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NEWS Videospiel News (3 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

  • Mit den 2000ern hast du recht, aber ich dachte du beziehst es auf die Zeit der ersten PlayStation. Aber nehmen wir Tomb Raider, Sony hat sich die Exclusivität für drei Jahre gesichert, aber erst nach der Veröffentlichung von Tomb Raider 1 welches auch für den Saturn erschienen ist. Daneben war Tomb Raider ohne Frage wichtig für die PlayStation, aber es war nicht das einzige Aushängeschild. Und sie haben sich auch nicht das ganze Studio wegen dieser einen Marke gekrallt, genauso wie auch nicht bei Final Fantasy VII, Tekken oder Ridge Racer. Dort haben sie einfach clever agiert und Namco und Square geholfen diese Marken zu vermarkten, ihnen aber gleichzeitig die Freiheiten gelassen selbst zu entschieden was sie entwickeln werden. Aber Sony hat auch selbst eigenständige Franchisen gestartet, Gran Turismo ist natürlich die bekannteste. Aber u.a. auch Arc the Lad, Syphon Filter, Twisted Metal, WarHawk, etc. waren allesamt keine Aufkäufe wie bspw. Halo oder PGR [als spiritueller Nachfolger von MSR].

    Das war dann doch eine andere Situation, Sony hat die Schwächen der Konkurrenz damals ausgenutzt. Square und Namco hatten Ärger mit Nintendo [vom Nintendo 64 gar nicht zu reden], und Segas Konsole war im Westen von Beginn an nicht erfolgreich und zudem sehr schwer für zu entwickeln. Und auch sonst sehe ich deutliche Unterschiede, nehmen wir Naughty Dog. Crash Bandicoot war erfolgreich aber nach dem Aufkauf nicht mehr zu haben, Naughty Dog hat eine komplett neue IP [Jak & Daxter] aus dem Boden gestampft. Und dann noch eine [Uncharted]. Und noch eine [Last of Us]. Das gleiche hast du bei Insomniac [von Spyro über Ratchet & Clank zu Resistance] und Sucker Punch [von Sly zu InFamous zu Ghost of Tsushima]. Bei Guerilla hat es etwas länger gedauert aber auch die werden wohl kein Killzone vorerst mehr machen.
     
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    Doch. Gerade Syphon Filter war ein Aufkauf im Stile von Halo. Und es gibt viele Beispiele aus der Zeit, die ähnlich verlaufen sind. Nintendo ist sicherlich ein sehr japanisches Unternehmen, aber Sony ist sehr stark amerikanisiert und wendet sich immer stärker dem Westen zu. Das ist auch per se nichts Schlechtes. Unternehmen wie Apple oder Google sind typisch amerikanisch und haben ein innovatives, förderndes Management. Sony geht eher diesen Weg (im kleineren Ausmaß). Microsoft ist typisch amerikanisch und hat ein schlechtes, weil kurzsichtiges Management. Das ist aber kein rein amerikanisches Problem. So macht man im Endeffekt ja auch kein Geld.
     
    Doch. Gerade Syphon Filter war ein Aufkauf im Stile von Halo.

    Nein war es nicht. Sony hat das Studio erst nach der Veröffentlichung von Syphon Filter 2 gekauft. Syphon Filter 1 entstand Aufgrund einer Idee von Sony mit der sie an das Studio rangetreten sind [wohlgemerkt dem Studio das zuvor Bubsy 3D entwickelt hatte], bei Halo war es umgekehrt. Halo war zwar vor dem Aufkauf durch Microsoft schon in der Entwicklung, aber Bungie hatte zuvor nicht schon ein erfolgreiches Spiel dieser Marke für Microsoft entwickelt. Microsoft brauchte einfach etwas großes für den Launch der Xbox, Halo war da und sah gut/interessant aus. Als Sony Syphon Filter vorschlug war es Ende 1997. Über drei[!] Jahre nach Launch der PlayStation.

    [...], aber Sony ist sehr stark amerikanisiert und wendet sich immer stärker dem Westen zu. Das ist auch per se nichts Schlechtes.

