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Der Politikthread

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Ja, wenn man nur innenstadtnah bauen will, hast Du sicherlich recht. Wird bei einer 3-4 Mio-Metropole aber rein physikalisch schwierig. Da können nun mal nicht alle Wohnen, das gebietet ja schon die Logik. Das sich eine Stadt bei ständigen Zuwachs auch flächenmäßig ausbreiten muß, ist jetzt aber nichts Neues, oder? Und das Innenstadtquartiere auch preislich eine andere Kategorie sind, als Randbezirke, auch nicht.

Wenn Du allen Berliner, aktuell und denen, die da noch hinwollen, eine Wohnung geben willst, müssen nunmal auch Einige am Rand wohnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und warum bauen dann dort nicht viel mehr, wenn doch so viele auch für geringere Rendite Schlange stehen würden? Nachfrage gibt es doch ohne Ende? Weil Immobilien lange nicht eine so tolle Rendite abwerfen, wie sich das Viele vorstellen. Verglichen mit anderen Investmentformen. Ich glaube, hier haben die Meisten keinen wirklichen Überblick über die Materie.

Ich verweise gerne nochmal auf das auf der vorherigen Seite verlinkte Video, den Titel kann sich gerne jeder anziehen der versucht diese Asoziale Marktlage zu legitimieren oder gar zu verteidigen. :klopf:

Wohnungsmarkt-Studie Wie Spekulanten den Neubau in Berlin bremsen
Die Spekulations-Gewinne können sich sehen lassen. So haben sich die Grundstückspreise in Berlin laut der Studie von 2012 bis 2017 „versiebenfacht“. Fatale Folge: Dadurch steigen die Miet- und Kaufpreise rasant an. Denn die Grundstückskosten werden auf Mieten und Kaufpreise draufgeschlagen.


Berlin hat eigentlich nur 2 Möglichkeiten:

Den Wahnsinn auf dem Wohnungsmarkt zu regulieren und langfristig durch Verordnungen für günstige Mieten zu sorgen. Sprich die aktuellen Mieten deckeln, Neubauten nur an Projekte zu vergeben die günstigen Wohnraum versprechen. Nachteil -> Es wird nicht so viel und schnell gebaut.

Oder den Markt regeln lassen, die bestehenden Mietpreise nach oben schnellen lassen. Neubauten an jedes geplante Projekt (egal zu welchem Mietpreis) vergeben, die langfristig für hohe Mietpreise sorgen, welche wiederum auch die Mieten der Wohnungen in der Umgebung hoch treiben lassen werden. Vorteil: Mehr neue Wohnungen, lockt aber auch Spekulanten an die gar nicht Bauen wollen, sondern auf einen Weiterverkauf des Grundstückes hoffen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Dank des Mietendeckels, überhaupt dadurch das das Thema aufkam, habe ich jetzt natürlich eine Mieterhöhung (+13%) im Briefkasten.

Der Eigentümerverband hat die Vermieter in den letzten Tagen extra dazu aufgerufen, dass sie die Mieten noch schnell erhöhen sollen, bevor die Chance vorbei ist.

Kenne im Freundeskreis einige Leute, die es auch getroffen hat. Wenn der Senat klug gewesen wäre, hätte er die Regel rückwirkend für gültig erklärt. So hat die Deckelung für viele schon jetzt nichts gebracht.
 
Dank des Mietendeckels, überhaupt dadurch das das Thema aufkam, habe ich jetzt natürlich eine Mieterhöhung (+13%) im Briefkasten.

Der Eigentümerverband hat die Vermieter in den letzten Tagen extra dazu aufgerufen, dass sie die Mieten noch schnell erhöhen sollen, bevor die Chance vorbei ist.

Kenne im Freundeskreis einige Leute, die es auch getroffen hat. Wenn der Senat klug gewesen wäre, hätte er die Regel rückwirkend für gültig erklärt. So hat die Deckelung für viele schon jetzt nichts gebracht.


Was aber wiederum nicht das Problem des Mietdeckels ist sondern der Gier deines Vermieters geschuldet ist. Und dagegen muss man mit allen Mitteln vor gehen.
 
Berlin hat eigentlich nur 2 Möglichkeiten:

Na na na, das ist aber billiges Schwarz-Weiß-Denken. Einfach, aber selten korrekt. Man könnte auch sehr viel mehr Bauland ausweisen, zur Not auch jwd auf der grünen Wiese. Oder selber bauen, mit hohem Kapitalaufwand. Oder Steuernachlässe und Sonderabschreibungen im Gegenzug für günstigere Mieten etc. etc. Gibt viel was man machen kann, aber der Deckel (oder Enteignung lol ) bringen nur eines: rumdoktern am Symptom, ohne was zu lösen.
 
