Weiß nicht wie ich dazu stehen soll. Irgendwie ist es auch gefährlich deren Erfolge klein zu reden. Kann deinen Punkt aber auch verstehen. Schwer zu sagen wie man damit umgehen soll.
oh, ich will mit nichten deren wahlerfolg (denn das ist ja einer) kleinreden. es ist traurig dass es fast 24% der zur wahl gegangenen für eine gute idee halten afd zu wählen.
ich verwehre mich nur gegen das wort wahlsieg. die afd hat die wahl nicht gewonnen. die regierende linke hat die wahl gewonnen. der amtierende ministerpräsident hat die wahl gewonnen und zwar deutlich. weil sie, soweit ich das beurteilen kann, in thüringen auch einen guten job machen. auch die linke hat im übrigen stimmen hinzu gewonnen.
natürlich muss "die politk" endlich lehren daraus ziehen, warum viele menschen, in diesem fall vor allem junge männer, eine rechtsextreme, faschistische partei wählen. da sollte man vielleicht mal in der schule ansetzen, wenn man geschichte und politik lehrt. irgendwas scheint da ja falsch zu laufen.
seit dem erstarken der afd macht die politik imo einen fehler: sie orientiert sich an dem bullshit, der von da kommt. an bundesweit 10% -14% der wähler wird und wurde politk ausgerichtet und das halte ich für falsch. zumal man das "original" nicht einfach ersetzt. wenn man jetzt auch noch hergeht und suggeriert, dass die afd die wahlen in thüringen gewonnen hat, dann bekommen viele, viele menschen einen falschen eindruck. darüber, was doch in ordnung ist zu sagen und zu tun. denn wenn man damit wahlen gewinnt, kann das so falsch ja gar nicht sein. als nächstes stellen sie sich dann vermutlich noch die frage, warum höcke nicht ministerpräsident geworden ist, wenn er doch die wahlen gewonnen hat. wir verschieben also weiter nach rechts.
ich teile die meinung des zeitkommentars (den ich ja auch schon gepostet habe). und ich habe nun schon mehrfach geschrieben das für mich die zeit des streichelns vorbei ist: wer heute noch afd wählt ist rechtsextrem und rassist. wenn das in thüringen fast 24% der wahlberechtigten sind, dann ist das so. aber da schließt sich für mich der kreis: die politik muss sich endlich überlegen, was sie dagegen zu tun gedenkt. jedes mal schockiert sein oder denen gleich nach den mund zu reden, sich anzubiedern, damit sie keinen grund haben afd zu wählen ist das falsche mittel, denn damit ist das problem nicht weg. ich muss überlegen, wie ich diese denke aus den köpfen bekomme und verhindere, dass sie bei den nachfolgenden generationen wieder fuß fasst.