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Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Da wären vor allem ziemlich viele junge Frauen in den A**** gekniffen, die das nämlich überwiegend sehr gerne machen. Und für die ihr Auftritt vor und während der Spiele ein Highlight ist.

Können ja dann jetzt Vereine gründen und das in der Halle ohne Publikum vortragen.

Und genauso gibt es bestimmt viele Menschen in den Vereinen und Fans, die nicht mit dem Sexismus einverstanden sind. Die Gesellschaft wandelt sich und man kann es nicht allen recht machen.
 
Und genauso gibt es bestimmt viele Menschen in den Vereinen und Fans, die nicht mit dem Sexismus einverstanden sind. Die Gesellschaft wandelt sich und man kann es nicht allen recht machen.

Eigentlich hätte ich gerade von dir validere Argumente erwartet.

Cheerleading ist eine harte Sportart, für die es sogar Meisterschaften gibt. Statt einer Fremdbestimmung durch Dritte (und dann am besten noch Männer...) hätte man sich ja mal Gedanken über eine Erweiterung des Rahmenprogramms machen können. Die Alba Breakdancers als Männergruppe z.B.. Oder gemischte Gruppen.

Mit "man kann es nicht allen recht machen" kriegt man jeden Scheiss auf der Welt durch.
 
Ich finde das Wort Fremdbestimmung hier völlig fehl am Platz, wenn man Arbeitsstellen streicht, die für viele Menschen Sexismus repräsentieren.
Cheerleading wurde nicht verboten, die Frauen können machen, was sie wollen. Vielleicht kommt sogar eine moderne Alternative. Das wurde ja nicht einmal gesagt.
 
Ist Cheerleading per se schon Sexismus? Die Frage ist doch auch, wer definiert das gerade und was ist opportun. Ich sehe das wie diese unsägliche Komplimenten Debatte. Es gibt Frauen, die trainieren hart, gehen mehrfach die Woche ins Fitnessstudio, warum soll ich der nicht sagen dürfen, dass Sie einen tollen Body hat? Darüber freut sie sich bestimmt mehr als über "oh, das ist aber ein schönes Shirt".
Ich denke auch die Jungs/Männer hier im Forum, die im Fitnessstudio trainieren freuen sich über Komplimente über ihre Muskeln, bzw. ihren Body. Ich kann mir nicht vorstellen, dass da einer sagt "oh lass das bitte, du reduzierst mich nur auf meinen Körper" (jedenfalls wenn ich von den bisherigen Postings und Bildern ausgehe).
Ich habe junge Frauen (und Männer) in meinem Bekanntenkreis, die Cheerleading als Sport betreiben und sehr gerne im Vorfeld oder in den Pausen von Sportveranstaltungen ihre Fähigkeiten präsentieren, für die sie auch hart trainiert haben. Die finden es nicht gut, wenn sie keine Plattform mehr für ihre Auftritte bekommen. Aber sie werden auch nicht gefragt, obwohl sie die betroffenen sind. Das zeigt in meinen Augen, dass hier ganz schön was schiefläuft.
 
Zuletzt bearbeitet:
@eape

Du kannst das jetzt sehen, wie du willst. Fremdbestimmung ist es in jedem Fall.

Vor allem hat man es nach langer Zeit geschafft, das Cheerleading aus seiner ehemaligen Schmuddelecke rauszubekommen, hat es als Sportart etabliert, die bei den Frauen beliebt ist und vom Publikum auch anerkannt wird. Wie gesagt, es gibt Meisterschaften, die auch besucht werden.

Diesbezüglich kann man Cheerleading z.B. garnicht mit Grid Girls vergleichen.
 
Einerseits kann man Cheerleading sicherlich kritisch sehen. Andererseits, so wie die PM von Alba klingt, könnte man zynischer Weise sagen, dass die Botschaft ist:

Unsere Cheerleader sind selbst zu blöd, um zu erkennen, dass sie sexualisiert werden. Deswegen entscheiden die aufgeklärten Männer über ihre Köpfe hinweg, dass dieser Missstand behoben wird. Weibliche Selbstbestimmung gerne, aber nicht in diesem Fall.

Wenn Cheerleading nicht mehr als zeitgemäß betitelt wird, dann Frage ich mich, was ist denn zeitgemäß? Und sind die Frauen über diese Entscheidungen vielleicht enttäuscht? Und wenn sie enttäuscht sind, verstehen sie nicht die negative Tragweite ihrer Show?
 
Das kann man natürlich so verstehen, auch wenn es so nicht ansatzweise ausgedrückt wurde.

Das ist halt keine individuelle Frage, ob sich die Frauen in der Rolle wohl fühlen. Das tun sie vermutlich. Es geht um ein weitaus größeres, gesellschaftliches Thema, ob Frauen in kurzen Röcken in sexy Posen als Pausenfüller für Sport herhalten sollten.
Ich finde nicht.
 
Das kann man natürlich so verstehen, auch wenn es so nicht ansatzweise ausgedrückt wurde.

