So, jetze nochmal, ein bisschen ausführlicher...
Muss ja sagen, dass das das erste AC nach langer Zeit war, an dem ich mal wieder richtig Interesse hatte, insbesondere wegen der narrativen Änderungen und weil Kassandra einfach von vornherein ein viel interessanterer Protagonist ist als z.B. Bayek, Evie und all die Lullis. Und Griechenland ist als Setting halt auch einfach cool.
Und das ist imo auch voll aufgegangen. Vom Gameplay selbst hat sich gar nicht mal so viel getan, aber ich finde das Skill- und Gearsystem sehr gut durchdacht und motivierend. Diesen klassischen Filler-Kram, den man aus so vielen anderen Spielen kennt, hat man fast gar nicht. So klassische "Wenn du dich drei Mal im Kreis drehst und fünf Mal die Waffe wechselst, macht dein nächster Bogen-Schuss 10% mehr Schaden"-Skills, die viel zu situativ und dadurch direkt unattraktiv sind, hat man gar nicht. Alle Skills sind irgendwie stark und sinnvoll, sodass man sich über jeden Skillpunkt, ob durch Level-Up oder Ruine, freut.
Ebenso im Gear, durch die Engravings kann man unfassbar spaßige Kombinationen zusammen basteln in komplett unterschiedliche Richtungen, umso mehr, wenn man nach und nach die legendären Engravings des dazugehörigen legendären Gears sammelt. Am Ende war Kassandra wirklich buchstäblich Tod auf Erden und hat selbst Bosse und Mercenaries binnen weniger Sekunden zu Hackfleich verarbeitet.
Aber viel stärker sind imo tatsächlich sämtliche Änderungen am Aufbau der Story, grade durch das neue Dialog-System. Hab gestern Mal im Netz geguckt, was sich bei Quests alles so ändern kann, Haupt, wie auch Nebenquests, und das ist ziemlich beeindruckend. Grade wenn man bedenkt, dass es immer noch eher ein RPG light ist und die sich zum ersten Mal dran versucht haben. Und generell stark, wie sehr Bezug auf die Antworten, die man gibt genommen wird. Hab mehrfach übers Spiel verteilt schon fast dieses klassische "X will remember that"-Telltale Meme gespürt, ohne das es angezeigt wird. Wo man ne eigentlich positive Antwort gibt, aber man dann sich denkt, oh shit, ob mich das am Ende nicht in den Arsch beißt, wie z.B. wenn
Da muss ich auch sagen, dass ich es gut finde, dass es kein Moral-System oder derartiges gibt. So gerne ich in Videospielen immer den klassischen Gutmenschen spiele, sind Entscheidungen selten absolut 100%ig berechenbar, und man muss wirklich nach seinem eigenen Gefühl gehen, was jetzt die moralisch richtige Art zu handeln ist und das Spiel setzt einen auch regelmäßig vor solchen Situationen, wo das zum tragen kommt. Nur selten hat man eine klare "Rette die Dorfbewohner oder lass sie sterben um dann an ihre Reichtümer zu kommen"-Situation.
Dazu ist das ganze ziemlich stark, weil ein Haufen der Quests richtig interessant sind, viele sehr unterhaltsam (ich sag mal nur Testikles, musste lange nicht mehr bei nem Spiel so lachen) und das ganze von einem durch und durch sympathischen Cast getragen wird. Will hier jetzt gar nicht so viele nennen aus Spoilergründen, aber die sind richtig cool gemacht. Alleine die Interaktionen mit einer bestimmten, sehr berühmten Persönlichkeit, die man in Athen kennenlernt, sind absolut gold wert.
Ist auch für mich so ziemlich die coolste Anwendungsweise von echten Persönlichkeiten in einem AC. Durch das noch weiter in der Vergangenheit liegende Setting können sie sich weitaus mehr Freiheiten mit diesen nehmen, ohne je ins komplett absurde abzudriften.
