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Umbauen, Ausbauen, Einziehen, Ausziehen

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Kennt sich hier jemand mit Altbauten bzw. generell mit jahrgangsspezifischen Thematiken beim Hauskauf aus? Wir schauen uns seit ein paar Wochen gezielt nach Häusern um und die meisten Immobilien, die von der Lage in Frage kämen, sind entweder aus den 50er oder 70er Jahren...

Aktuell hat eine Immobilie BJ 57 unser Interesse geweckt.
Die Immobile wurde laufend saniert, um einen Wohnzimmeranbau mit darüber liegender Dachterrasse erweitert und macht einen allgemein sehr guten Eindruck. Spitzboden (3.OG, wenn man so will) ist ausgebaut (ohne Treppe bzw. nur Zugtreppe), Dach gedämmt, obere Geschossdecke auch. Jahrgangsspezifisch ist die Dämmung der Außenwände natürlich ein Thema, energetische Qualität der Außenwände laut Energieausweis liegt bei 0,84, Anforderungwert nach Sanierung läge bei 0,56.
Endenergiebedarf laut Ausweis knapp 180 kWh. Laut Gasabrechnung verbrauchte der Haushalt gerade mal zwischen 10. und 12.000 kWh, kommt mir sehr wenig vor....

Dämmung von innen kommt für mich persönlich nicht in Frage, die daraus resultierende Gefahr von Kälte-bzw. Wärmebrücken ist mir zu groß / undurchsichtig. Bei der Außendämmung ist die Frage, ob sich der Aufwand und die erheblichen Kosten in einem sinnvollen Zeitraum amortisieren — ich würde behaupten nein.

Hat hier jemand Erfahrungswerte und/oder generelle Tipps?
@JokerofDarkness vielleicht?

Freue mich über jede Meinung!
 
Bei uns kommt dann demnächst eine Gutachterfirma, die sich die erheblichen Mängel (Feuchtigkeit, Schimmel) anschaut und nach der Ursache sucht.
Hatte ja zuletzt von diesen Durchfeuchtungen im Schlafzimmer berichtet, das wurde zwar äußerlich behandelt, kommt aber natürlich wieder durch. Inzwischen haben wir in fast jedem Raum (außer Bad) Schimmel, mal mehr, mal weniger groß. Immer aber die Außenwände, meistens an Rolladenkasten, Trotzdem, dass wir natürlich 3 mal täglich 5 min Stoßlüften und alle Räume auf 20°C heizen (wir haben auch die Bosch Thermostate) und in zwei kritischen Räumen schon seit Jahren Hydrometer. Im Grunde haben wir seit Bezug der Wohnung im Winter immer Probleme mit Schimmel und langsam zweifeln wir auch an uns selbst, zumal die Hausverwaltung den Grund natürlich auf uns abschiebt (war vorher nie ein Problem, Lüftungsverhalten, blabla).
Ich bin mal gespannt, was dabei raus kommt und ob was gemacht wird/werden kann.

Oh shit.
Seid ihr Eigentümer oder Mieter ?
 
@DoK Unser DHH ist BJ 56. Hab ca. 80K in die Renovierung reingesteckt und nicht gedämmt. Hab im letzten Jahr ca. 14000 kWh Gas verknallt und das ist verdammt in Ordnung. Was ist das für eine Heizung. Brennwerttherme ? Wasser elektrisch oder mit Gas?
 
@DoK Unser DHH ist BJ 56. Hab ca. 80K in die Renovierung reingesteckt und nicht gedämmt. Hab im letzten Jahr ca. 14000 kWh Gas verknallt und das ist verdammt in Ordnung. Was ist das für eine Heizung. Brennwerttherme ? Wasser elektrisch oder mit Gas?
Brennwerttherme, ja. Wasser läuft auch über Gas, außer im Gäste-WC / Duschbad, da gibts ne elektrisch betriebene Heizung, müsste Infrarot sein....
14.000 kWH ist auch noch super, heizt ihr zusätzlich mit Ofen?
Habt ihr auch nen Energieausweis? Ich finde einfach keine sinnvollen Vergleichswerte für die energetische Qualität der Gebäudehülle bzw. den Transmissionswärmeverlust.
 
Kennt sich hier jemand mit Altbauten bzw. generell mit jahrgangsspezifischen Thematiken beim Hauskauf aus? Wir schauen uns seit ein paar Wochen gezielt nach Häusern um und die meisten Immobilien, die von der Lage in Frage kämen, sind entweder aus den 50er oder 70er Jahren...

