vorab: das widerspricht dem GG, also weg damit.
ansonsten ist das aber auch ein fieses thema. ich bin großer freund des prinzips eines sozialstaats. die, die mehr haben zahlen mehr. die, die weniger haben weniger und die, die nicht können werden von den anderen getragen. ich selber gehöre wohl zu denen, die mehr zahlen (allerdings stehe ich finanziell nicht so gut da, dass ich "nix" mehr zahle) und kann damit gut leben.
dass menschen gestützt werden, die nicht arbeiten können - aus welchen gründen auch immer - ist für mich völlig selbstverständlich und meinetwegen könnte man den hartz4-satz auch durchaus raufsetzen.
das ist für mich solidarität.
jemanden zu finanzieren der kann, aber nicht will... nein, damit tue ich mich schwer. dabei ist es mir auch völlig egal, in welcher höhe er unterstützt wird. in meiner welt muss jeder seinen anteil tragen, sonst funktioniert dieses ganze system auf dauer nicht. natürlich werden "die paar" nicht wollenden um die es hier geht nicht den ganzen sozialstaat aushebeln, aber mir geht es da ums prinzip. es wird von niemandem unwürdige-/sklavenarbeit verlangt. die sanktionen griffen nicht sofort und wurden auch in stufen ausgesprochen, man hat also genug gestaltungsmöglichkeiten. ist ja nicht so, als würde man von heute auf morgen ohne geld oder wohnung dastehen.
die würde des menschen ist unantastbar, darauf wird hier ja bezug genommen. das stimmt auch. ich verstehe allerdings nicht, wie es entgegen seiner würde sein kann zu erwarten, dass er selbst für seinen lebensunterhalt aufkommen soll, wenn es ihm möglich ist.
im endeffekt ist es mir wohl egal, ob und welche sanktionen es gibt. eben weil es nur wenige betrifft. ich kann aber absolut nachvollziehen, warum sich jemand fragt, was gegen sanktionen spricht.