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Bundeswehr - Verschwendete Zeit oder sinnvoll genutzt? - Eure Geschichten

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So nachdem es im Boulevard Fred schon bissl darum ging, dacht ich mir ich eröffne einfach mal ein Fred dazu. Hier könnt ihr all eure Erfahrungen / Geschichten / Erlebnisse reinschreiben die ihr erlebt habt. Denke da kommen schon einige krasse Sachen zusammen. Ebenfalls würde mich interessieren ob ihr eure Zeit bei der BW genossen habt oder als bloße Zeitverschwendung anseht.

Ich fang einfach mal an. Ich hab "nur" die normalen 9 Monate absolviert. Generell wollte ich die 23 Monate voll nutzen, bei der Musterung wurde aber gesagt ich kann mich auch später entscheiden und während des Grundwehrdienstes verlängern. Nach einiger Zeit war mir dann doch klar das ich das nicht machen will. TROTZDEM empfinde ich die Zeit als sehr schöne Zeit, die ersten 3 Monate war jeden Tag Sport und doch mal ein geregelter Tag angesetzt. Allerdings ging das bei mir nach den ersten 3 Monaten Grundausbildung sowas von Bergab. Danach war ich 3 Monate Hilfsausbilder für die neuen AGA Lumpen die da angetanzt kamen. Das war eigentlich ganz cool da man die bissl mit "verscheißern" konnte und außer 2 mal Gefechtstag mit denen draußen und die Märsche nicht viel zu tun hatte. Ich hab da in der Zeit Kumpels kennengelernt mit denen ich mich heute noch gern dran erinnere, an das Dummknautschen, den Spaß und ja, auch dem saufen. Ich weiß ja nicht wie es euch ging aber ich hab nie wieder so viel gesoffen wie dort. mit 3 Mann war eine Kiste auf Schlauch (das ne Geschichte die ich irgendwann mal rein haue) war normal. Schlimmer wurde es nur noch in den letzten 3 Monaten als unsere Ausbildungskompanie eingestellt wurde und wir nur noch Tapete abkratzen sollten und so ein Pfeffer. Da war rein gar nix mehr los, nur noch ein Unteroffizier der uns eingeteilt hat und sonst trinken, schlafen und fressen. Aber man hat viel lustiges und unfassbar dummes Zeug erlebt.

Eine Geschichte die mir da sofort einfällt war im Januar... Mein Unteroffizier, welcher wohl mit die größte Pfeife im ganzen Stab war, zwei Kumpels von mir und ich sollten im Gelände einen Kampfstand vorbereiten als Präsentation für französische Soldaten die im Austausch zu uns kamen und sich sowas mal anschauen wollten. Wir laufen also den ersten Tag dahin und während wir dahin latschen schmeißt sich der Trottel von Unteroffizier mehrmals mit seinem G36 in den Dreck und rollt sich wien 5 jähriger auf dem Boden und "schießt" in alle Richtungen und schreit PAM PAM... Ich dacht ich seh nicht richtig und als ich ihn fragte was der Zweck dieser Übung sei meinte er: "Krieg spielen ist lustig".

OK dacht ich mir und nach einer Weile hat der Dödel sich ein Platz ausgesucht wo wir am nächsten Tag den Kampfstand aufbauen sollten. Wir also angefangen Zelt aufzubauen, Kampfstand ausheben, Feuerstelle her richten, Loch zum kacken usw usw, also alles was dazu gehört. Als ich mein Kampfstand fertig hatte hab ich eine geraucht und mal kurz durchgeatmet, kommt der Dödel zu mir und fragt mich was ich mache. "Eine rauchen" war meine Antwort was er mal gar nicht verstanden hatte. Auf die Frage ob ich nix zu tun hätte meinte ich nur das ich meine Aufgabe zweckmäßig erfüllt hab und keine weiteren Anweisungen bekommen hab... No joke, geht der Dödel weg, bringt mir ein Besen und sagt ich solle fegen... Ich hielt das fürn Witz und meinte dass das völlig unzweckmäßig, ja geradezu blöde ist im Wald zu fegen aber nix da, der Lappen hat darauf bestanden. Es sollte ja schön aussehen wenn die Franzosen kommen...

Auch das Argument das es ja der Tarnung schaden würde wenn man einen riesigen ausgefegten Kreis im Wald hat lies den Knaller völlig kalt. Also stand ich eine Stunde da und hab gefegt... Als ich den Freitag nach Hause bin und meine Eltern / Freunde fragen was ich so gemacht hab und ich meinte: "Ich hab im Wald gefegt", wollte mir das keiner glauben und alle fingen einfach an zu lachen. Ab da hat ich wirklich jedes Level an Respekt dem gegenüber verloren. Das aber nur der Anfang zumindest meiner lustigen BW Zeit. Wäre cool wenn hier paar Geschichten zusammen kommen.
 
Hab auch nur die 9 Monate gemacht, hätte aber durchaus auch verlängert wenn es eine freie Stelle in Dresden gegeben hätte. Immer nach Bad Salzungen zu kutschen war lästig af. Die ersten 6 Monate waren schon ganz cool, aber zum Schluss wurde ich dann auf grund meines erlernten Berufes in der Küche eingeteilt. War zwar ein sorgenfreies Leben (selbst die ehemaligen Ausbilder haben sich eingeschleimt um größere Portionen zu bekommen :grins:) aber für mich auch nicht der Sinn beim Bund zu sein.
 
Ausgemustert worden. Ich unterstütz so einen Drecksverein doch nicht mit meiner Anwesenheit.
Lieber karre ich alten Menschen ihr Essen vor die Tür oder wasche Oma Hedwig im Altenheim.
versteh ich. Ich hab den allergrößten Respekt für Leute die lieber in die Altenpflege oder sowas ähnliches gehen bzw generell dort arbeiten. Eine Sache zu der ich mich einfach nicht überwinden konnte daher war die Entscheidung für mich recht einfach.

