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Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Vielmehr wird dadurch doch der Vorwurf untermauert, der von der Gegenseite angebracht wird: dass das Cheerleading in dieser Form eben nicht als Sport gewürdigt wird, sondern nur als sexualisierte Halbzeitunterhaltung.

Falsch. Ich gehe nicht hin, weil ich kein Basketball in der Halle gucke. So wie fast alle Sportarten, die ich eher im TV konsumiere, wenn überhaupt. Irgendwo nicht persönlich hinzugehen oder es nicht aktiv zu unterstützen hat garkeine Aussagekraft darüber. Wenn ich alles ablehnen würde, was ich nicht aktiv unterstütze, dann wäre ich sehr negativ eingestellt...
 
Ich habe so meine Probleme damit, daß es anscheinend nur eine reine Definitionsfrage ist. Auf der einen Seite ist es eine seriöse Sportart und vollkommen okay - nein, sogar förderungswürdig, auf der anderen Seite "nur" sexualisierte Halbzeitunterhaltung und damit verwerflicher Sexismus. De facto ist es beides Mal genau die gleiche Sache. Und das ist der Punkt, an der ich mich aus solchen Diskussionen verabschiede :D
Es sieht eigentlich keiner der diesen Sport ausübt die Trennung positiv.
https://www.dw.com/de/cheerleading-mehr-als-puscheln-und-posen/a-50642448
Es hätte also für Alba Berlin durchaus andere Möglichkeiten gegeben, dem Image der Cheerleader als "attraktive Pausenfüller" entgegenzuwirken, anstatt die Zusammenarbeit mit den Alba Dancers komplett aufzugeben. Die haben sich mittlerweile aufgelöst. "Die jüngeren Mitglieder sind bei befreundeten Teams oder im Friedrichstadtpalast untergekommen. Die älteren suchen sich einen neuen Sport", so Trainerin Stix.
 
Ich fand beim Antragschreiben wenn Institute aus den USA beteiligt sind schon immer befremdlich, dass man die Rassen der beteiligten im Detail ankreuzen musste in den Formularen, also z. B. "Caucasian, black, Asian, Latin-american" und was weiß ich was da immer noch die Optionen waren. Und jetzt gibt es neue Inclusion-Optionen:

Capture.JPG
 
Man würde im Deutschen wohl von Ethnien sprechen.
Das finde ich allerdings auch befremdlicher als den von dir nun aufgemachten Punkt, da geht es ja offensichtlich darum gezielt Gelder für die Frauenförderung vergeben zu können, was ich tendenziell unterstützenswert finde.
 
Ich nutze den Thread mal für ein Rassismus-Thema. Hier ist die Atmosphäre immer noch ganz gut. :)

Eine europäische Cosplayerin wurde wegen "blackfacing" mit ihrem Kostüm von einem Cosplay-Wettkampf disqualifiziert.

https://www.dexerto.com/cosplay/eur...league-of-legends-cosplayer-blackface-1117787

Sie trägt dieses Ganzkörperkostüm:
pyke-costume-ban-league-of-legends-cosplay-event.jpg

Das ist der Charakter aus LoL:
Pyke-by-imhere-HD-Wallpaper-Background-Fan-Art-Artwork-League-of-Legends-lol.jpg

Meine erste Reaktion hat das als ziemlichen Schwachsinn abgetan. Ich sehe da keinen Rassismus. Jetzt gibt es dazu im ResetERA allerdings eine ziemlich große "Diskussion". Dabei ist sich der Großteil sehr sicher, dass das rassistisch ist und der Rest wird gebannt.
Ich muss zugeben, dass ich auch nach dem Lesen des ganzen Threads keinen Rassismus in der Darstellung sehe, aber einige Punkte kann ich vielleicht etwas nachvollziehen. Ich will jetzt auch nicht ignorant sein und ich würde gerne es verstehen. Leider nimmt sich für die Erklärung niemand die Zeit und selbst die Frage nach einer Erklärung führt zu einem mindestens einwöchigen Bann. (Diese Formen der Moderation verurteile ich aber ziemlich.)

https://www.resetera.com/threads/eu...gends-cosplayer-for-alleged-blackface.146227/

(Ich denke, man sollte zumindest die erste Seite lesen, um das Ausmaß der Diskussion zu erahnen. Auch viele schwarze User äußern sich gegen die Cosplayerin.)