    Das stimmt allerdings. :)
     
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    Okay, hatte ich falsch in Erinnerung, aber dann erinnert es an MSR/PGR. Letztendlich hatten beide eine sehr ähnliche Strategie und haben sich zum Teil in den Markt eingekauft. Microsoft vielleicht aggressiver, aber zu Xbox und frühen 360-Zeiten auch clever und marktfördernd wie Sony eben zu Playstation/PS2-Zeiten. Diese Qualitätsschiene im 1st-Party-Bereich fährt Sony auch erst seit Ende der PS3-Ära zunehmend. Ich sehe da jedenfalls keine gravierenden Unterschiede. Nur jetzt bei der One muss man sehen, ob sie den Markt so voranbringen mit den neuen Studios (wie sie es auch mit Bungie letztendlich gemacht haben z.B.) oder der Kreativität schaden (wie auch Sony z.B. bei Bend, wo wir dabei sind.)
     
    Okay, hatte ich falsch in Erinnerung, aber dann erinnert es an MSR/PGR.

    Nein auch das nicht wirklich, denn Sony Bend hatte vor Syphon Filter 1 Bubsy 3D entwickelt, eines der schlechtesten Spiele aller Zeiten das zudem ein ganz anderes Genre war. Bizarre Creations waren vor PGR ein Rennspielstudio mit guten Referenzen [drei ihrer vier Spiele als Bizarre Creations vor PGR waren Rennspiele]. Ähnlich wie bei Halo, Microsoft wollte für die Xbox ein Rennspiel, Bizarre Creations hatte das Kultspiel MSR entwickelt und war ohne Arbeitgeber, also ka-ching. Sony wollte zwar auch eine Antwort auf GoldenEye, aber die PlayStation war zu dem Zeitpunkt schon lange erfolgreich auf dem Markt.

    Diese Qualitätsschiene im 1st-Party-Bereich fährt Sony auch erst seit Ende der PS3-Ära zunehmend.

    Naja, so ganz schlecht waren ihre eigenen großen Produktionen für die PlayStation 2 nun auch nicht [Ratchet & Clank, Jak & Daxter, Sly, God of War, Gran Turismo, Ico, Shadow of the Colossus, etc.]. ;) Sie hatten halt das Glück wesentlich weniger auf eigene Produktionen angewiesen zu sein weil so ziehmlich alles und jeder [auch] für die PlayStation entwickelt hat. Ähnlich wie Nintendo die sich beim SNES mit Eigenproduktionen etwas zurückhalten konnten. :)

    Edit. Das muss man sich mal vorstellen. Ich argumentiere für Sony. Hätte man vor zehn Jahren wohl auch nicht gedacht. :gerri:
     
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    Ein bisschen drehst du es jetzt dir, aber wie es dir passt.
    Als Sony Bend aufgekauft hat, hatten sie zuletzt zwei Top Hits, Syphon Filter 1 und 2, entwickelt und durften dann nach dem Aufkauf weiter Syphon Filter Games entwickeln, die dann aber anscheinend unter dem Aufkauf litten. (Danach waren sie kreativ tot.) Auch Bizarre hatte vor MSR Patzer und mit Microsoft haben sie erst ihr ganzes Potenzial entfacht. So wie z.B. auch Naughty Dog unter Sony oder halt Bungie unter Microsoft über lange Zeit.

    Letztendlich sind das ähnliche Entwicklungen, die bezeichnend für Sony und Microsoft sind. Sony hatte ein besseres Händchen, keine Frage. Microsoft hat aber ebenso Studios erfolgreich gefördert (und damit den ganzen Markt gefördert, s. Indie-Games oder PC-Games auf Konsole (Shooter, WRPGs)). Die Strategie war eine sehr ähnliche, jetzt auch unabhängig vom Erfolg. (Am Ende hat es Microsoft geschafft all ihre Erfolge sowieso mit miserablem Management zu vernichten.)
    Jedenfalls arbeiten beide Unternehmen sehr kapitalistisch/marktbezogen/amerikanisch, was ja die eigentliche Diskussion war. Dass Sony einen romantischeren Weg für ihren Erfolg gefunden hat, halte ich für weit hergeholt. Sie haben ja auch in vielen Bereichen, insbesondere dem kreativen mit den SIE Worldwide Studios, eine amerikanische Federführung.

