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Der Politikthread (1 Betrachter)

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Ach komm, als würde jeder der zum Mindestlohn arbeiten würde nur in Sozialbau-Wohnungen leben. Es geht darum bestehende Mieten auf einem akzeptablen Niveau zu halten. Und natürlich ist es heute noch möglich Wohnungen mit fairen Mieten zu Bauen. Macht nur kaum einer, weil die Preise nach oben offen sind und der Wohnungsmarkt auf unverschämt hohe Renditen aus ist.

Hast du schonmal von Genossenschaften gehört? Die bauen zu fairen Preisen Neubauten teilweise zum Preis von 8,50 Euro/m² und schütten trotzdem Renditen an ihre Mitglieder aus.

Hab 10 Jahre in einer Genossenschaft gewohnt. Top Vermieter. Definitiv der fairste hier in Dortmund. 6,45 kalt und nur eine Erhöhung in 10 Jahren um AFAIK 18 cent
 
Alter Leute...



Wenn der Staat/Senat hier nicht für ein Ende der Spekulation auf Baugrund und dafür endlich mal für stabile Grundstückspreise sorgt, indem er durch Regulierung und Gestze wie der Mietpreisbremse für stabile Mietpreise sorgt, zudem Baugenehmigungen vorsichtig vergibt, werden Investoren die Spekulation einfach nur weiter voran treiben. Welches wiederum für immer höhere Grundstückspreise und somit teure Neubauten sorgen werden.

Und wenn das eben bedeutet, dass sich einige Investoren wegen zu geringen Renditen zurück ziehen. Dann ist das halt so.
Das sich hier einige lieber zum Bückluder des Immobilien-Markts machen und jede Reform die für stabilere Mietpreise sorgen wird ablehnen, nur weil man damit Investoren abschrecken könnte. Widerlich ...


Dann hat Berlin halt die nächsten Jahre mit Wohnungsknappheit zu rechnen. Ich finde das weder schön noch toll und das spannt die Wohnsituation in Berlin auf eine ganz eigenen Art an. Dann hat Berlin halt zuwenig Wohnraum, dafür aber einen langfristig günstigen und vor allem stabilen Wohnmarkt. Dann ist das halt der Weg.

Und wenn es dazu führt, dass dadurch Bauprojekte zurück gehen muss sich Berlin halt eine weitere Lösung ausdenken. Selbst in Neubau investieren oder den privaten Wohnbau subventionieren.

Die oberste Priorität sollte jetzt erstmal sein für bezahlbaren Wohnraum (auch längerfristig) zu sorgen. Und das geht halt erstmal nur, wenn man dem Immobilien Markt strikte Rahmenbedingungen aufdrückt und halt eben nicht jedes Bauprojekt genehmigt.

Alles andere wäre einfach nur ein klares Zeichen fürs "Weiter so" zur Asozialen Wohnsituation.

Dein Artikel zeigt auf, dass die Stadt der Hauptschuldige ist und es gleichzeitig noch versäumt hat, sinnvolle Maßnahmen umzusetzen, damit früher gebaut wird. Und um die zu bestrafen, die nicht bauen, deckelt man die Mieten für diejenigen, die gebaut haben. Seems legit :O_o:.
 
Dein Artikel zeigt auf, dass die Stadt der Hauptschuldige ist und es gleichzeitig noch versäumt hat, sinnvolle Maßnahmen umzusetzen, damit früher gebaut wird. Und um die zu bestrafen, die nicht bauen, deckelt man die Mieten für diejenigen, die gebaut haben. Seems legit :O_o:.

Ohne frage hat sie. Aber wie kommst du darauf die Mietpreisbremse als unfaire Bestrafung anzusehen?
Als würde im Immobilien Geschäft gerade nicht der Reibach des Lebens gemacht.
Auf Kosten von Dritten versteht sich.

Edit: Diese armen großen Investoren aus China und USA oder Deutsche Wohnen und Vonovia. Die haben sich doch nichts zu schulden kommen lassen hatten doch alle nur die besten Absichten im Sinn.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Da stecken auch viele Asis dahinter, keine Frage, siehe Vonovia Nebenkostenabrechnungen. Aber auch da hat der Staat sicherlich eine Menge Handlungsspielraum - was ist passiert? Nichts. Btw bin ich mir auch recht sicher, dass man z.B. ausländische Spekulationen limitieren könnte, siehe z.B. Dänemark.

Davon ab hatten afaik sowohl Vonovia als auch Deutsche Wohnen ihre durchschnittlichen Quadratmeterpreise für Berlin veröffentlicht und das war fern von Wucher.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach ja?

