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Der Politikthread

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Aber gerade bei den Steuern spielen da noch viele andere Faktoren rein, die mit der persönlichen Lebensplanung und idividuellen Präferenzen zu tun haben und nicht mit dem Arbeitsplatz und -lohn. Die haben imho in der Aufzählung nichts zu suchen. Wer nur auf das Netto guckt und nicht, auf das, was ihm dafür auch geboten wird, rechnet eh falsch.
 
Deutsche Abschiebepraxis:

Zwei Frauen 21 und 23 Jahre alt, die mit ihren Eltern 1998 aus dem Kosovo geflüchtet sind, leben seit mehr als 20 Jahren in Tuttlingen/Baden-Württemberg. Sie wurden am 27.09.2019 nach Serbien abgeschoben. Die Abschiebung der beiden Schwestern um 3 Uhr morgens aus Tuttlingen/Baden-Württemberg geht für das Regierungspräsidium Karlsruhe formal in Ordnung.
https://www.aktionbleiberecht.de/?p=16656

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Der Tweet ist von Anfang Oktober. Die beiden Frauen leben weiterhin ohne Papiere in Serbien.
 
https://www.stuttgarter-zeitung.de/...ert.92d36a76-25b3-449f-a0b5-d04d2a5b4232.html

Auf die Frage, ob dies nicht eine Kritik an der eigenen Ausländerbehörde bedeute, die unter bestimmten Bedingungen eine Aufenthaltserlaubnis erteilen kann, forschte die Stadtverwaltung noch einmal nach – und stellt den Fall nun anders dar: Demnach könne keine Rede davon sein, dass die Schwestern voll erwerbstätig gewesen seien und sich selbst versorgten. „Bei der angeführten Beschäftigung handelt es sich um eine geringfügige Beschäftigung, die bei weitem nicht ausreicht um den Lebensunterhalt zu sichern“, teilt die Stadt mit. Die Frauen seien auf Sozialhilfe angewiesen gewesen und hätten in städtischen Einrichtungen gewohnt.

Auch ein Strafverfahren trübe das Bild. Seit Mai hätten sie von der bevorstehenden Abschiebung gewusst. Die Möglichkeit, durch Belege ihre Integration nachzuweisen, hätten sie nicht genutzt

Also ganz unerwartet wird das für die beiden wohl nicht gewesen sein.
 
Das waren Kinder (1) und (3) die 20 Jahre hier gelebt haben. Spielt es da noch eine Rolle ob sie ursprünglich aus Kosovo kommen oder nicht?

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Heimat

Solche Aktionen finde ich absurd. Und da spielt es für mich keine Rolle ob die nur eine geringfügige Beschäftigung haben oder einen Mord begangen haben. Stellt euch einfach mal vor ihr wärt diese Person.
 
Seit Mai hätten sie von der bevorstehenden Abschiebung gewusst. Die Möglichkeit, durch Belege ihre Integration nachzuweisen, hätten sie nicht genutzt.
Während sie in Serbien natürlich bestens 'integriert' sind: das Netzwerk, dass sie sich damals in der Krabbelgruppe aufgebaut haben bewährt sich 20 Jahre später endlich.
 

Die von dir zitierte Passage wird direkt im nächstem Satz aber relativiert. Das hast du aber einfach mal weggelassen.

So geht es dort eigentlich weiter:

"Daraufhin hatte sich auch der Tuttlinger Oberbürgermeister Michael Beck (CDU) zu Wort gemeldet. Nach „eingehender“ Prüfung des Falls erscheine ihm die Abschiebung „fragwürdig“, hieß es in seiner schriftlichen Stellungnahme. Doch offenbar mangelte es an der Kommunikation mit dem eigenen Amt. Diese erste Stellungnahme sei unter Zeitdruck entstanden, sagte ein Stadtsprecher."
 
Dann hätte ich mir vermutlich vorher einen deutschen Pass besorgt. Erst recht, wenn man mir sagt, daß ich sonst in 6 Moaten abgeschoben werde. Warum haben die das nicht gemacht?

