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MOVIE Once Upon a Time in Hollywood by Quentin Tarantino

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Inglorious Bastards sollte ursprünglich auch mal „Once upon a time in Nazi occupied france“ heißen.
In Anbetracht der 2 Film Enden, passt diese märchenhafte doch sehr gut.
 
So, gestern auch endlich gesehen. Bis auf das Setting kannte ich eigentlich nix... und das hat dem Film richtig gut getan.
Eins vorweg: mich hat selten ein Film so unschlüssig zurückgelassen. :D

Einerseits bin ich absolut begeistert davon, andereseits... ich weiß nicht... ich hab mir mehr bzw _offensichtliches" Tarrantino erwartet. Keine Frage, seine Handschrift ist natürlich unverkennbar und am Ende passt es auch alles... aber es ist halt "anders", subtiler.

Leo und Pitt... absolut genial. Nicht zwangsläufig wegen der beiden Rollen und deren Interaktion untereinander sondern die pure Einzelleistungen. Leo dann noch einen ticken mehr. Sie tragen den Film ohne wenn und aber.

Rest im Spoiler

Ich wusste vom Film wie gesagt nur das Setting und dass es am Ende halt wieder abgeht (scheiss Kurzkritik von irgend nem Filmportal...). So hab ich auf 2 Dinge gewartet die dann doch nicht gekommen sind und ich somit ziemlich geil fand: Zerwürfnis Pitt und Di Caprio und eben die echten Morde am Ende. Dass ersteres nicht eingetreten ist fand ich herrlich erfrischend und macht den Film bis zu den letzten 20 Minuten einfach zu: einem schönen Film. :) Nix großartig überdrehtes, ziemlich bodenständig und eine tolle Wiedergabe der damiligen Zeit. Auch wenns lange dauert und eigentlich wenig passiert, ich habs echt genossen.

Das Ende fand ich dann eigentlich schon etwas unpassend und gezwungen. Und dann auch noch für Tarantino recht uninspriert.

Weils @Trayal in seiner Kritik erwähnt hat: ich fands sehr befremdlich, dass sich mindestens 10 Leute im Saal köstlich amüsiert haben als den Frauen das Geischt eingeschlagen wurde, Tex vom Hundzerbissen wurde und am Ende Sadie (?) im Pool verbrannt wurde. Ich weiß... übertrieben, Tarantino usw usf. Aber die Reaktionen fand ich ziemlich unpassend. Einerseits weil sie jetzt nicht unbedingt meinem Gemütsstand beim Schauen wiedergespiegelt haben, andereseits weil mich sowas ziemlich aus dem Film rausholt.

Zusammenfassend: Toller Film, wenn auch nicht der erwartete Tarantino Overkill. Das Ende hätte man in meinen Augen noch etwas ausarbeiten können, aber das ist eigentlich auch schon der einzige, kleine Kritikpunkt.

8.9/10
 
Ich habe ihn heute auch gesehen. Gefühlt werden ihn 70% aller Zuschauer eher scheiße/langweilig finden. Ich persönlich fand ihn geil. Diese Art des detailverliebten Filmemachens, sei es Setting, Dialoge oder Besetzung, gibt es einfach nur bei Tarantino. Und wie auch der Film ist Tarantino vielleicht der letzte seiner Art. Eine Art Tribut an Hollywood und an ihn selbst.

9/10
 
Ich finde er wirkt einfach sehr stark nach. Direkt nach dem Kino hätte ich ihn schlechter einschätzt als jetzt ein paar Tage später.
Da gab es schon viele kleine ikonische Szene und ich rede jetzt nicht von den großen offensichtlichen Dinger wie der Bruce Lee Szene oder das Finale.

Eher so Episoden wie die ganze Hintergrundgeschichte zu Cliff. Warum Kurt Russell ihn nicht auf dem Set haben will, inklusive der doppelten Rückblende auf das Boot mit seiner toten Ex Frau.
Oder wie Cliff seinem Hund das Essen zubereitet.
 
Habe den Film vorletzten Mittwoch gesehen und musste den erst einmal eine Weile sacken lassen. Direkt nach dem Kino fand ich ihn bereits sehr gut, mittlerweile - nachdem ich das gesehene einige Tage nachwirken lassen konnte - sogar großartig. Auch ich bin der Meinung, dass es definitiv empfehlenswert ist, sich vorher über die Manson-Morde zu informieren. Dadurch wirken viele Szenen doch um einiges intensiver und erst dann können die letzten 15 Minuten des Films so richtig ihre Wirkung entfalten.

