus auf finanzielle Schwierigkeiten... eigentlich geht es bei uns um psychische Problematik, aber da tauchen so viele auf die total fertig sind weil sie in einer völlig desolaten Situation sind obwohl sie arbeiten und eben nix rumkommt.

Die soll sich mal nicht so anstellen. Einfach 50€ im Monat beiseite legen und investieren.

Dazu sage ich jetzt mal gar nix... :ugly:
Aber das werte ich meinen Repertoire hinzufügen: "Hör auf zu weinen... stell dich nicht so an... kauf einfach Aktien", "Nächster bitte".



Hach... wie sehr hätte ich euch mal in meinen Büro sitzen wenns euch scheiße geht... :roll:
 
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