Mich würde sehr interessieren, wie jemand, der sich mit den Hintergründen besser auskennt, das sieht. Wo die Problematik besteht und wie damit auf wissenschaftlicher Ebene umgegangen wird.

@Mingo und vielleicht @CandleWaltz ?
 
Meine Gedanken springen gerade hin und her zwischen
a) Die Cosplayerin möchte nur eine detailgetreue Darstellung des Charakters abliefern, wozu die dunkle Hautfarbe so dazugehört wie das Grün zum Hulk
und
b) Schwarze Hautfarbe ist kein Kostüm. Ist man weiß und will sich als Micheal Jordan vergleichen? Bulls Trikot mit der 23 und ein paar Air Jordans, eine Glatzenperücke und man erkennt, wer es ist. These: Ein Schwarzer, der sich als Albert Einstein verkleidet, würde sich wohl niemals "whitefacen".

Wäre es eine reale Person, wäre ich ganz klar bei b).
So aber weiß ich wirklich nicht, zu was ich eher tendiere.

Bzw. ist das am Ende ja auch egal, denn wenn Schwarze dabei eine gewisse Form von Rassismus spüren, dann wird das schon seine Richtigkeit haben. Darüber kann ich dann einfach nicht urteilen.

Wissenschaftlich ist es natürlich so eine Sache, weil wir uns hier in einem Rahmen bewegen, der anders gelagert ist als sonst typischerweise (Zwarte Piet in Holland z.B.).

Hierzu fand ich den Artikel ganz spannend: https://ze.tt/warum-es-problematisc...se-person-ein-emoji-mit-dunkler-haut-benutzt/
 
WTF?

Ich verstehe das alles nicht mehr. Ihr Kostüm ist doch weder diskriminierend, noch macht sie sich über bestimmte Stereotypen/Klischees lustig? Bedeutet das, kein weißer sollte eine Figur einer anderen Ethnie cosplayen dürfen?

Doch, aber nicht mit der Hautfarbe. Es wird gesagt, man sollte das Kostüm beibehalten, aber die Hautfarbe seiner eigenen anpassen, so wie es viele Cosplayer auch machen. Wobei das natürlich bei einem Ganzkörperkostüm auch auf mich etwas "seltsam" wirkt.
 
Ja eben. Wie ist das denn mit dem Geschlechterwechsel? Ist der unproblematisch?

Das wurde zumindest im Thread nicht thematisiert. Für mich ist das ja ebenso schwierig nachzuvollziehen. Es ist auf jeden Fall ein sehr schwieriges Thema, weil es ja eine Geschichte des Blackfacings gibt, die diskriminierend ist. Vielleicht ist das Grund genug. Frauen haben das in der Form nicht mitgemacht, glaube ich. Aber für mich ist das trotzdem etwas sehr, ähm, krass?
 
Der Artikel über digitales Blackfacing hat mich auch erstmals zum Nachdenken gebracht, warum ich manchmal gezielt Gifs mit schwarzen poste, die ein gewisses Klischee bedienen und hab mich in diesem Abschnitt auch wiedergefunden:
Was passiert, wenn weiße Menschen sich mit Gifs, Memes oder Emojis an stereotypen Darstellungen von BPoC bedienen? Es ist eine Fetischisierung des Schwarzen Körpers. Eine gewisse Tonalität und ein gewisser Habitus werden dabei verdeutlicht. Geschriebenes soll lustiger, prägnanter gestaltet werden oder eine gewisse Art zu sprechen wird in den Vordergrund gerückt. Weiße Menschen versuchen, sich für den Moment mit Schwarz gelesenen Attributen zu schmücken. Sie sind dann besonders frech oder zickig, lässig oder haben eine vermeintliche attitude.

So ehrlich muss ich dann auch zu mir sein und sagen, dass ich an sowas überhaupt nicht gedacht habe und ich kein richtiges Bewusstsein dafür hatte. Ändert ja auch nichts daran, dass ich es nicht rassistisch meine, es aber beim Empfänger so ankommen kann.
 
