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MULTI [SPOILER] RDR2: Ende-Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Sicher. Ich halt das Game nicht für Gott persönlich und äußere leichte Kritik (und geb immer noch eine 8/10), dann bin ich freilich zu dumm, die (ach so hoch komplizierte) Geschichte zu verstehen. Bart Wux outta here.
Das hat nichts mit Dummheit zu tun und du musst dich deswegen nicht angegriffen fühlen. Es geht halt darum, wie gut man sich in einen Spielcharakter einfühlen und ins Geschehen eintauchen kann und hier gibt es zu 100% grosse Unterschiede bei den Spielern. Mir gelingt das eben sehr gut und dann kann ich auch die zweifelsohne vorhanden Maken locker ausblenden. Diese stören mich dann auch nicht mehr weiter.

Andere können das halt nicht so gut und die stören sich dann ständig an irgendwelchen Kleinigkeiten, wodurch dann eben auch die Story etwas darunter leidet.
 
Ich muss die Geschehnisse immer noch sacken lassen, bleibe aber dabei, dass der Verlust von Arthur, obgleich vorhersehbar und logisch im Kontext des Prequels, sehr schmerzt und ich mir, ähnlich wie @DoK, einen etwas melancholischeren Abschluss erhofft hätte. Beispiele, wie man es hätte machen können, wurden ja genannt. Der Hard-Cut zu John war mir zu abrupt; allerdings fehlte mir hierbei auch etwas der emotionale Impact, weil ich vom Charakter-Wechsel leider im Vorfeld gespoilert worden bin.
Arthur gehört für mich fortan zu einem der am besten geschriebenen Videospiel-Charaktere. Mit John bin ich schon in RDR1 nicht warm geworden und habe auch jetzt meine Probleme, mit ihm zu spielen.

Das Finale in Kapitel 6 fand ich generell auch nicht perfekt: Micah als Ratte hat die Sache nur verkompliziert und wirkte irgendwie nicht so ganz schlüssig. Und die finale Konfrontation auf dem Berggipfel (gutes Ende) fühlte sich konstruiert an, denn plötzlich tauchen Micah und Dutch aus dem Nichts auf, obwohl es dazu keinerlei Grund gab.

Jedenfalls habe ich für mich noch einmal eine kurze Liste der Charaktere und deren Werdegang (bis auf John/Abigail/Jack) erstellt, falls es jemanden interessiert:

Arthur: tot, keine Erwähnung in RDR1
Dutch: Werdegang unklar, Ziel von John in RDR1
Charles: verlässt John, bricht auf Richtung Kanada
Sadie: verlässt John, bricht auf Richtung Süden
Bill: Werdegang unklar, Ziel von John in RDR1
Javier: Werdegang unklar, Ziel von John in RDR1
Strauss: vom Camp ausgestoßen, von Pinkertons gefasst und zu Tode gefoltert
Trelawny: verlässt Camp vorzeitig, Werdegang unklar, Parallelen zu "The Strange Man" in RDR1
Karen: verlässt Camp vorzeitig, Werdegang unklar, vermutlich im Alkohol ertrunken
Mary-Beth: verlässt Camp vorzeitig, lebt irgendwo wohlhabend und schreibt Bücher
Pearson: verlässt Camp vorzeitig, übernimmt einen Laden in Rhodes
Tilly: lebt verheiratet in Saint Denis
Swanson: verlässt Camp vorzeitig, wird Priester in New York
Uncle: verlässt Camp vorzeitig, bleibt bei John

Lenny: tot
Hosea: tot
Sean: tot
Susan: tot
Molly: tot
Kieran: tot
Micah: tot
Cain: (vermutlich) tot
 
Gerade im Netz aufgeschnappt, dass man an bestimmten Orten in der Welt noch ein paar Bonus-Sequenzen mit ehemaligen Camp-Mitgliedern triggern kann, z.B. am Bahnhof von Valentine, wo man Mary-Beth ( :liebe: ) noch ein letztes Mal treffen kann.
 
@DoK
PS. War gestern bei Artuhrs Grab und musste ihm da gedenken... Ist allerdingss ohne Hilfe kaum zu finden. Ist etwas schade, dass es da nicht noch eine Filmszenen oder sowas gibt, wenn man sein Grab gefunden hat.