Hab auch nur die 9 Monate gemacht, hätte aber durchaus auch verlängert wenn es eine freie Stelle in Dresden gegeben hätte. Immer nach Bad Salzungen zu kutschen war lästig af. Die ersten 6 Monate waren schon ganz cool, aber zum Schluss wurde ich dann auf grund meines erlernten Berufes in der Küche eingeteilt. War zwar ein sorgenfreies Leben (selbst die ehemaligen Ausbilder haben sich eingeschleimt um größere Portionen zu bekommen :grins:) aber für mich auch nicht der Sinn beim Bund zu sein.
ging bei mir ungefähr genauso. Ich hab damals viele DVD's kopiert und verkauft, die Offiziere waren meine besten Abnehmer... Genauso was PC Spiele angeht. Ich weiß noch als ich einen Früh in das Zugführerarbeitstzimmer gerufen wurde nur um einen Offizier bei Splinter Cell zu helfen, der kam an einer Stelle nicht weiter... Hat mir einige Vorteile gebracht sowas...
 
War ja froh dass meine Grundausbildung von Jan.- März ging. Die armen Schweine die da im Hochsommer in voller Montur durch die gegend rennen mussten. :nein: nahezu jeden Tag musste ich mir das dann während den Rauchpausen bei einem kühlen Getränk von der Veranda der Kantine anschauen.
Die Rauchpausen betrugen bei uns ca. 5 Std. von 8 Std. Küchendienst. Ein Hoch auf die zivilangestellten Frauen in der Küche.
 
ging bei mir ungefähr genauso. Ich hab damals viele DVD's kopiert und verkauft, die Offiziere waren meine besten Abnehmer... Genauso was PC Spiele angeht. Ich weiß noch als ich einen Früh in das Zugführerarbeitstzimmer gerufen wurde nur um einen Offizier bei Splinter Cell zu helfen, der kam an einer Stelle nicht weiter... Hat mir einige Vorteile gebracht sowas...
Hab auch ganz gut nebenher verdient mit Zigaretten aus Tschechien.

EK 10€, VK 30-40€ :grins:
 
Ich hab Zivildienst in nem Altersheim gemacht. Musste noch so richtig verweigern, mit mehrseitiger schriftlicher Begründung und Aussage vor 2 Offizieren(oder was auch immer) und nem Pfarrer. 13 Monate waren es bei mir.
Zwar kein Bund, aber auch bei mir war es eine verdammt tolle Zeit, die mich bis heute geprägt hat. Würde die Erfahrung nicht missen wollen.
 
Wie gesagt, hab vor sowas dicksten Respekt. Ich könnte das einfach nicht. Aber bei den Rocketbeans beim AD Bundeswehr meinten die doch auch wie umständlich und aufwendig das war zu verweigern. Das wäre mir den Aufwand nicht wert gewesen.

Wo wart ihr stationiert? Ich sollte erst Nähe Berlin was bei mir perfekt gewesen wäre, wurde dann aber nach Sontra geschickt, liegt paar km bei Göttingen.
 
ich glaub wir hatten den gleichen ausmusterungsgrund. :D
War doch für was gut. :grins:
Aber ich hab ja auch noch eine ärztlich attestierte und ganz, ganz schlimme Allergie gegen Tomaten und chronische Angina (trotz bzw. gerade wegen der entfernten Mandeln), das geht beim Bund natürlich überhaupt nicht.

Hat er auch eingesehen, obwohl ich im Vorgespräch noch meinen Wunsch geäußert habe, endlich mit Waffen hantieren zu dürfen und ich keine Skrupel hätte, auf unbewaffnete Frauen und Kinder zu schießen.

Und Dusel hatte ich auch, war ein paar Tage zuvor noch das Wochenende in Amsterdam, der Drogentest hat bestimmt in allen Farben geleuchtet.
 
Wenn ich so drüber nachdenke fallen mir bestimmt auch noch einige lustige Geschichten ein. War 21 Monate dort. AGA 3 Monate und dann noch weitere 4 Monate in Gerolstein und den Rest dann in Düsseldorf im LKdo NRW. Da war ich dann auch Heimschläfer. Das ist dann nochmal ganz anders, als wenn man wirklich von montags bis freitags in ner Kaserne ist.

Ich hatte nach der AGA so nen beknackten HG der meinte als stv OvWa mit ner P8 vor meinem bett rum zufuchteln. Der wäre fast geflogen. Konnte froh sein, nur nen Diszi bekommen zu haben
 
Ich war Montag bis Freitag da. Hat mich aber nicht gestört, im Gegenteil. Hab damals noch zu Hause gewohnt und das war quasi das erste mal ohne Eltern wohnen, zumal du ja alles gestellt bekommst und dein Geld komplett für dich hattest. Da ich die volle Entfernungspauschale bekommen hab, hab ich am Ende grob 500 Euro für mich gehabt. Wenn man als Schüler mit vllt 20 Euro Taschengeld die Woche zu sowas kommt war das das Paradies.

Auch kleine "nette Geschichte". Als ich Hilfsausbilder war stand die AGA schon draußen und wir haben drin unsere Gewehre nochmal gecheckt. Wir haben einen neuen Stabsunteroffizier bekommen der eine eigene Gruppe führen sollte. Wir stehen da und checken also die Gewehre und der kommt zu mir und fragt allen Ernstes was er mit der Gruppe überhaupt machen sollte... Der hatte im Nachhinein betrachtet auch ein Treffer aber frisch vom Lehrgang zu kommen und nicht zu wissen was er machen solle war schon ein Ding.
 
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