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Der Politikthread

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Ich hab den Thread auch auf Ignore und gucke nur sporadisch hier rein. Ignore nutze ich immer als Erinnerung, mich nicht zu stark in irgendwelche Diskussion reinziehen zu lassen. Aber das Posting konnte ich an der Stelle nicht unkommentiert lassen.
 
Vielleicht auch nochmal durchatmen und daran denken dass das hier nur Internet ist.
Ich verstehe nicht, wie man im Jahre 2019 immer noch so eine Aussage unironisch droppen kann - zumal in einem Videospielforum.
Als ob "das Internet" nicht genauso ein diskursiver Raum wäre, in dem nicht nur Meinungsbildung entsteht, sondern auch tatsächlich Politik (z.B. twitter) gemacht wird.
In dubiosen Internet-Foren wie 8Chan tummelt sich nicht der Bodensatz des Internets, dort tummelt sich im Zweifelsfall der Bodensatz der Gesellschaft, der dann ganz real Menschen in Christchurch oder Halle ermordet. Aber nun ja.

Die Trennung zwischen 'real life' und 'second life' (lol kennt das noch jemand) ist aber mal sowas von überholt. Meine Meinung!
 
Ich verstehe nicht, wie man im Jahre 2019 immer noch so eine Aussage unironisch droppen kann - zumal in einem Videospielforum.
Als ob "das Internet" nicht genauso ein diskursiver Raum wäre, in dem nicht nur Meinungsbildung entsteht, sondern auch tatsächlich Politik (z.B. twitter) gemacht wird.
In dubiosen Internet-Foren wie 8Chan tummelt sich nicht der Bodensatz des Internets, dort tummelt sich im Zweifelsfall der Bodensatz der Gesellschaft, der dann ganz real Menschen in Christchurch oder Halle ermordet. Aber nun ja.

Die Trennung zwischen 'real life' und 'second life' (lol kennt das noch jemand) ist aber mal sowas von überholt. Meine Meinung!

Du verstehst meine Aussage in die falsche Richtung. Wahrscheinlich Mingotypisch. Es geht mir darum, dass gerade hier im Thread von allen Seiten relative schwarz/weis oder rechts/links Kommentare fallen, die so in einem "echten" Dialog überhaupt nicht gemacht würden, da wir alle wohl relativ verständnisvoll ja sogar empathisch sind und hierdurch im Gespräch von Angesicht zu Angesicht die Standpunkte viel besser dargelegt werden können bzw. auch klarer wird, dass wir uns dann doch alle viel näher sind wie es bei allen Diskussionen hier erscheint. Denn hier ist niemand für Armut, Zwangsarbeit, dafür das Vermögende sich einfach ihrer sozialen Verantwortung entziehen können, dass unsere Kinder einfach in einer beschissenen Welt aufwachsen und so weiter. Wir alle sehen die Probleme die da sind denke ich. Das kommt hier in der Diskussion und auch üblicherweise nie wirklich in Internetdiskussionen rüber. Kann es nicht. Von daher ist es eben doch so, dass es für mich zwei Diskussionsebenen gibt - oder eben real life und second life. Magst du überholt finden, ich nicht. Ich habe aber auch immer gerne noch einen menschlichen Ansprechpartner und mag nicht mit einem robotischen Callcenter zu tun haben. Ist halt dann doch irgendwann ne Alterssache und so.
 
Da hat die deutsche Politik nunmal auf ganzer Linie versagt, gibt's nichts schön zu reden. Wenn Jemand 20 Jahre unauffällig im Land lebt und Steuern zahlt sollte man hier gewiss nicht abschieben, auf der einen Seite wurden zigtausende ohne Pässe in den letzten Jahren aufgenommen. Auf der andern Seite entscheidet die Bürokratie, sogar Azubis mit Lehrstelle die einen Neuanfang machen möchten abzuschieben, weil, ja ist halt so. Es kommt einem vor als wisse die linke Hand nicht was die rechte tut, entweder will man dem Bevölkerungschwund durch Immigration entgegenwirken oder nicht, wirklich klar ist hier nichts. Für ein Land, das so viele Ausländer aufnimmt hat Deutschland jedenfalls keinen durchsichtigen oder langfristigen Plan wie es scheint. "einfach alles rein und dann teils willkürlich wieder raus"

Das mit den Renten ist auch ne ziemlich traurige Angelegenheit, Altersarmut ist längst keine Ausnahme mehr, sondern wird zur Regel. Wie soll die niedrige Einkommensschicht denn was für die private Altersvorsorge tun wenn es selbst der Mittelschicht nicht leicht fällt mit dem Geld über die Runden zu kommen? Ich denke viele hier und auch allgemein folgen einer kranken Doppelmoral und denken, sie könnten ihren Oberschichtstatus auf die breite Masse übertragen. Das schlimmste ist in meinen Augen aber was diese Riesterrente wirklich ist, nämlich ein Verlustgeschäft, da zahlen Leute 15+ Jahre brav hunderte Euro im Monat ein und die Versicherungen zahlen am Ende oft weniger aus als eingezahlt wurde. Nichtmal ansatzweise wird die Inflation ausgeglichen, das Geld wäre in der Matratze besser aufgehoben gewesen als bei geldgierigen Verbrecherversicherungen, die sich zu aller erst nur selbst bereichern. Will man jetzt die breite Masse schulen und zu ETFs oder besser noch direkt auf den Aktienmarkt werfen?