DAS auf jeden Fall. Warum nicht wenigstens nen kleinen Monolog oder sowas. Echt schade... :nein: Gibt aber noch n bissel was beim richtigen Abspann.

Der Hard-Cut zu John war mir zu abrupt; allerdings fehlte mir hierbei auch etwas der emotionale Impact, weil ich vom Charakter-Wechsel leider im Vorfeld gespoilert worden bin.

Sorry dafür :oops: Unabhängig vom Spoiler - ich persönlich hatte das tatsächlich von Anfang an erwartet, Prequel und so.
 
Krass, wie Rockstar auch im Post Game nicht an Details spart. Die besagten Treffen mit den Camp-Mitgliedern oder das Dutzend Szenen, die man noch auf der Ranch erleben kann.

Vor allem aber der Fakt, dass für die ganzen Nebenquests neben Arthur auch für John alle Dialoge eingesprochen worden sind. Oder, dass das Journal sich "künstlerisch" unterschiedlich füllt, je nachdem, mit welchem Charakter man gewisse Sachen findet (oben Arthur, unten John):

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Und einige der Nebencharaktere in der Spielwelt sind im Post Game sichtbar gealtert:

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Vor allem aber der Fakt, dass für die ganzen Nebenquests neben Arthur auch für John alle Dialoge eingesprochen worden sind.
...war auch schon in RDR1 exakt genauso mitm Epilog gemacht. Also das macht das natürlich trotzdem immer noch sehr beeindruckend und lobenswert, aber da ich das jetzt schon mehrfach im Netz gelesen hatte, wie beeindruckt Leute davon waren, wollte ich das nochmal erwähnen. Wurde sogar auch schon im Dialog Einfluss drauf genommen, ob komplett mit John gemacht, mit John angefangen und im Epilog mit Jack abgeschlossen oder komplett mit Jack im Epilog gemacht... ^^
 
Der für mich beste und emotionalste Moment des Spiels:

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"I'm afraid" in Kombination mit der Mimik hat mir die Tränen in die Augen getrieben. :traurig:

Dicht gefolgt von:

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Und ein paar Highlights aus dem Soundtrack:

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So nachdem ich mich zunächst in den ganzen Nebenaufgaben völlig verloren hatte bin ich dann irgendwie in Chapter 6 gelandet und habs dann durchgezogen. Das Spiel ist super. Allein der Umstand das man heute so selten noch eine Geschichte erzählt bekommt, die wirklich stimmig und so durchdacht und umfangreich erzählt wird hebt das SPiel für mich in eine ganz andere Liga als da sonst so auf dem Markt rumdümpelt. Das stellt für mich auch jedes GTA in den Schatten.

Was mir gar nicht gefallen hat ist der Umstand dass Arthur unweigerlich ablebt. Der Charakter ist viel charismatischer als John Marston. Naja, ich hätte mir gewünscht man wiederholt diesen "Skandal" aus Teil 1 nicht einfach. Letztendlich muss ich mich entscheiden: Spiele ich das SPiel zu Ende oder spiele ich das Spiel endlos mit dem Protagonisten der mir ans Herz gewachsen ist. TBC hin oder her. Man hätte ja auch mit Arthur noch weiter spielen können. Dann schläft er halt häufiger und muss mehr fressen etc. Diese Entscheidung hätte ich aber gerne gehabt. Ich habe auch im letzten Chapter darauf gewartet mich irgendwann von dieser blöden Truppe lösen zu können und tatsächlich Urlaub mit Arthur zu machen. Naja... dann halt nicht. Wahrscheinlich denkt Rockstar die neue GEneration an SPielern die vor 8 Jahren noch net dabei war, muss das auch mal so erleben.

Ich werde mich nun ganz auf das Nebengeplänkel einlassen. Ich werde nun ein neues Spiel starten und dieses neue Savegame nicht beenden. Ich spiele bis zu einem Punkt, an dem Arthur einiges erlebt hat, aber noch keine Aufgaben für Strauss gemacht hat. Dann werde ich mit nem vitalen Arthi die Welt genießen und schreibe mir nachträglich mein persönliches Happy Ending. Das Camp wird dann nicht mehr aufgesucht. Angesichts des großen Umfangs ist das dann für mich ein befriedigendes Ende.
 
