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Der Politikthread (2 Betrachter)

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So ein Bullshit. Man kann von niemandem verlangen, seine Miete an den Mindestlohn anzupassen. So billig kann schlicht niemand bauen - nicht mal ansatzweise. Der einzige, der dafür zuständig ist, subventionierten Wohnraum für diese Menschen anzubieten, ist der Staat...


Die Realität ist nämlich tatsächlich eher diese:

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Meinst du mich jetzt? Ich leb auf dem Land und hab ein Haus, mir geht das im Bezug auf mich am Popo vorbei, allerdings gefällt mir einfach nicht was da am Wohnungsmarkt abgeht.
 
Ka was da in Deutschland falsch läuft.. der Staat hätte sich schon viel früher um leistbares Wohnen bemühen müssen.

bei uns in wien ist das ganz anders. Es gibt natürlich auch viele Eigentumswohnungen die zu teuren Preisen vermietet werden - aber gut, ist eben so, wäre ich Eigentümer würde ich es nicht anders machen.

Daneben gibt es aber so viele andere Möglichkeiten an eine Wohnung zu gelangen. zb Genossenschaftswohnungen. Davon gibt's in Wien sehr viele. Wohnen auch in einer. Daneben die Gemeindebauten (ok da ist die Wartefrist schon länger). Dann das ganze Projekt smart Wohnen usw..
 
Weil sie keine Chance haben gegen Privatinvestoren die wesentlich mehr für Grundstücke zahlen ?

In Berlin fehlen deutlich mehr Wohnungen, als von den pösen Spekulanten gebaut werden, da wäre auch noch Platz für die Genossenschaften. Aktuell reichen die Neubauten noch nicht mal für den Zuzug. Völlig absurd, das sich das durch den Mietdeckel irgendwie verbessern würde...
 
Super, wenn das alles ist, was die Genossenschaften stemmen können, ist Berlin verloren. Hast Du einen Überblick, über welche Größenordnungen wir hier reden?

Edit: falls nicht: 20.000 Wohnungen pro Jahr, nur um die Neuzugänge unterzubringen. Die Altmieter haben davon noch nicht mal was.
 
Ka was da in Deutschland falsch läuft.. der Staat hätte sich schon viel früher um leistbares Wohnen bemühen müssen.

bei uns in wien ist das ganz anders. Es gibt natürlich auch viele Eigentumswohnungen die zu teuren Preisen vermietet werden - aber gut, ist eben so, wäre ich Eigentümer würde ich es nicht anders machen.

Daneben gibt es aber so viele andere Möglichkeiten an eine Wohnung zu gelangen. zb Genossenschaftswohnungen. Davon gibt's in Wien sehr viele. Wohnen auch in einer. Daneben die Gemeindebauten (ok da ist die Wartefrist schon länger). Dann das ganze Projekt smart Wohnen usw..
Weiß jetzt nicht wies in Deutschland genau ist, aber in Graz ist das leider nicht so. Neubau is kaum finanzierbar, mieten ist auch alles andere als einfach. Vor allem steigt es aktuell immer noch...
 
Berlin hat 100 Wohnungsbaugenossenschaften.

Ja, ich kenne mich mit Wohnungsbaugenossenschaften ziemlich gut aus, war einer meiner Schwerpunkte im Studium. Und um es vorweg zu nehmen, die sind zwar von der Konzeption her toll, aber keine Lösung für das aktuelle Problem. Erst recht nicht kurzfristig, vermutlich nicht mal mittelfristig. Ein Großteil sind inzwischen reine Verwaltungsgesellschaften.
 
Ja, ich kenne mich mit Wohnungsbaugenossenschaften ziemlich gut aus, war einer meiner Schwerpunkte im Studium. Und um es vorweg zu nehmen, die sind zwar von der Konzeption her toll, aber keine Lösung für das aktuelle Problem. Erst recht nicht kurzfristig, vermutlich nicht mal mittelfristig. Ein Großteil sind inzwischen reine Verwaltungsgesellschaften.