Das kann keine Lösung sein, selbst für mich der sich ein wenig mit der Materie auskennt ist der Gedanke seine zukünftige Rente über etwas so ungewisses wie den Aktienmarkt, der sicherlich bald wieder mal kollabiert, abzusichern grauenhaft. Hier müsste eine staatliche Lösung her, eine faire, berechenbare Zusatzrente, wo man am Ende genau weiß woran man ist. Der Bürger sollte nicht seine Zukunft vom Casino der Börse oder raffgierigen Versicherungsanstalten bestimmen lassen müssen...

Das mit den Mietpreisen ist auch so ne Sache, die Reichen spekulieren mehr denn je mit Immobilien und treiben die Preise in die Höhe, hier hat Berlin in meinen Augen richtig gehandelt, wenn auch etwas radikal und ohje, die armen Vermieter können sich keine vergoldete Yacht mehr in den Garten stellen, wirklich schlimm, dafür kann ne alleinerziehende Mutter ihre Kinder einkleiden und hat ein Dach überm Kopf. Die Menschheit hat schon lange verloren, Mitgefühl gibt es nicht mehr und privilegierte wollen nichts von ihrem Privileg abgeben, die einzige Gewissheit die bleibt ist, dass wir alle ab nem gewissen Alter zu Asche und Staub werden und als Dünger unter der Erde landen, egal wie viel Geld man zu Lebzeiten angehäuft haben mag, wenn man tot ist nützt der gold verzierte Edelholzsarg und Marmorgrabstein mit Bronzestatue der heiligen Maria einem genau so viel wie das Holzkreuz am Armengrab.

Auf der einen Seite die Riesterrente wegen fehlendem Inflationsausgleich kritisieren (ja, sie ist nur für wenige ein geeignetes Mittel zur Altersvorsorge), aber auf der anderen Seite die wohl einzige Möglichkeit für einen effektiven Zugewinn, die Finanzmärkte, ausschließen.
Das ist sehr kurz gedacht und vollkommen falsch. Wo soll denn das Geld herkommen? Soll die Bundesregierung einfach Geld drucken? Ok, die Milliardäre zur Kasse bitten. Das Thema hatten wir schon und ist nur bedingt eine Lösung. Solange es Steueroasen gibt, wird man solche Leute einfach nur vertreiben.
Aber genau die Finanzmärkte wären der richtige Weg, um die Renten zu sichern. Zudem würde damit Geld in die Wirtschaft gepumpt, Arbeitsplätze geschaffen/gesichert, Steuern gezahlt, Sozialkassen gefüllt... werden. Ein effektiver Kreislauf, vor dem Deutschland scheinbar noch immer Angst hat. Finanzmärkte sind nicht nur die raffgierigen Banker.
Natürlich keine hochspekulativen Anlagen, natürlich diversifiziert, natürlich in gewisser Form abgesichert, und wichtig, von Profis verwaltet. Alles besser als Negativzinsen. Klar gibt es Risiken bei fallenden Märkten, aber das kann man absichern.

Wenn schon Kritik an der Regierung, dann wohl eher, weil sie zu ängstlich ist und sich an alten Regeln/Gesetzen orientiert. Stattdessen werden die Leute, die selbst vorsorgen wollen/können, sogar noch mit Abgeltungssteuer und Finanztransaktionssteuer geschröpft. Hier sollte es Kritik an der Regierung geben und Reformen gefordert werden.
 
Von daher ist es eben doch so, dass es für mich zwei Diskussionsebenen gibt - oder eben real life und second life.

Sehe ich genauso. Eine "echte" Diskussion, mit den Feinheiten und Ausdifferenzierungen, Nachfragen und Erläuterungen, wie in einer verbalen/persönlichen Diskussion, ist in der Schriftform des Inets imho kaum möglich. Das artet immer in eine Wall of Text aus, oder halt in problematischen Verkürzungen. Dazu kommt noch das mangelnde Leseverständnis von einigen Usern. Nicht umsonst fliegt man heute noch um die halbe Welt, um mit jemand persönlich zu sprechen, anstatt nur E-Mails zu schreiben. Diskussionen im Internet werden immer nur Diskussionen zweiter Klasse sein. Von Twitter rede ich da noch gar nicht :D
 
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Wenn die Linke mit rot rot grün weiter machen möchte, wieso dann nicht einfach noch die FDP ins Boot holen? Oder haben die kein Bock auf Linke?