Ich finde diese ganze Entwicklung in wirklich allem eine Diskriminierung zu sehen, langsam bedenklich.

Ich verstehe auch nicht wo das Problem sein soll. Die Figur sieht nun mal so aus? Und genau so hat sie sich dann eben verkleidet und geschminkt.

Ich lese zwar resetera hin und wieder aber die Moderation dort ist nur verrückt, jeder der nur einen cm eine andere Meinung vertritt als die Moderatoren wird gebannt
 
Ich verstehe die Welt tatsächlich nicht mehr?
Ich sehe kein Problem darin wenn man sich ein schwarzes Gesicht macht oder ein gelbes oder ein rotes oder ein grünes.
Ich sehe kein Problem darin wenn sich Männer als Frauen verkleiden oder Frauen als Männer oder ein anderes Geschlecht als ein Alien.
Vielleicht bin ich da aber auch einfach nicht betroffen oder naiv oder was auch immer, ich würde mich eigentlich auch als sehr empathischen Menschen
bezeichnen aber da hört es wirklich bei mir auf sich irgendwie da hinein zu versetzen und es schlimm zu finden.
 
Da die meisten die auf sowas gucken, den Gedanken hinter Cosplay und wie leidenschaftlich man dies betreiben kann, nicht verstehen, wird da glaube jede Diskussion sehr anstrengend.

Viel zu verklemmt und sollte man lockerer betrachten, wobei natürlich schwer was dagegen zu sagen ist, wenn sich Leute angegriffen fühlen... Da ist aber wieder die Frage die ich mir stelle: wird das wieder viel zu sehr als Grundsatzfrage betrachtet?
Ihr wird das schon bewusst gewesen sein, aber wenn du Bock auf einen Charakter hast und du das auch professionell aufziehen willst, dann spielt dies nun mal mit rein. Theoretisch sogar auch das Schauspiel.
 
Der Artikel über digitales Blackfacing hat mich auch erstmals zum Nachdenken gebracht, warum ich manchmal gezielt Gifs mit schwarzen poste, die ein gewisses Klischee bedienen und hab mich in diesem Abschnitt auch wiedergefunden:


So ehrlich muss ich dann auch zu mir sein und sagen, dass ich an sowas überhaupt nicht gedacht habe und ich kein richtiges Bewusstsein dafür hatte. Ändert ja auch nichts daran, dass ich es nicht rassistisch meine, es aber beim Empfänger so ankommen kann.

Das habe ich mir halt auch gedacht. Und irgendwie fühle ich mich als wäre ich auf der falschen Seite. Auch wenn jemand "Negerkuss" sagt, hat er ja wahrscheinlich kein rassistisches Motiv. Trotzdem ist das wegen der Konnotation offensichtlich rassistisch. Vielleicht trifft das hier auch zu? Erst war es halt auch für mich sehr abstrus, aber dann hatte ich das Gefühl als wäre ich nun einmal auf der Seite, die ich normalerweise verurteile.
 
Cosplay (japanisch コスプレ, kosupure) ist eine in Japan geprägte Fanpraxis, die in den 1990er Jahren mit dem Manga- und Animeboom auch in die USA und nach Europa kam. Beim Cosplay stellt der Teilnehmer eine Figur aus Manga, Anime, Film, Videospiel oder anderen Medien durch Kostüm und Verhalten möglichst originalgetreu dar.

Beim Cosplay stellt der Teilnehmer einen Character, zum Beispiel einen Superhelden oder einen Bösewicht, durch Kostüm, Maske, Accessoires und Verhalten möglichst nah am Original dar.

Rassismus kann doch hier keiner vorliegen, jedenfalls nicht durch die Cosplayerin.

Wenn man es denn wollte, so würde höchstens beim Spielcharakter bereits Rassismus vorliegen. Aber selbst das wäre mMn Blödsinn.
 
Muss da an die Arenaleiterin aus Pokémon Sword/Shield denken.
Da gab es doch auch riesiges Drama weil sie schwarz ist, es weiße Fanzeichnungen gab und einige Heller waren, weil die Beleuchtung halt anders war.
 
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