    EDIT: Wir müssen die Diskussion auch nicht ewig weiterführen. Ich glaube, vieles ist da auch subjektive Interpretation. Ich bleibe auch bei meiner Meinung, auch wenn ich deine Punkte anerkenne und die Infos ehrlich zu schätzen weiß.
     
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    Ein bisschen drehst du es jetzt dir, aber wie es dir passt.
    Als Sony Bend aufgekauft hat, hatten sie zuletzt zwei Top Hits, Syphon Filter 1 und 2, [...

    Ja aber der Unterschied ist/war der das Sony sich erstmal angesehen hat wie das Studio arbeitet bzw. mit ihnen zusammenarbeitet und dann weitere Aktionen plant. Genau das gleiche haben sie ja auch bei Naughty Dog, Sucker Punch, Guerilla oder Media Molecule getan, und wenn ein Studio nicht die Erwartungen erfüllt beendet Sony eher die Zusammenarbeit, siehe Ready at Dawn. Wobei Microsoft das mit dem vorherigen "Testen" inzwischen teilweise ja anscheinend auch so handhabt [--> Playground].

    Wir werden sehen wie sich die ganze Kaufwut von Microsoft [die ja anscheinend noch nicht beendet ist wie man liest] sich für die nächste Xbox auswirken wird. :)
     
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    Sony hat auch einfach eine andere Dimension an Ressourcen. Deswegen wurden Studios natürlich erst lediglich mit Exklusivverträgen gebunden (auch alles um 2000 herum), um sie später (auf diese Weise auch sicherlich günstiger und risikoärmer) aufzukaufen. Eine Zusammenarbeit funktioniert aber natürlich auch, wenn man nicht exklusiv entwickelt. Obsidian und Ninja Theory hatten ja auch in der Vergangenheit auch enge Kooperationen mit Microsoft, wenn auch letztendlich wenig erfolgreich (zumindest oberflächlich).

    Kann auch nur wiederholen, dass ich glaube, dass Sony sich deutlich cleverer anstellt, aber grundlegende Strategien sind dieselben. Das beste Beispiel ist eigentlich sogar Tomb Raider (2) dafür. Hier hat Sony eine bereits in Entwicklung befindliche Saturn-Version (und mögliche N64-Spiele) aggressiv unterbunden mit einem Exklusivdeal, der letztendlich zum großen Teil zum Erfolg der Playstation beigetragen hat. Microsoft hat dasselbe mit derselben IP (und lustigerweise auch dem zweiten Teil des Reboots) versucht. Nur sich halt dabei verhalten wie der erste Mensch mit dem Horizont eines Blinden.

    Bei Nintendo sehe ich die Romantik, wie langsam aus dem nichts immer mehr gewachsen ist. Da wurde sich eine Position über Jahre hart erkämpft. Aber Microsoft und Sony haben sich als große Konzerne auf den Videospielmarkt geschmissen und mit Geld um sich geworfen, nur halt auch jeder in seinem finanziellen Rahmen.

    Ein großes Problem ist einfach das Management. Microsoft rennt mittlerweile nur noch Trends hinterher. bzw. sucht sinnbildlich den Fortnite-Effekt. (Das war zu Xbox/360-Zeiten noch anders als sie den Markt regelrecht definiert haben.) Sony fährt eine langfristig sehr gesunde Wirtschaft mit ständigen Innovationen im niedrigen/mittleren Budget und risikoferne High-Budget-High-Quality-Produktionen mit starker Marktanpassung. Sie sind vorsichtiger.