Soweit ich weiß hat die FPD eine Regierungsbeteiligung mit der Linken ausgeschlossen.
Die CDU strebt Gespräche mit SPD+Grüne+FDP an.

Wird wohl alles auf eine Minderheitsregierung hinauslaufen.
 
giphy.gif
 
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Ich bin sehr froh, dass der Fall der innerdeutschen Grenze friedlich errungen und mit Freiheit und Demokratie in ganz Deutschland belohnt wurde. Freiheit und Demokratie gilt es zu erhalten, dafür einzustehen und dafür zu kämpfen!

Vor ein paar Wochen war ich in Thüringen, habe dort ein Freiluftmuseum mit Resten der alten Grenzanlage zu Bayern angesehen. Für mich war es bedrückend, dort zu stehen, wo man früher erschossen worden wäre oder von einer der vergrabenen Minen zerfetzt. Zugleich war ich froh, dort jetzt so unbedarft zwischen Thüringen und Bayern hin- und hergehen zu dürfen.
Ich kenne es von früher, als wir nicht mal in die Nähe dieser Zäune durften, schon 50 km vor der Grenze erste Kontrollen durchgeführt wurden. Diese Abschottungen und das Einsperren von Bürgern eines ganzen Landes darf es nicht wieder geben!

Um so erschreckender war es, dass nur wenige Kilometer von dieser alten Grenzanlage Wahlwerbung der AfD zu sehen war, die diese friedliche Revolution von 1989 zu ihrer Propaganda nutzte (Wende 2.0.). Leider, wie wir inzwischen wissen, mit relativ großem Erfolg.
Die sind zu groß geworden mit ihrer Propaganda, der Verbreitung von Angst und Lügen. Gegen die Feinde der Freiheit und Demokratie muss man klare Kante zeigen, um die positiven Errungenschaften in Deutschland und Europa nach dem 2. Weltkrieg zu schützen!

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Ich finde die Mietendeckel Diskussion ruht schon wieder zu lange:

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Bei solchen Vermietern kann die Gesellschaft auch gerne mal über Enteignungen nachdenken.
Wer bei einem so wichtigen Gut wie Wohnraum seine gesellschaftliche Plficht und Verantwortung nicht nachkommt und nur nach Gewinnmaximierung aus ist, hat es nicht verdient Vermieter zu sein. Meine ehrliche Meinung zum Thema Besitz bezogen auf Wohnraum.


Edit: Aber damit es erst gar nicht zu Enteignungen kommt, müssen hier ganz schnell greifende Spielregeln her wie mit Wohnraum umgegangen werden darf.

Edit: Vielleicht müssen Städte und Länder für verschiedene Regionen und Bezirke Mietpreise vorgeben, denn der Markt kennt ja keine Grenze.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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Bei solchen Vermietern kann die Gesellschaft auch gerne mal über Enteignungen nachdenken.
Wer bei einem so wichtigen Gut wie Wohnraum seine gesellschaftliche Plficht und Verantwortung nicht nachkommt und nur nach Gewinnmaximierung aus ist, hat es nicht verdient Vermieter zu sein. Meine ehrliche Meinung zum Thema Besitz bezogen auf Wohnraum.


Edit: Aber damit es erst gar nicht zu Enteignungen kommt, müssen hier ganz schnell greifende Spielregeln her wie mit Wohnraum umgegangen werden darf.

Edit: Vielleicht müssen Städte und Länder für verschiedene Regionen und Bezirke Mietpreise vorgeben, denn der Markt kennt ja keine Grenze.
:lol:
wahrscheilich würdest du dich in Russland, China oder Nordkorea wohler fühlen... da wird der wahre Kommunismus noch gelebt...
 
:lol:
wahrscheilich würdest du dich in Russland, China oder Nordkorea wohler fühlen... da wird der wahre Kommunismus noch gelebt...


Puh... was soll ich jetzt dazu sagen?

Vielleicht, dass ich gar nicht nach dem Kommunismus strebe und ich Russland, China und Nordkorea als schlimme Unrechtsstaaten wahrnehme.
Dass es mir eigentlich nur um Fairness und Gerechtigkeit geht und du gerade echt etwas beschränkt unterwegs bist.

BTW: Ist Österreich (beispiel Wien) ein gutes Beispiel wie der Staat die Mieten regulieren und klein halten kann.
Edit: Ist das auch schon Kommunismus?

Und ja, ich finde gerade beim Thema Wohnen ist der Privatbesitz hinter dem gesellschaftlichen Wohl anzustellen.
 
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