Und man muss halt auch wirklich nochmal Kassandra seperat loben. Schon lange keinen so starken Protagonisten in nem Spiel gesehen und muss sich imo in keinster weise vor Geralt, Shepard und Konsorten verstecken. Richtig vielseitig, interessant, unterhaltsam und einfach cool. Grade in der heutigen Zeit wo die Diskussion um gute female leads in Spielen größer wird, muss ich sagen, neben all den Aloys und Lara Crofts die alle nicht so richtig rund funktionieren, haben sie es mit Kassandra endlich getroffen. Ich hoffe einfach, dass man mit Kassandra noch einige Abenteuer erleben darf, entweder per DLC oder sonst wo. Und wenn ich Glück habe, klappt das sogar, gab schon lange keinen Charakter mehr mit dem man so dermaßen viel noch machen könnte...
Zu guter letzt fand ich das Ende (also das wahre, das Spiel hat im Prinzip 3 Endings für 3 Storylines) richtig, richtig geil und so nen klassischer Mindblown-Moment. Ohne näher drauf einzugehen, aber das war etwas, was ich mir schon länger für ein Assassins Creed zurück gewünscht hatte. Bin mal definitiv gespannt, was da andere zu sagen, sobald mehr und mehr dieses sehen werden.
Das Spiel hat zwar auch ein paar kleinere Schnitzer, aber um ehrlich zu sein, sind das Dinge die mir in der und ähnlicher Form so auch schon in einem GTAV oder Witcher 3 aufgefallen sind.
Zum Open-World Design kann ich nur sagen, dass es imo sehr wichtig ist, die Spielwelt NICHT kleiner zu machen. Die gesamte Reise hat erst diesen Impact, durch diese gigantische Distanz die man auch im Spiel überbrückt. Erst dadurch erreicht das ihren Impact. Wo man definitiv drüber streiten kann, bzw. vielleicht etwas machen sollte, ist die Häufigkeit von Filler-Locations und Lagern und vielleicht das Entfernen dieser unsäglichen 100%-Locationziele, aber dazu muss man sagen, dass diese halt wirklich komplett optional sind, ebenso wie die radiant quests, zu denen ich bis Spielende nicht einmal gezwungen war eine zu machen zum Glück (@Trayal falls du da immer noch nervös bist).
Alles in allem, fantastisches Spiel, hab Bock auf DLCs und werd wohl nach und nach gucken die letzten Trophäen für die Platin zu machen um das Spiel anständig zu würdigen.
Muss ja sagen, dass das das erste AC nach langer Zeit war, an dem ich mal wieder richtig Interesse hatte, insbesondere wegen der narrativen Änderungen und weil Kassandra einfach von vornherein ein viel interessanterer Protagonist ist als z.B. Bayek, Evie und all die Lullis. Und Griechenland ist als Setting halt auch einfach cool.
Und das ist imo auch voll aufgegangen. Vom Gameplay selbst hat sich gar nicht mal so viel getan, aber ich finde das Skill- und Gearsystem sehr gut durchdacht und motivierend. Diesen klassischen Filler-Kram, den man aus so vielen anderen Spielen kennt, hat man fast gar nicht. So klassische "Wenn du dich drei Mal im Kreis drehst und fünf Mal die Waffe wechselst, macht dein nächster Bogen-Schuss 10% mehr Schaden"-Skills, die viel zu situativ und dadurch direkt unattraktiv sind, hat man gar nicht. Alle Skills sind irgendwie stark und sinnvoll, sodass man sich über jeden Skillpunkt, ob durch Level-Up oder Ruine, freut.
Ebenso im Gear, durch die Engravings kann man unfassbar spaßige Kombinationen zusammen basteln in komplett unterschiedliche Richtungen, umso mehr, wenn man nach und nach die legendären Engravings des dazugehörigen legendären Gears sammelt. Am Ende war Kassandra wirklich buchstäblich Tod auf Erden und hat selbst Bosse und Mercenaries binnen weniger Sekunden zu Hackfleich verarbeitet.
Aber viel stärker sind imo tatsächlich sämtliche Änderungen am Aufbau der Story, grade durch das neue Dialog-System. Hab gestern Mal im Netz geguckt, was sich bei Quests alles so ändern kann, Haupt, wie auch Nebenquests, und das ist ziemlich beeindruckend. Grade wenn man bedenkt, dass es immer noch eher ein RPG light ist und die sich zum ersten Mal dran versucht haben. Und generell stark, wie sehr Bezug auf die Antworten, die man gibt genommen wird. Hab mehrfach übers Spiel verteilt schon fast dieses klassische "X will remember that"-Telltale Meme gespürt, ohne das es angezeigt wird. Wo man ne eigentlich positive Antwort gibt, aber man dann sich denkt, oh shit, ob mich das am Ende nicht in den Arsch beißt, wie z.B. wenn
man einem Jungen hilft seinen verschwundenen Vater zu finden und man ihm verspricht, dass man ihn finden wird um den Jungen nicht zu enttäuschen. Aber wenn man den Vater am Ende nicht oder tot findet, der Junge am Boden zerstört ist, weil man es doch versprochen hat. Hätte man eine etwas neutralere Antwort gegeben, wäre diese Erwartungshaltung beim Jungen natürlich gar nicht entstanden.