Aktuell hat eine Immobilie BJ 57 unser Interesse geweckt.
Die Immobile wurde laufend saniert, um einen Wohnzimmeranbau mit darüber liegender Dachterrasse erweitert und macht einen allgemein sehr guten Eindruck. Spitzboden (3.OG, wenn man so will) ist ausgebaut (ohne Treppe bzw. nur Zugtreppe), Dach gedämmt, obere Geschossdecke auch. Jahrgangsspezifisch ist die Dämmung der Außenwände natürlich ein Thema, energetische Qualität der Außenwände laut Energieausweis liegt bei 0,84, Anforderungwert nach Sanierung läge bei 0,56.
Endenergiebedarf laut Ausweis knapp 180 kWh. Laut Gasabrechnung verbrauchte der Haushalt gerade mal zwischen 10. und 12.000 kWh, kommt mir sehr wenig vor....

Dämmung von innen kommt für mich persönlich nicht in Frage, die daraus resultierende Gefahr von Kälte-bzw. Wärmebrücken ist mir zu groß / undurchsichtig. Bei der Außendämmung ist die Frage, ob sich der Aufwand und die erheblichen Kosten in einem sinnvollen Zeitraum amortisieren — ich würde behaupten nein.

Hat hier jemand Erfahrungswerte und/oder generelle Tipps?
@JokerofDarkness vielleicht?

Freue mich über jede Meinung!

Kommt drauf an. Für 300m² wären es sehr wenig, für 50m² eher viel :D
 
Brennwerttherme, ja. Wasser läuft auch über Gas, außer im Gäste-WC / Duschbad, da gibts ne elektrisch betriebene Heizung, müsste Infrarot sein....
14.000 kWH ist auch noch super, heizt ihr zusätzlich mit Ofen?
Habt ihr auch nen Energieausweis? Ich finde einfach keine sinnvollen Vergleichswerte für die energetische Qualität der Gebäudehülle bzw. den Transmissionswärmeverlust.
Nö. Ein Ofen ist vorgesehen und kommt irgendwann
Wieviel qm? Hast du nen Expose?
 
Nö. Ein Ofen ist vorgesehen und kommt irgendwann
Wieviel qm? Hast du nen Expose?
Sind knapp 140qm Wohnfläche, verteilt auf 6 Zimmer, voll unterkellert und sogar der via Zugtreppe erreichbare Spitzboden ist augebaut.
Ofen ist auch schon vorhanden, Kamin wurde nachträglich als Edelstahlvorrichtung angebaut.

Wir haben die Bude ein zweites Mal für knapp 2 Stunden besichtigt und ausgemessen, wir haben zugesagt und werden am Montag die Finanzbestätigung der Bank einreichen.
Das Haus ist perfekt für uns!

Nach zahlreichen Erlebnissen in unserem Leben als Mieter haben wir die Faxen dicke und wollen nun nur noch in uns selber investieren und uns, vor allem aber unserem Sohn, ein sicheres (langfristiges) zu Hause bieten.
 
Sind knapp 140qm Wohnfläche, verteilt auf 6 Zimmer, voll unterkellert und sogar der via Zugtreppe erreichbare Spitzboden ist augebaut.
Ofen ist auch schon vorhanden, Kamin wurde nachträglich als Edelstahlvorrichtung angebaut.

Wir haben die Bude ein zweites Mal für knapp 2 Stunden besichtigt und ausgemessen, wir haben zugesagt und werden am Montag die Finanzbestätigung der Bank einreichen.
Das Haus ist perfekt für uns!

Nach zahlreichen Erlebnissen in unserem Leben als Mieter haben wir die Faxen dicke und wollen nun nur noch in uns selber investieren und uns, vor allem aber unserem Sohn, ein sicheres (langfristiges) zu Hause bieten.

Ihr habt aber doch wohl auch mal einen (richtigen!) Fachmann mit reingenommen,oder?
Wenn nicht würde ich vorher nichts unterschreiben. Das ist gut investiertes Geld und für den Umbau/Sanierung/Modernisierung ect. braucht ihr ja eh einen Bau-Ing./Architekt!

Je nachdem was der für "Mängel" findet kann sich das auf den Kaufpreis ja auch noch auswirken...
 
Ihr habt aber doch wohl auch mal einen (richtigen!) Fachmann mit reingenommen,oder?
Wenn nicht würde ich vorher nichts unterschreiben. Das ist gut investiertes Geld und für den Umbau/Sanierung/Modernisierung ect. braucht ihr ja eh einen Bau-Ing./Architekt!

Je nachdem was der für "Mängel" findet kann sich das auf den Kaufpreis ja auch noch auswirken...
Vorab mit reinnehmen ist auf jedem Fall sinnvoll. Ich hatte einen Statiker für die Berechnung der Tragfähigkeit der Decken und einen Architekten zur Begutachtung vorm Kauf. War knapp 1100€ mit Steuern und man fühlt sich sicher. Sonst alles selber gemacht. Angebote geprüft und vergeben. Ach vergessen. Für die KFW Einzelförderung Heizung brauchten wir einen SV. Der hat für 150€ den ganzen Schriftkram und die Abnahme gemacht. Der war nie auf der Baustelle.
 
