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Der Politikthread

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Und ich verstehe nicht, warum man Fleischesser verteufelt, sich für sie schämt etc. pp... :ugly:

Das ist echt so ein Crazy-Internet-Ding was ich noch nie in der realen Welt erlebt habe. Ich kenne genau 1 Vegetarier im echten Leben :D
Das Problem (für mich) ist doch das selbe wie bei allen Dingen die vielleicht ein wenig Verzicht fordern aber durchaus großen Impact haben können. Diese scheiß chronische Abwehrhaltung. Anstatt der Sache mal ne Chance zu geben damit sowas vielleicht auch weiter ausgebaut werden kann und Signale an die Industrie sendet wird's instant verteufelt wegen Kleinlichkeiten.
 
Ich schaffs auch nicht vegetarisch zu leben, dabei bereit mir der Tod der Tiere schon echt kopfschmerzen muss ich sagen.
Kann das immer schlechter mit meinem Gewissen vereinbaren. Ein Fleischersatz, der wirklich recht ähnlich schmeckt, wäre für tatsächlich toll. Vorallem wenn ich die Nährwerttabelle da bei dem direkten vergleich sehe, ist ja alles besser drin.
Also sehr gerne, immer her damit.
 
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Die Notwendigkeit wird aber irgendwann da sein. Tierwohl ist ein grosses Thema. Der Klimaschutz auch. Und wenn wir mal die 10 Milliarden Menschen erreicht haben ist es einfach die Frage, womit wir sie ernähren wollen.
Wir ernähren doch nicht mal die 7 Mrd. derzeit, auch wenn es theoretisch möglich wäre rein von der Nahrungsmenge, und auch 10 Mrd. wären kein Problem, aber es ist halt nun mal so dass sehr viel Nahrung angebaut wird um sie als Nahrung für andere Nahrung zu verwenden.
 
Manchmal "beneide" ich Menschen wie Marius (nur ein Beispiel), die im hier und heute und in ihrem eigenen Microkosmos leben. :|

Ja, als hätte ich nicht selber schon genug Brötchen zu backen. Schwer zu beschreiben, aber ich habe garnicht die Lust und Energie, mich mit 100 weiteren Problemen der Welt zu befassen. Ich bin eh in 50 Jahren weg und wie hoch wäre mein Anteil an der Weltrettung 0,00000000000000000000000000000000000000000001 %?

Weil die meisten Fleischesser für ihr eigenes Wohl, dabei betrifft es nur das geschmackliche Wohl beim Essen, Konsequenzen in Kauf nehmen, die in keiner Relation stehen zu dem bisschen Genuss.

Fernab davon ist es halt auch eine ethische Einstellung. Ich will, dass auf der Welt so wenig Leid wie möglich verursacht wird. Das kann ich in voller Gänze nicht vermeiden, beim Fleischkonsum aber schon.

Aber nichts von dem, was wir hier in der 1. Welt tun, steht in Relation dazu?! In den Urlaub fliegen, im Winter Obst und Gemüse essen, Technik nutzen die in China mit seltenen Erden aus Afrika produziert wurde... die Liste ist doch uneendlich lang.
 
Aber nichts von dem, was wir hier in der 1. Welt tun, steht in Relation dazu?! In den Urlaub fliegen, im Winter Obst und Gemüse essen, Technik nutzen die in China mit seltenen Erden aus Afrika produziert wurde... die Liste ist doch uneendlich lang.
Und gerade weil die Liste unendlich lang ist, ist es gut, irgendwo zu beginnen, damit die Liste kürzer und kürzer wird.
 
Ich schaffs auch nicht vegetarisch zu leben, dabei bereit mir der Tod der Tiere schon echt kopfschmerzen muss ich sagen.
Kann das immer schlechter mit meinem Gewissen vereinbaren. Ein Fleischersatz, der wirklich recht ähnlich schmeckt, wäre für tatsächlich toll. Vorallem wenn ich die Nährwerttabelle da bei dem direkten vergleich sehe, ist ja alles besser drin.
Also sehr gerne, immer her damit.

Wobei wir (also wir Fleischesser) wohl wirklich fragen müssen, ob es nicht nur an dem mangelnden Schritt aus der Komfortzone liegt. Es gibt ja schon viele Fleischersatze, man kann gut vegetarisch kochen, ohne wirklich verzichten zu müssen.

Aber dieser erste Schritt...
 
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man selbst ist auch meistens zu bequem um da großartig rumzuprobieren. Und so ein gut gemachtes Rumpsteak aus gutem Fleisch ist halt einfach mal Sahne.