Was willst du mir jetzt damit sagen?
Der Punkt ist: Die Genossenschaften sind DER BEWEIS, dass man eben doch zu einem akzeptablen Preis Neubauten hochziehen kann, wenn man es nicht auf unverschämte Renditen abgesehen hat. Darum geht es doch und nicht darum, dass Genossenschaften kleine Unternehmen sind die nicht im großen Stile bauen können. Weil hier immer wieder behauptet wurde das gehe nicht.

Das die freistehenden Grundstücke in Berlin hingegen meist an den best bezahlenden Bieter gehen, der wiederum Wohnungen zum 15+Euro/m² planen ist hier tatsächlich ein völlig anderes Problem. Und da hat der Staat eben einzugreifen und für Regeln zu sorgen.
 
In kleinem Maßstab, den die Genossenschaften bieten, geht das natürlich. Die fehlende Renditeanforderungen und die geringeren Kapitalkosten machen es möglich. Aber das löst nicht das Problem!

Aber wenn Du die nötige Masse an Wohnungen bauen willst, brauchst Du mehr Kapital - entweder vom Staat oder von privaten Anlegern. Und wenn Du Letzteren die Rendite eindampfst, gehen die einfach woanders hin. So einfach ist das.
 
Meinst du mich jetzt? Ich leb auf dem Land und hab ein Haus, mir geht das im Bezug auf mich am Popo vorbei, allerdings gefällt mir einfach nicht was da am Wohnungsmarkt abgeht.

Nein, nicht dich speziell, eher allgemein. Sonst wird immer drauf herumgeritten, wie differentiert man alle Probleme betrachten soll, aber bei Themen im ganz linken Spektrum darfs dann auf einmal auch die Holzhammer-Methode ohne Rücksicht auf Verluste sein.
 
In kleinem Maßstab, den die Genossenschaften bieten, geht das natürlich. Die fehlende Renditeanforderungen und die geringeren Kapitalkosten machen es möglich. Aber das löst nicht das Problem!

Aber wenn Du die nötige Masse an Wohnungen bauen willst, brauchst Du mehr Kapital - entweder vom Staat oder von privaten Anlegern. Und wenn Du Letzteren die Rendite eindampfst, gehen die einfach woanders hin. So einfach ist das.

Dann sollen die doch woanders hingehen, dann kriegt das Grundstück halt jemand anderes, der nicht so gierig ist. Punkt.
Dass keiner mehr in Berlin Wohnungen bauen will nur weil die Renditen nicht mehr für Goldrausch Stimmungen sorgen halte ich für Quatsch.
 
Nein, nicht dich speziell, eher allgemein. Sonst wird immer drauf herumgeritten, wie differentiert man alle Probleme betrachten soll, aber bei Themen im ganz linken Spektrum darfs dann auf einmal auch die Holzhammer-Methode ohne Rücksicht auf Verluste sein.

Das kommt für mich auf den Bereich an:

Find ich nen richtigen Schritt.

Es gibt imo Dinge die sollte man nicht dem privaten Sektor überlassen bzw. nur mit sehr hohen Auflagen und dazu zählt imo alles "Notwendige", nenn ich es mal.

Infrastuktur (egal ob das Internetausbau, Straßen, etc. sind).
Wasser- und Stromversorgung
Bildung
Gesundheitsversorgung
etc.

Von daher imo ein richtiger Schritt.
 
Dann sollen die doch woanders hingehen, dann kriegt das Grundstück halt jemand anderes, der nicht so gierig ist. Punkt.
Dass keiner mehr in Berlin Wohnungen bauen will nur weil die Renditen nicht mehr für Goldrausch Stimmungen sorgen halte ich für Quatsch.

Und warum bauen dann dort nicht viel mehr, wenn doch so viele auch für geringere Rendite Schlange stehen würden? Nachfrage gibt es doch ohne Ende? Weil Immobilien lange nicht eine so tolle Rendite abwerfen, wie sich das Viele vorstellen. Verglichen mit anderen Investmentformen. Ich glaube, hier haben die Meisten keinen wirklichen Überblick über die Materie.
 
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