Mir ist nicht bekannt was genau dazu alles aktuell nötig ist aber ich nehme mal an das zB dieses es schwieriger machte:

"...Bei der angeführten Beschäftigung handelt es sich um eine geringfügige Beschäftigung, die bei weitem nicht ausreicht um den Lebensunterhalt zu sichern“, teilt die Stadt mit. Die Frauen seien auf Sozialhilfe angewiesen gewesen und hätten in städtischen Einrichtungen gewohnt.

Auch ein Strafverfahren trübe das Bild...."

Ist nur ein Ausschnitt aus dem bereits erwähntem:

https://www.stuttgarter-zeitung.de/...ert.92d36a76-25b3-449f-a0b5-d04d2a5b4232.html
 
Dann hätte ich mir vermutlich vorher einen deutschen Pass besorgt. Erst recht, wenn man mir sagt, daß ich sonst in 6 Moaten abgeschoben werde. Warum haben die das nicht gemacht?
Hätte, hätte, Fahrradkette...
So oder so ist eine solche Abschiebung aus moralisch-humanistischer Sicht einem Staat wie Deutschland nicht würdig.
Ganz abgesehen davon, welche Versäumnisse und Rechtsbrüche auch von administrativer und exekutiver Seite erfolgt sind, siehe weiterführenden Link.
 
Die von dir zitierte Passage wird direkt im nächstem Satz aber relativiert. Das hast du aber einfach mal weggelassen.

So geht es dort eigentlich weiter:

"Daraufhin hatte sich auch der Tuttlinger Oberbürgermeister Michael Beck (CDU) zu Wort gemeldet. Nach „eingehender“ Prüfung des Falls erscheine ihm die Abschiebung „fragwürdig“, hieß es in seiner schriftlichen Stellungnahme. Doch offenbar mangelte es an der Kommunikation mit dem eigenen Amt. Diese erste Stellungnahme sei unter Zeitdruck entstanden, sagte ein Stadtsprecher."

Nein, die, "eingehende Prüfung", wenn sie nicht gelogen war, macht dieses Zitat obsolet. Entweder hat er eingehend geprüft oder gelogen.
Selbst dann zeigt es nur mal wieder Versagen auf.

Dann hätte ich mir vermutlich vorher einen deutschen Pass besorgt. Erst recht, wenn man mir sagt, daß ich sonst in 6 Moaten abgeschoben werde. Warum haben die das nicht gemacht?

Warum auch immer es nicht passiert ist, spielt für mich persönlich eher eine untergeordnete Rolle. Ich wäre so wie ich mich jetzt kenne, natürlich auch direkt da hin und hätte meinen scheiß geregelt. Wir ticken dann aber auch einfach anders. Macht diese Abschiebung aus moralischer Sicht kein Stück besser für mich.

Sie haben es nicht mal versucht. Keine Staatsbürgerschaft, keine Arbeit, keine eigene Bleibe und anscheinend auch nicht den Willen sich mal um den eigenen Kram zu kümmern.

Ob es Bemühungen gab eine feste Arbeitsstelle zu finden, kannst du anhand eines Artikels garnicht sagen. Hast du einen Beweis sie haben sich nirgends beworben und es versucht? Denke nicht.

Die Frage warum können nur die beiden beantworten. Mir widerstrebt es nur Kinder die hier aufgewachsen sind, 20 Jahre hier gelebt haben so zu behandeln als wäre es jemand der hier als Erwachsener hin kommt und nur weniger Jahre seines Lebens hier verbracht hat.

Für mich macht es das System da einfach komplett falsch. Auch mit Forderungen nach Nachweisen. 1 und 3 + 20 Jahre hier. Da hast schon alles was du brauchst um jemanden als deutschen Staatsbürger anzuerkennen. Wenn man mich plötzlich rausschmeißt und ich würde in Frankreich landen, würde ich denen auch den Vogel zeigen. Hab da als Kind nur 1 Jahr gelebt.
 
Sie haben es nicht mal versucht. Keine Staatsbürgerschaft, keine Arbeit, keine eigene Bleibe und anscheinend auch nicht den Willen sich mal um den eigenen Kram zu kümmern.
Oder sie haben es versucht. Geht ja aus dem Artikel nicht richtig hervor.
Da steht nur, was der Stand war.
Genaueres geht leider nicht hervor.

Aber trotzdem, nach 20 Jahren abschieben... Warum?
 
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