Hört mal. Hier wurde mehrfach behauptet der Wohnungs-Neubau wäre zu fairen Mietpreisen nicht möglich.
Tatsächlich bauen tatsächlich viele Genossenschaften in Berlin Neubauten und können diese sogar zu einem fairen Mietpreis von 7 - 11 Euro/m² anbieten. Ich bin selber Mitglied in einer kleineren Genossenschaft, stehe dort auf einer Warteliste und warte eigentlich nur noch auf ein gutes Angebot. Erst Ende letzten Jahres kam wieder ein Flyer rein, dass diese Genossenschaft zwischen 2020-2023 einen Neubau in Treptow-Köpenick planen. Ich habe 2017 dort ca. 500 Euro als Beitrittsanträge hinterlegt mit einer Dividende von 4%.

Und die bieten günstige Mieten und bauen auch zu günstigen Mieten Neu. Ein Bekannter von mir hat bei genau dieser Genossenschaft während seines Studiums ne 2 Raum Wohnung für 450 Euro warm in Neukölln beziehen können. Bei dem Preis ist das natürlich ein Altbau, aber da wurde tatsächlich alles gemacht. Küche/Bad keine 2 Jahre alt und frisch saniert. Moderne Fenster und die Fassade ist auch saniert. Der Service im Haus ist auch Top, sollte mal was kaputt sein ist am nächsten Tag schon jemand da.


Also wenn die das können, dann sollte das auch ein großes Immobilien Unternehmen können.

Also kommt mir nicht mit, dass wir keine andere Wahl haben und Immobilien Unternehmer bloß nicht durch irgendwelche Mietpreisbremsen verschrecken sollten. Was die da Teilweise bauen ist einfach nur maximale Gewinnmaximierung mit mörder Renditen.
 
Da stecken auch viele Asis dahinter, keine Frage, siehe Vonovia Nebenkostenabrechnungen. Aber auch da hat der Staat sicherlich eine Menge Handlungsspielraum - was ist passiert? Nichts. Btw bin ich mir auch recht sicher, dass man z.B. ausländische Spekulationen limitieren könnte, siehe z.B. Dänemark.

Davon ab hatten afaik sowohl Vonovia als auch Deutsche Wohnen ihre durchschnittlichen Quadratmeterpreise für Berlin veröffentlicht und das war fern von Wucher.


Das Problem bei Vonovia ist tatsächlich ein anderes als zu hohe Mieten, es ist eher das runter Wirtschaften der Bestands-Wohnungen. Mieter raus ekeln um dann Kern zusanieren und teuer weiter zu verkaufen. Bei Deutsche Wohnen ist das Problem auch ein anderes als die hohen Mieten. Ne Bekannte hat in Köpenick ne tolle 3 Raum Wohnung von Deutsche Wohnungen bezogen. 3 Zimmer, schöne Lage, hübscher Dielenboden für 600 Euro. Deutsche Wohnen will allerdings viele dieser Wohnungen zu Privatwohnungen umbauen. Sie hat auch schon ein Brief bekommen.


Edit: Ansonsten wohnen einige Bekannte und Freunde von mir in WG's und bezahlen mittlerweile für 1 Zimmer das selbe was sie vor 10 Jahren für ne eigene 2 Raum Wohnung bezahlt hätten.

Und jetzt soll mir hier nochmal einer sagen, dass das alles normale Zustände sind und dass man da nicht einzugreifen braucht. Die hälfte seines Gehaltes für Miete Zahlen? Und dabei schlechter Wohnen als noch vor 10 Jahren? In Berlin leider normal.
 
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Also wenn die das können, dann sollte das auch ein großes Immobilien Unternehmen können.

Du verstehst die Spielregeln einfach nicht. Können ja, wollen nicht. Du mußt einem Investor auch einen Grund geben, zu bauen. Sonst macht der etwas anderes mit dem Kapital. Das sind keine gemeinnützigen Unternehmen. Aber das verstehst Du nicht, weil Du Dich nicht in die Gegenseite reinversetzen kannst.
 
Du verstehst die Spielregeln einfach nicht. Können ja, wollen nicht. Du mußt einem Investor auch einen Grund geben, zu bauen. Sonst macht der etwas anderes mit dem Kapital. Das sind keine gemeinnützigen Unternehmen. Aber das verstehst Du nicht, weil Du Dich nicht in die Gegenseite reinversetzen kannst.

Jetzt red doch nicht so einen rotz-dummen Stuss

Blödsinn, vor 10-15 Jahren wurde hier in Berlin im Osten auch massiv Gebaut und Saniert und da war der Wohnmarkt noch kein Spekulationsobjekt mit hohen Renditen.

