Wenige Meter entfernt saß ein junger Mann mit seinen Kumpels, hellblonde Haare, stämmiger Typ mit glasigen Augen. Er schaute mich an und rief: "Bock zu poppen?" Er schob eine Hand in seine Hose, holte seinen Penis raus und brüllte: Ob ich den nicht lutschen wolle. Seine Fußballkumpels grölten. Ich senkte den Blick.
[...]
Der Typ taumelte auf mich zu: "Kannst du mir nicht wenigstens deine Nippel zeigen?" Seine Kumpels lachten. "Nein, lass mich in Ruhe", brachte ich heraus, immerhin mit fester Stimme. Der Typ schwankte zurück. "Fotze!" Mein Puls raste. Niemand sagte etwas.
Dann fragte mich eine andere Gruppe männlicher Fußballfans, ob ich zu ihnen kommen möchte. Ich nahm das Angebot an. Keiner sagte etwas zu dem, was gerade passiert ist; stattdessen fingen sie an, mit mir zu flirten. Einer zwinkerte mir zu, ein anderer sagte: "So sind wir nicht. Also, ein bisschen Spaß muss sein, aber man sollte sich schon etwas benehmen." Ich fühlte mich zu meinem eigenen Schutz verpflichtet, nett zu den Männern zu sein. Alles fühlte sich falsch an. Ich halte vergeblich Ausschau nach einem Schaffner, einer Schaffnerin.