So jetzt habe ich auch den Epilog Nummer 2 geschafft. Puh, die letzte Mission ist wieder toll gemacht. Klasse Finale. Aber insgesamt war der Epilog zu lang. Viel zu lang. Das liegt aber wohl an den o. g. mMn. Habe wirklich gar keine Beziehung zu Marston aufgebaut im Hauptspiel. Mit dem Charakter mit dem ich die ganzen Abenteuer erlebt habe zuvor hätte ich vielleicht auch gefallen daran gefunden das Landleben zu genießen. Arthur hätte ich diese Ruhe irgendwie "gegönnt". Marston da aber zu spielen hat sich für mich wie ein Fremdkörper angefühlt.
 
...Wahrscheinlich denkt Rockstar die neue GEneration an SPielern die vor 8 Jahren noch net dabei war, muss das auch mal so erleben.


In meinen Augen ist gegenteiliges der Fall, der komplette Epilog war ja fast ausschließlich für jene Leute gedacht, die John seit dem Vorgänger kennen und lieben.

Wenn man selbst die Farm aufbaut, auf welcher man bereits damals bis zum letzten Atemzug um seine Familie gekämpft hat... Wenn man um die Hand der Frau anhält, für die man so viel Blut vergossen hat... Wenn man sie an der selben Stelle ehelicht, an der man sie damals bereits mit den Händen von Jack begraben hat... Dann wird mir gleich ein kompletter Emotions-Cocktail intravenös verabreicht, welcher das Gefühlszentrum im Hirn geradezu epileptisch anfällt.

Dass Red Dead Redemption 2 als Prequel sehr im Dienst seines Vorgängers steht, bringt solchen Segen genau so mit sich, wie eben auch einen Fluch: Da rettet man als Arthur Morgan einen gewissen John Marston vor dem erfrieren, man macht mit John Marston explosive Missionen, man ist total buddymäßig down mit John Marston, man hängt mit der Frau von John Marston ab, man geht mit dem Kind von John Marston angeln, man rettet John Marston aus dem Gefängnis, man rettet die Familie von John Marston, dann rettet man John Marston noch mal... John Marston John Marston John Marston. Geil, oder? Und jetzt nehmen wir dir Arthur weg und du spielst gefälligst John Marston!

Um es ganz klar zu sagen, ich bin ein Die-Hard Red Dead Redemption und John Marston Fan. Ich habe ganz besondere Gefühle für dieses Spiel, ich habe es 3 mal durchgespielt, das letzte Mal dann auch auf 100%, einfach weil ich dieses Spiel aufsaugen wollte. Ich liebe es. Als ein Prequel angekündigt wurde, hätte ich am liebsten gekotzt. Wann ist ein Prequel jemals seinem Vorgänger gerecht geworden? Mir würde spontan nur Godfather II einfallen. Heutzutage ist das Wort Prequel für mich persönlich komplett vergiftet. "Es ist Rockstar Games, kann nur geil werden", hat man oft gehört - Aber selbst die besten Rockstars produzieren irgendwann nur noch Scheiß-Alben, wenn sie nicht vorher sterben. Davon abgesehen sehe ich eine originelle Geschichte IMMER lieber als einen Vorgänger oder einen Nachfolger, egal wie sehr ich ein bereits etabliertes Universum liebe und mehr über seine Charaktere wissen möchte. Eine in sich geschlossene Geschichte darf gerne genau das bleiben - das ist völlig okay!

Das was ich jetzt die letzten Wochen gespielt habe, ist ein fantastisches Prequel, aber es macht dementsprechend auch zwangsläufig ein paar Abstriche als eigenständige Geschichte. Mir persönlich wurde von den Autoren ausgiebig der Rücken gekratzt, aber ich kann absolut verstehen wenn es da diversen Leuten mit einigen narrativen Schlüsselentscheidungen anders geht. Ich kann auch die Kritik von Bart Wux nachvollziehen (auch was erzählerische Redundanz angeht), würde sie aber weniger provokant formulieren wollen.

Alles in allem war es ein unfassbarer Ritt, was einem an Micro-Storytelling an jeder Ecke serviert wird beeindruckt mich mit der Quantität genau so wie mit der Qualität. Irgendwo am Horizont lockt immer ein beleuchtetes Haus oder ein rauchendes Lagerfeuer mit der Versprechung von interessanten Dialogen, skurrilen Charakteren und erinnerungswürdigen Situationen, auch weit über das Ende der eigentlichen Geschichte hinaus... Chapeau, Rockstar Games.
 