    Microsoft hat zum völlig falschen Zeitpunkt alles auf ein Pferd, die Cloud, gesetzt. Und das Rennen wurde direkt verloren und alles ist zusammengebrochen. Sony hat zur selben Zeit auch in Cloud/Streaming investiert, aber sie haben den gegenwärtigen Markt nicht vergessen und haben jetzt zum richtigen Zeitpunkt mit PS Now eine gute Grundlage für die offensichtliche Zukunft.
    Dasselbe mit VR. Oder dem Spieleangebot, siehe Open World, oder auch Microtransactions. Das ist alles eine gesunde Mischung aus konservativer und progressiver Wirtschaft.

    Finde es beeindruckend wie gut es Sony hinbekommt und wie sie es vermarkten. Uncharted ist ein lineares Singleplayer-Spiel, aber es hat im neusten Ableger einen Open-World-Abschnitt mit Ubisoft'schem Sammelblödsinn (besonders das Time Trial Ding), Horizon verpackt seine Ingame-Belohnungen in komische Lootboxen, GT Sport hat eine Art Premium Currency, aber ohne Echtgeldeinsatz. Sony hat immer einen Fuß in der Zukunft, aber wirtschaftet in der Gegenwart (wie Google oder Apple). Microsoft springt mit beiden Beinen in die Zukunft, aber hängt mit dem Kopf noch in irgendeinem dunklen Arsch fest.

    Sorry, für das Abschweifen. :ulgy:
     
    Aber Microsoft und Sony haben sich als große Konzerne auf den Videospielmarkt geschmissen und mit Geld um sich geworfen, nur halt auch jeder in seinem finanziellen Rahmen.
    [...]
    (Das war zu Xbox/360-Zeiten noch anders als sie den Markt regelrecht definiert haben.)

    Ich möchte nur zu diesem einen Punkt einwerfen [allem anderen stimme ich zu]: Sony hat mit der PlayStation 1 damals afaik keine Verluste eingefahren, Microsoft hat 4.000.000.000$ Verlust in vier Jahren Xbox 1 eingefahren. Die erste Xbox war ohne Frage wegweisend für die Industrie, aber es hatte auch einen sehr hohen Preis.
     
    Ich möchte nur zu diesem einen Punkt einwerfen [allem anderen stimme ich zu]: Sony hat mit der PlayStation 1 damals afaik keine Verluste eingefahren, Microsoft hat 4.000.000.000$ Verlust in vier Jahren Xbox 1 eingefahren. Die erste Xbox war ohne Frage wegweisend für die Industrie, aber es hatte auch einen sehr hohen Preis.

    Müsste ich mal recherchieren. Sony hat auch mit der Playstation Division regelmäßig Verluste in ähnlicher Milliardenhöhe eingefahren, z.B. drei Milliarden US-Dollar in nur einem Jahr (2012).
     
    Wobei ich es auch da für sehr unwahrscheinlich halte. Die haben gerade vor der PS2 so viele Investitionen getätigt, harten Konkurrenzkampf betrieben, etc. Wenn die da mit schwarzen Zahlen herausgekommen sind, wäre das ein extremer Erfolg. Höchstwahrscheinlich war jede verkaufte PSX subventioniert, man hatte nicht den 1st-Party-Output und musste sich unbedingt 3rd-Parties an Land holen. Dazu halt die Studiokäufe.
    Aber Sony veröffentlicht doch eigentlich die Zahlen immer. Müsste man herausfinden können. :D
     
    meine sorgen liegen auch gar nicht in der vergangenheit, sondern mehr in der zukunft. microsoft entwickelt xbox als marke immer mehr zum service mit einem abo-modell um. game pass, project xcloud, gerüchte um eine reine streaming xbox als alternative zur normalen konsole usw. klar, gaming on demand scheint der neue heiße scheiß zu sein und microsoft will dieses rennen auf jeden fall nicht gegen google & co. kampflos aufgeben. ist verständlich aus der sicht eines konzerns, aber da frag ich mich einfach, wie weit diese strategie sich auch auf die spiele auswirken. schauen wir uns nämlich mal die aktuellen first & second party titel von ms an, merkt man eben eine recht fokussierte games as a service ausrichtung. sea of thieves, state of decay 2, forza horizon 4, halo infinite, gears 5 und kA wie der mp von crackdown 3 aussehen wird, aber fast alles ist auf eine gewisse langlebigkeit ausgelegt, mit veröffentlichung von neuen content, der über das jahr gezielt verteilt wird. schließlich behält man die kunden so länger in einem abo, als mit einem 8-10 stündigen singleplayer spiel.

