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Der Politikthread

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Wenn Du über die Reaktion meiner Tochter lachst, bist Du ein blödes Arschloch. Wenn nicht, bist Du nur ein ignorantes Arschloch... Aber auf jeden Fall ein Arschloch ;) DAS steht zumindest fest.

Ach so: Die Verwarnung ist mir völlig egal....

Emotion ist verständlich, trotzdem ist das eine krasse Beleidung und damit eben eine
Verwarnung
 
Dass man mit so radikalen Einschnitten, wie durch einen Mietpreisdeckel, den Markt vor den Kopf stoßen würde und das darf man ja nicht, weil...
... er nicht funktioniert, unproduktiv ist und kein Problem löst. Genau das ist der Aktionismus, der mit Emotionalität einhergeht und das Ganze ausbremst. Danke für die Argumentationskette.
Aber wenn dir ein 16-jähriges Mädchen mit Wut und Tränen ins Gesicht sagt, dass du ein Arschloch bist, das packt dich an den Eiern. Mir ging es jedenfalls so, und ich bin damit wohl nicht alleine.
Mich packt man mit Argumenten, nicht mit einem heulenden Teenie. Aber klar, für ... gewisse Gruppen ist das ggf. effektiver.
 
Ich sehe es ja an mir, zu viele Emotionen stoßen mich eher ab. Ich habe kein Problem mit drastischen Maßnahmen, denn ich sehe das Problem auch, aber bei solchen Reden wie von Greta verdrehe ich eher die Augen, als daß ich heulen muß.
Naja, aber das ist ja eher ein Problem von dir als von Greta.
Ich finde es immer sehr problematisch (und das mache ich an anderer Stelle ja auch immer wieder deutlich) wenn Betroffenenperspektiven verkannt werden, indem aus der eigenen privilegierten Position heraus Ansprüche an die Betroffenen formuliert werden.
Stattdessen sollte man zuallererst den Perspektivwechsel vornehmen. Im konkreten Fall bedeutet das, sich die Fragen zu stellen: ist es aus Sicht eines heranwachsenden Menschen wie Greta nicht mehr als nachvollziehbar, dass sie wütend ist, dass sie aufgebracht ist, dass sie emotional ist? Kann man nicht ihren Frust verstehen, dass sie trotz ihrer Bemühungen eine Machtolsigkeit empfindet, die einen verzweifeln lässt? Ich denke, wer persönlich auch nur annähernd fähig ist, sich in Gretas Lage zu versetzen, der muss auch ihre Emotionalität nachvollziehen können.

Stattdessen zu sagen ihre Emotionalität wäre Fehl am Platz, oder sie müsse vielmehr auf diese oder auf jene Weise ihr Anliegen vortragen, ist vermessen und abgehoben.
Sie hat jedes Recht dazu wütend und emotional zu sein. Es ist nicht ihre Aufgabe für eine Sachlichkeit in der Diskussion zu sorgen.
Andere sind dafür zuständig, ihre emotionalen Forderungen (die sie ja stellvertretend für andere betroffene Menschen vorträgt) in sachliche oder besser sachdienliche Maßnahmen zu überführen.
Und damit ist aber nicht gemeint, dass man einen sachlichen Kompromiss findet. Sondern eben dass man politisch dergestalt tätig wird, dass die Konsequenzen der dann eingeleiteten Politik eben nicht mehr zu einer berechtigten Wut und Sorge bei heranwachsenden Menschen führt.

Aber Greta hat auf jeden Fall meine grenzenlose Solidarität; auch und gerade in ihrer Wut und Emotionalität!
 
Sie kann gerne rumheulen und so emotional sein, wie sie will. Ist ihr gutes Recht. Beeindruckt micht trotzdem nicht, ist mein gutes Recht. Ist weder vermessen, noch abgehoben. Ich bin kein emotionaler Mensch, heul doch, ich habe damit kein Problem. Wenn Du meine Hilfe und meine Solidarität willst, liefer mir Argumente, keine Tränen.
 