Während ich die alte Map aus RDR1 mit John erkunde, wird deutlich, wie viel besser und abwechslungsreicher die neue Spielwelt von RDR2 im direkten Vergleich ist. New Austin ist so leer, langweilig und im wahrsten Sinne trocken, dass mir wieder bewusst wird, warum ich schon damals nie so richtig mit der Welt in RDR1 warm geworden bin.

Trübt auch etwas die Vorfreude auf RDR Online, sollte es den Gerüchten zufolge tatsächlich in New Austin / Mexiko starten.
 
Während ich die alte Map aus RDR1 mit John erkunde, wird deutlich, wie viel besser und abwechslungsreicher die neue Spielwelt von RDR2 im direkten Vergleich ist. New Austin ist so leer, langweilig und im wahrsten Sinne trocken, dass mir wieder bewusst wird, warum ich schon damals nie so richtig mit der Welt in RDR1 warm geworden bin.

Trübt auch etwas die Vorfreude auf RDR Online, sollte es den Gerüchten zufolge tatsächlich in New Austin / Mexiko starten.

Schade nur das der komplette Teil als nette Dreingabe ohne tatsächlichen Inhalt daher kommt. Hatte mich während des gesamten Spiels darauf gefreut endlich dahin zu kommen mit fortschreitender Story.
 
Ich muss einfach nochmal loswerden, wie sehr es mich mit Freude erfüllt dank dem Spiel mit John Marston wieder durchs Land streifen zu dürfen. Ganz gleich, wie gut und interessant Arthur auch ist, gegen jeden anderen Charakter würde Arthur wahrscheinlich bei mir sogar auch gewinnen, aber John Marston ist einfach wirklich ein ganz besonderer Charakter für mich und es erfüllt mich einfach mit kindlicher Freude mit ihm wieder spielen zu können... :)
 
Habe gestern endlich mal den 2. Epilog beendet, nachdem ich die letzten Tage nicht zum Zocken gekommen bin.
Jetzt, mit etwas Abstand, war das in Ordnung für mich. Das Ende und der Abspann haben mich versöhnlich gestimmt.

Ich werde bei Gelegenheit die Welt noch etwas bereisen, dabei aber einen Guide zur Hand nehmen.
Ich möchte noch die Gedenkstätten der gefallenen Gang-Mitglieder besuchen, allen voran natürlich die von Arthur.

Ich würde im Gegensatz zu @HajinShinobi lieber noch etwas mit Arthur weiterspielen, den Grabstein könnte man dann gerne löschen :deal:

Aber Rockstar möschte das nischt.
 
"I'm afraid" in Kombination mit der Mimik hat mir die Tränen in die Augen getrieben. :traurig:
Cool, dass das noch jemandem so nahe ging. Der Moment und die Mimik hat mich auch eiskalt erwischt und Gänsehaut beschert.
Wie toll, dass wir bei Spielen endlich so weit sind, dass das möglich ist.

Und natürlich auch ein Zeugnis für die Qualität des Voice Actors. Meisterhaft Gewicht und Emotion in diese zwei Worte gelegt.
 
Für mich ist es das beste Spiel, das ich bisher gespielt habe. Als großer Westernfan hat mich das Spiel gepackt und mir einen unglaublichen Ritt verpasst.
Klar hätte ich gerne Dutch und Micah am Ende noch in die Fresse geschossen, aber die Story passt für mich so viel besser (war ja auch im Hinblick auf RDR1 nicht möglich). Arthur ist als tragischer Held untergegangen und hat mich dabei wirklich mitgerissen.
Beim Epilog ist natürlich schade, dass man weiß, dass es nicht gut gehen wird. Aber in jeder Szene wünsche ich mir trotzdem mit jeder Faser, dass es für John und Abigail klappt. Das muss ein Spiel erstmal schaffen.
Für mich ein Jahrhundertmeisterwerk mit einer klaren 11/10.

Allerdings kann ich auch Kritik nachvollziehen, da das Spiel, wenn man das Setting nicht so liebt wie ich, durchaus seine Längen haben kann. Auf die Steuerung muss man sich auch einlassen, ich bin aber gut klargekommen und habe nur einmal aus Versehen einen Passanten niedergeschlagen. Die Zielhilfen habe ich ausgeschaltet, so waren die Schießereien etwas anspruchsvoller und für mich spaßiger.
 
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