    nun haben wir ninja theory und (vielleicht) obsidian als neue interne microsoft studios, die an dem konzern gebunden sind.
    zwei studios, die von dem oben beschriebenen gaas modell weit entfernt sind und ihre stärke eindeutig in anderen gebieten haben. wenn alles klappt, dann machen beide so weiter wie immer nur mit einem größeren budget, technischen support und am besten ohne großartigen zeitdruck. toll und für jeden spieler ein gewinn, da man ja auch bald keine xbox oder windows pc mehr braucht, um xbox spiele zu spielen.
    meine skepsis gegenüber microsoft's zukunftsplan ist aber größer als die schönen worte und das viele geld von spencer & co. denn in der videospielindustrie und gerade bei so großen publishern zählt am ende nicht, wie gut das spiel vielleicht ist und wie toll es die fans finden, sondern reine zahlen. das oben erwähnte rennen bezüglich cloud gaming könnte für microsoft schnell wieder ein weiteres blaues auge bedeuten, wenn der marktanteil der konkurrenz doch keinen platz für sie übrig lässt und was dann? wieder folgt eine umstrukturierung und damit auch wahrscheinlich die schließlung einiger studios, die laut firmenpolitik keinen nutzen mehr haben.

    aber kudos an remedy, die trotz langer zusammenarbeit sich scheinbar noch nicht verkauft haben.
     
    Das ist aber alles so schwarzseherisch.
    Ich kann deine Punkte bzgl des "Abo-Modells" also der Langlebigkeit der Produkte ja noch teilen.
    Auch die Achievements sind ja fast alle auf die Ewigkeit ausgelegt.
    Aber MS wird auch wissen, dass es NUR damit eben nicht geht.
    Man braucht einen bunten Strauß der Vielfältigkeit, langlebige Spiele die auf Dauer ausgelegt sind, kurzweiliges, SinglePlayer, Multiplayer etc.
    Wenn sie sagen und Ninja Theory auch sagt, dass MS ihnen freie Hand lässt und "nur" das Budget sichert und zur Verfügung stellt, dann würde ich das erstmal auch glauben. Natürlich hat MS in der näheren Vergangenheit einiges gegen die Wand gefahren, man darf aber auch nicht vergessen, dass sie in der Anfangszeit eben auch viel aufgebaut haben und schon eine sehr schöne Diversifikation der Spiele und Genres in ihrem Portfolio hatten.

    Ich finde gerade jetzt hat man doch Grund für positives Denken.
    Die Marke Xbox hat nie einen höheren Stellenwert bei Microsoft besessen als es aktuell der Fall ist, sie sind jetzt auch eine eigene Sparte im Unternehmen.
    Dadurch waren sie ja in der Lage auch wieder kräftig zu investieren und Studios aufzukaufen.
    Phil Spencer hat die Xbox wieder auf Vordermann gebracht und auch viel Klinken geputzt um verlorengegangene Unterstützung der Gamindindustrie zurückzugewinnen, was in letzter Zeit ja auch gut fruchtet.
    Zudem ist er nun Vice President of Gaming bei Microsoft, also auch aufgestiegen und ein Eckpfeiler für die Zukunft.
    MS bringt Spieler zusammen, PC und Xbox und sogar die Switch, da sind viele positive Ansatzpunkte in jüngster Vergangenheit um MS auch mal nicht nur zu verteufeln.
    Der GamePass ist eine gute Sache, ich finde diesen Dienst fabelhaft muss ich sagen.
    Und wer ihn nicht nutzen will braucht es ja auch nicht sondern kann seine Gewohnheiten weiter so beihalten wie gehabt.
    Da habe ich auch keine Angst vor der Streamingkonsole etc solange es eben zusätzlich kommt, das soll den Markt doch nur weiter erschliessen und potenziellen Spielern öffnen.
     