Mir hat ne Freundin mal so vegane Frikadellen aus Quinoa (glaub ich) hingestellt. Ich find zwar schon Frikadellen nicht gerade das geilste, was man mit Fleisch machen kann, aber diese Quinoa-Buletten haben einfach nach Arsch und Friedrich geschmeckt. Also quasi nach nix... Von der Tofu-Bratwurst, die ich mal probiert hab, ganz zu schweigen.

Vllt ist man da mittlerweile geschmacklich weiter, ich probier auch gern nochmal Alternativen, wenn man mir sie vorsetzt. Aber auf die Odyssee nach dem perfekt künstlich zusammengestellten Hack geh ich halt auch nicht von allein, wenn ich ehrlich bin :D
 
Fairerweise muss ich sagen, vor 10 Jahren (etwa in Marius Alter) wäre mir das alles auch am Arsch vorbei gegangen.

Das stimmt. Einiges kommt erst mit dem Alter.

Verkannt wird halt ganz oft die Reichweite einer Sache, wenn sie nicht mehr nur von einer Person getragen wird.

Einer alleine bewirkt nicht viel. Man möge sich aber mal vorstellen, wenn nur in DE 10 Millionen Menschen "umsteigen" würden. Mal gerade 12% der Bevölkerung. Das hätte enorme Effekte.

Aber wenn keiner was tut, ändert sich halt nix.
 
das einzige, was wirklich anzuprangern ist (natürlich nur in meinen eigenen augen), dass fleisch einfach zu billig ist... würde es teurer, könnte sich plötzlich der Durchschnittsbürger nur noch 1-2 mal pro Woche fleisch leisten.... also eigentlich, wie ich es von mir von früher kenne. da gab es durch die Woche vielleicht mal Frikadellen oder ein schnitzel und sonntags dann nen braten, Rouladen etc... ansonsten hat man sich mit irgendwas anderem lang gemacht...

aber dass heute verpacktes hormonverseuchtes filet nur noch nen appel und en ei kostet, dass jeder hartzIVler (sorry, soll nicht direkt abwertend gemeint sein) jeden tag kulinarische ergüsse vom fernsehkoch auf den Teller zaubert, ist einfach nicht in Ordnung... aber so tickt die Gesellschaft eben...

ich esse gerne fleisch, aber wenn ich (vielleicht 2-3 mal im jahr) hähnchen esse, dann fahr ich zum Bauernhof in der nähe, kauf mir nen Gockel für 25€-30€ und weiß, dass der anständig behandelt wurde mit viel platz sowohl im stall als auch auf dem Hof und nicht mit Fischmehl gefüttert wurde... außerdem kann ich mir sicher sein, dass der morgens noch ne runde gevögelt hat, sprich quicklebendig übern Hof stolziert ist.

genau so beim rest vom fleisch … ich kauf keine abgepackte SB markt ware, sondern beim metzger, der mir sagen kann wie das Tier hieß... außer, es ist us-beef… da muss man halt blind vertrauen...

… und ja... ich war als Kind schon scheiße und mochte gerne Fleisch essen!
 
Ja, als hätte ich nicht selber schon genug Brötchen zu backen. Schwer zu beschreiben, aber ich habe garnicht die Lust und Energie, mich mit 100 weiteren Problemen der Welt zu befassen. Ich bin eh in 50 Jahren weg und wie hoch wäre mein Anteil an der Weltrettung 0,00000000000000000000000000000000000000000001 %?



Aber nichts von dem, was wir hier in der 1. Welt tun, steht in Relation dazu?! In den Urlaub fliegen, im Winter Obst und Gemüse essen, Technik nutzen die in China mit seltenen Erden aus Afrika produziert wurde... die Liste ist doch uneendlich lang.

Ist sie auch; Rauchen, Drogen, Alkohol, Zuckerkonsum, ... etc....

Alles dinge, die weit mehr Wichtigkeit haben als Fleischersatz.

Lustig ist auch immer, das Fleischkonsum direkt mit absolut billigstem Fleisch und misshandelten Tieren gleichgesetzt wird.

Wer meint, sich jetzt dafür selbst einzuengen, soll das gerne tun. Hört aber bloß auf mit Verurteilungen. Gerade von Usern, die ganze andere Laster pflegen, muss man, denke ich, keine Tipps in "toller" Ernährung annehmen.
 
Ich zähl mich auch zu den Hardcore Fleisch essern. Aber wenn man sich mit fortschreitendem Alter mal ein wenig kritisch mit seiner Umwelt und der Gesellschaft auseinander setzt, landet man zwangsläufig irgendwann beim Thema Massentierhaltung. Und das ist ein Ding das für mich tatsächlich gar nicht geht. Wir leben in 2019 meine Fresse.

