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.Der Spaß war bei mir schon vorbei, musste da nicht hin.![]()
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Doch... leider war ein stubenkamerad dort... die hatten keine Verwendung für nen sani, also steckten die den kurzerhand zu den Fallschirmjägern ... als ich damals mit ihm telefoniert hab, meinte er, es sei die pure Hölle... er wollte sich tatsächlich umbringen, nur um nicht mehr da hin zu müssen... das was er erzählte, war echt bitter... da war wohl täglich kriegFallschirmjäger oder auch Gebirgsjäger haben doch afaik aber nur Zeitsoldaten genommen? Da sind normale Wehrdienstleistende doch gar nicht hin gekommen?

Cool waren die anderen Kameraden. So viele verschiedene Typen. Durch den "gemeinsamen Feind" war der Zusammenhalt echt klasse. Ein Einheimischer ist wegen der Stumpfsinnigkeit fast irre geworden. Er konnte nicht abschalten.
Aber an einem Tag ist mein Panzer so krass gefahren, dass ich mich übergeben musste. Dann durfte ich oben rausgucken ^^
= Ruderboote ausleihen und den ganzen Tag lang völlig spaßig den Kahn (keine Ahnung wie weit das war, vielleicht 20 oder 30km) ans Ziel bringen inkl. dabei helfen, dass die Kogge der Kameraden auch ja absäuft 


Ab Oktober 2003 neun Monate im Panzerbataillon in Stern-Buchholz, bei Schwerin. Das war eine Zeit...
Fing schon mit Musterung an. Alle total mies drauf. Habe dann gesagt "ich würde gerne zum Bund" (wollte zur Polizei und dachte das wär gut). Auf einmal waren alle total freundlich zu mir.
Die ersten beiden Wochen waren am härtesten, weil wir nicht nach Hause durften. Ich der verwöhnte Bengel, der noch nie lange von Mama weg war. Alter, war das ein HeimwehDanach ging´s dann aber.
Die Grundwehrzeit war echt hart. Der ständige Schlafmangel, das ständige Anschreien, die viele sinnlosen Aufgaben. Puh. Mein Zugführer war auch ein echter Tyrann (Oberfeldwebel) und sein Unteroffizier entspring direkt einem James Bond Bösewicht, inklusive Hasenscharte. Wir waren echt ständig draußen und haben entweder Sport gemacht oder lagen ewig auf dem gefrorenen Boden. In den Theoriestunden musste man sich irgendwie wach halten, weil man sonst zusammen geschrien worden wäre. "Zum Glück" hatten wir einen Offiziersanwärter im Zug, der wurde noch härter ran genommen und hat oft den Groll abbekommen. Alle Unteroffiziersklassen hassten die Offiziere. Der Zugführer war ein echter Choleriker und Alki. Eines Abends nach Dienstschluss war er auf unserer Stube und hat mit meinen Kameraden gesoffen. Ich trinke nicht, er wollte aber unbedingt, dass ich mit trinke. Am Ende hat er sein Bier in meinen Stiefel gekippt.
Was fällt mir noch aus´m Stand ein? Dieser ewig lange Marsch mit 20kg Gepäck war krass, schlimmer waren aber die beiden Biwaks bei eisiger Kälte. Bei dem Einen habe ich 3 Tage kein Auge zubekommen so kalt war es. Früh morgens dann draußen waschenCool waren die anderen Kameraden. So viele verschiedene Typen. Durch den "gemeinsamen Feind" war der Zusammenhalt echt klasse. Ein Einheimischer ist wegen der Stumpfsinnigkeit fast irre geworden. Er konnte nicht abschalten.
Spaß gemacht haben auch die Schießübungen. P8 (?), G36, M3 und sogar Panzerfaust durften wir schießen.
Nach den ersten drei Monaten freuten wir uns auf Füße hochlegen, aber nichts war es. Wie bei MKS wussten unsere Chefs schon, dass die Kaserne bald geschlossen wird. Erst mal wochenlang im Simulator geübt. Ich war Richtschütze, also der Schütze des Leopard 2A6. War zum Glück nur Zweitbester, sodass ich nicht beim Zugführer auf dem Panzer musste.
Dann ging es mit zig Panzern (ja, sie funktionierten alle halbwegs) in die Heide irgendwo in Norddtl. Was wir da verballert habenAber an einem Tag ist mein Panzer so krass gefahren, dass ich mich übergeben musste. Dann durfte ich oben rausgucken ^^
Ansonsten haben wir noch zwei amerikanische Kasernen bewacht. In Heidelberg und in Darmstadt. Glaube es waren 12-Stunden Schichten. Mega langweilig. Aber das Essen (Burger) und die Einkaufsmöglichkeiten waren super. Wir kontrollierten die einfahrenden Autos. Einen Abend haben wir in einer Stichprobe das Auto der Stützpunktleiterin genauer inspiziert. Das gab Ärger.
Fazit: Krasse Zeit, aber auch unglaublich stumpfsinnig. Mir ist durchaus klar, warum die Bundeswehr heute nicht funktioniert.
Hab damals (2004) eigentlich alles dafür gemacht, um ausgemustert zu werden. Meine Ausbildung wäre 2005 beendet gewesen und ich wollte danach eigentlich direkt Vollzeit weiter arbeiten.
Bin dann zur Musterung mit aktuellem Sehtest (hab ne Brille und damals wohl so -3 Dio auf beiden Augen) und einer Bestätigung vom Artz über meine Allergien (Gräser, alle möglichen Bäume, quasi der ganze Wald). Ich hab da eigentlich keine Beschwerden, bin recht gerne im Wald, aber laut Allergietest halt.
Trotzdem T3. Fuck!
Hab dann verweigert und 9 Monate Zivi beim Arbeiter-Samariter-Bund gemacht. Essen verteilt (mit dem Transporter), behinderte Kinder und Erwachsene zur Schule bzw. Lebenshilfe fahren, kranke Leute ins Krankenhaus. War recht chilig, da jede zweite Woche nur morgen und nachmittags 2 Stunden gearbeitet werden musste und man dazwischen heim durfte. Dafür halt jedes zweite Wochenende arbeiten. War aber immer recht entspannt und man machte die Touren oft zu zweit. Dann hat man sich mit dem Essen verteilen immer abgewechselt und der andere konnte auf dem Beifahrersitz Zeitung lesen oder schlafen.
Einzig unser Chef war ein totaler Choleriker und hätte glatt beim Bund arbeiten können.
War ne coole Zeit!
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