Für mich klingt das durchaus vermessen und abgehoben.
Es ist ja nun nicht so, dass wir jetzt nur noch heulende und emotionale Klimaforscher*innen auf den Tagungs-Panels dieser Welt sehen würden.
Es ist ja also nicht so, dass Expert*innen plötzlich aufgrund unangebrachter Emotionalität ihre Kredibilität verspielen würden.
Die Sachlichkeit der Debatte wird hier also genau Nullkommagarnicht durch die Emotionalität untergraben, von daher verstehe ich einfach nicht an wen diese Kritik gerichtet sein sollte.
 
Hä? Du krittelst hier doch an mir herum (was nebenbei auch vermessen und abgehoben ist). Ich habe (siehe Ursprungspost) nur gesagt, daß man sich bei der Diskussion nicht auf die Emotionalität versteifen soll, sondern einen Mittelweg finden muß. Weil mich sowas bei sachlichen Diskussionen, und darum geht es letztlich, eher abstößt, als motiviert.

Solltest echt den ganzen Post lesen...
 
Hä? Du krittelst hier doch an mir herum (was nebenbei auch vermessen und abgehoben ist). Ich habe (siehe Ursprungspost) nur gesagt, daß man sich bei der Diskussion nicht auf die Emotionalität versteifen soll, sondern einen Mittelweg finden muß. Weil mich sowas bei sachlichen Diskussionen, und darum geht es letztlich, eher abstößt, als motiviert.

Solltest echt den ganzen Post lesen...
Ich hatte deine Gedankenkette
Auch hier ein Jaein, Emotionalität führt fast immer zu Aktionismus und der wird uns in dem Gesamtprojekt eher ausbremsen, weil sich Viele einfach verweigern werden. Ich sehe es ja an mir, zu viele Emotionen stoßen mich eher ab. Ich habe kein Problem mit drastischen Maßnahmen, denn ich sehe das Problem auch, aber bei solchen Reden wie von Greta verdrehe ich eher die Augen, als daß ich heulen muß.
so verstanden, dass Emotionalität zu Verweigerung führen würde, und dieses Problem hast du mit dem persönlichen Beispiel untermauert, nämlich dass Gretas Rede bei dir zu Augenrollen führen würde. Ergo, Gretas Emotionalität führt zu Verweigerung in der Sache.

Aber wenn ich dich da falsch verstanden habe, dann mea culpa. Mein genereller Appell zu mehr Empathie mit der Wut und Angst nachfolgender Generationen gilt natürlich nichtsdestotrotz.
 
so verstanden, dass Emotionalität zu Verweigerung führen würde, und dieses Problem hast du mit dem persönlichen Beispiel untermauert, nämlich dass Gretas Rede bei dir zu Augenrollen führen würde. Ergo, Gretas Emotionalität führt zu Verweigerung in der Sache.

Der Aktionismus, der häufig durch Emotionalität statt durch Argumente entsteht, führt zu Verweigerung. Und ja, heulende Teenies führen bei mir auch dazu, daß ich mich eher ab- als zuwende. Wenn ich noch einmal "how dare you" im Radio höre, kotze ich ins Essen. Was nicht heißt, daß ich die Argumente ignoriere! Wie gesagt, ich sehe das Problem durchaus (wie auch in der Berliner Wohnungssituation), aber mit Tränen und Emotionen hat man noch nie ein Problem gelöst. Dafür braucht man Argumente und Sachlichkeit. Und wer mir mit Emotionen kommt, der hat normalerweise keine, deswegen ist das bei mir extrem kontraproduktiv. Kann jeder anders sehen.
 
Ich sehe das in der Tat extrem anders.
Dass wir so lange auf unserem faulen und privilegierten Arsch gesessen haben ohne dass etwas nennenswertes passiert ist, hat ja gerade damit zu tun, dass uns in dieser Bequemlichkeit niemand mal so ordentlich wachgerüttelt hat.
Ich finde es auch nach wie vor vermessen zu proklamieren, mit Emotionen habe man noch nie ein Problem gelöst, wenn die Probleme ja gerade ursächlich sind für die Emotionen, die dadurch nämlich erst hervorgerufen wurden.
Aber da drehen wir uns jetzt glaube ich im Kreis.
 
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