Dazu ist das ganze ziemlich stark, weil ein Haufen der Quests richtig interessant sind, viele sehr unterhaltsam (ich sag mal nur Testikles, musste lange nicht mehr bei nem Spiel so lachen) und das ganze von einem durch und durch sympathischen Cast getragen wird. Will hier jetzt gar nicht so viele nennen aus Spoilergründen, aber die sind richtig cool gemacht. Alleine die Interaktionen mit einer bestimmten, sehr berühmten Persönlichkeit, die man in Athen kennenlernt, sind absolut gold wert.
Ist auch für mich so ziemlich die coolste Anwendungsweise von echten Persönlichkeiten in einem AC. Durch das noch weiter in der Vergangenheit liegende Setting können sie sich weitaus mehr Freiheiten mit diesen nehmen, ohne je ins komplett absurde abzudriften.
Und man muss halt auch wirklich nochmal Kassandra seperat loben. Schon lange keinen so starken Protagonisten in nem Spiel gesehen und muss sich imo in keinster weise vor Geralt, Shepard und Konsorten verstecken. Richtig vielseitig, interessant, unterhaltsam und einfach cool. Grade in der heutigen Zeit wo die Diskussion um gute female leads in Spielen größer wird, muss ich sagen, neben all den Aloys und Lara Crofts die alle nicht so richtig rund funktionieren, haben sie es mit Kassandra endlich getroffen. Ich hoffe einfach, dass man mit Kassandra noch einige Abenteuer erleben darf, entweder per DLC oder sonst wo. Und wenn ich Glück habe, klappt das sogar, gab schon lange keinen Charakter mehr mit dem man so dermaßen viel noch machen könnte...
Zu guter letzt fand ich das Ende (also das wahre, das Spiel hat im Prinzip 3 Endings für 3 Storylines) richtig, richtig geil und so nen klassischer Mindblown-Moment. Ohne näher drauf einzugehen, aber das war etwas, was ich mir schon länger für ein Assassins Creed zurück gewünscht hatte. Bin mal definitiv gespannt, was da andere zu sagen, sobald mehr und mehr dieses sehen werden.
Das Spiel hat zwar auch ein paar kleinere Schnitzer, aber um ehrlich zu sein, sind das Dinge die mir in der und ähnlicher Form so auch schon in einem GTAV oder Witcher 3 aufgefallen sind.
Zum Open-World Design kann ich nur sagen, dass es imo sehr wichtig ist, die Spielwelt NICHT kleiner zu machen. Die gesamte Reise hat erst diesen Impact, durch diese gigantische Distanz die man auch im Spiel überbrückt. Erst dadurch erreicht das ihren Impact. Wo man definitiv drüber streiten kann, bzw. vielleicht etwas machen sollte, ist die Häufigkeit von Filler-Locations und Lagern und vielleicht das Entfernen dieser unsäglichen 100%-Locationziele, aber dazu muss man sagen, dass diese halt wirklich komplett optional sind, ebenso wie die radiant quests, zu denen ich bis Spielende nicht einmal gezwungen war eine zu machen zum Glück (@Trayal falls du da immer noch nervös bist).
Alles in allem, fantastisches Spiel, hab Bock auf DLCs und werd wohl nach und nach gucken die letzten Trophäen für die Platin zu machen um das Spiel anständig zu würdigen.
68h für alle 3 Mainquest-Storystränge, alle Nebenquests und alle Orte komplett aufgedeckt und auf 100% gebracht.Bin nach 70 Stunden auch komplett durch. Wie lange hast du gebraucht?
50. Muss man sich aber glaube ich auch anstrengen um am Ende nicht am Levelcap zu sein.Auf welchen Level wart ihr bei Spielende?