Edit. Zugegeben die Grundstückspreise waren Niedriger und die Bauvorschriften etwas weniger streng.
 
Vor 10-15 Jahren konnte man auch noch für ein Appel und ein Ei bauen. Die Baukosten sind nämlich ebenfalls explodiert. Von der Inflation über 15 Jahre gesehen mal ganz abgesehen.

Sieht man vor allem gut an den Neubauten die durch Genossenschaften hoch gezogen werden. Um diese Preise zu halten haben die angefangen aus Pappe zu bauen.

Nein das Problem ist eher die Gier der Immobilien Branche
 
Ich bin jetzt auch erstmal raus. Als Berliner sage ich euch ist das wichtigste erstmal die Mietpreise wieder in den Griff zu bekommen. Und wenn das halt erstmal bedeutet dass man dafür Modelle und Regularien einführen muss welche dafür sorgen dass sich Investoren, die für diese prekäre Situation und Preisexplosion erst gesorgt haben, abgeschreckt werden. Ist das halt so.

Und ja Berlin hat auch viel Bockmist verzapft.
 
Wow, okay, diesem sorgfältig formulierten Argument muß ich mich wohl geschlagen geben :lol:

Selber Schuld wenn du die asoziale Marktsituation verteidigt und die Probleme die daraus für viele Menschen resultieren ignorierst.
Stell dir einfach mal vor man will dich aus deinem Kiez und Milieu vertreiben. Die Wohnung die du zur Miete hast kannst du gerade noch so bezahlen (hast dafür ewig gesucht). Um dich herum ist schon gar nix mehr Frei geschweige kannst es dir leisten und jetzt flattert dir auch noch ein Brief rein von deinem Vermieter der dich schon mal darauf vorbereiten möchte, dass er eventuell deine Wohnung in eine Eigentumswohnung umbauen möchte. Und das alles mitten in deinem Studium.

Und dann kommst jemand wie du um die Ecke und meint der Senat soll doch bloß aufhören Investoren zu vergaulen.


Ganz ehrlich? Dafür war die Ansage oben noch harmlos!
 
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Ich habe gar nichts "verteidigt", aber das hast Du gar nicht mitbekommen. Ist auch egal, habe ich nicht erwartet. Trotzdem solltest Du an deiner Diskussionkultur arbeiten, so ist das keine Art.

Ach komm. Mir jetzt fehlende Intelligenz zu Unterstellen, weil ich angeblich gar nicht mitbekomme wovon du sprichst und dass man das von mir ja eh Kognitiv nicht erwarte könne - nur weil ich dir vehement widerspreche dass man der Immobilienindustrie und Baubranche ja nicht zu viele Steine in den Weg legen sollte - ist jetzt aber auch verdammt frech. Zwar nachvollziehbar frech, vor allem nachdem ich deine Behauptung - ich würde die Spielregeln einfach nicht verstehen, man müsse Investoren doch ordentlich Honig ums Maul schmieren damit sie einen Grund haben zu Bauen und ich würde mich nicht genug in die armen Investoren hineinversetzten - als rotz-dummen Stuss abgetan habe und ich btw deine Aussage immer noch für dämlichen Stuss halte, sogar gefährlich dämlichen Stuss halte. Aber geschenkt, ich hab ja eh keine Ahnung.