Wir essen daher zwar nicht weniger Fleisch, achten dafür aber größtenteils darauf woher es kommt.

Eine fleischlose Alternative, die nahezu gleich schmeckt, nicht ungesund und bezahlbar ist, würde ich sofort nehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
das einzige, was wirklich anzuprangern ist (natürlich nur in meinen eigenen augen), dass fleisch einfach zu billig ist... würde es teurer, könnte sich plötzlich der Durchschnittsbürger nur noch 1-2 mal pro Woche fleisch leisten.... also eigentlich, wie ich es von mir von früher kenne. da gab es durch die Woche vielleicht mal Frikadellen oder ein schnitzel und sonntags dann nen braten, Rouladen etc... ansonsten hat man sich mit irgendwas anderem lang gemacht...

aber dass heute verpacktes hormonverseuchtes filet nur noch nen appel und en ei kostet, dass jeder hartzIVler (sorry, soll nicht direkt abwertend gemeint sein) jeden tag kulinarische ergüsse vom fernsehkoch auf den Teller zaubert, ist einfach nicht in Ordnung... aber so tickt die Gesellschaft eben...

ich esse gerne fleisch, aber wenn ich (vielleicht 2-3 mal im jahr) hähnchen esse, dann fahr ich zum Bauernhof in der nähe, kauf mir nen Gockel für 25€-30€ und weiß, dass der anständig behandelt wurde mit viel platz sowohl im stall als auch auf dem Hof und nicht mit Fischmehl gefüttert wurde... außerdem kann ich mir sicher sein, dass der morgens noch ne runde gevögelt hat, sprich quicklebendig übern Hof stolziert ist.

genau so beim rest vom fleisch … ich kauf keine abgepackte SB markt ware, sondern beim metzger, der mir sagen kann wie das Tier hieß... außer, es ist us-beef… da muss man halt blind vertrauen...

… und ja... ich war als Kind schon scheiße und mochte gerne Fleisch essen!
du sadist tötest also lieber glückliche tiere als unglückliche? :nein:
 
Im Schnitt hat ein Huhn 800cm², ein Schwein 1m², also ungefähr die Maße der Tiere.
Über 70'000'000'000 tote Tiere jährlich global, 700'000'000 tote Tiere jährlich allein in Deutschland.
Das sind über 300'000'000'000kg Fleisch auf der Welt.
1kg Rindfleisch benötigt 15'500L Wasser und bis zu 10kg Getreide, während wir immer noch mit dem Welthunger und -durst kämpfen.

Die Fleischindustrie hat damit ein paar mehr Leben zu verantworten als Raucher und Reisende.
 
Ist sie auch; Rauchen, Drogen, Alkohol, Zuckerkonsum, ... etc....

Alles dinge, die weit mehr Wichtigkeit haben als Fleischersatz.
Wat? :ugly: Die von dir aufgezählten Dinge haben nicht mal ansatzweise die Tragweite wie der Konsum von Fleisch bzw. tierischen Produkten, und sind auch viel mehr mit persönlicher Gesundheit verbunden.
 

Ich weiss, es muss weh tun... aber ich versuche es trotzdem...

Rinder besonders klimaschädlich

Tatsächlich gefährden Menschen, die zu viel Fleisch essen, nicht nur ihre Gesundheit. Die Produktion von Fleisch trägt auch kräftig zur Erderwärmung bei. Wie die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO zeigt, stammen 14,5 Prozent aller weltweiten Treibhausgasemissionen aus der Haltung und Verarbeitung von Tieren. Der Anteil war höher, als der des weltweiten Verkehrs. Im aktuellen Bundestagswahlprogramm stellen die Grünen fest: "Auch aus Klimaschutzgründen ist der Rückgang des Konsums tierischer Lebensmittel eine gute Entwicklung."


Am heftigsten tragen laut FAO Rinder zum Ausstoß von Klimagasen durch Viehhaltung bei. In Ihrer Verdauung entsteht Methan, das 25 Mal stärker wirkt als CO2. Sie sind für etwa 65 Prozent aller Emissionen verantwortlich. Schweine dagegen tragen nur neun Prozent bei, bei Geflügel sind es sogar nur acht Prozent.

Dass für den Fleischkonsum Tiere noch abartiger abgeschlachtet werden wie damals die Menschen in KZs muss ich wohl nicht sagen. Und wie sie bis dahin "gelebt" haben auch nicht...
 
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