Dank des Mietendeckels, überhaupt dadurch das das Thema aufkam, habe ich jetzt natürlich eine Mieterhöhung (+13%) im Briefkasten.

Der Eigentümerverband hat die Vermieter in den letzten Tagen extra dazu aufgerufen, dass sie die Mieten noch schnell erhöhen sollen, bevor die Chance vorbei ist.

Kenne im Freundeskreis einige Leute, die es auch getroffen hat. Wenn der Senat klug gewesen wäre, hätte er die Regel rückwirkend für gültig erklärt. So hat die Deckelung für viele schon jetzt nichts gebracht.
Das soll erst Anfang 2020 in Kraft treten und dann rückwirkend zum 18.6.19 gelten.
 
Na na na, das ist aber billiges Schwarz-Weiß-Denken. Einfach, aber selten korrekt. Man könnte auch sehr viel mehr Bauland ausweisen, zur Not auch jwd auf der grünen Wiese. Oder selber bauen, mit hohem Kapitalaufwand. Oder Steuernachlässe und Sonderabschreibungen im Gegenzug für günstigere Mieten etc. etc. Gibt viel was man machen kann, aber der Deckel (oder Enteignung ) bringen nur eines: rumdoktern am Symptom, ohne was zu lösen.


Artikel gelesen?
 

Außerdem dämpften Auflagen im Rahmen der Planungs- und Genehmigungsprozesse, Bürgerproteste und knappe Kapazitäten im Baugewerbe den Wohnungsneubau.

Im Betrachtungszeitraum von 1998 bis 2018 habe die durchschnittliche Bearbeitungszeit für einen Bebauungsplan bei 95 Monaten gelegen, also bei fast acht Jahren. Die im Vorjahr festgesetzten Bebauungspläne hätten sogar eine Bearbeitungszeit von 145 Monaten aufgewiesen, also von etwa zwölf Jahren.

Na, das ist ja ne Überraschung. Mal abgesehen davon hätte man auch das Bauland mit Auflagen zum Baubeginn vergeben können...
 
Jepp, da hat der Senat geschlafen. Durch den Deckel werden die jetzt auch nicht gerade animiert, sich zu beeilen. Wenn in 5 Jahren die Mieten explodieren, dann kann man immer noch anfangen.
 
Vor allem ist bei der Planung in Berlin von komplett falschen Bevölkerungszuwächsen ausgegangen worden. Die Prognose für 2030 wird wahrscheinlich schon nächstes Jahr erreicht werden. Wenn man den Zuzug also nicht künstlich bremst, wird sich der Wohnungsmarkt eher noch verschärfen.

Und gerade Berlin kriegt in den nächsten 5 Jahren auf staatlicher Seite eh keine Wohnungen gebaut. Ist aber praktisch, dann kann man direkt die Mieten erhöhen. :D
 


Alter Leute...

Gründstücke werden mit Baurecht verkauft
Einer der Gründe ist die Spekulation mit Baugenehmigungen. „Viele Grundstücke werden mit Baurecht weiterverkauft“, heißt es in der Studie. Dadurch lässt sich für manche Geschäftemacher leichter Geld verdienen als beim Bau. Denn sie haben kein Termin- und Kostenrisiko, das sonst auf Baustellen droht.

Die Spekulations-Gewinne können sich sehen lassen. So haben sich die Grundstückspreise in Berlin laut der Studie von 2012 bis 2017 „versiebenfacht“. Fatale Folge: Dadurch steigen die Miet- und Kaufpreise rasant an. Denn die Grundstückskosten werden auf Mieten und Kaufpreise draufgeschlagen.

Laut der Studie wird in Berlin mit schätzungsweise 10 bis 20 Prozent der Baugenehmigungen spekuliert. Der Anteil der spekulativen Geschäfte sei damit in der Hauptstadt „deutlich ausgeprägter als in anderen deutschen Metropolen“. Eine hohe Zahl von genehmigten, aber nicht gebauten Wohnungen sei in Mitte und Treptow-Köpenick festzustellen. Im Südosten entfalle dabei „ein gewisser Anteil“ auf Projekte, deren Bauherrn auf die Fertigstellung des Flughafens BER warteten.