Du brauchst hier auch gar nicht so auf Überlegen tun, nur weil mich dein Immobilienindustrie-liberales Gelaber tatsächlich - allerdings aus berechtigten Gründen - zur Weißglut bringt. Und es mir tatsächlich schwer fällt, bei soviel Ignoranz und Gleichgültigkeit, gegenüber den Sorgen und Ängsten die diese Immobilienindurstie aus reiner Habgier vielen Bürgern beschert hat - locker zu bleiben. Weißt du eigentlich was die sich da für eine goldene Nase verdienen? Wie Asozial hier teilweise aus reiner Habgier mit Menschen umgegangen wird? Ich kann mich noch an eine Reportage vom letzten Jahr erinnern. Da gab es ein Häuserblock dass noch während die Mieter in ihren Wohnungen lebten über mehrere Monate hinweg einer Kernsanierung unterzogen wurde. Die Mieter hatten den Lärm Monate lang von 8-18 Uhr zu ertragen. Ab einem gewissen Bauabschnitt war dann auch nur noch duschen und pissen aufm Hinterhof im gemeinschaftlichen Baucontainer möglich. Diese Kernsanierung wurde den Mietern ohne wenn und aber -(trotz massiver Proteste) aufgedrückt. Nach Fertigstellung der Kernsanierung sollten die Miete dann eine (für sie) unbezahlbare neue Wohnung vorfinden. In der selben Reportage wurde dann auch ein altes Rentner Ehepaar (70-80 Jahre) befragt, wie es denn für sie weitergehen soll sollte die Kernsanierung vollendet und die neue (für sie) unbezahlbare Miete veranschlagt werden. Der alte Mann, der zusammen mit seiner Frau schon seit 30+ Jahre in dieser Wohnung lebte, antwortete darauf nur mit einer Geste die ein Strick und das Erhängen symbolisieren sollte. Auf weitere Nachfrage der Reporterin folgte dann nur noch ein: "Ja, was bleibt uns den anderes übrig?" und irgendwas wie - dass sie doch eh nix neues mehr finden werden und nicht ins Altersheim wollen. Ich habe gerade nochmal gesucht, finde diesen Clip leider nicht mehr. Aber das ging mir damals tatsächlich irgendwie sehr nahe. Aber das schlimme ist: Monate später habe ich erfahren, dass sich beide tatsächlich das Leben nahmen. Zugegeben ein sehr krassen Beispiel. Aber tatsächlich ist es hier eher ein wunder, dass da noch keiner durchgedreht ist und den Immobilien Besitzer mal ordentlich aufs Maul gehauen hat. Hätte er verdient.

Aber hey, das werden tatsächlich nicht die Letzten sein die für sich zu solch drastischen Schritten greifen werden. Alte Renter die aus Habgier aus ihren Wohnungen verdrängt werden. Erwachsene Menschen um die 40 (Bekannte von mir) die trotz Arbeit in einer WG wohnt und dafür trotzdem weit über ein Drittel ihres Gehaltes hinblättern muss (ja sie ist nur Sozialarbeiterin, aber die werden in der Stadt auch gebraucht!). Menschen die nach ewiger suche endlich ne Wohnung gefunden haben (gute Freundin von mir), nur um Monate darauf nen Brief vom Vermieter zu erhalten in dem steht, dass sich der Vermieter vorbehält in näherer Zukunft diese Mietwohnung in eine Eigentumswohnung zu verwandeln. Solche Geschichten gibt es tatsächlich zu hauf.

Nenn mich aber ruhig radikal, denn das bin ich angesichts der Wohnungslage tatsächlich auch. Vielleicht wirkt das auf dich Unfair wenn ich mich von solch Gelaber wie deinem total Angepisst fühle und die Grenzen des guten Tons verlasse. Denk von mir ruhig "was für ein Arschloch". Ist mir tatsächlich egal. Mir ist es auch völlig egal ob eine Mietpreisbremse oder andere + weitere Maßnahmen Investoren abschrecken. Ich denke man muss hier tatsächlich nicht für alles seinen Arsch hinhalten was der Markt einem angeblich vorgibt. Nee... Ich fühl mich von ihm tatsächlich schon ausreichend gefickt. Stehe seit 2 Jahren auf einer Warteliste um noch an einer bezahlbaren Wohnung ran zu kommen und darf darauf trotz Warteliste wohl nochmal gut 2 Jahre drauf warten. Wohne hier aktuell nur in einer beschissenen 1 Zimmer Wohnung nachdem ich mir, nach der Auflösung der letzten WG in der ich wohnte, ganz schnell irgendwie noch ne neue Bleibe besorgen musste. Gegend ist kacke... Wohnung viel zu Klein. Und der Immobilien Markt baut völlig an meinen Bedürfnissen vorbei - verdient sich dabei sogar ne goldene Nase - treiben dadurch auch noch den Mietspiegel umliegender Wohnung hoch. Einfach nur Asozial.


Die Straßenzüge in Berlin die seit Monaten Banner vor ihren Fenstern und Balkonen hängen haben, sich gegen diese scheiß Marktlage mit Hände und Füßen wehren und Bürgerliche die teilweise anfangen nach Enteignung zu schreien. Ja, dass sind alles nur verrückte spinner. Glaub von mir aus was du willst.

Aber: Der Markt nix Schuld ¯\_(ツ)_/¯
Und vor allem sollte man doch bitte endlich aufhören ihn so zu gängeln und zu quälen. Vielleicht bringt der sich ja noch aus versehen um, weil irgendwer anfängt von Enteignung zu reden. Hoppla...


Edit: Ich bin was das Thema angeht dann auch erstmal raus.
Also ich halte die Mietpreisbremse für ein wichtiges und richtiges Zeichen an alle Mieter und Vermieter. Und bei dem Thema bleibe ich auch gerne weiter in rage, anders ist das ja auch nicht mehr auszuhalten.
 
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