Immer aber die Außenwände, meistens an Rolladenkasten,

Mit Ferndiagnose würde ich mal behaupten dass der Rollladenkasten nicht hinterdämmt ist bzw. es durch den Seilzug/Kurbel zu einer Durchströmung und einer Kondensation kommt.

Dämmung von innen kommt für mich persönlich nicht in Frage, die daraus resultierende Gefahr von Kälte-bzw. Wärmebrücken ist mir zu groß / undurchsichtig. Bei der Außendämmung ist die Frage, ob sich der Aufwand und die erheblichen Kosten in einem sinnvollen Zeitraum amortisieren — ich würde behaupten nein.

Innendämmung ist bauphysikalisch immer die schwierigere Lösung und würde ich ohne Fachmann niemals machen. Wenn es keine extrem komplexe Fassade ist (Gesimse, Ziersteine, usw.) oder bauliche/rechtliche Gegebenheiten dagegensprechen würde ich einfach die Fassade thermisch sanieren.
Allerdings gehören wahrscheinlich die Fenster dann auch gleich getauscht.


Wenn man die Bude nicht komplett auf links krempelt, braucht man auch keinen Bauingenieur oder Architekten.
Gerade wenn es um Innendämmung geht gehört auf jeden Fall ein Fachmann hinzugezogen.
Und generell gehören bei größeren Sanierungen immer alle Maßnahmen in Kombination betrachtet. Sonst kann es sehr schnell passieren dass ein funktionierendes, aber unsaniertes System plötzlich dank einer Einzelmaßnahme nicht mehr funktioniert und du dir einen massiven Bauschaden heranzüchtest.
 
Gerade wenn es um Innendämmung geht gehört auf jeden Fall ein Fachmann hinzugezogen.
Und generell gehören bei größeren Sanierungen immer alle Maßnahmen in Kombination betrachtet. Sonst kann es sehr schnell passieren dass ein funktionierendes, aber unsaniertes System plötzlich dank einer Einzelmaßnahme nicht mehr funktioniert und du dir einen massiven Bauschaden heranzüchtest.
Dagegen ist auch nix zu sagen, es ging mir nur um die Aussage, dass man einen Bauingenieur/ Architekten braucht. Brauchen tut man denjenigen nämlich nicht. Gibt da keinerlei Vorschrift oder behördliche Auflage dazu.
 
Mit Ferndiagnose würde ich mal behaupten dass der Rollladenkasten nicht hinterdämmt ist bzw. es durch den Seilzug/Kurbel zu einer Durchströmung und einer Kondensation kommt.
Ja, mit der Zugluft, die aus dem alten Rolladenkasten kommt, kann man Kerzen ausblasen.
Allerdings schimmelt es auch an der Außenwand mittig im Zimmer.
Unter uns der Mieter hat ebenso Schimmel in der Wohnung.
 
@Monkey47

Gut, wenn das mit der Zugluft wirklich so eklatant ist wird sich in einer Diskussion die Frage des Nutzerverhaltens schon mal erübrigen.
Außenwand ist natürlich immer ein Thema und die Durchfeuchtung kann da auch durch viele nutzerunabhängige Faktoren ausgelöst werden.

Würde da einfach mal dem Vermieter ordentlich Gas geben, Mietminderung udgl. Habt ihr eine Schlichtungsstelle an die ihr euch wenden könnt?
 
Bauingenieur und Architekt ist für uns nicht notwendig, da wir keinerlei bauliche Veränderungen vornehmen werden. Mir Wärme-und Feuchtigkeitsmessung sind wir schon durch (guter Bekannter). Das Haus wurde nachweislich und laufend saniert. „Überbleibsel“ der 50er sind bis auf die Fassade selber (= eher schlechte Dämmung) kaum noch vorhanden. Fenster, Türen, Elektrik, Rohre etc. genügen auch heutigen Ansprüchen.
Von einem Effizienzhaus sind wir natürlich meilenweit entfernt, da will ich aber auch nicht hin.
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass ein Haus, welches sich über Jahrzente bewährt hat, nicht verkehrt sein kann. Eine Außendämmung muss sich erst einmal amortisieren, da kann ich bis über mein Lebensende massiv für heizen, wenn ich denn wollte...

Modernste Häuser, durch die kein Lüftchen zieht, bergen andere massive Risiken.
Habe letztlich im Zuge der Besichtigung einer anderen Immobilie mit einem Sachverständigen gesprochen, der selber ein Haus aus den frühen 50er Jahren bewohnt. In Neubauten ist der laufend in Sachen Schimmelbefall unterwegs.... Der würde sein „atmendes“ Haus, wie er es nennt, nicht hergeben wollen.
 
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