    Ich möchte nur zu diesem einen Punkt einwerfen [allem anderen stimme ich zu]: Sony hat mit der PlayStation 1 damals afaik keine Verluste eingefahren, Microsoft hat 4.000.000.000$ Verlust in vier Jahren Xbox 1 eingefahren. Die erste Xbox war ohne Frage wegweisend für die Industrie, aber es hatte auch einen sehr hohen Preis.
    Natürlich mussten da Milliarden in die Hand genommen werden, anders geht das halt nicht wenn man in einen Markt einsteigt der bereits aufgeteilt wurde. Da muss man einfach risikobereit sein und Verluste in Kauf nehmen um eine Erfolgschance auf lange Sicht auf dem Markt zu bekommen. Dazu kann ich folgende Podcast Folge sehr empfehlen, das wird dort ausführlich thematisiert.
    https://www.stayforever.de/2014/06/zwischenfolge-xbox/
    Ungünstig war dann halt für MS, dass die Xbox 360 mit der man ordentlich Gewinn einfahren wollte (auch später konnte) das enorme RoD Problem hatte.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Die Marke Xbox hat nie einen höheren Stellenwert bei Microsoft besessen als es aktuell der Fall ist, sie sind jetzt auch eine eigene Sparte im Unternehmen.
    Da wäre ich mir nicht so sicher. Eigentlich hatte sie zur ersten Xbox einen hohen Stellenwert und der Umgang mit dem RoD bei der 360 (und wie viel Geld dafür in die Hand genommen wurde) durchaus ebenfalls das selbe signalisiert. Was man aber sagen kann ist, dass es die letzten Jahre vor Spencer wohl nicht mehr so war.
     
    Natürlich mussten da Milliarden in die Hand genommen werden, anders geht das halt nicht wenn man in einen Markt einsteigt der bereits aufgeteilt wurde. Da muss man einfach risikobereit sein und Verluste in Kauf nehmen um eine Erfolgschance auf lange Sicht auf dem Markt zu bekommen.

    Dagegen sage ich gar nichts, es ist nur so das es halt extremst offensichtlich ist das Microsoft sich wortwörtlich in den Markt schlicht eingekauft hat. Das bezieht sich ja nicht nur auf die Konsole ansich die mit heftigsten Verlust verkauft wurde sondern auch auf einen nicht unerheblichen Teil der wichtigsten Xbox-Spiele. Das ändert nichts am Gesamtbild von Microsoft in meinen Augen [im positiven wie negativen], es bleibt aber immer ein kleiner ... "Makel" für mich wenn man über Microsofts Anteil zur Branche spricht. Immerhin hätte nicht jede Firma so etwas finanziell durchziehen können.
     
    Das ist aber alles so schwarzseherisch.
    Ich kann deine Punkte bzgl des "Abo-Modells" also der Langlebigkeit der Produkte ja noch teilen.
    Auch die Achievements sind ja fast alle auf die Ewigkeit ausgelegt.
    Aber MS wird auch wissen, dass es NUR damit eben nicht geht.
    Man braucht einen bunten Strauß der Vielfältigkeit, langlebige Spiele die auf Dauer ausgelegt sind, kurzweiliges, SinglePlayer, Multiplayer etc.

    was microsoft braucht ist seit mitte-ende letzter generation bekannt und sie haben ja auch die ersten 12 monate der xbox one stark abgeliefert. da waren einige neue ip's dabei, die zu erst oder exklusiv für die xbox erschienen sind. trotz don mattrick, kinect zwang und e3 2013 fiasko. danach haben sie es erst wieder schleifen lassen. ob der wechsel von mattrick zu spencer damit zu tun hatte oder die oberen bei microsoft einfach kein vertrauen mehr in die xbox sparte hatte, ist da nebensächlich, denn am ende ist es die eigene schuld von microsoft gewesen.