Das ist halt keine individuelle Frage, ob sich die Frauen in der Rolle wohl fühlen. Das tun sie vermutlich. Es geht um ein weitaus größeres, gesellschaftliches Thema, ob Frauen in kurzen Röcken in sexy Posen als Pausenfüller für Sport herhalten sollten.
Ich finde nicht.

Ich sag ja, man kann es kritisch sehen. Aber du reduzierst sie ja als absolutes objekt. Pausenfüller in sexy posen, knapp bekleidet. Wenn du eine Cheerleaderin fragen würdest, was ihre Rolle ausmacht, würde sie das antworten? Und wenn nicht, weißt du es besser als sie?
 
Wie gesagt. Es ist meiner Meinung nach zu einem großen Teil unerheblich, in welcher Rolle sich eine Cheerleaderin sieht oder ob es ihr Spaß macht. Es geht um die ganze Aktion, die nicht isoliert aus der Sicht der Tänzerin betrachtet werden sollte.

Das finde ich aber gelinde gesagt bevormundend. Warum das ganze nicht entsexualisieren? Weniger schminke, mehr d/m/w?

Wäre es in dem Fall immer noch nicht zeitgemäß?
 
Cheerleader passen m. E. schon ganz lange nicht mehr in unsere Zeit. Ich sags mal ganz provokativ: In der NFL gehören die Mädels zum Kulturgut wie frei verkäufliche Waffen. Die meisten verdienen einen Hungerlohn (ja, auch in der NFL) und freuen sich auf Auftritte bei anderen privat finanzierten Partys, um mal etwas mehr Geld zu verdienen. Deutsche Cheerleader oder „Dancer“ sind nicht annähernd mit den Frauen in den USA zu vergleichen, die dort als reine Sexsymbole für den „Männersport“ herhalten, die zwangsweise Intimrasur inklusive. Und die Argumentation der scheinbaren Freiwilligkeit wurde hier ja schon oft genug thematisiert - das hat nichts mit dem latenten Sexismus zu tun. Aber die Diskussion über Sexismus im Zusammenhang mit den amerikanischen Nationalsportarten ist genauso mühsam wie die über Rassismus (Viele Grüße an Colin Kaepernick).

Und ich liebe American Football und bin ein großer Fan der NFL. Aber mein Gott, das Land hat auch erst seit ein paar Jahr Jahren keine Sklaven mehr - da kann man nicht so viel verlangen :gerri:

Bei diesen geilen Sportarten wie Basketball oder Football braucht Cheerleader kein Mensch... Wer nur deswegen ein NFL-Spiel schaut, der kann sich auch mit einem Playboy in eine dunkle Ecke verkriechen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hat ja @Nimble wieder was los getreten. ;) aber mal im Ernst, finde ich übertrieben. Wie schon gesagt wurde ist Cheerleading heute ein anerkannter und vorallem anstrengender Sport den die Frauen alle freiwillig und gerne machen. Da wird hart trainiert und die Damen bekommen dann ihren verdienten Lohn in Form von Applaus und Anerkennung. Da sehe ich kein bisschen Sexismus. Jede Frau kann das wenn sie es will machen, da gibt es doch keinerlei Grenzen o.ä. Es macht den Frauen und auch den Zuschauern Spaß, wo ist das Problem? Wenns so weit gekommen ist dann bitte auch die Funkenmariechen verbieten, kann ja nicht sein das Frauen in kurzen Röcken für Leute aus Spaß tanzen ^^
 
Feminismus und Sexismus haben nichts oder nur sehr wenig mit miteinander zu tun ;)

Hier mal ein paar Artikel:

https://taz.de/Sexismus-im-American-Football/!5493896/
https://www.stern.de/sport/sportwel...von-der-dunklen-seite-des-sports-8346340.html
https://www.focus.de/sport/football...ts-klagt-gegen-ex-arbeitgeber_id_9778422.html

Bitte hört endlich auf, das Thema Selbstbestimmung auf den Tisch zu bringen - auch das hat mit Sexismus wenig zu tun.

Ganz ehrlich: Man braucht da nicht über das „OB“ diskutieren, sondern eher über das Ausmaß, zumindest in den USA.
 
Es gibt aber durchaus einen Unterschied im Selbstzweck zwischen cheerleading praktisch rein von Frauen zur Unterhaltung bei Sportveranstaltungen und cheerleading als Sport, bei dem auch normalerweise Männer dabei sind.

Das zu differenzieren dürfte eigentlich nicht so schwierig sein und wenn die schnappatmung ob der Absetzung der Cheerleader bei Alba Berlin durch ist können wir ja alle beruhigt weitermachen denn niemand verbietet einer Frau, die cheerleading betreiben will exakt das zu tun.
 
Man entzieht einem Teil der Frauen, die diesen Sport ausüben, die Plattform ihren Sport einem größeren Publikum zu präsentieren. Aber das scheint bei den Verantwortlichen ja keine Schnappatmung auszulösen, sollen sich diese Sportlerinnen halt eine andere Plattform suchen oder die Sportart wechseln, Hauptsache sie sind vor Sexismus geschützt (egal ob sie wollen oder nicht).
 
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