Wenn der Staat/Senat hier nicht für ein Ende der Spekulation auf Baugrund und dafür endlich mal für stabile Grundstückspreise sorgt, indem er durch Regulierung und Gestze wie der Mietpreisbremse für stabile Mietpreise sorgt, zudem Baugenehmigungen vorsichtig vergibt, werden Investoren die Spekulation einfach nur weiter voran treiben. Welches wiederum für immer höhere Grundstückspreise und somit teure Neubauten sorgen werden.

Und wenn das eben bedeutet, dass sich einige Investoren wegen zu geringen Renditen zurück ziehen. Dann ist das halt so.
Das sich hier einige lieber zum Bückluder des Immobilien-Markts machen und jede Reform die für stabilere Mietpreise sorgen wird ablehnen, nur weil man damit Investoren abschrecken könnte. Widerlich ...


Dann hat Berlin halt die nächsten Jahre mit Wohnungsknappheit zu rechnen. Ich finde das weder schön noch toll und das spannt die Wohnsituation in Berlin auf eine ganz eigenen Art an. Dann hat Berlin halt zuwenig Wohnraum, dafür aber einen langfristig günstigen und vor allem stabilen Wohnmarkt. Dann ist das halt der Weg.

Und wenn es dazu führt, dass dadurch Bauprojekte zurück gehen muss sich Berlin halt eine weitere Lösung ausdenken. Selbst in Neubau investieren oder den privaten Wohnbau subventionieren.

Die oberste Priorität sollte jetzt erstmal sein für bezahlbaren Wohnraum (auch längerfristig) zu sorgen. Und das geht halt erstmal nur, wenn man dem Immobilien Markt strikte Rahmenbedingungen aufdrückt und halt eben nicht jedes Bauprojekt genehmigt.

Alles andere wäre einfach nur ein klares Zeichen fürs "Weiter so" zur Asozialen Wohnsituation.
 
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Hach, Blöd+... wer würde mir ohne dich bloß meine brennenden Fragen beantworten...

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Ich guck ja kein Fernsehn mehr und für Joko und Klass interessiere ich mich jetzt auch nicht mehr so sehr, aber vor kurzem lief wieder so eine "Joko und Klass gegen XYZ"-Show. Diesmal war halt der Aufhänger, dass es gegen den eigenen Fernsehsender (ProSieben) geht. Der offensichtlich Inszenierte Deal war halt dann dieser hier:

- Wenn sie gewinnen sollten wollen sie gerne 15 Minuten zur Primetime:
"In der wir machen können was wir wollen".
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Sie haben natürlich Gewonnen aber darum geht es nicht, sondern darum was sie mit diesen 15 Minuten zur besten Sendezeit gemacht haben. Sich nicht selbst inszeniert, sondern die Bühne Menschen über lassen haben die wichtigeres zu erzählen haben.

Zum Beispiel Pia Klemp (Kapitänin) von der Seenotrettung, Dieter Pohl (Sozialarbeiter) von der Berliner-Obdachlosenhilfe oder Birgit Lohmayer (Schriftstellerin und Aktivistin) die eine Geschichte von Ihr und Ihrem Mann erzählte und der Erfahrungen aufm Dorf mit Neo-Nazis. Chapeau. Ich ziehe meinen Hut.

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Ich finde das einfach absolut Stark. Wie gesagt ich bin kein großer Fan von den beiden oder gar ProSieben, aber das war Stark. Wer die beiden "Kasper" nicht erträgt: Ab 3:20 gehts los. Etwas sinnvolleres hat ProSieben wohl schon lange nicht mehr Ausgestrahlt.


Edit: Ich hab das eben gerade nochmal mit meiner Freundin angesehen und wir haben beide gerade Pipi in den Augen.
Momentan läuft das ja wieder....

Die genutzte Sendezeit hat mir damals auch sehr gut gefallen. Aber diese Berichterstattung als Gameshow-Gewinn zu präsentieren, macht mich wieder nachdenklich. Wie wärs, wenn man diese Berichte jeden Tag anstelle der Tagesschau um 20 Uhr auf dem Ersten zeigt ? Dann erreicht man auch einen Großteil der senilen Wähler, die diese Viertelstunde als einzige Newsquelle des Tages nutzen und immer den gleichen Scheiß wählen und auch nie mehr in diesem Leben aufwachen werden.

Ist nicht wirklich ernst gemeint, aber solche Erfahrungsberichte jeden Tag in der Primetime, insbesondere bei RTL, wären schon geil :D
 
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