    Phil Spencer hat die Xbox wieder auf Vordermann gebracht und auch viel Klinken geputzt um verlorengegangene Unterstützung der Gamindindustrie zurückzugewinnen, was in letzter Zeit ja auch gut fruchtet.
    Zudem ist er nun Vice President of Gaming bei Microsoft, also auch aufgestiegen und ein Eckpfeiler für die Zukunft.

    vice president of gaming of microsoft, spencer könnte auch als könig von microsoft gekrönt werden. trotzdem werden schöne beförderungen und worte nicht meine skepsis einfach so hinwegfegen, denn natürlich müssen da zuerst taten folgen. gut, studios wurden und werden noch aufgekauft, aber wieso das für mich nichts bedeutet, steht in meinem original post. (oder du schaust dir die historie von ms und ihren studios einfach selber an) wird eben was dauern, die spiele müssen entwickelt werden und wenn alles dann in ordnung ist: super, dann bin ich auch überzeugt.

    MS bringt Spieler zusammen, PC und Xbox und sogar die Switch, da sind viele positive Ansatzpunkte in jüngster Vergangenheit um MS auch mal nicht nur zu verteufeln.

    crossplay, welches sie in der letzten generation selber blockiert haben und nun als aktueller nicht-marktführer natürlich gut heißen, weil imagepflege. außerdem würde ich weder nintendo noch microsoft als großes zugpferd für crossplay ansehen, sondern studios wie psyonix (rocket league), epic games (fortnite) & co., die den ganzen stein durch den großen erfolg ihrer titel ins rollen gebracht haben. ohne die wäre das bedürfnis nach crossplay überhaupt nie so populär geworden.

    Der GamePass ist eine gute Sache, ich finde diesen Dienst fabelhaft muss ich sagen.
    Und wer ihn nicht nutzen will braucht es ja auch nicht sondern kann seine Gewohnheiten weiter so beihalten wie gehabt.

    der gamepass ist für uns als kunden auch super, aber gerade was indie-entwickler angeht, könnten so welche abo-modelle auf langer sicht negative folgen haben. außer ms kauft die natürlich auch alle auf, dann sind sie natürlich gerettet.

    Da habe ich auch keine Angst vor der Streamingkonsole etc solange es eben zusätzlich kommt, das soll den Markt doch nur weiter erschliessen und potenziellen Spielern öffnen.

    es geht nicht um die angst vor streaming, sondern was ein scheitern für die studios bedeuten kann und microsoft war nicht selten bei neuen technologien auf der verliererseite. mein vertrauen in die konzerne ist da nicht einfach groß genug, wäre bei sony aber genau so, wenn nicht sogar schlimmer. da ist ms deutlich besser aufgestellt, aber selbst da bin ich mir wie gesagt eben nicht sicher.
     
    Dagegen sage ich gar nichts, es ist nur so das es halt extremst offensichtlich ist das Microsoft sich wortwörtlich in den Markt schlicht eingekauft hat. Das bezieht sich ja nicht nur auf die Konsole ansich die mit heftigsten Verlust verkauft wurde sondern auch auf einen nicht unerheblichen Teil der wichtigsten Xbox-Spiele. Das ändert nichts am Gesamtbild von Microsoft in meinen Augen [im positiven wie negativen], es bleibt aber immer ein kleiner ... "Makel" für mich wenn man über Microsofts Anteil zur Branche spricht.
    Natürlich hat MS sich in den Markt eingekauft, das ist doch auch allen beteiligten bewusst? Wie soll man denn sonst in eine so finanzstarken Branche etwas vom Kuchen abbekommen bzw. den Einstieg hin bekommen? Wie hätte es MS ohne viel Geld in die Hand zu nehmen denn anstellen sollen. Aus Nettigkeit hätten wohl wenig Entwicklerstudios auch mal eben die Xbox unterstützt. Dann muss auch ein Endnutzer überhaupt von dieser Konsole erfahren, die Händler müssen diese in ihre Regale stellen usw.
    Immerhin hätte nicht jede Firma so etwas finanziell durchziehen können.
    Stimmt, aber auch MS hat dafür ein Risiko eingehen müssen. Konnte vorher ja keiner sagen ob die Marke "Xbox" jemals Geld einspielen wird bzw. wie erfolgreich sie werden wird. Hätte durchaus auch ordentlich Geld verbrannt werden können.
     
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