Die Ausstattung und die schauspielerischen Leistungen sind absolut zum niederknien. Könnte jetzt nicht sagen, ob mir Brad oder Leo besser gefällt. Beide sind absolut top, wobei die Rolle von Pit aus meiner Sicht die interessantere ist. Genial natürlich seine Szene mit Bruce Lee oder der gesamte Auftritt im Finale. Bei Leo zählt für mich ganz klar seine Szene mit dem kleinen Mädchen beim Western-Dreh zu den Highlights. Absolut top auch Margot Robbie als Sharon Tate. Tolle Ausstrahlung und ihre Schönheit wird der echten Sharon Tate absolut gerecht.

Zum Ende: Wie ich bereits schrieb, kann dieses nur seine volle Wirkung entfalten, wenn man mit den realen Ereignissen einigermaßen gut vertraut ist. In meinem Fall war diese Voraussetzung glücklicherweise gegeben und ich kann vor Tarantino angesichts seiner Auflösung mal wieder nur den Hut ziehen.

Hier wird Tarantino dem Filmtitel gerecht und zaubert ein richtig schönes "Was wäre wenn"-Märchen auf die Leinwand, bei dem man mit Happy-End und einem wohligen Gefühl aus dem Kino entlassen wird. Toll! Eine zeitlag hatte ich ja die Sorge, er würde tatsächlich die Tate-Morde zeigen. Als die Manson-Jünger dann aber Cliff gegenüber standen und er diese kurze Zeit später nach allen Regeln der Kunst auseinander nimmt, war die Erleichterung (und auch die Schadenfreude) groß. Auch die vollkommen überzogene Gewalt fand ich an der Stelle keinesfalls deplatziert, spiegelt diese doch nur die Rachegelüste vieler Zuschauer (und sicher auch Zeitzeugen) wieder, welche mit den realen Ereignissen vertraut sind. Das mag primitiv sein, ist gleichzeitig aber auch ungemein "befriedigend". Für mich hat's jedenfalls funktioniert.

Mein bisheriges Filmhighlight dieses Jahr und ein klarer UHD-Pflichtkauf. Wird angesichts seiner beschwingten und lockeren Stimmung wohl noch recht oft in Zukunft geschaut. Tendiere aktuell zu 9/10, vielleicht sogar mehr. Tolles Feel-Good-Movie. Stimmung im Kino war im übrigen auch großartig.
 
Ich wusste einfach so gar nicht, was mich erwartet und fand das Ende atmosphärisch sehr gelungen.
Dachte halt die ganze Zeit, dass die Manson-Morde gezeigt werden. War daher ziemlich angespannt. Als dann Pitt die Leute auseinandernimmt, habe ich mich halt wirklich weggeworfen, weil die Anspannung einfach völlig verflogen ist. :D
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Gesten geschaut
Mich wunderts aber dann doch, dass hier so wenig Resonanz vorhanden ist.
ist das nicht in jedem thread hier so, dass es immer mehr seiten vor der ausstrahlung gibt als dann danach?

hab ihn gestern gesehen und wurde seit hateful8 nicht mehr so gut im kino unterhalten. und obwohl der film erschreckend wenig handlung hat, war mir keine sekunde langweilig. das ist auch einfach handwerklich meilenweit vom restlichen hollywoodmist entfernt. das einzige was mir nicht gefallen hat, war irgendwie Margot Robbie. mehr als tanzen und geil auszusehen, hat sie nicht gemacht und dafür war mir das zu viel screentime. kam sie auf 10worte? wirklich um die tate-morde ging es ja jetzt auch nicht... war eher der rahmen für die handlung, aber es geht ja eher um leo und brad. 9/10 so nachm ersten mal schauen
 
Wollte den Thread mal hochholen, da die Blu-ray in zwei Tagen erscheint.

Hat der Film echt so wenige interessiert, wie es hier den Anschein macht?
Ich bin auf jeden Fall gespannt und werde ihn mir sicher an einem der Weihnachtsabende geben :cool:
 
Ich hatte den Film zu einem Zeitpunkt im Kino gesehen, da war hier schon alles gesagt. Es fehlt deutlich an einer Story, aber ein Tarantino ohne Story ist immer noch durch die Atmosphäre tausend Mal geiler als jeder Popcorn-Superhelden-Film.:D

Es ist meiner Meinung nach bestimmt nicht Tarantinos bester Film, aber wie immer stimmen Charaktere, Dialoge und Atmosphäre.
 
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