In den letzten Tagen mal wieder vermehrt Filme geschaut (nachgeholt), kurz und knapp...
Bird Box (Netflix)
Gefühlt 'ne halbe Stunde zu lang. Die Rückblenden im Haus mit der Gruppe fand ich langweilig und klischeehaft, der eigentliche Selling Point, also Sandra Bullock und Kids, blindfolded in der Wildnis mit unbekannter Bedrohung, kam viel zu kurz. Trotzdem noch einer der besseren Netflix-Filme der letzten Zeit.
Avengers: Infinity War
Inszenatorisch beeindruckendes "Finale" des gesamten Marvel-Geraffels. Ohne Vorwissen vorheriger Filme allerdings auch kaum zu verstehen. Manche Parts wirkten zwar wie reingezwängt (Scarlet und Vision z.B.) oder überhastet, aber bei der schieren Größe an zusammenlaufenden Handlungssträngen und Figuren ist das wohl kaum zu vermeiden, oder der Film wäre am Ende 3 Stunden lang.
Ant-Man and the Wasp
Deutlich schwächer als der erste Ant-Man. Die Handlung war relativ belanglos erzählt, wobei mich der Fokus auf Wasp nicht im Geringsten gestört hat. Aber Ant-Man als Charakter wurde leider komplett zum idiotischen Sprücheklopfer degradiert. Der Bösewicht war irgendwie keiner, der andere Bösewicht war nicht der Rede wert, Bedrohung und Spannung null und der ganze Quantum-Kram mit der Pfeiffer war einfach nur dumm.
Deadpool 2
In der erweiterten Fassung gesehen. Solide Fortsetzung, wenn in meinen Augen auch etwas zu viel von allem diesmal. Die Neuzugänge Domino und Cable fand ich stark, die Handlung ist allerdings etwas dahingeplätschert und die emotionalen Parts haben so gar nicht bei mir gegriffen. T.J. Miller ist außerdem der unlustigste Vollhorst seit langem, wer zum Teufel hat den Honk überhaupt gecastet? Die Action war besser, der Humor hat diesmal leider seltener gezündet und wurde im Verlauf immer anstrengender. Das Finale und der eigentliche Bösewicht waren außerdem irgendwie lame.
Logan
Anno Steinschlag damals die ersten drei X-Men-Filme gesehen, danach nichts mehr aus der Reihe. Von der Handlung eh alles vergessen, aber die frühen Superhelden-Filme (um die frühen 2000er herum) finde ich eh kaum noch erträglich. Jedenfalls war ich bei Logan anfangs etwas im Unklaren was in dem Filmuniversum gerade Stand der Dinge ist, was mit "Picard" los ist und wo eigentlich die ganzen anderen Pappnasen geblieben sind. Der Film an sich war aber recht gut, mit gesundem R-Rating, simpel von seiner Handlung aber spannend in der Ausführung.
Bone Tomahawk (Netflix)
Sehr unterhaltsamer, kleiner Splatter(?)/Horror-Western mit starker Besetzung. Hat mich von seiner kompromisslosen, trockenen aber auch wohldosierten Gewalt etwas an die bisherigen Saulnier-Filme erinnert. Spannend inszeniert und angenehm anders, und hat mich jetzt dazu verleitet den "Brawl in Cell Block 99" vom selben Regisseur aus UK zu bestellen. Mal schauen wie der so ist.
Hold the Dark (Netflix)
Apropos Saulnier, für mich ist der Typ eine DER Regie-Entdeckungen der letzten Jahre. Nach dem spannenden "Blue Ruin" und dem nervenaufreibenden "Green Room" nun sein neuster Film als Netflix-Movie. Wieder ein Thriller, diesmal allerdings im kompletten Schritttempo erzählt und selbst als Slow-Burn noch zu rasant beschrieben. Die Eiseskälte Alaskas dringt hier in jeden Knochen des Films und ich kann völlig verstehen, wenn das dem ein oder anderen entschieden zu langsam/langweilig ist. Mir hat's allerdings nichts ausgemacht, bin solche Tempi gewohnt und kann mich komplett in die Welt und Atmo des Films fallen lassen. "Hold the Dark" ist im Vergleich zwar deutlich schwächer als Saulniers vorherigen beiden Filme, aber ich wurde trotzdem nicht enttäuscht.
The Night Comes for Us (Netflix)
Hat mir ja richtig gut gefallen. Nach dem durchwachsenen "The Raid 2" war ich dem ganzen Neuzeit-Martial-Arts lange Zeit so'n bisschen überdrüssig, aber der Film jetzt hat micht echt von Vorne bis Hinten blendend unterhalten. Die Story wollte nicht mehr sein als sie eigentlich ist (mein größter Kritikpunkt bei The Raid 2), die Action war großartig inszeniert und gefilmt und der Gewaltgrad, heilige Kanone. Soll ja angeblich 'ne Reihe werden, nur her damit.
The Cloverfield Paradox (Netflix)
Boah war der scheiße. Dagegen ist ja selbst "Life" noch High-Concept. Wie einfach nichts in dem Film funktioniert, sei es die Handlung, die Spannung, die Figuren, wirklich alles ist schlecht. Gegen Ende kaum noch ertragen und vorgeskippt, komplette Zeitverschwendung.